23.072
Loi sur Movetia
Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste
BO 2024 N 1913Proposition de la majorité
Entrer en matière
Proposition de la minorité
(Hug, Freymond, Gafner, Heimgartner, Riem, Rüegsegger, Tuena, Wandfluh)
Ne pas entrer en matière
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Wir behandeln das Eintreten und die Detailberatung in einer Debatte.
Fivaz Fabien · Mit-M · Conseil national · Neuchâtel · Groupe des VERT-E-S
Avec son message, que nous traitons ce matin, le Conseil fédéral vous propose d'adopter la loi sur Movetia. Movetia est l'agence en charge des échanges au niveau national et international. Ces échanges sont l'un des axes importants de la politique suisse de formation. Aussi longtemps que la Suisse n'est pas associée à Erasmus plus, Movetia est en charge des échanges au niveau international, à travers le "Swiss European Mobility Programme". Si la Suisse parvient à un accord avec l'Union européenne, Movetia deviendra de fait l'agence chargée de mettre en place le programme. Au niveau suisse, Movetia est aussi chargée de coordonner les échanges au niveau national. Movetia réalise ces différentes tâches de manière totalement satisfaisante.
Le Contrôle fédéral des finances (CDF) a toutefois relevé un problème: le statut de fondation de l'agence n'est pas compatible avec les principes de gouvernance de la Confédération. Ce statut pose la question de la surveillance d'une agence financée exclusivement par la Confédération, donc aussi de notre capacité, autant celle du Conseil fédéral que celle de la haute surveillance du Parlement, de contrôler les plus de 60 millions de francs qu'allouent annuellement le Secrétariat d'Etat à la formation, à la recherche et à l'innovation et l'Office fédéral de la culture à l'agence. Un des problèmes majeurs relevés par le CDF est le double rôle des offices fédéraux, qui sont à la fois mandants et organes de supervision. Cela implique des risques considérables d'atteinte à la réputation de la Confédération. Cela a conduit le Conseil fédéral à proposer de modifier le statut juridique de l'agence, en transformant la structure en établissement de droit public de la Confédération. C'est ce dont nous discutons aujourd'hui.
Votre commission a siégé deux fois pour discuter de cet objet. Après le débat d'entrée en matière, elle a transmis un mandat important à l'administration afin de clarifier de nombreux points et de comprendre la position du Conseil des Etats. Ce dernier a en effet refusé l'entrée en matière en mars de cette année. Pourquoi? Le Conseil des Etats a avant tout argumenté dans le sens d'une perte de responsabilité stratégique pour les cantons, même s'ils restent consultés et seront représentés au conseil d'administration de la nouvelle structure. La majorité du Conseil des Etats a en outre estimé qu'il était tout à fait possible de ne pas suivre les recommandations du CDF.
BO 2024 N 1914Votre commission n'est pas de cet avis. Elle estime que ce changement de statut juridique règle les problèmes de gouvernance actuels dans un esprit qui reste fédéraliste, au sens où les cantons continueront d'être impliqués. Cela, sans coûts supplémentaires inutiles, permettra en outre à Movetia d'être mieux préparée en cas d'association à Erasmus plus.
La commission est entrée en matière sur cet objet, par 16 voix contre 8 et 0 abstention; elle l'a accepté, par 17 voix contre 8, au vote final. La minorité Hug vous propose de ne pas entrer en matière. Comme le Conseil des Etats, cette minorité estime que le système actuel fonctionne et respecte le fédéralisme et qu'aucun changement n'est nécessaire.
Je vous propose de traiter aussi tout de suite la discussion par article. La commission a modifié le projet du Conseil fédéral sur un seul point. A l'article 6, elle a introduit un nouvel alinéa 2bis, qui charge le Conseil fédéral de fixer un profil d'exigences en matière de compétences et d'expériences pour les futurs membres du conseil d'administration. Cela permettra également de clarifier les rôles des différents groupes d'intérêt, comme les cantons, la Confédération, etc., qui souhaiteraient siéger au conseil d'administration. Cette modification n'a pas été contestée, elle a été acceptée à l'unanimité des 25 membres présents.
Ich lade Sie ein, dem Gesetzentwurf zuzustimmen, so, wie er von Ihrer Kommission beantragt wird.
Durrer Regina · Mit-F · Conseil national · Nidwald · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Welches Geschäft würde besser zum Tag der Mehrsprachigkeit passen als das vorliegende Geschäft zu Movetia, der Organisation, die sich für Sprachaufenthalte einsetzt? Da ich leider nie einen Sprachaufenthalt absolviert habe, fahre ich nun auf Deutsch weiter.
Wie bereits gesagt wurde, unterstützt die nationale Agentur Movetia Jugendliche, die Fremdsprachenaufenthalte absolvieren wollen, und die Kantone bei den entsprechenden Aufgaben. Sie fördert die Mobilität in der Bildung. Vom gesetzten Ziel, dass jeder und jede Jugendliche einen Sprachaufenthalt absolvieren kann, sind wir noch ein grosses Stück entfernt. Aber es finden jedes Jahr zahlreiche Austauschprogramme und Sprachaufenthalte auf verschiedensten Bildungsstufen statt.
