19.3234, 21.3018
Impulsprogramm für die Sanierung von Beherbergungsbetrieben im alpinen Raum / Impulsprogramm für den Tourismus
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
19.3234
Antrag der Mehrheit
Annahme der Motion
Antrag der Minderheit
(Aeschi Thomas, Burgherr, Grossen Jürg, Lüscher, Matter Michel, Matter Thomas, Sauter, Schneeberger, Walti Beat)
Ablehnung der Motion
Proposition de la majorité
Adopter la motion
Proposition de la minorité
(Aeschi Thomas, Burgherr, Grossen Jürg, Lüscher, Matter Michel, Matter Thomas, Sauter, Schneeberger, Walti Beat)
Rejeter la motion
21.3018
Antrag der Mehrheit
Ablehnung der Motion
Antrag der Minderheit
(Paganini, Badran Jacqueline, Birrer-Heimo, Friedli Esther, Landolt, Martullo, Regazzi, Ritter, Wermuth)
Annahme der Motion
Proposition de la majorité
Rejeter la motion
Proposition de la minorité
(Paganini, Badran Jacqueline, Birrer-Heimo, Friedli Esther, Landolt, Martullo, Regazzi, Ritter, Wermuth)
Adopter la motion
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten.
Amaudruz Céline · Mit-F · Nationalrat · Genf · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Réunie le 16 août 2021, la Commission de l'économie et des redevances de notre conseil a examiné deux motions, la motion 19.3234, "Programme d'impulsion pour la rénovation des établissements d'hébergement dans l'Arc alpin", et la motion 21.3018, "Programme d'impulsion pour le tourisme".
Ces motions ont été déposées respectivement le 21 mars 2019 par le conseiller aux Etats Hans Stöckli et par la Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats le 15 février 2021. Elles ont été adoptées par le Conseil des Etats le 3 mars 2021 et le 17 juin 2021.
La motion 19.3234, donc la motion Stöckli, charge le Conseil fédéral d'instaurer un financement spécial de durée déterminée, dit programme d'impulsion, pour la rénovation des établissements d'hébergement dans l'Arc alpin. La motion du Conseil des Etats charge quant à elle le Conseil fédéral de mettre en place un programme d'impulsion de durée limitée pour le tourisme, de sorte à permettre de réaliser à brève échéance les investissements à venir et à préserver la compétitivité du tourisme suisse.
Concernant la motion Stöckli 19.3234, qui charge le Conseil fédéral d'instaurer un financement spécial de durée déterminée pour la rénovation des établissements d'hébergement dans l'Arc alpin, la majorité de la commission estime que ce texte reprend une revendication exprimée de longue date par les principaux cantons concernés. Aux yeux de la majorité, il est nécessaire de mettre l'accent sur un assainissement énergétique durable au lieu de s'en tenir au maintien des structures comme ce fut le cas jusqu'à présent. En outre, la majorité considère que le temps presse vu les immenses difficultés que pose la pandémie au secteur du tourisme.
Une minorité de la commission rejette la motion. Elle estime qu'avec Suisse Tourisme, Innotour et la nouvelle politique régionale, il existe déjà suffisamment d'instruments pour atteindre ces objectifs.
Concernant la motion 21.3018 du Conseil des Etats, qui demande la création d'un programme d'impulsion pour le tourisme suisse afin de permettre au secteur de réaliser rapidement ces investissements à venir, la majorité de la commission considère les instruments disponibles suffisants pour encourager ces investissements. Elle plaide plutôt pour des modifications dans le domaine de l'aménagement du territoire, ainsi que des allégements de bureaucratie et des simplifications de procédure.
En outre, la majorité juge plus adéquate l'approche de la motion 21.3278 "Le tourisme suisse a besoin d'un programme de soutien rapide, efficace et axé sur la durabilité", qui charge le Conseil fédéral d'élaborer un programme de soutien axé sur la compétitivité du tourisme suisse à l'avenir en se basant sur les instruments actuels et en faisant une large place à la durabilité.
