09.3965

Versicherungsaufsichtsgesetz

de Buman Dominique · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion CVP/EVP/glp

L'objet que nous avons à traiter aujourd'hui est une motion qui a été examinée par le Conseil des Etats. Elle a été acceptée par 17 voix contre 9. Elle demande la modification de la loi sur la surveillance des assurances de manière à ce que les membres avec droit de vote d'une coopérative d'assurances dont l'activité d'assurance n'est pas le but principal et qui a un effectif d'assurés limité puissent, du fait de leur qualité de membres, décider eux-mêmes des prestations et des primes d'assurance. Concrètement, il s'agit d'une exception supplémentaire visant à alléger la surveillance administrative qui a été mise en place au terme de la révision de la loi du 17 décembre 2004.

Dans cette révision, les frais administratifs découlant du besoin d'un renforcement du contrôle ont été jugés disproportionnés pour les organisations visées par l'auteur de la motion. Ces organisations ont une vocation d'entraide et d'assistance mutuelle, elles sont de taille réduite et concernent, par l'intermédiaire de leur droit de vote, essentiellement les personnes propriétaires.

Le Conseil fédéral est opposé à cette motion et avance l'argumentation suivante: dans la loi sur la surveillance des assurances, l'article 2 alinéa 3 permet déjà de tenir compte de la taille et de la nature de ces caisses d'assurance pour les libérer de la surveillance. Dans un autre document, le Conseil fédéral dit que, sur neuf demandes d'exemption de la surveillance, sept ont été acceptées. Il poursuit en disant qu'il n'existe pas de petites caisses d'associations qui oeuvreraient secondairement pour des buts d'assurance. Il affirme que toutes les caisses, quelle que soit leur taille, ont besoin d'être surveillées pour éviter que les intérêts financiers des personnes actionnaires et assujetties ne soient mis en péril.

L'auteur de la motion tient néanmoins à sa demande en estimant que, d'après l'expérience qu'il a faite, les caisses d'assurance qui ont demandé à avoir le bénéfice de l'article 3 alinéa 2 cité tout à l'heure ont dû affronter des démarches administratives compliquées et n'ont pas obtenu facilement d'être au bénéfice de cette disposition de la loi.

La Commission de l'économie et des redevances de notre conseil a été sensible à l'argumentation de l'auteur de la motion, aussi bien dans le texte qu'il avait déposé que dans les débats qui ont eu lieu au Conseil des Etats. Et c'est parce que notre commission est sensible à cet allègement de la bureaucratie et de l'administration qu'elle vous recommande, par 15 voix contre 4 et 2 abstentions, d'adopter vous aussi la motion Bischofberger 09.3965.

Kaufmann Hans · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Mit seiner Motion "Versicherungsaufsichtsgesetz" verlangt Herr Ständerat Bischofberger, gewisse Versicherungen von der Aufsichtspflicht zu befreien. Konkret geht es um Versicherungsgenossenschaften, die eng mit einem Verein oder einem Verband verbunden sind, wie zum Beispiel die Sportversicherungskasse des Schweizerischen Turnverbandes oder die Hilfskasse des Eidgenössischen Schwingerverbandes. Der Versichertenkreis ist beschränkt, und die Versicherten sind mit den stimmberechtigten Mitgliedern der Versicherungsgenossenschaft identisch und bestimmen die Versicherungsleistungen und -prämien selbst.

Die Möglichkeit der Aufsichtsbefreiung gibt es bereits heute in Artikel 2 Absatz 3 des Versicherungsaufsichtsgesetzes, aber man muss dafür ein Gesuch stellen. In den letzten drei Jahren sind von den neun gestellten Gesuchen deren sieben bewilligt worden. Deshalb glaubt der Bundesrat, dass keine Gesetzesänderung notwendig ist.

