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OECD-Mindestbesteuerung. Schluss mit dem vorauseilenden Gehorsam zum Nachteil der Schweiz
Quadri Lorenzo · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Insieme a circa 140 altri Stati, la Svizzera ha aderito al progetto di riforma che prevede l'imposizione dell'utile dei grandi gruppi di imprese attivi a livello internazionale, che realizzano una cifra d'affari annua superiore a 750 milioni di euro, con un'aliquota minima del 15 per cento.
Il progetto sull'imposizione minima è stato lanciato, su iniziativa degli Stati Uniti, dall'OCSE e dal G20. Esso comporta una lesione della sovranità fiscale dei singoli Stati che è parte integrante della sovranità tout court. Il popolo ha approvato a larga maggioranza la proposta nel giugno 2023. L'argomento principale addotto a sostegno della tassazione minima, argomento che ha portato all'accettazione popolare, era che essa sarebbe arrivata comunque; di conseguenza se la Svizzera non si fosse adeguata, la differenza tra l'aliquota elvetica inferiore e quella minima sarebbe stata riscossa da altri Stati, con conseguenti perdite per il nostro erario. Tuttavia, la situazione sul fronte della tassazione minima OCSE appare ora alquanto incerta. Risulta infatti che un numero considerevole dei 140 Stati firmatari, a partire proprio dagli Stati Uniti quali primi promotori, non sono pronti o disposti ad applicare la tassazione minima nel 2024 e magari nemmeno nel 2025.
Da qui parte la richiesta contenuta in questa mozione di attendere con la messa in vigore della tassazione minima, onde evitare di fare, come si suol dire, i primi della classe a nostro danno. Anche dalla piazza economica svizzera sono sorte perplessità sull'applicazione delle nuove disposizioni a partire dal 1° gennaio, proprio in considerazione della situazione internazionale. Perché un conto è se tutti applicano queste disposizioni, altra cosa è se lo fanno in pochi, aprendo così lo spazio a delle delocalizzazioni.
È il caso, tra l'altro, di ricordare che gli Stati Uniti ci hanno imposto la famosa FATCA, che però loro stessi non applicano. Adesso con la tassazione minima si ripete la stessa situazione. Del resto a Washington ad ogni elezione presidenziale la nuova maggioranza tendenzialmente cancella le misure prese da quella precedente - vedremo cosa succederà in novembre.
Oggi sappiamo che l'invito contenuto in questa mozione non ha avuto seguito dal momento che il Consiglio federale ha messo in vigore la tassazione minima OCSE col 1° gennaio di quest'anno. Nella sua presa di posizione il Consiglio federale evidenzia tuttavia che l'introduzione dell'imposta integrativa internazionale secondo l'Income Inclusion Rule (IIR) non è al momento effettuata per impedire un deflusso della base imponibile verso l'estero. Infatti, fino a quando altri Stati non applicheranno l'imposta integrativa successiva all'IIR, ovvero la cosiddetta UTPR, l'imposta integrativa internazionale secondo l'IIR comporterà di norma un aumento dell'onere fiscale senza che il rischio di un tale aumento si delinei all'estero. L'obiettivo del legislatore non era il prelievo di imposte da parte dell'estero.
Il Consiglio federale conclude indicando che deciderà nel corso del 2024 come procedere in merito all'imposta integrativa internazionale. A tale scopo l'esecutivo seguirà gli ulteriori sviluppi internazionali. Questa prudenza è senz'altro benvenuta.
Invito quindi a sostenere la presente mozione per dare un messaggio al Consiglio federale, cioè quello di evitare ogni sorta di pernicioso Swiss finish e di aspettare il più possibile con l'introduzione di misure che svantaggiano la nostra piazza economica. Queste misure, come ho detto, ci vengono imposte dall'estero in violazione della nostra sovranità fiscale.
Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Bundesrat · St. Gallen
Ich denke, die Motion ist insofern überholt, als der Bundesrat das Inkrafttreten der OECD-Mindeststeuerreform per 1. Januar 2024 entschieden hat. Ich möchte hier aber noch einmal auf zwei, drei Punkte hinweisen.