Die privatrechtliche nationale Agentur Movetia wurde 2016 von Bund und Kantonen gegründet. 2019 bemängelte die Eidgenössische Finanzkontrolle, dass die Organisationsform von Movetia als privatrechtliche Stiftung mit den Gouvernanzgrundsätzen des Bundes Unvereinbarkeiten aufweise. Sie hat deshalb einen Gesetzentwurf zur Umwandlung der Agentur Movetia in eine öffentlich-rechtliche Anstalt ausgearbeitet, der in einem öffentlichen Vernehmlassungsverfahren breit abgestützte Zustimmung fand. Sowohl die WBK-S als auch die WBK-N haben dieses Geschäft intensiv diskutiert und weitergehende Berichte verlangt. Im Gegensatz zur WBK-S ist die WBK-N mit 16 zu 8 Stimmen auf das Geschäft eingetreten und hat den Gesetzentwurf nach der zweiten Beratung am 28. Juni 2024 mit 17 zu 8 Stimmen angenommen.
Die Minderheit Hug beantragt Nichteintreten. Innerhalb des Gesetzentwurfes gab es nur einen Antrag auf Seite 4 der Fahne zu Artikel 6. Neu soll in Absatz 2bis konkretisiert werden, dass bei der Wahl der sieben Verwaltungsräte, die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen, die Hochschulen, die Berufsbildung, die ausserschulischen Organisationen sowie die Kantone vertreten sollen, auch die Kompetenzen und Erfahrungen bezüglich Austausch und Mobilität eine Rolle spielen sollen. Dieser neue Absatz war unbestritten. Wie im Ständerat wurde aber vor allem darüber diskutiert, ob ein Wechsel von einer privatrechtlichen Stiftung, die funktioniert, in eine öffentlich-rechtliche Anstalt überhaupt notwendig ist. Die WBK-N stellt sich aus den folgenden Gründen mehrheitlich hinter die Umwandlung.
Zuerst zum Stiftungsrat: Der heutige Stiftungsrat besteht aus drei Bundesamtsvorsteherinnen und -vorstehern und der Generalsekretärin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren. Der Einfluss der Kantone mit einem Stiftungsratssitz ist rein vom Stimmenverhältnis her marginal. Im neuen Verwaltungsrat sollen sieben Personen Einsitz nehmen, welche konkrete Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich Austausch und Mobilität mitbringen und vonseiten der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber, der Bildung, der ausserschulischen Organisationen und der Kantone kommen sollen. Drei der sieben Verwaltungsräte können die Kantone stellen. So wird der Einfluss der Kantone gegenüber heute ausgedehnt. Das Argument, dass die neue Rechtsform sich von den Kantonen entferne und diese entmachte, kann nicht nachvollzogen werden. Der Austausch zwischen Bund, Kantonen und Movetia ist institutionalisiert und findet unabhängig von der Rechtsform statt.
Zu den Leistungsverträgen: Die drei heutigen Stiftungsräte und Amtsvorsteherinnen und -vorsteher des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation, des Bundesamtes für Gesundheit und des Bundesamtes für Sozialversicherungen verantworten auch die Leistungsanforderungen, welche an Movetia gestellt werden. Das heisst einerseits, dass es drei separate Leistungsverträge gibt, die inhaltlich nicht unbedingt aufeinander abgestimmt sind, andererseits - und das ist der eigentliche Knackpunkt - bringen die drei heutigen Stiftungsräte Anträge ein, welche sie nachher selbst genehmigen. Einfach den Stiftungsrat auszuwechseln, so wie es der Ständerat vorschlägt, ist nicht so einfach, da in den Statuten von Movetia steht, dass sich der Stiftungsrat selbst konstituiert.
Nun noch zu Erasmus: Das Programm Erasmus plus macht klare Vorgaben, welche eingehalten werden müssen, damit man sich bei ihm assoziieren kann. Gemäss dem zusätzlichen Bericht der Verwaltung erfüllt die öffentlich-rechtliche Organisation praktisch alle Anforderungen, wohingegen eine privatrechtliche Stiftung viele Anforderungen nicht oder nur bedingt erfüllt.
Aus den genannten Gründen beantragt die Mehrheit der WBK-N, auf das Geschäft einzutreten und dem Entwurf inklusive des Antrages zu Artikel 6 Absatz 2bis zuzustimmen und damit weiterhin dazu beizutragen, dass möglichst alle Jugendlichen in den Genuss eines Sprachaufenthaltes kommen dürfen.
Hug Roman · Mit-M · Conseil national · Grisons · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Die nationale Agentur Movetia setzt die Fördermassnahmen im Bereich Austausch und Mobilität in der Bildung um. Sie wird gegenwärtig als privatrechtliche Stiftung von Bund und Kantonen getragen und stellt ein wichtiges Bildungsangebot innerhalb der kantonalen Hoheit sicher. Die Eidgenössische Finanzkontrolle nahm 2019 eine Governance-Prüfung vor, um Aspekte der Führung und Steuerung der Agentur zu prüfen. Dabei ging es insbesondere um die Vereinbarkeit oder Unvereinbarkeit der Personalunion zwischen Amtsleitung und Stiftungsrat. Um den Corporate-Governance-Grundsätzen des Bundes zu entsprechen, soll dieses funktionierende Angebot nun neu in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes überführt werden.
