09.303, 11.307
Autobahnzubringer Emmental und Oberaargau. Aufnahme ins Nationalstrassennetz / Bau einer Seeüberquerung bei Genf
Verfahrensbeitrag
09.303
Antrag der Mehrheit
Der Initiative keine Folge geben
Antrag der Minderheit
(Wobmann, Giezendanner, Killer Hans, Pieren, Rickli Natalie)
Der Initiative Folge geben
Proposition de la majorité
Ne pas donner suite à l'initiative
Proposition de la minorité
(Wobmann, Giezendanner, Killer Hans, Pieren, Rickli Natalie)
Donner suite à l'initiative
11.307
Antrag der Mehrheit
Der Initiative keine Folge geben
Antrag der Minderheit
(Wobmann, Barthassat, Giezendanner, Killer Hans, Pieren, Rickli Natalie)
Der Initiative Folge geben
Proposition de la majorité
Ne pas donner suite à l'initiative
Proposition de la minorité
(Wobmann, Barthassat, Giezendanner, Killer Hans, Pieren, Rickli Natalie)
Donner suite à l'initiative
Graf Maya · P-F · Nationalrat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion
Präsidentin (Graf Maya, Präsidentin): Sie haben zu beiden Standesinitiativen einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.
Huber Gabi · Mit-F · Nationalrat · Uri · FDP-Liberale Fraktion
Mit der Initiative des Kantons Bern wird die Aufnahme von zwei Abschnitten kantonaler Hauptstrasse, Kirchberg-Hasle bei Burgdorf und Niederbipp-Bützberg, ins Nationalstrassennetz verlangt. Die Kommissionsmehrheit ist der Auffassung, dass das Parlament über das Anliegen der Standesinitiative bereits entschieden hat. Am 22. März dieses Jahres nämlich haben National- und Ständerat in den Schlussabstimmungen den Bundesbeschluss über das Nationalstrassennetz, Geschäft 12.018, angenommen. Teil dieser Vorlage ist der sogenannte Netzbeschluss, der mehrere Hundert Kilometer Kantonsstrassen zu Nationalstrassen aufwertet. Die Aufnahme dieser zusätzlichen Strassenabschnitte wurde an klare Kriterien geknüpft, welche der Bund gemeinsam mit den Kantonen erarbeitet hat. Die beiden von der Initiative zur Aufnahme beantragten Strassenabschnitte erfüllen diese Kriterien nicht. Das Anliegen wurde zudem in den beiden Räten im Rahmen der Beratung des Netzbeschlusses mittels Minderheitsantrag aus der vorberatenden Kommission bzw. mittels Einzelantrag zur Sprache gebracht. Beide Räte haben den entsprechenden Antrag klar abgelehnt, der Ständerat mit 25 zu 10 Stimmen, der Nationalrat mit 111 zu 52 Stimmen. Bei einem Stimmenverhältnis von 16 zu 5 Stimmen bei 3 Enthaltungen beantragt Ihnen die Kommissionsmehrheit daher, der Initiative des Standes Bern keine Folge zu geben.
Mit der Initiative des Kantons Genf wird verlangt, dass eine Seeüberquerung bei Genf ins Nationalstrassennetz aufgenommen wird. Auch in diesem Fall sei daran erinnert, dass National- und Ständerat am 22. März 2013 in den Schlussabstimmungen den Bundesbeschluss über das Nationalstrassennetz angenommen haben. Ein Teil dieser Vorlage ist eben der sogenannte Netzbeschluss, der wie schon gesagt mehrere Hundert Kilometer Kantonsstrassen zu Nationalstrassen aufwertet. Die beiden Räte haben eingehend über die künftige Ausgestaltung des Netzes debattiert. Der Antrag, eine Seeüberquerung bei Genf aufzunehmen, wurde aber weder in den vorberatenden Kommissionen noch im National- oder im Ständerat gestellt. Die Seeüberquerung bei Genf erfüllt die Kriterien zur Aufnahme ins Nationalstrassennetz nicht. Die Kommission anerkennt zwar die Engpassprobleme im Kanton Genf. Mittlerweile steht jedoch auch in Genf der Ausbau der bestehenden Umfahrungsautobahn als prioritäre Massnahme im Vordergrund der Debatten. Ob der Bau einer Seeüberquerung als längerfristiges Entwicklungsprojekt realisiert werden soll, müsste zuerst kantonsintern geprüft werden.
Vor diesem Hintergrund stellt die Kommissionsmehrheit - der Entscheid fiel mit 12 zu 6 Stimmen bei 6 Enthaltungen - den Antrag, der Initiative des Standes Genf keine Folge zu geben.
Piller Carrard Valérie · Mit-F · Nationalrat · Freiburg · Sozialdemokratische Fraktion
L'initiative du canton de Berne charge le Conseil fédéral d'assimiler deux axes routiers à des accès autoroutiers et par conséquent de les intégrer au réseau des routes nationales. Il s'agit, premièrement, du tronçon de route principale entre la sortie de l'A1 de Kirchberg à Hasle-Rüegsau et, deuxièmement, de la liaison entre l'A1 et Langenthal. Pour les auteurs de l'initiative, ces changements devraient être opérés dans le cadre de la redéfinition du réseau des routes nationales.