Une minorité est en revanche d'avis que des mesures supplémentaires de soutien pour le tourisme devraient être envisagées sans délai en tenant également compte du fait que les besoins des acteurs du secteur varient en fonction de la taille et de l'emplacement de leurs entreprises. Je vous donne les résultats des votes au Conseil des Etats. Le 3 mars 2021, le Conseil des Etats a adopté la motion 19.3234 par 28 voix contre 17. Le 17 juin 2021, le Conseil des Etats a adopté la motion 21.3018 par 36 voix contre 3 et 1 abstention.
En ce qui concerne notre commission, elle vous propose, par 14 voix contre 9 et 2 abstentions, d'adopter la motion Stöckli Hans 19.3234 et, par 15 voix contre 8 et 2 abstentions, de rejeter la motion 21.3018 adoptée par le Conseil des Etats. Chacune de ces motions, comme je vous l'ai expliqué, ont des minorités.
Birrer-Heimo Prisca · Mit-F · Nationalrat · Luzern · Sozialdemokratische Fraktion
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat an ihrer Sitzung vom 16. August 2021 die beiden vom Ständerat angenommenen Motionen 19.3234 und 21.3018 vorberaten. Die Motion 19.3234 beauftragt den Bundesrat, eine zeitlich befristete Spezialfinanzierung für die Sanierung von Beherbergungsbetrieben im alpinen Raum zu schaffen. Die Motion 21.3018 beauftragt den Bundesrat, ein zeitlich befristetes Impulsprogramm für den Tourismus zu schaffen, damit anstehende Investitionen in absehbarer Zeit realisiert werden können und der Schweizer Tourismus konkurrenzfähig bleibt.
Ihre Kommission für Wirtschaft und Abgaben beantragt Ihnen mit 14 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen, die Motion 19.3234 anzunehmen. Die Kommissionsmehrheit ist der Auffassung, dass mit einer zeitlich befristeten Spezialfinanzierung für die Sanierung von Beherbergungsbetrieben im alpinen Raum ein notwendiges Instrument für energetisch nachhaltige Investitionen bereitgestellt werden kann. Vielen Beherbergungsbetrieben im alpinen Raum fehlt oft das Eigenkapital für die dringend notwendigen Investitionen, oder es ist schwierig für sie, bei den Banken einen Kredit aufnehmen zu können. Da die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit erst nachrangige Darlehen gewährt, genügt das in vielen Fällen nicht bzw. kommt es nicht zum Tragen, weil die Banken die Beherbergungsbetriebe im alpinen Raum oft als risikoreich betrachten. Die Folge davon ist, dass Betriebe schliessen bzw. energetisch unsaniert bleiben. Die Anzahl der Hotels sinkt, und Arbeitsplätze in der Hotellerie und Gastronomie gehen verloren. Mit einer finanziellen Unterstützung der Sanierung dieser Betriebe könnten zwei Fliegen auf einen Streich geschlagen werden: Einerseits werden eben die Betriebe unterstützt - es sind sehr oft Familienbetriebe -, andererseits wird etwas fürs Klima bzw. für die Energieeffizienz gemacht.
Angesichts der enormen Schwierigkeiten, mit denen sich die Tourismusbranche aufgrund der Pandemie konfrontiert sieht, ist die Mehrheit Ihrer Kommission zudem der Meinung, dass die Zeit drängt. Die in Aussicht gestellte Tourismusstrategie des Bundesrates wird erst ab 2024 greifen. Die Investitionen stehen aber jetzt an. Und das Recovery-Programm des Bundesrates setzt auf Nachfrageförderung und Produkteentwicklungen. Was aber fehlt und durch die Motion abgedeckt wird, das sind die Investitionen.
Die Kommissionsminderheit lehnt die Motion ab. Sie erachtet die bestehenden Instrumente - Schweiz Tourismus, Innotour und die neue Regionalpolitik - als ausreichend, um die erwähnten Ziele zu erreichen, und verweist auch auf das Recovery-Programm des Bundesrates.
Auch bei der Motion 21.3018 geht es um ein zeitlich befristetes Impulsprogramm für den Tourismus, das sich aber nicht auf den alpinen Raum und die Beherbergungsbetriebe beschränkt. Auch bei dieser Motion geht es darum, dass anstehende Investitionen in absehbarer Zeit realisiert werden können, nicht zuletzt, um auch die Konkurrenzfähigkeit des Schweizer Tourismus weiterhin gewährleisten zu können.