Nach Abschluss der Kommissionsarbeit ist aus Sicht der SVP-Fraktion auf die Vorlage aus drei Gründen nicht einzutreten.
1. Wenn man die Liste der öffentlich-rechtlichen Anstalten des Bundes anschaut, fällt auf, dass es sich ausschliesslich um Anstalten handelt, die Bundesaufgaben wahrnehmen. Hier haben wir hingegen eine relevante kantonale Aufgabe bzw. eine Verbundaufgabe zwischen Bund und Kantonen vor uns. Das war auch der Grund, wieso man bei der Schaffung der Stiftung Movetia eine spezifische Lösung gesucht hat und sich nicht in irgendein Schema der Public Corporate Governance pressen lassen wollte.
2. Wir würden die Gewichte deutlich in Richtung Bund verschieben. Das ist bei diesem Thema konzeptionell wie strategisch falsch. Die Einbindung und Nähe zu den schulischen Akteuren und die Option, auch weitere Dritte einzubinden, sind und bleiben essenziell. Die Kantone wären mit der Vorlage nur noch Konsultationspartner bei den Zielen und könnten, wie bereits erwähnt, drei Mitglieder für den Verwaltungsrat vorschlagen. Das alles ist angesichts der Bedeutung der kantonalen Schulhoheit aus unserer Sicht zu wenig. Dies waren wohl auch die Hauptgründe für den Ständerat, in der Frühjahrssession grossmehrheitlich nicht auf die Vorlage einzutreten.
BO 2024 N 19153. Das von der Eidgenössischen Finanzkontrolle monierte Problem ist, wenn überhaupt, ein kleines Problem. Es handelt sich um sogenannte Dienstleistungen mit Monopolcharakter, hauptsächlich durch Bundesbeiträge finanziert. Wo sollen hier nun effektiv massgebliche Rollenkonflikte auftreten? Konkret sei an das angebliche Problem erinnert, dass es eine Personalunion zwischen Amtsleitungen und Mitgliedern des Stiftungsrates gibt. Mit Verlaub, das ist nicht wirklich weltbewegend. Man könnte dieses Delegationsproblem einfach mit einer Änderung der Delegation korrigieren. Hierfür braucht es keine grundlegend neue Struktur. Effektiv heikel wäre es, wenn es zahlreiche Destinatäre von Bundesmitteln gäbe, die in einer gewissen Konkurrenz zueinander stünden. Das ist hier aber offensichtlich nicht der Fall.
Ich bitte Sie deshalb, selbst auferlegte Bedenken nicht über föderale Grundsätze zu stellen und auf die Vorlage nicht einzutreten.
Prelicz-Huber Katharina · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe des VERT-E-S
Bildungsaustausch, Mobilität und Zusammenarbeit, ob national oder international, sind äusserst sinnvoll und haben ein grosses Potenzial für die Gesellschaft, fördern sie doch die Verständigung unter den Menschen, das gegenseitige Verständnis, das Kennenlernen von anderen Kulturen und Sprachen und damit auch eine Völkerverständigung. Gerade in kriegerischen, aufgehetzten Zeiten, in denen Schwarz-Weiss-Malerei an der Tagesordnung ist, Polarisierung und Feindbilder kreiert werden, ist ein solcher Austausch zentral. Sich kennenzulernen und ein neues Bild voneinander zu erhalten, weicht Vorurteile auf und ist ein Erproben eines friedlichen Zusammenlebens.
Gerade in der Schweiz mit ihren vier Sprachen, mit den verschiedenen Kulturen ist der Austausch auch national zentral für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und für die Stärkung der nationalen Kohäsion. Gerade in der Zeit der Pubertät, der Festigung der eigenen Persönlichkeit, ist es wichtig, hilfreich und positiv formend, wenn man sich gegenseitig austauscht, sei es im schulischen Rahmen oder eben auch im ausserschulischen Rahmen. Es ist für uns deshalb erfreulich, dass explizit erwähnt ist, dass es nicht nur um den schulischen Austausch gehen soll, sondern auch um den ausserschulischen Bereich. Das Lernen im informellen Rahmen mit freiwilligem Engagement hat viel Potenzial; es ist für viele junge Menschen sehr viel bereichernder. Es erweitert den Horizont, es erweitert die Sprachkenntnisse und könnte von uns aus sehr gerne weiter ausgebaut werden, sodass es, wie wir das im Eintretensvotum gehört haben, einmal für alle möglich sein soll. Es fördert soziale, interkulturelle und kognitive Kompetenzen und formt zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern. Schliesslich gewährleistet es bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb wäre ein höherer, weiterer, breiterer Austausch für uns Grüne sehr wünschenswert.
Die Grüne Fraktion ist im Unterschied zum Vorredner mit der Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt einverstanden. Die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen ergibt hier aus unserer Sicht Sinn. Als eigene Rechtspersönlichkeit kann Movetia unabhängiger, einfacher agieren, kann sich langfristig klar ausrichten und die Rollen und Aufgaben auch klar formulieren. Wichtig dabei ist für uns, und das ist zum Glück in der Vorlage enthalten, dass weiterhin Anstellungsbedingungen gemäss Personalrecht des Bundes gewährt werden.
Wir sind also für Eintreten und danach für Zustimmung zum Entwurf. Ich hoffe, Sie machen mit uns mit.
Meier Andreas · Mit-M · Conseil national · Argovie · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Motivé par mon voisin valaisan, je commencerai à parler en français en cette journée du multilinguisme. La mise en oeuvre de la stratégie en matière d'échanges et de mobilité, notamment la création et le développement de l'agence nationale Movetia, est une réussite, même si les objectifs que la Confédération et les cantons se sont fixés dans ce domaine ne sont pas encore pleinement atteints. Les dernières années ont été difficiles s'agissant des travaux dans le domaine des échanges et de la mobilité. Heureusement, on peut désormais enregistrer une augmentation des activités d'échange. Malgré les circonstances, l'agence spécialisée a réussi à se faire connaître et à s'imposer, dès ses premières années, comme une force incontournable dans ce domaine.
Seit dem Jahr 2016 besteht die Schweizerische Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität als Trägerin von Movetia. Die Rechtsform hat mit Blick auf den Zweck und die Qualität der Arbeit zu keinen Beanstandungen geführt. Seit fünf Jahren liegt nun ein Kontrollbericht zur Governance durch die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) vor. Die fehlende personelle Trennung zwischen der Amtsführung von SBFI, also dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, BAK, dem Bundesamt für Kultur, BSV, dem Bundesamt für Sozialversicherungen, und dem Stiftungsrat sei mit guter Governance-Praxis nicht vereinbar. Die EFK fordert eine Anpassung der Organisation und der Führungsstruktur im Rahmen eines institutionellen Veränderungsprozesses.
Auch nach Kenntnisnahme der Begründung für eine neue Trägerschaft ist nicht zuletzt mit Blick auf die begrenzten Ressourcen aller Beteiligten schwer nachvollziehbar, weshalb eine Weiterführung als privatrechtliche Stiftung, die von Bund und Kantonen getragen wird, unter aktuellen Corporate-Governance-Grundsätzen nicht möglich sei. Heute fordern die drei Bundesstellen SBFI, BAK und BSV von Movetia drei separate Leistungsvereinbarungen. Damit stellt sich jede Bundesstelle eine eigene Leistungsvereinbarung aus. Die drei Bundesämter sitzen auch gleich selber zusammen mit der Erziehungsdirektorenkonferenz im Stiftungsrat. Solange sich die Ämter einig sind, kann das funktionieren. Aber was, wenn nicht? Wer hat letztlich die Entscheidungsbefugnis? Mit der Änderung würde der Bundesrat strategisch führen und nicht mehr drei Bundesämter.
Für die Bildung sind zum grossen Teil die Kantone verantwortlich. Die neue Form mit drei Sitzen - heute ein Sitz - bezieht die Kantone besser ein. In Form einer öffentlich-rechtlichen Anstalt würden die Vorgaben der EU erfüllt. Movetia würde die nötigen Akkreditierungsgrundsätze für Erasmus plus erfüllen.
Die Vernehmlassung fand bei fast allen Zustimmung für die Umwandlung. Die Mitte unterstützt zwecks Vermeidung von Interessenkonflikten die Überführung von Movetia in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes. Dabei fordern wir eine Kostenneutralität und eine angemessene Vertretung der Wirtschaft im Verwaltungsrat.
Zusammenfassend: Die Umwandlung der nationalen Agentur in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes bringt die nötige rechtliche Stärkung zugunsten des Zusammenhalts der mehrsprachigen und multikulturellen Schweiz und ihrer Verbindung zum Ausland. Wichtig ist zudem, dass die Kantone in die Vorbereitung der vierjährigen strategischen Ziele einbezogen werden und sie im Verwaltungsrat mitwirken. Der Entwurf respektiert die gute Kompetenzverteilung und die ausgewogene Vertretung zwischen Bund und Kantonen.
Wir empfehlen Eintreten auf die Vorlage.
Balmer Bettina · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Movetia unterstützt als nationale Agentur die Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungssystem in der Schweiz, in Europa und weltweit. Die Agentur ist in allen Bildungsbereichen von der Primar- bis zur Tertiärstufe sowie in der Erwachsenenbildung und im ausserschulischen Bereich aktiv. Der grundsätzliche Auftrag und die Inhalte von Movetia sind eigentlich unumstritten: Austausch und Mobilität in der Bildung sind wichtig und helfen mit, damit die Schweiz in der Bildungslandschaft weiterhin an der Spitze bleibt.
Bei der Behandlung des vorliegenden Geschäfts - das haben wir nun mehrheitlich gehört - geht es um die Organisationsform von Movetia: Soll die Agentur eine privatrechtliche Stiftung bleiben oder, wie es der Bundesrat vorschlägt, in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt werden?
Aus einer freisinnig-liberalen Sicht gefallen privatrechtlich organisierte Strukturen grundsätzlich besser. Der Staat soll nur dort subsidiär seine Rolle ausfüllen, wo es Private nicht richten. Beim Movetiagesetz ist dies aber nicht die Kernfrage, die sich stellt. Die Agentur ist heute bereits ein staatliches Konstrukt: Bund und Kantone setzen seit 2017 gemeinsam Fördermassnahmen des Bundes um. Auch die BO 2024 N 1916 Finanzierungsmechanismen sollen nicht verändert werden. Der Bund soll den Betrieb von Movetia weiterhin vollumfänglich finanzieren und die Fördermittel für die Bundesaufgaben zur Verfügung stellen. Die Kantone sollen weiterhin ausschliesslich ihre eigenen Strukturen und Aufgaben bezahlen.
Es soll also alles so belassen werden, wie es ist. Damit würden bei einer Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt einfach die strategisch-politische Aufsicht und die Oberaufsicht des Parlamentes verbessert. Die Governance wäre neu mit den bereits heute staatlich durchgeführten Aufgaben stringent. Heute liegt keine Situation vor, die man mit guten Corporate-Governance-Grundsätzen des Bundes in Einklang bringen könnte. Auch wenn die bisherige Organisationsform gut funktioniert hat, so besteht doch ein Reputationsrisiko für den Bund, das die Eidgenössische Finanzkontrolle klar als solches benannt hat und das man nicht kleinreden sollte.
Selbstverständlich muss den Kantonen auch im Falle einer Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt ein genügend grosser Spielraum gewährt werden. Sie sollen bei der strategischen Steuerung, bei der Organisation und bei strategischen Prozessen adäquat einbezogen werden und auch Einsitz im Verwaltungsrat haben. Insbesondere mit diesem Punkt haben wir uns in der Kommission gründlich auseinandergesetzt und um einen Zusatzbericht gebeten. Es wurde uns versichert, dass die Aufgaben- und Kompetenzzuteilung an Kantone und Bund auch in der neuen Organisationsform klar und zur Zufriedenheit von Bund und Kantonen geregelt werden kann. Die Zusammensetzung des Verwaltungsrates wird dabei sicherlich eine entscheidende Rolle spielen.
Kurz noch ein Wort zur Vereinbarkeit von Movetia mit den Anforderungen der EU für nationale Agenturen: Bei der Assoziierung an Erasmus plus wäre eine öffentlich-rechtliche Anstalt einfacher mit den Anforderungen der EU in Einklang zu bringen - ein weiterer Punkt, der in der Gesamtabwägung für eine Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt spricht.
Last, but not least ein Wort zu den Kostenfolgen, die mit einer Umwandlung einer privatrechtlichen Stiftung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt einhergehen: Diese Kosten dürfen nicht ausufern und sollten intern kompensiert werden. Die Finanzlage des Bundes ist weiterhin nicht rosig, entsprechend müssen zusätzliche Kosten vermieden werden.
Zusammenfassend halte ich fest: Die FDP-Liberale Fraktion wird dem Movetiagesetz zustimmen, erwartet aber, dass die Kantone wie bisher mitbestimmen können und die jährlichen Kosten als Folge des neuen Gesetzes insgesamt nicht höher sein werden, als dies zurzeit der Fall ist.
Christ Katja · Mit-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe vert'libéral
Wie wir bereits von den Berichterstattern der Kommission gehört haben, setzt die nationale Agentur Movetia sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Massnahmen zur Förderung des Austauschs und der Mobilität im Bildungsbereich um. Für uns Grünliberale ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Mobilität ein essenzieller Bestandteil jeder Ausbildung ist, unabhängig von der Art der Ausbildung. Ein Semester oder länger in einem anderen Teil des Landes oder im Ausland zu verbringen, eine neue Sprache zu lernen und die Vielfalt der Perspektiven zu erfahren, also wie ein Thema je nach Ort und Kultur unterschiedlich behandelt wird, sind bereichernde und wertvolle Erfahrungen.
Dies gilt insbesondere für ein Land wie die Schweiz, das von vier Landessprachen geprägt ist. Mobilität während der Ausbildung trägt entscheidend zur Einheit und zum Zusammenhalt unseres Landes bei. Es ist daher unerlässlich, eine Institution zu haben, die diese Austausche fördert und verwaltet. Aus diesem Grund stellen wir Grünliberalen die Notwendigkeit von Movetia nicht infrage.
Die Debatten im Ständerat und in unserer Kommission nehmen allerdings eine etwas eigenartige Wendung. Derzeit ist Movetia eine privatrechtliche Stiftung. Doch wie der Bundesrat in seiner Botschaft zum Gesetz ausführte, ist diese Struktur - das hat auch die Eidgenössische Finanzkontrolle betont - nicht mit den Prinzipien der Corporate Governance des Bundes vereinbar. Zudem wies diese Kontrolle auf potenzielle Interessenkonflikte auf personeller Ebene hin. Der Bundesrat beantragt daher, Movetia in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes umzuwandeln, und hier beginnt die Komplexität.
Erstens stellt sich die Frage, warum dieser Wechsel erst jetzt beantragt wird, obwohl Movetia bereits 2016 gegründet wurde und das Ergebnis umfassender Überlegungen von Bund und Kantonen ist. Zweitens überrascht es, dass die Kantone, die von Anfang an in die Arbeiten zu dieser Umstrukturierung eingebunden waren, gegenüber der beantragten neuen Rechtsform nun plötzlich zurückhaltend sind. Dieser Sinneswandel wirft berechtigte Fragen auf. Drittens hat der Ständerat den Eintritt in die Materie mit überwältigender Mehrheit abgelehnt, obwohl die neue Struktur für Ordnung sorgen und insbesondere Interessenkonflikte vermeiden soll. Viertens garantiert auch eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes nicht immer eine einwandfreie Governance, wie wir in der Debatte über die Kulturförderung mit Pro Helvetia gesehen haben.
Trotz dieser Bedenken empfehlen wir Ihnen, auf die Materie einzutreten und das Projekt anzunehmen, und zwar aus folgenden Gründen: Die von der Eidgenössischen Finanzkontrolle erwähnten Interessenkonflikte dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die beantragte neue Rechtsform ermöglicht eine bessere Kontrolle durch den Bundesrat und das Parlament. Die neue Rechtsform schafft die Voraussetzungen für eine engere Anbindung an Erasmus plus, was weiterhin von der Bildungsgemeinschaft angestrebt und gewünscht wird. Die Zurückhaltung der Kantone ist umso unverständlicher, als die Kosten für den Betrieb von Movetia und die verteilten Subventionen zu 99 Prozent vom Bund getragen werden. Aus unserer Sicht ist es keine konstruktive Haltung, den Eintritt in die Materie abzulehnen, nur weil das Projekt die Kantone nicht vollständig zufriedenstellt oder weil die bisherige Rechtsform bislang funktioniert hat.
Regieren heisst vorausschauend handeln. Wir sollten nicht warten, bis ein tatsächliches Problem auftritt, um dann im Nachhinein zu bedauern, dass wir nicht früher gehandelt haben. Denn wie schon Molière zu sagen pflegte: "Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun." Tun wir es also, und nehmen wir das Gesetz an.
Brizzi Simona · Mit-F · Conseil national · Argovie · Groupe socialiste
Wir feiern heute den Tag der Mehrsprachigkeit - ich habe sogar den entsprechenden Pin an meiner Jacke befestigt -, und die Vision von Movetia passt wunderbar dazu. Es wurde gesagt: Jede Jugendliche und jeder Jugendliche in der Schweiz soll im Verlauf der Schulkarriere mindestens einmal an einem Austausch- und Mobilitätsprojekt teilnehmen. Diese Vision unterstützen wir sehr, und sie passt wunderbar zum heutigen Tag.
Die bestehende nationale Agentur Movetia soll in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt werden. Ich finde es wichtig, dass wir einen Blick zurück machen und schauen, wie es zu dieser Vorlage kam. Vor neun Jahren wurden im Bereich Austausch und Mobilität die Aufträge neu vergeben. Movetia bekam damals den Zuschlag und musste sich ganz schnell neu organisieren. Man beschloss, eine Stiftung zu gründen. Diese Stiftung wurde 2016 gegründet. Es war aber schon damals klar, dass das nur eine vorübergehende Form sein kann. Wir haben es gehört, 2019 bemängelte die Eidgenössische Finanzkontrolle in einem Bericht diese Organisationsform.
Wie funktioniert die Agentur heute? Movetia wird aktuell mittels Budgetvorgaben über drei Departemente gesteuert, nämlich über das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, das Bundesamt für Kultur und das Bundesamt für Sozialversicherungen. Sie sehen, wie aufwendig und kostenintensiv das Ganze ist. Es müssen drei parallele Leistungsverträge ausgearbeitet werden. Bei der Prüfung der Förderbeiträge gehen die Anträge zuerst über den Tisch von Movetia, dann werden sie den einzelnen Bundesämtern zugestellt, diese geben sie wieder zurück - und dieses Spiel muss jedes Jahr gemacht werden. Dieser Prozess ist aufwendig und ressourcenintensiv.
Mit der Umwandlung der Stiftung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt werden die Entscheidungswege verkürzt und die Ressourcen gebündelt. Ich denke, das ist im Interesse von uns BO 2024 N 1917 allen. Die strategischen Ziele werden auf vier Jahre festgelegt; im Verwaltungsrat sitzen neu auch die Vertreterinnen der Kantone - das wünschen sich alle, die Kantone möchten mehr mitbestimmen, sie möchten mitreden - sowie aller weiteren Akteure; und die Förderanträge gehen nur noch über den Tisch von Movetia, welche diese prüft. Die Wege werden also kürzer, Doppelspurigkeiten in den Steuerungsprozessen werden abgeschafft und die strategisch-politischen von den operativen Aufgaben entflochten; diese Verflechtung ist auch kritisiert worden. Die Finanzierungsmechanismen bleiben unverändert. Die Gesetzesgrundlage für die neue öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes ist zudem so ausgestaltet - das finde ich auch wichtig - dass im Falle einer Assoziierung an Erasmus plus keine gesetzlichen Änderungen nötig wären. Bei einer Stiftung wären solche Änderungen nötig.
