Standing: How later courts treated this decision has not been analysed.

RRB Nr. 809/2025

Wasserbau, Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat, Entlastungsstollen Thalwil, Bauarbeiten Los 1 Bau, Vergabeerhöhung

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 20. August 2025

809. Wasserbau, Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat, Entlastungsstollen Thalwil (Bauarbeiten Los 1 Bau, Vergabeerhöhung)

Erwägungen

Mit Beschluss Nr. 1273/2020 hat der Regierungsrat das Projekt Entlastungsstollen Thalwil für den Hochwasserschutz an Sihl, Zürichsee und Limmat festgesetzt. Dafür wurde mit Beschluss des Kantonsrates vom 10. Mai 2021 (Vorlage 5642) ein Objektkredit von Fr. 175 500 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8500, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, bewilligt. Auf der Grundlage des Angebots vom 1. Juni 2021 vergab der Regierungsrat die Leistungen für den Bau des Entlastungsstollens Thalwil einschliesslich des Einlaufbauwerks an der Sihl und des Auslaufbauwerks am Zürichsee an die ARGE Marti Entlastungsstollen Thalwil, c/o Marti Tunnel AG, Moosseedorf, zum Betrag von Fr. 95 373 447.82 (RRB Nr. 1110/2021). Während der Ausführung sind begründete und nicht vorhersehbare, zusätzlich notwendige Leistungen im Umfang von rund 12,7 Mio. Franken erforderlich geworden. Zu diesen Leistungen zählen insbesondere: – Verstärkungsmassnahmen und zusätzliche Baumassnahmen beim Auslaufbauwerk, – zusätzliches Abführen und Aufbereiten von belastetem Aushubmaterial beim Einlauf- und Auslaufbauwerk, – Gleis- und Fahrleitungsarbeiten. Zudem sind aufgrund der Teuerung Mehrkosten von rund 4,2 Mio. Franken entstanden. Bis zum Bauende wird mit einer zusätzlichen Teuerung von rund 2,7 Mio. Franken gerechnet. Des Weiteren waren in der Erstvergabe die Regieleistungen nicht enthalten, die sich voraussichtlich auf rund 1,2 Mio. Franken belaufen werden. Bis zum Bauende wird zudem von zusätzlichen Leistungen von rund 2,8 Mio. Franken sowie einem Mehrausmass von rund 3,9 Mio. Franken ausgegangen. Die Zusatzarbeiten müssen durch dieselbe Auftragnehmerin ausgeführt werden, weil sie die bereits im Grundauftrag vergebenen Leistungen ergänzen und nur dadurch erhebliche technische Schwierigkeiten und substanzielle Mehrkosten verhindert werden können. Deshalb sind gestützt auf Art. 21 Abs. 2 lit. e der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. November 2019 (LS 720.1) die Zusatzarbeiten an die bereits berücksichtigte Auftragnehmerin zu vergeben. Die Vertragssumme für den Bau des Entlastungsstollens Thalwil von Fr. 95 373 447.82 wird um Fr. 27 626 552.18 auf Fr. 123 000 000 erhöht.

Dieser Betrag kann sich für ausstehende Regiearbeiten und Unvorhergesehenes um rund 3,0 Mio. Franken erhöhen. Die gesamte Vergabesumme beträgt somit neu Fr. 126 000 000. Der Betrag ist durch den Objektkredit gemäss Beschluss des Kantonsrates vom 10. Mai 2021 (Vorlage 5642) gedeckt und im Budget 2025 enthalten sowie im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2025– 2028 eingestellt. Die Vergabesumme geht zulasten der Leistungsgruppe Nr. 8500, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft. Den gesamten Rechnungsverkehr hat das Objekt Nr. 85W-745 aufzunehmen.

Dispositiv

Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Der Betrag der Vergabe an die ARGE Marti Entlastungsstollen Thalwil, c/o Marti Tunnel AG, Moosseedorf, gemäss RRB Nr. 1110/2021 für die Bauarbeiten Los 1 Bau für den Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat, Entlastungsstollen Thalwil, wird von Fr. 95 373 447.82 auf Fr. 123 000 000 erhöht. Die Vergabesumme kann sich für Unvorhergesehenes auf Fr. 126 000 000 erhöhen.

II. Der Betrag geht zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8500, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft.

III. Mitteilung an die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli