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Marché laitier. Perspectives

Rossini Stéphane · P-M · Conseil national · Valais · Groupe socialiste

BO 2015 N 1666Proposition de la commission

Adopter le postulat

Proposition Bourgeois

Biffer le chiffre 11

Bourgeois Jacques · Mit-M · Conseil national · Fribourg · Groupe libéral-radical

Ma proposition ne concerne pas l'ensemble du postulat, mais uniquement le chiffre 11. Le rapport exigé par le présent postulat de la Commission de l'économie et des redevances permettra d'obtenir toute la transparence sur le principal secteur économique agricole, qui est en train, en Suisse comme au sein de l'Union européenne, de traverser à nouveau une profonde crise. En effet, le marché laitier est dans une telle situation qu'il est du devoir politique d'en dresser dans un rapport un rapide état des lieux. En fonction des réponses que le rapport fournira, il s'agira de tirer les conclusions et les conséquences permettant d'élaborer pour les producteurs de lait suisses les meilleures conditions-cadres possibles.

Vu la situation catastrophique du prix du lait industriel en ce moment, je demande à Monsieur le conseiller fédéral Schneider-Ammann s'il est disposé à fournir dans les plus brefs délais ce rapport et à proposer des mesures concrètes afin de retrouver au plus vite des prix décents couvrant les coûts de production.

J'en reviens à ma proposition. Il n'est à mon avis pas nécessaire d'analyser le chiffre 11, qui prévoit de "présenter différentes options d'ouverture du marché laitier, par exemple une ouverture échelonnée sur huit à douze ans, une union douanière, l'ouverture de lignes supplémentaires, etc.". En réponse à la motion 12.3665, "Marché laitier", de la CER-CN et à mon postulat 12.3344, "Abolition du contingentement laitier au sein de l'UE. Influence sur les perspectives de la branche du lait", le Conseil fédéral a en effet déjà répondu aux questions soulevées au chiffre 11 du postulat dans son rapport du 14 mai 2014 "Ouverture sectorielle réciproque du marché avec l'UE pour tous les produits laitiers".

La conclusion de ce rapport de plus de 100 pages est que l'ouverture des marchés réciproques avec l'Union européenne entraînerait des pertes de revenu d'environ 26 pour cent pour les producteurs de lait et ce serait surtout les exploitations de plaine qui seraient les plus touchées. Une ouverture complète de nos marchés avec l'Union européenne contraindrait de nombreuses exploitations à cesser la production de lait, ce qui est déjà le cas actuellement vu les prix catastrophiques pratiqués sur le marché du lait industriel.

Pour mémoire, la plus grande exploitation laitière de notre pays, produisant plus de 2,8 millions de kilos de lait, vient de mettre la clé sous le paillasson. Les producteurs de lait de notre pays attendent des conditions-cadres stables et non que l'on rajoute encore une couche d'insécurité. N'oublions pas non plus que le franc fort qui prévaut actuellement péjore encore plus la situation relativement à mai 2014, date à laquelle le rapport du Conseil fédéral a été rédigé.

Une ouverture complète de la ligne blanche envers l'Union européenne conduirait à des pertes de revenu très importantes avec pour conséquence, comme relevé, l'arrêt dans de nombreuses exploitations de cette principale production qu'est le lait. Est-ce cela que nous voulons? Je ne le crois pas! Il n'est pas nécessaire non plus de maintenir ce point 11, car les points 3 et 9 du postulat permettront de toute façon de mener la comparaison avec l'Union européenne, plus particulièrement avec les pays et les régions qui nous entourent.

Etant donné ce qui précède, évitons de doublonner et d'augmenter, sans plus-value réelle, les charges administratives fédérales.

Par conséquent, je vous demande de soutenir ma proposition et de biffer le chiffre 11 de ce postulat.

Jans Beat · Mit-M · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe socialiste

Der Antrag Bourgeois kommt sehr überraschend. Dass ich als Kommissionssprecher - nicht etwa als Sprecher der SP-Fraktion - zu Wort komme, habe ich nicht gewusst.

Worum geht es? Es geht um ein Postulat. Wer ist der Absender dieses Postulates? Die WAK hat dieses Postulat verabschiedet. Was möchte der Antragsteller? Er möchte eine der zwölf Ziffern streichen.

Wie ist dieses Postulat zustande gekommen? Es ist ein Kompromiss. Wir haben in der Kommission lange darüber diskutiert, welche Punkte man aufnehmen soll. Am Schluss haben wir abgestimmt, am Schluss haben wir einen Kompromiss gefunden.

Was will dieses Postulat? Es will den Milchbauern dieses Landes helfen. Das ist die Idee. Wir wollen eine Auslegeordnung, die zeigt, wie man die Situation der Milchbauern verbessern kann. Bei einer der zwölf Fragen, die wir stellen, geht es um Folgendes: Es sind "Öffnungsvarianten für den Milchmarkt darzulegen, z. B. schrittweise Öffnung innerhalb von acht bis zwölf Jahren, Zollunion, Öffnung weiterer Linien usw.". Wir möchten eine Auslegeordnung, wir entscheiden nicht über die Öffnung des Milchmarkts. Herr Bourgeois, das wissen Sie doch! Wir verlangen einen Bericht des Bundesrates. Sie verlangen, dass wir in diesem Bereich ein Denkverbot haben. Finden Sie, meine Damen und Herren, das sinnvoll?

Die EU verhandelt mit den USA über ein Freihandelsabkommen. Sind Sie sicher, liebe Leute von der SVP, dass Sie dann nicht zustimmen werden, wenn Herr Spuhler Ihnen sagt: "Wir brauchen dieses Freihandelsabkommen, sofern es denn zustande kommt, und zwar dringend"? Das können Sie nicht aussen vor lassen. Es könnte ja sein, dass dieses Freihandelsabkommen zustande kommt. Sich für diesen Fall vorzubereiten und sich zu überlegen, was das bedeutet, macht doch Sinn.

Oder Sie von der FDP-Liberalen Fraktion, Herr Bourgeois: Sind Sie ganz sicher, dass Ihre Partei ein Freihandelsabkommen im grossen Stil ablehnen würde, nur weil die Landwirtschaft damit ein Problem haben könnte? "Könnte" - wir wissen das ja gar nicht.

Ich kann mit diesem Antrag wirklich nichts anfangen. Das ist ein Denkverbot vonseiten der Bauern, die jetzt eine Abschottungsstrategie fahren. Es wird mit dieser Strategie auch gesagt, entweder sei man gegen die Milchbauern und ihren Verband oder man sei für die Milchbauern. Dazwischen gibt es nichts. Ich kann Ihnen sagen: Die Kommission hat das Thema Milchmarkt genau angeschaut. Sie will eine breite Auslegeordnung. Am Schluss will sie damit den Bauern helfen, sie will sie nicht alleinlassen.

Ich habe grosse Mühe mit diesem Antrag. Ich bedaure, dass der Bauernverband einen Kurs der Dialogverweigerung fährt.

Ich bitte Sie in diesem Sinn, den Antrag Bourgeois klar abzulehnen.

Ritter Markus · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe PDC-PEV

BO 2015 N 1667Lieber Kollege Jans, die Sache ist eine einfache: Das Parlament hat 2011 einen Auftrag gegeben, genau diese Frage zu klären. Der Bundesrat hat 2014 einen detaillierten Bericht von 113 Seiten vorgelegt, der genau diese Frage mit allen Varianten abhandelte!

Meine Frage: Haben Sie von diesem Bericht Kenntnis genommen? Sind Sie der Meinung, dass auf diesen 113 Seiten noch nicht alle Aspekte ausgeleuchtet worden sind, die ausgeleuchtet werden könnten?

Jans Beat · Mit-M · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe socialiste

Herr Ritter, jetzt haben Sie einen Mist erzählt! Diesen Bericht haben wir in der Kommission ausführlich angeschaut. Wir haben ganz viele Leute dazu angehört, und ich kann Ihnen sagen, was dieser Bericht macht. Er gibt auf eine Frage Antwort: Wie könnte man den Bauern helfen, wenn der Milchmarkt insgesamt geöffnet würde? Das heisst, er sagt, welche Möglichkeiten es gibt, Kriterien für Direktzahlungen auszuformulieren, um zu kompensieren, was die Bauern auf dem Milchmarkt verlieren. Das macht dieser Milchbericht.

Hier fragen wir etwas anderes: Wie müsste man erstens eine schrittweise Öffnung ausgestalten und eben nicht irgendwelche sofortigen Einführungen von Direktzahlungen? Wie sähe zweitens eine Zollunion aus? Was würde das für die Milchbauern bedeuten? Gibt es drittens die Möglichkeit, andere Linien zu öffnen, um gewisse verarbeitete Milchprodukte auf dem Markt zusätzlich zu stützen? Vielleicht bringt das Vorteile für die Bauern. Wir wissen es erst, wenn der Bericht auf dem Tisch ist. Aber diese Fragen von Punkt 11, Herr Ritter, sind noch nicht beantwortet.

Schneider-Ammann Johann N. · VPBR-M · Conseil fédéral · Berne

Der Bundesrat empfiehlt Ihnen, das Postulat anzunehmen, und zwar mit sämtlichen zwölf Ziffern.

Es ist ein Fakt: Wir haben der Kommission einen Bericht zur Öffnung der weissen Linie geliefert, und wir haben diesen Bericht höchst intensiv diskutiert. Zwischenzeitlich haben wir Veränderungen bei den Rahmenbedingungen erlebt: Ich erinnere an die Aufhebung der Quoten im europäischen Milchmarkt und an das Wegfallen des Franken-Euro-Mindestkurses. Das hat auch seinen Einfluss.

Der Bundesrat ist bereit, die Diskussion weiterzuführen. Normalerweise überlege ich mir gut, ob ein Bericht wirklich nötig ist oder nicht. Diesen Fortsetzungsbericht müssen wir machen, damit wir uns nicht in eine Situation mit einem Denkstopp hineinmanövrieren. Es ist gesagt worden, dass andere Gründe plötzlich dazu führen könnten, dass wir etwas schneller handeln müssen. Je mehr Aspekte wir vorgedacht und vordiskutiert haben, desto besser sind wir auf solche möglichen Situationen vorbereitet.

Herr Nationalrat Bourgeois, Sie haben gefragt, ob man den Bericht "dans les plus brefs délais" liefern könnte. Ja, natürlich, wir sind an der Arbeit, seit das Postulat eingereicht wurde, und wir werden den verlangten Zusatzbericht in den kommenden Monaten liefern können.

Der Kommissionssprecher hat alles gesagt; ich bitte Sie, das Postulat anzunehmen.

Ritter Markus · Mit-M · Conseil national · St-Gall · Groupe PDC-PEV

Ist es richtig, Herr Bundesrat, dass der Bundesrat in diesem Bericht, der umfassend ist, zur Erkenntnis kommt, dass die Öffnung der weissen Linie keine Priorität hat, dass er für Verhandlungsdossiers mit der EU andere Prioritäten hat? Und ist es richtig, dass der Bundesrat im letzten Jahr festgestellt hat, dass er dieser Piste nicht weiter folgen will?

Schneider-Ammann Johann N. · VPBR-M · Conseil fédéral · Berne

Herr Nationalrat Ritter, ich habe immer klargemacht, dass wir uns mit den Herausforderungen für die Landwirtschaft ernsthaftest beschäftigen wollen, und zwar - da lege ich allergrössten Wert darauf - nicht in dem Sinne, der Landwirtschaft irgendetwas wegnehmen und der Landwirtschaft auf Vorrat Angst machen zu wollen. Das ist nicht meine Position, das ist nicht die Position des Bundesrates.

Wir haben Ihnen den Bericht zur Öffnung der weissen Linie, der verschiedenste Varianten enthält, zur Verfügung gestellt. Wir haben diese Varianten auch bewertet und haben Ihnen letztlich auch von uns aus sagen müssen, dass keine dieser Varianten wirklich ideal oder gut oder zum jetzigen Zeitpunkt umsetzungswürdig ist. Aber wir haben nie gesagt, dass wir das Thema auf alle Zeiten nicht mehr miteinander diskutieren wollen.

Ich lade Sie nur ein, am Thema dranzubleiben wie an allen anderen Themen auch und vernünftig, in aller Ruhe und sehr sachlich miteinander die Möglichkeiten auszuloten. Dann wären wir zu gegebener Zeit, wenn es dann plötzlich massiven Druck auf uns alle, auf die gesamte Volkswirtschaft geben sollte, besser darauf vorbereitet.

Mit dieser Intention empfehle ich, das Postulat anzunehmen.

Vote

GroupYesNoAbst.
Groupe de l'Union démocratique du Centre0 (0 %)46 (98 %)1 (2 %)
Groupe socialiste37 (97 %)0 (0 %)1 (3 %)
Groupe PDC-PEV13 (46 %)15 (54 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical24 (80 %)1 (3 %)5 (17 %)
Groupe des VERT-E-S14 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral11 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe bourgeois-démocratique3 (60 %)1 (20 %)1 (20 %)
Total102 (59 %)63 (36 %)8 (5 %)

Yes: Adopter la ch. 11 du postulat
No: Rejeter la ch. 11 du postulat

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