Sie sehen also: Das sind alles Vorteile. Das Nichteintreten der WBK-S und des Ständerates hat uns sehr erstaunt. Es liegt eine solide und gute Gesetzesvorlage vor. Ich fasse zusammen: Das vorliegende Gesetz zur Überführung von Movetia in eine öffentlich-rechtliche Anstalt deckt alle Anforderungen und die Interessen aller Akteure ab, auch der Kantone. Mit der Umwandlung der Stiftung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt werden die Entscheidungswege verkürzt, die Ressourcen gebündelt und die Effizienz zugunsten des Bundes und der Kantone gesteigert. Die Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes ist aus staats- und finanzpolitischer Sicht wichtig, richtig und sinnvoll.
Wir treten auf das Geschäft ein und bitten Sie, dem vorliegenden Gesetz zuzustimmen.
Parmelin Guy · BR-M · Conseil fédéral · Vaud
Je me réjouis que vous discutiez aujourd'hui du projet de loi sur Movetia. Il ne s'agit pas d'un dossier particulièrement spectaculaire, néanmoins il est important. Ce dossier a pour but de renforcer les bases pour favoriser le développement de la politique d'encouragement des échanges et de la mobilité dans le domaine de la formation. En effet, cet encouragement au plan national et international est un pilier de la politique de formation de la Confédération et des cantons. Il s'agit d'une tâche commune importante pour maintenir la performance de notre système éducatif.
L'agence nationale Movetia, que nous avons fondée avec les cantons en 2016, est chargée de mettre en oeuvre une large partie des mesures de cette politique d'encouragement. Au plan international, cela comprend actuellement la mise en oeuvre de ce qu'on appelle la solution suisse, tant que nous ne sommes pas associés au programme européen Erasmus plus. Une association à Erasmus plus dans les meilleurs délais reste cependant un objectif du Conseil fédéral et du Parlement. Movetia, le cas échéant, serait, comme cela a été rappelé, l'agence chargée de mettre en oeuvre cette participation.
Cependant, et comme l'atteste le CDF, le statut de fondation privée de Movetia n'est pas compatible avec les principes de gouvernement d'entreprise de la Confédération. L'organisation actuelle présente des lacunes dans la gestion stratégique, la surveillance, le contrôle, la reddition des comptes et la transparence. Par conséquent, le Conseil fédéral a décidé de faire élaborer une nouvelle forme juridique et un modèle de pilotage qui respecte au mieux ces principes. Le processus pour élaborer cette bonne solution a pris du temps et, il est important de le rappeler, la Conférence des directeurs et directrices cantonaux de l'instruction publique (CDIP), y a été étroitement associée.
La proposition qui vous est soumise aujourd'hui est la seule option qui a été retenue comme étant conforme aux différents critères. Nous proposons ainsi de transformer l'agence nationale Movetia en un établissement fédéral de droit public, comme le sont la Haute école fédérale en formation professionnelle ou Swissmedic.
Ce modèle de pilotage est connu, il a fait ses preuves par le passé. D'une part, il garantit un contrôle politique et la surveillance par le Conseil fédéral, mais aussi par vous, Mesdames et Messieurs, par le Parlement. D'autre part, il règle les responsabilités et les processus de pilotage de façon claire et globale, et il évite de potentiels conflits de rôle.
Cela a été rappelé, le Conseil des Etats n'est pas entré en matière sur ce projet. Je ne vous cache pas que cette décision m'a surpris, vu les longs travaux préparatoires et la consultation qui a recueilli un large soutien, notamment de la part des cantons.
Votre commission a également posé plusieurs questions sur ces éléments, ainsi que sur d'autres aspects du projet. Nous avons fourni, sous la forme d'un rapport complémentaire, différentes réponses et explications. Je tiens à en résumer quelques-unes à la tribune, parce que c'est quelque chose qui sera important dans la perspective du débat suivant au Conseil des Etats. En ce qui concerne l'organe responsable de Movetia, l'implication des cantons dans le pilotage est incontestée. Les cantons et leurs institutions de formation sont très importants pour la mobilité. Ils sont les partenaires centraux, ils apportent une contribution indispensable aux activités d'échange et de mobilité par le biais de leurs propres structures et mesures. La Confédération, elle, met à disposition les moyens d'encouragement nécessaires aux activités nationales et internationales.
Actuellement, le financement de Movetia et de ses programmes d'encouragement est du ressort exclusif de la Confédération. Les cantons financent leurs propres structures et mesures. Les cantons et la CDIP ont toujours clairement souligné que cela devait rester le cas. En ce sens, la nouvelle organisation est le reflet de la situation présente. Pratiquement toutes les tâches de Movetia sont des tâches fédérales, financées par des fonds fédéraux. Le modèle de pilotage, vous l'avez vu, a cependant été adapté de façon ciblée afin de garantir l'implication stratégique - et j'insiste sur ce terme - l'implication des cantons dans le pilotage stratégique.