Ihre WAK teilt diese Meinung nicht. Mit 15 zu 4 Stimmen bei 2 Enthaltungen empfiehlt sie Ihnen, die Motion anzunehmen, wie dies zuvor schon der Ständerat mit 17 zu 9 Stimmen getan hat. Versicherungen, die mit einem Verein oder einem Verband verbunden sind, dessen Hauptzweck nicht das Versicherungsgeschäft ist, sind von der Versicherungsaufsichtspflicht zu befreien. Sie müssen also nicht mehr ein Gesuch stellen, sondern sie sind von Gesetzes wegen automatisch befreit. Der administrative Aufwand und die damit verbundenen Kosten für diese kleinen Selbsthilfekassen sind einfach in einigen Fällen zu gross geworden, und insbesondere die Vorschriften betreffend das Mindestkapital sind offensichtlich für einige Kleinversicherungen schwer zu erfüllen.

Deshalb beantragen wir Ihnen ebenfalls die Annahme der Motion.

Merz Hans-Rudolf · BR-M · Bundesrat · Appenzell A.-Rh.

Ich mache mir keine Illusionen über den Ausgang dieser Abstimmung, aber ich muss Sie doch auf zwei, drei Dinge aufmerksam machen, die mir halt relevant scheinen.

Erstens halte ich fest, dass wir ein Versicherungsaufsichtsgesetz haben. Viele von Ihnen haben vor Erlass dieses Gesetzes eine schärfere Aufsicht verlangt und tun das immer noch, weil das, so wird gesagt, letztlich auch mit Konsumentenschutz zu tun habe. Sie verlangen letztlich, dass wir auch Solvenzprüfungen vornehmen und nicht mehr einfach Produktekontrollen machen. Ich denke, Sie sollten den eigenen Grundsätzen schon treu bleiben. Das hat mit der Grösse einer Versicherung nämlich nichts zu tun, das ist eine Frage des Prinzips. Deshalb ist der Bundesrat skeptisch gegenüber dieser Motion.

Es ist auch klar, dass internationale Abmachungen - auch mit der Europäischen Gemeinschaft - bestehen, die wir einhalten sollten. Die gehen davon aus, dass Versicherungen, die ein jährliches Prämienvolumen von mehr als 3 Millionen Franken haben, zwingend unter Aufsicht zu stellen sind. Ich möchte Sie dann hören, wenn in den betreffenden Fällen einmal etwas Grösseres passiert. Dann werden die Beschwerden kommen, und dann wird man die Frage stellen: Ja, wer trug denn die Verantwortung?

Zweitens sieht das Versicherungsaufsichtsgesetz - Herr Kaufmann hat darauf hingewiesen - eben heute schon eine mögliche Befreiung vor. Die Befreiung wird natürlich nur gewährt, wenn man vorher abgecheckt hat, wie die Versicherung daherkommt, wie sie strukturiert ist und ob es verantwortbar ist oder nicht. Diese Möglichkeit besteht; Herr Kaufmann hat auch darauf hingewiesen, dass eben schon in sieben von neun Fällen eine solche Ausnahme bewilligt wurde.

Letztlich möchte der Motionär eben Versicherungen ausschliessen bzw. von der Aufsicht befreien, deren Hauptzweck nicht das Versicherungsgeschäft ist. Dazu sollten Sie wissen, dass die Finma ohnehin nur Versicherungen beaufsichtigt, deren Hauptzweck das Versicherungsgeschäft ist. Etwas anderes macht sie nämlich nicht.

Letztlich geht es hier - es wurde gesagt, und man kann es auch beim Namen nennen - in erster Linie um die Einrichtungen der Hilfskassen des Schweizerischen Turnverbandes und des Eidgenössischen Schwingerverbandes. Dazu ganz zum Schluss noch die Ergänzung: Beide Verbände haben - auf jeden Fall bis jetzt - kein Gesuch um Ausnahme bzw. Befreiung von der Aufsicht gestellt. Das hätten sie ja auch tun können. Dann wären vielleicht ihre Probleme unter dem Regime des heutigen Versicherungsaufsichtsgesetzes lösbar gewesen.

Der Bundesrat empfiehlt Ihnen deshalb, diese Motion abzulehnen.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 84 Stimmen

Dagegen ... 56 Stimmen