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Obligatorische Sprachförderung an Berufsschulen
Munz Martina · Mit-F · Nationalrat · Schaffhausen · Sozialdemokratische Fraktion
Eine hohe Sprachkompetenz ist in der Arbeitswelt unbestritten wichtig. Mit grossem Aufwand wird in der obligatorischen Schulzeit eine zusätzliche Landessprache sowie meist zusätzlich eine Fremdsprache gelehrt. Leider finden diese aufwendigen und kostspieligen Bemühungen der Volksschule in der Berufsbildung oft ein jähes Ende. Im KV wird die Sprachförderung intensiv weitergeführt. In den Lehrplänen vieler gewerblicher und technischer Berufe sucht man den Unterricht einer Fremd- oder einer zusätzlichen Landessprache oft vergeblich. Die Jugendlichen verlieren damit die Sprachkompetenz, die sie in der obligatorischen Schulzeit erworben haben.
Damit schaffen wir eine krasse Ungerechtigkeit. Die Berufsmaturitätsschulen setzen für die BM2 Landes- oder Fremdsprachenkenntnisse voraus und prüfen diese Kompetenzen in der Regel bei der Aufnahmeprüfung. Jugendliche, die während drei Jahren oder mehr keinen Sprachunterricht mehr hatten, sind diskriminiert. Drei Jahre ohne Unterricht in den Prüfungsfächern - das schreckt Berufslernende ab, eine Aufnahmeprüfung für die BM2 überhaupt zu absolvieren. Es besteht eine eklatante Ungleichheit zu Berufen, deren Lehrpläne alle Kompetenzen schulen, die als Aufnahmefächer für die BM2 vorausgesetzt werden.
Der Bundesrat schreibt in der Begründung seiner ablehnenden Haltung, dass das Schweizer Berufsbildungssystem so ausgelegt sei, dass sich die Inhalte der Ausbildung an den Bedürfnissen auf dem Arbeitsmarkt orientieren. So weit, so gut. Aber das schweizerische Bildungswesen ist auch stolz auf die hohe Durchlässigkeit. Das ist ein Qualitätsmerkmal unseres Bildungssystems, und genau um diese Durchlässigkeit geht es mir. Vorwiegend für Lernende der technischen und gewerblichen Berufe ist die Durchlässigkeit des Systems erschwert. Diese Berufslernenden erleben eine krasse Diskriminierung. Ihnen wird der Anschluss an eine Berufsmaturitätsschule erschwert oder gar verunmöglicht. Ich bin deshalb der Meinung, dass die Durchlässigkeit des Bildungssystems in den Lehrplänen höher als die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes gewichtet werden muss.
Wegen der Chancengerechtigkeit müssen die Berufsverbände verpflichtet werden, die Sprachförderung in ihre Lehrpläne aufzunehmen. Anders kann die Durchlässigkeit und Chancengerechtigkeit für weiterführende Schulen nicht gewährleistet werden.
Der Bundesrat schreibt weiter, dass das SBFI die Orientierungshilfe "Integration von Fremdsprachen in der beruflichen Grundbildung" entwickelt. Daraus ist zu erkennen, dass das SBFI die Problematik erkennt. Es braucht aber klare Weisungen für obligatorischen Fremdsprachenunterricht und nicht nur Orientierungshilfen. Auch die Angebote von Movetia sind zu begrüssen. Solange die Sprachaufenthalte aber nicht obligatorisch sind, ist das Angebot ungenügend. Damit kann keine echte Durchlässigkeit unseres Bildungssystems gewährleistet werden.
Ich bitte Sie, meinem Postulat zuzustimmen. Für die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems braucht es obligatorischen Fremdsprachenunterricht in der Grundbildung aller Berufe. Sorgen Sie dafür, dass Lernende vorwiegend in gewerblichen und technischen Berufen nicht diskriminiert werden!
Ich danke für die Unterstützung meines Postulates.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
Pour les partenaires de la formation professionnelle, que sont la Confédération, les cantons et les organisations du monde du travail, l'encouragement de l'acquisition des langues étrangères représente un aspect essentiel des travaux communs dédiés au développement de la formation professionnelle. Plusieurs actions ont été menées au cours des dernières années afin de promouvoir l'enseignement des langues.
Tout comme les contenus des formations, les connaissances en langues étrangères dépendent des exigences du marché du travail. C'est en premier lieu aux organes responsables de décider s'il est nécessaire d'intégrer une langue étrangère à la formation. L'intégration des langues étrangères dans la formation professionnelle initiale nécessite des ressources et un soutien de plusieurs acteurs. C'est pourquoi elle doit reposer sur une base claire et sur le consensus de tous les partenaires.
C'est là qu'intervient le guide du SEFRI intitulé "Intégration des langues étrangères dans la formation professionnelle initiale". Le guide présente les ressources organisationnelles, financières et didactiques nécessaires afin de permettre l'acquisition des compétences en langues étrangères dans le cadre de l'orientation vers les compétences opérationnelles. Les indications et les recommandations qu'il contient sur différents thèmes soutiennent l'élaboration de solutions applicables à l'échelle nationale et leur réglementation dans les prescriptions sur la formation.
Il faut également tenir compte des offres de formation non formelles. Il peut également s'agir d'offres facultatives proposées dans le cadre de la formation professionnelle initiale, comme la possibilité de suivre des cours de langue débouchant sur l'obtention d'un certificat ou un enseignement bilingue. Par ailleurs, sur mandat de la Confédération et des cantons, Movetia, l'agence nationale pour la promotion des échanges et de la mobilité au sein de notre système éducatif, organise et encourage des programmes tels que le programme d'échanges nationaux dans la formation professionnelle. Ces exemples montrent que les partenaires de la formation professionnelle sont conscients de l'importance des langues étrangères. Elaborer un nouveau rapport n'apporterait aucune plus-value.
Abstimmung
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 104 Stimmen
Dagegen ... 83 Stimmen
(6 Enthaltungen)