In der Kommission für Wirtschaft und Abgaben lag ein Antrag vor, den Vorstoss des Ständerates zu ergänzen: Das Programm solle insbesondere zu mehr Nachhaltigkeit im Einklang mit den Klimabestrebungen des Bundes und den Richtplänen sowie zur Förderung der Digitalisierung im Schweizer Tourismus beitragen. Mit dem Hinweis auf die demnächst traktandierte Motion Cottier, welche die Mehrheit als zweckmässiger erachtete, wurde die Ergänzung abgelehnt.
In der Folge lehnte Ihre Kommission mit 18 zu 5 Stimmen bei 2 Enthaltungen die zweite Motion ab. Sie hält die bestehenden Instrumente zur Förderung dieser Investitionen für hinlänglich und spricht sich stattdessen für Anpassungen im Bereich der Raumplanung sowie für einfachere Verfahren aus.
Die Kommissionsminderheit, die sich klar für die Ausrichtung auf nachhaltige Investitionen aussprach, ist hingegen der Ansicht, dass umgehend weitere Unterstützungsmassnahmen für den Tourismus vorgesehen werden sollten, damit die Investitionsfähigkeit der durch die Corona-Krise sehr stark betroffenen Unternehmen erhalten bleibt. Dies betreffe unterschiedliche Branchenakteure in verschiedenen Regionen der Schweiz.
Aeschi Thomas · Mit-M · Nationalrat · Zug · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ich vertrete die Minderheit zur Motion 19.3234, die ursprünglich von Ständerat Hans Stöckli eingereicht worden ist. Als wir diese Motion in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben berieten, war der Beschluss des Bundesrates vom 1. September noch nicht bekannt; wir führten die Beratung im August durch.
Am 1. September hat der Bundesrat beschlossen, den Schweizer Tourismus mit einem sogenannten Recovery-Programm zu unterstützen. Er möchte dafür 50 Millionen Franken ausgeben: 30 Millionen Franken für Schweiz Tourismus, 20 Millionen Franken für Innotour-Aktivitäten und 10 Millionen Franken für die neue Regionalpolitik. Wir werden hier also ein Programm beraten können, das der Bundesrat verabschiedet hat und das gesamthaft 50 Millionen Franken kostet.
Was möchte nun aber Herr Stöckli? Herr Stöckli möchte A-Fonds-perdu-Beiträge zur "Sanierung von Beherbergungsbetrieben", also zur Sanierung von Hotels und anderen Gaststätten im alpinen Raum. Ich bitte Sie einfach, sich die Folgen einer solchen Motion gut zu überlegen. Sie haben am 14. September in der "NZZ" lesen können, dass jetzt auch die Seilbahnen vom Bund ein Investitionsprogramm von 3 Milliarden Franken wünschen, weil sie argumentieren, sie seien von der Coronakrise natürlich auch besonders betroffen. Herr Stöckli möchte ebenfalls ein Milliardenprogramm, aber zur Sanierung von Beherbergungsbetrieben.
Es führt einfach zu grossen Ungerechtigkeiten. Stellen Sie sich vor, ein erstes Hotel hat bereits eine neue, energetisch vorbildliche Heizung installiert, ein zweites Hotel hat es noch nicht gemacht. Dem zweiten Hotel, das noch nicht auf eigene Kosten investiert hat, soll nun die Sanierung der Heizung bezahlt werden; das erste Hotel, das bereits etwas Geld zur Seite gelegt hat, hat die Sanierung aber selbst finanziert.
Es geht hier um A-Fonds-perdu-Beiträge, um die energetisch vorbildliche Sanierung von Hotelbetrieben, die wir grundsätzlich unterstützen. Was wir aber nicht unterstützen, ist, dass das der Steuerzahler bezahlen soll. Es ist eine Ungleichbehandlung von unterschiedlichen Gastgewerbebetrieben. Denken Sie auch daran, wer dann mit dieser Motion unterstützt werden soll. Leider werden Sie damit ein weiteres Mal die unrentablen Betriebe unterstützen, denn die rentablen Betriebe haben diese Investitionen bereits vorgenommen.