La majorité de la commission considère que le sort de l'initiative est déjà scellé; en effet, vous vous en souvenez, le 22 mars dernier, les chambres ont adopté l'arrêté fédéral sur le réseau des routes nationales lors d'un vote final. L'arrêté sur le réseau, qui constitue l'un des éléments de ce projet, intègre plusieurs centaines de kilomètres de routes cantonales dans le réseau des routes nationales. Pour être reclassés, les tronçons devaient obéir à des critères clairement définis par la Confédération et les cantons; or, les deux liaisons visées par l'initiative ne remplissent pas ces critères. Par ailleurs, dans le cadre de l'examen de l'arrêté sur le réseau, les conseils se sont déjà penchés sur l'objectif de l'initiative, qui leur a été soumis sous la forme d'une proposition de minorité de la commission chargée de l'examen préalable et sous la forme d'une proposition individuelle; les deux chambres ont clairement rejeté cette demande, comme l'a relevé ma collègue.
Pour ces raisons, et considérant que la question a déjà été traitée par le Parlement, la majorité de la commission vous propose de ne pas donner suite à l'initiative du canton de Berne.
L'initiative du canton de Genève invite également le Conseil fédéral à inscrire la réalisation d'un tronçon autoroutier au réseau des routes nationales. Il s'agit cette fois-ci du tronçon traversant le lac Léman, à l'est de Genève, projet dit "de la traversée de Genève". Après avoir entendu les auteurs, le 5 septembre 2011, la Commission des transports et des télécommunications du Conseil des Etats avait alors décidé de suspendre ses travaux, considérant que le Conseil fédéral allait présenter le message 12.018 relatif à l'adaptation de l'arrêté fédéral sur le réseau des routes nationales. Comme pour les tronçons mentionnés dans l'initiative du canton de Berne, la traversée du lac à Genève ne satisfait pas aux critères définis conjointement par la Confédération et les cantons qui figurent dans le message du Conseil fédéral relatif à l'adaptation de l'arrêté fédéral sur le réseau des routes nationales. Si la commission reconnaît les problèmes causés par l'existence de goulets d'étranglement dans le canton de Genève, elle indique cependant que la solution actuellement étudiée en priorité est l'extension de l'autoroute de contournement.
Pour toutes ces raisons, la majorité de la commission vous propose de ne pas donner suite à l'initiative du canton de Genève.
Wobmann Walter · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Bei der Standesinitiative Bern geht es um die Aufnahme der beiden Autobahnzubringer Emmental und Oberaargau ins Nationalstrassennetz. Die ganze Region Emmental/Oberaargau ist extrem mit Verkehr belastet. Die Verkehrsfrequenz ist sehr hoch. Auf der Strecke Oberburg-Burgdorf-Kirchberg verkehren täglich rund 18 000 Fahrzeuge; das sind etwa 5000 Fahrzeuge mehr als am Gotthard. 13 Prozent davon sind Schwerverkehr. Beim Zubringer Oberaargau ist es ähnlich. Dort verkehren etwa 14 000 Fahrzeuge pro Tag, und sogar 17 Prozent davon sind Schwerverkehr. Der Verkehr fliesst durch Dörfer. Ich denke da an die Sicherheit, an die Umweltbelastung. Der Verkehr fliesst an Schulen, an Kindergärten, ja sogar an einem Spital vorbei. Der Zustand in dieser Region ist effektiv unhaltbar.
Dazu kommt natürlich noch die wirtschaftliche Situation dieser Region. Der Autobahnzubringer Emmental wird im kantonalen Richtplan als wirtschaftliche Hauptachse definiert. Das ist auch mit ein Grund dafür, dass es überhaupt eine Standesinitiative des Kantons Bern gibt, in der dieser Zubringer gefordert wird. Es geht um die ganze Region Emmental/Oberaargau, aber auch um die angrenzenden Gebiete im Kanton Solothurn und das Entlebuch. Es geht auch um die wirtschaftliche Entwicklung. Die Mitarbeiter vieler internationaler Unternehmen arbeiten und leben in diesem Raum; es sind über 10 000 Arbeitsplätze. Der Anschluss dieser Region an die anderen Wirtschaftsräume wie Basel, Bern und Zürich ist von grösster Bedeutung nicht nur für die zukünftige Entwicklung der ganzen Region, sondern auch für das Überleben von sehr vielen Firmen.
Ich bitte Sie daher, der Standesinitiative Bern Folge zu geben.
Ebenfalls bitte ich Sie, der Initiative des Kantons Genf Folge zu geben. In dieser wird den Bau einer Seeüberquerung bei Genf verlangt. Der Genfer Seebogen ist eine der dynamischsten Regionen der ganzen Schweiz. Genf hat täglich über 100 000 Grenzgänger, keine andere Grenzregion hat so viele Grenzgänger. Die Seeüberquerung würde optimal ins Projekt einer Ringumfahrung passen, und die ganze Region könnte davon profitieren.
Ich bitte Sie, auch der Standesinitiative Genf Folge zu geben.
Abstimmung
09.303
Abstimmung - Vote
Für Folgegeben ... 55 Stimmen
Dagegen ... 120 Stimmen
(7 Enthaltungen)
Abstimmung
11.307
Abstimmung - Vote
Für Folgegeben ... 66 Stimmen
Dagegen ... 108 Stimmen
(8 Enthaltungen)