Man kann das Inkrafttreten natürlich kritisieren, aber, wenn schon, müsste man eigentlich kritisieren, dass man dieser Mindestbesteuerung überhaupt je zugestimmt hat. Die Schweiz hatte wahrscheinlich keine Wahl, aber dazu, das Inkrafttreten nachher zu kritisieren oder dieses verschieben zu wollen, weil die USA nicht dabei sind, Folgendes: Dass die USA nicht dabei sind, ist ein Faktor, der nicht sehr entscheidend war. Das wusste man schon vor der Abstimmung. Die USA haben diese Mindestbesteuerung zwar angestossen, aber es war schon im April - ich habe im April mit Frau Yellen gesprochen - klar, dass die USA nicht dabei sein würden, weil der Kongress das blockiert. Das war also nichts Neues. Es war dann so, dass vor allem die Pharmaindustrie sich zu Wort gemeldet hat und gesagt hat: Ja, wegen der Amerikaner, das ist unser grösster Konkurrenzstandort - das verstehe ich -, möchten wir, dass die Schweiz die Mindestbesteuerung verschiebt.
Nun, was hat man während der Abstimmung gesagt? Was war der Grund für die Einführung dieser Mindestbesteuerung? Wir haben gesagt, wir wollen vermeiden, dass Steuern, die in der Schweiz anfallen, ins Ausland gehen, dass wir also Steuern verschenken. Dann hat man behauptet, es seien ja nur ein paar Länder dabei, aber man muss einmal schauen, welche Länder dabei sind: Die grosse Mehrheit der EU-Staaten ist dabei, in der EU gibt es übrigens eine Richtlinie, die EU-Staaten müssen das umsetzen, die grossen Konkurrenzstandorte wie Irland und beispielsweise auch die Niederlande sind dabei. Wir haben ausgerechnet, dass es in der Schweiz tausend Gesellschaften gibt, deren Mutterhaus in einem Staat ist, der die Mindestbesteuerung einführt.
Nach unseren Berechnungen bedeutet das etwa 1 Milliarde Franken Steuersubstrat, das ins Ausland fliesst. Das war die Ausgangslage für den Bundesrat, nicht etwa Freude über diese Mindestbesteuerung. Wie wollen Sie dem Volk erklären, dass Sie zwar wissen, dass 1 Milliarde abfliesst, dass Sie aber trotzdem sagen: "Nun, dann ist es halt so"? Das ist relativ schwierig. Aber es ist keine Begeisterung über diese zweite Säule; bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Man hat dann eben auch gesehen, dass die G-7, mit Ausnahme der USA, die Mindestbesteuerung einführen, und, wie gesagt, auch bei den europäischen Staaten ist das eine Richtlinie. Wir haben aber, Sie haben das gesehen, nicht die gesamte Mindestbesteuerung eingeführt, sondern die QDMTT. Auf die Einführung der IIR haben wir noch verzichtet, und über die UTPR werden wir entscheiden, sobald die Anwendung auch in den anderen Staaten klar ist.
Matter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Frau Bundesrätin, ist es aber nicht auch so - so habe ich es verstanden -, dass nach der Volksabstimmung eine bedeutende Regel geändert bzw. sistiert wurde, nämlich, dass man die Unterbesteuerung bei anderen Ländern abschöpfen kann? Das war nämlich der Hauptgrund, warum das Volk zu dieser Mindestbesteuerung Ja gesagt hat.
Keller-Sutter Karin · VPBR-F · Bundesrat · St. Gallen
Ja, Herr Nationalrat Matter, Sie haben durchaus recht, es gibt für diese Hochsteuerstaaten eine Ausnahmebestimmung bis Ende 2026. Aber was man eben auch sagen muss, ist, dass die QDMTT - diese wurde im gleichen Paket mit der Einführung der Mindestbesteuerung beschlossen - die Länder, die einführen, vor Abschöpfung schützt. Das war eben auch ein Grund für die Schweiz: Wenn man mindestens diesen Teil einführt, dann kann die Abschöpfung bei uns nicht stattfinden.
Abstimmung
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 63 Stimmen
Dagegen ... 124 Stimmen
(1 Enthaltung)