Wenn Sie in den alpinen Raum gehen, sehen Sie wirklich ganz unterschiedliche Regionen. In gewissen Regionen sieht man, dass investiert wurde; zukunftsgerichtet hat man den Gebäudepark bereits auf Vordermann gebracht. In anderen Regionen dagegen wurde das unterlassen, weshalb jetzt gerade diese Regionen mit staatlichen Fördergeldern subventioniert werden sollen. Das bedeutet eine sehr starke marktwirtschaftliche Verzerrung, eigentlich würde der Staat Steuergelder zulasten der rentablen Betriebe einsetzen.
Aufgrund dieser Bedenken möchte ich Sie bitten, die Motion Stöckli nicht zu unterstützen. Wie gesagt, einige Tage nach der Sitzung der Kommission für Wirtschaft und Abgaben hat der Bundesrat einen guten Gegenvorschlag vorgelegt, nämlich das Recovery-Programm. Ich bitte Sie, sich darauf zu fokussieren und eben nicht auf die Motion Stöckli.
Paganini Nicolo · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Mit meinem Minderheitsantrag ersuche ich Sie, die Motion des Ständerates "Impulsprogramm für den Tourismus" zu unterstützen. Ich deklariere auch gleich meine Interessenbindung: Ich bin Präsident des Schweizer Tourismus-Verbands, des Dachverbands des gesamten Schweizer Tourismussektors.
Die Situation des Tourismussektors ist Ihnen allen bekannt. Die Betriebe der touristischen Wertschöpfungskette - vom Hotel bis zum Zoo, von der Seilbahn bis zu den Jugendherbergen, von der Schifffahrt bis zum Ausflugsrestaurant - wurden von den Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie arg getroffen. Der Tourismus ist nicht der einzige Sektor, der leidet, aber ganz bestimmt einer der meistbetroffenen, zumal er grosse volkswirtschaftliche Bedeutung hat und rund 180 000 Vollzeitstellen umfasst.
Die Situation ist nach wie vor sehr schwierig. Es gibt aber eine je nach Positionierung der touristischen Betriebe bzw. der Destinationen unterschiedliche Betroffenheit. So ist zum Beispiel die Zahl der Logiernächte in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Jahr 2019 bereits wieder um 8,3 Millionen bzw. 35,8 Prozent gesunken. Internationale Gäste, die nur zögerlich zurückkommen, generieren langfristig 55 Prozent aller Logiernächte. Die aktuelle Lageeinschätzung von Hotelleriesuisse bestätigt, dass über die Hälfte der Unternehmen seit Ausbruch der Pandemie weniger Investitionen getätigt hat. Rund ein Drittel der Betriebe kann in der momentanen Situation ohne staatliche Unterstützung immer noch nicht kostendeckend wirtschaften; in den städtischen Gebieten gilt dies immer noch für 60 Prozent der Betriebe. Es wird allein im Bereich der Beherbergung von Ertragsausfällen im Umfang von 3,3 Milliarden Franken ausgegangen. Auch die Seilbahnen stehen unter grossem Druck und stellen ihre Investitionsprojekte zurück. Zermatt, die Rigibahnen, die Männlichenbahn und die Bahnen in Arosa sistieren Investitionsprojekte im Umfang von über 17 Millionen Franken. Und das sind alles nur einzelne Beispiele.
Die Hilfsmassnahmen für den Tourismus gliedern sich in drei Stufen: Kurzarbeitsentschädigungen und Härtefallgelder sicherten und sichern in den meisten Fällen das kurzfristige Überleben. Das vom Bundesrat vor wenigen Tagen beschlossene Recovery-Programm fokussiert insbesondere auf die Nachfrageförderung. Es ist sehr wichtig, aber nicht ausreichend. Es wäre fatal, wenn all die Betriebe, die jetzt mit viel Steuergeld gerettet wurden, mittelfristig vom Markt verschwinden würden, weil sie nicht mehr investieren können. Und die Investitionsfähigkeit ist aufgrund aufgebrauchter Reserven und aufgrund der Covid-Kredit-Verpflichtungen aufs Höchste gefährdet.
Die Motion Stöckli, die von der Mehrheit der WAK-N und übrigens auch von mir zur Annahme empfohlen wird, stammt aus der Zeit vor Corona und fokussiert auf die Beherbergung im Alpenbogen und die energetischen Sanierungen. Allein, für die Städte und für andere Branchen des Tourismussektors wie etwa die Seilbahnen bringt sie keinerlei Unterstützung. Es braucht deshalb in Ergänzung dazu auch die Annahme der Motion der WAK.
Wohlgemerkt, wir beraten heute über Motionen und nicht über fertig ausgearbeitete Gesetzesprojekte. Der Bundesrat hat es in der Hand, aus den Aufträgen dieser beiden Motionen und der Motion Cottier, über die wir wohl heute später noch beschliessen, ein stimmiges Konzept zu machen und etwa in den Bereichen Nachhaltigkeit oder Digitalisierung einen besonderen Akzent zu setzen. Und den finalen Entscheid über den Umfang des Programms fällt ohnehin das Parlament im Rahmen des Budgets.
Die Pandemie ist leider nicht vorbei, und schon gar nicht sind es deren wirtschaftliche Folgen für den Tourismus. Ich bitte Sie, mit der Annahme beider Motionen das deutliche Zeichen zu setzen, dass Sie auch in Zukunft einen wettbewerbsfähigen Schweizer Tourismus wollen.
Parmelin Guy · BPR-M · Bundesrat · Waadt
Comme vous l'avez déjà souligné, le secteur du tourisme a été durement et rapidement touché par la crise du Covid-19, en particulier en 2020 et au premier semestre 2021. La situation s'est un petit peu détendue avec l'assouplissement des restrictions avant l'été et les campagnes de vaccination. Surtout les touristes suisses et les voyageurs d'autres pays commencent à revenir.
En revanche, les chiffres actuels et les prévisions concernant les voyageurs longue distance et les voyageurs d'affaires restent nettement moins encourageants. La proportion de touristes en provenance de pays lointains reste faible et les prévisions ne prévoient pas de reprise du marché longue distance avant 2023. Il est également probable que le tourisme d'affaires soit durablement affecté suite à l'accélération de la numérisation. Il est à prévoir qu'un bon nombre de rendez-vous d'affaires continuent à se dérouler de manière virtuelle. Pour cette raison, la demande dans le tourisme urbain devrait rester plus faible pendant un certain temps encore. Je comprends et je partage l'empressement à vouloir aider un secteur fortement impacté par la crise.
Heureusement, le secteur peut s'appuyer sur les diverses aides Covid-19 et les instruments actuels de la politique du tourisme. Environ 3,1 milliards de francs ont été versés au secteur de l'hôtellerie et de la restauration pour le chômage partiel pour les mois de mars 2020 à avril 2021. Pour les cas de rigueur, ce sont près de 1,5 milliard de francs d'aides à fonds perdus qui ont été accordées à l'hôtellerie et à la restauration. Le secteur a également pu compter sur les crédits Covid-19 pour 1,6 milliard de francs, sur les garanties, les cautionnements, les reports d'amortissement en 2020 et 2021 auprès de la Société suisse de crédit hôtelier et dans le cadre de la nouvelle politique régionale, à quoi s'ajoute le plan de relance de Suisse Tourisme de 40 millions de francs pour les années 2020 à 2021, qui a été voté par le Parlement.
Enfin, le secteur bénéficie également, certes indirectement, du parapluie de protection pour les événements.
Malgré ces aides déjà conséquentes, un soutien supplémentaire, rapide, ciblé, paraît également nécessaire au Conseil fédéral. Sur ce point, nous sommes d'accord. C'est pourquoi le Conseil fédéral a pris des mesures le 1er septembre dernier. Il a lancé un programme de relance visant à redynamiser la demande dans le tourisme et à maintenir la capacité d'innovation. Ce programme s'appuie sur les instruments de promotion du tourisme existants.
Sur le plan thématique, il s'agira de se concentrer sur le tourisme urbain, le tourisme d'affaires et la durabilité. Le programme comprend trois mesures. La première est un financement supplémentaire de 30 millions de francs pour Suisse Tourisme pour les années 2022/23 afin de reconquérir les hôtes étrangers, soutenir le développement du tourisme durable, revitaliser le tourisme urbain et d'affaires et soulager les partenaires touristiques. La deuxième mesure prévoit un financement supplémentaire de 20 millions de francs pour Innotour afin d'augmenter la subvention fédérale pour les projets innovants dans le tourisme, passant du maximum actuel de 50 pour cent à 70 pour cent, qui sera le nouveau maximum. La troisième mesure est une augmentation de l'enveloppe financière de 10 millions de francs pour les projets de la nouvelle politique régionale.
Ces mesures peuvent être mises en oeuvre rapidement et contrer efficacement les effets de la crise liée au Covid. L'intention qui a motivé la motions Stöckli 19.3224 et la motion de la Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats 21.3018 est digne d'intérêt. Néanmoins, le cadre choisi pour agir, soit le soutien à l'investissement au moyen de deux programmes d'impulsion limités dans le temps, n'est pas le bon.
A court terme, les instruments et moyens financiers sont aujourd'hui déjà à disposition via la Société suisse de crédit hôtelier, la nouvelle politique régionale, le marché des capitaux et des crédits, et, pour les questions énergétiques, les différents programmes d'encouragement. Des contributions supplémentaires pour soutenir l'investissement à court terme sans optimisation légale risquent fort de manquer leur cible, se soldant en fin de compte par une politique d'arrosage. Et, vous le savez, les modifications légales prenant du temps, un programme d'impulsion interviendrait certainement trop tard pour contrer les effets du Covid.
Une optimisation de la promotion des investissements est possible et nécessaire, mais pas dans le cadre d'un programme d'impulsion limité dans le temps. Nous travaillons déjà sur une optimisation à moyen et à long terme, dans le cadre de l'actualisation de la stratégie touristique de la Confédération. Le Parlement aura l'opportunité de se prononcer sur les modifications qui seront proposées.
J'en viens maintenant plus précisément aux deux motions qui nous sont soumises aujourd'hui. La motion Stöckli, tout d'abord, vise à instaurer un financement spécial de durée déterminée pour la rénovation des établissements d'hébergement, notamment sur le plan énergétique, dans l'Arc alpin. Le Conseil fédéral propose de rejeter cette motion. Vous avez pris connaissance des raisons données.
Les établissements d'hébergement peuvent être soutenus par l'intermédiaire de la Société suisse de crédit hôtelier. Ce soutien a largement été renforcé ces dernières années. Les prêts ont doublé ces dix dernières années, passant de 112 millions de francs en 2011 à 234 millions de francs en 2020. La majeure partie des établissements soutenus se situent dans l'espace alpin. La Société suisse de crédit hôtelier soutient également les projets visant à améliorer la durabilité énergétique par un taux d'intérêt plus avantageux. De plus, la Confédération soutient toute construction répondant à des normes exemplaires sur le plan énergétique. Pour l'année 2021, ce soutien devrait représenter quelque 366 millions de francs versés par la Confédération aux programmes cantonaux d'encouragement dans le domaine de l'énergie.
Il existe donc déjà des instruments appropriés pour atteindre les objectifs de la motion Stöckli. Des possibilités d'optimisation des instruments de promotion existent, mais pour cela, une révision de la loi fédérale sur l'encouragement du secteur de l'hébergement est nécessaire. Par contre, un programme ponctuel et limité dans le temps, tel que proposé par la motion, ne serait pas efficient. Il pose aussi des problèmes de délimitation avec le programme Bâtiments. On risque surtout de dupliquer les financements.
Je vous prie donc ici de suivre le Conseil fédéral et de rejeter la motion Stöckli.
Concernant la motion de la Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats, qui charge le Conseil fédéral de mettre en place un programme d'impulsion de durée limitée pour le tourisme, la démarche vise ici à permettre de réaliser à brève échéance les investissements à venir. Là aussi, le Conseil fédéral n'est pas convaincu et vous propose de rejeter cette motion.
Je le répète, un programme à court terme, axé sur les investissements, est une fausse bonne idée. Augmenter les moyens financiers sans modification légale reviendrait à pratiquer une politique d'arrosage qui manquerait sa cible. Quant aux modifications légales, il faut du temps et, je le répète, le programme d'impulsion risque d'arriver trop tard. De plus, jusqu'à présent, il n'y a pas de signe que les entreprises ont des difficultés à obtenir des capitaux et des crédits. Un "papier d'impulsion" d'Hôtellerie Suisse très récent confirme qu'il n'y a pas d'assèchement du crédit qui empêcherait l'investissement.
C'est pourquoi nous prévoyons une action en deux phases. Tout d'abord, à court terme, le "Recovery Program" que je vous ai décrit pour redynamiser la demande dans le tourisme et soutenir la capacité d'innovation. Ces mesures ont été acceptées par le Conseil fédéral le 1er septembre dernier. Elles ont l'avantage de pouvoir être mises en oeuvre rapidement. Ensuite, à moyen ou à long terme, nous prévoyons une optimisation de la promotion des investissements dans le cadre de la nouvelle stratégie touristique de la Confédération.
Pour toutes ces raisons, je vous prie de suivre le Conseil fédéral et de rejeter la motion.
Lohr Christian · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Geschätzter Herr Bundespräsident, Sie werden vielleicht überrascht sein, wenn ich im Zusammenhang mit dem Thema Sanierung von Beherbergungsbetrieben das Thema Barrierefreiheit einbringe. Aber mir scheint es wichtig, dass wir, wenn wir so viele Unterstützungsmassnahmen treffen - wir tun dies meiner Ansicht nach zu Recht -, das Thema Barrierefreiheit auch als Chance für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft nützen. Wenn nämlich hier Gelder investiert werden, dann sollte man wirklich darauf achten, dass man auch in diesem Bereich weiterkommt.
Meine Frage an Sie, geschätzter Herr Bundespräsident: Wäre es möglich oder denkbar, dass der Bundesrat auch hierzu eine klare Empfehlung abgibt, wonach man, wenn man in dieser Situation Geld vom Bund erhält, bewusst auch das Thema Barrierefreiheit weiterentwickeln soll?
Parmelin Guy · BPR-M · Bundesrat · Waadt
Je vous remercie pour cette question, Monsieur le conseiller national Lohr. Je ne suis pas un spécialiste des règles, mais je suis tout à fait prêt à discuter avec le SECO et les organisations concernées pour qu'elles prennent en compte, dans la mesure du possible, votre préoccupation.
Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Herr Bundespräsident, ich unterstütze natürlich dieses Anliegen. Ich habe aber trotzdem eine Frage: Seit letztem Montag ist es ja so, dass Personen aus Drittstaaten, zum Beispiel aus den USA, die geimpft sind, in der Schweiz weder Museen noch Restaurants besuchen dürfen, weil sie kein Schweizer Covid-Zertifikat haben. Wäre es nicht im Sinne des Tourismus, wenn die Schweiz Impfungen der WHO-Liste akzeptieren würde, ohne ein Schweizer Covid-Zertifikat zu verlangen?
Parmelin Guy · BPR-M · Bundesrat · Waadt
Je vous remercie pour votre question, Monsieur le conseiller national Hurter. Vous le savez, dans ce domaine sensible, le Conseil fédéral fait régulièrement le point de la situation. Il a pris certaines décisions. Nous allons, lors de toutes les séances à venir, faire régulièrement le point de la situation et réévaluer toutes les mesures qui sont sur la table.
C'est tout ce que je peux vous dire. J'ai pris note de votre demande.
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Bevor wir zur Abstimmung kommen, möchte ich Frau Amaudruz ganz herzlich gratulieren: Sie ist seit letztem Samstag verheiratet. (Beifall)
Abstimmung
19.3234
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 108 Stimmen
Dagegen ... 72 Stimmen
(4 Enthaltungen)
Abstimmung
21.3018
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 86 Stimmen
Dagegen ... 91 Stimmen
(12 Enthaltungen)