Cela passera, comme cela a été rappelé, par la nomination de trois membres dans le futur conseil d'administration qui seront proposés par les cantons, par une consultation obligatoire lors de la préparation des objectifs stratégiques et par la possibilité d'inviter la CDIP à participer aux entretiens annuels de propriétaires.
A propos de la valeur ajoutée, la transformation de Movetia s'impose du point de vue de la politique institutionnelle et budgétaire. Il s'agit de garantir un pilotage et une surveillance politiques efficaces et transparents. Actuellement, il y a aussi certains chevauchements, des doublons dans les instruments et dans les processus de pilotage, qui sont inefficaces et qui diluent les responsabilités. Avec le modèle actuel, des tâches importantes de la Confédération ne sont pas soumises à la surveillance directe du Conseil fédéral et elles sont aussi soustraites de la surveillance du Parlement. Le respect des principes de gouvernement d'entreprise de la Confédération est indispensable pour une institution qui dispose tout de même d'un budget de plus de 60 millions de francs. Ce budget sera certainement appelé à croître encore, vu que la Confédération et les cantons accordent une grande importance aux échanges et à la mobilité en matière de formation. Il s'agit directement de l'argent des contribuables sur le plan fédéral. Il vaut mieux ne pas attendre que des erreurs se produisent pour garantir le respect de règles qui ont fait leurs preuves dans d'autres institutions plus ou moins grandes. La valeur ajoutée du modèle que vous avez devant vous réside précisément dans le fait que ce modèle remédie à ces faiblesses et ces lacunes.
Sur le plan opérationnel de Movetia, la valeur ajoutée se matérialisera par une plus grande autonomie dans la gestion, un gain d'efficacité et d'agilité et un renforcement de la légitimité du positionnement de l'institution en tant qu'agence nationale.
Enfin, à propos de la compatibilité de la forme juridique de Movetia avec les exigences de l'Union européenne en cas d'association à Erasmus plus, nous avons vérifié à plusieurs reprises, de manière approfondie, que le modèle d'établissement de droit public est le modèle le plus conforme aux exigences de l'Union européenne pour une agence mettant en oeuvre une association à Erasmus plus. La fondation de droit privé actuelle pourrait aussi, en principe, concilier ces BO 2024 N 1918 exigences, mais cela nécessiterait un effort d'adaptation nettement plus élevé et plus compliqué, que ce soit sur le plan de son conseil de fondation ou des structures et processus internes. Nous avons donc élaboré une solution sur mesure, qui tient compte des spécificités du système éducatif suisse, garantissant une forte implication des cantons.
Je remercie encore votre commission, qui a examiné ce dossier en profondeur, ce qui a permis de clarifier les questions en suspens. Je vous propose donc d'entrer en matière, d'accepter le projet de loi tel que présenté, avec l'ajout proposé par votre commission à l'article 6 alinéa 2bis. Le Conseil fédéral se déclare d'accord avec cet ajout. Cela nous permettra, si vous entrez en matière - ce que j'espère vivement - de mener un débat dépassionné et factuel avec le Conseil des Etats, qui est la chambre de réflexion. Je pense qu'ils auront réfléchi d'ici là.
Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Wir stimmen über den Nichteintretensantrag der Minderheit Hug ab.
Vote
| Group | Yes | No | Abst. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 2 (3 %) | 53 (91 %) | 3 (5 %) |
| Groupe socialiste | 39 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV. | 26 (96 %) | 0 (0 %) | 1 (4 %) |
| Groupe libéral-radical | 26 (96 %) | 0 (0 %) | 1 (4 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 21 (95 %) | 0 (0 %) | 1 (5 %) |
| Groupe vert'libéral | 6 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 120 (67 %) | 53 (30 %) | 6 (3 %) |
Yes: Proposal by the majority (enter into the matter)
No: Proposal by the minority Hug (not enter into the matter)
Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste
Loi fédérale sur les tâches, l'organisation et le financement de l'Agence suisse pour la promotion des échanges et de la mobilité en matière de formation
Discussion par article
Titre et préambule, art. 1-5
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Adopté
Art. 6
Proposition de la commission
Titre
Conseil d'administration: composition
Al. 1, 2
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2bis
Le Conseil fédéral règle dans un profil d'exigences des membres du conseil d'administration les compétences et les expériences requises dans les différents domaines de la promotion des échanges et de la mobilité.
Al. 3-7
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Adopté
Art. 7-30
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Adopté
Vote
Vote sur l'ensemble
| Group | Yes | No | Abst. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 2 (3 %) | 53 (91 %) | 3 (5 %) |
| Groupe socialiste | 39 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV. | 26 (96 %) | 0 (0 %) | 1 (4 %) |
| Groupe libéral-radical | 26 (96 %) | 0 (0 %) | 1 (4 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 23 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 8 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 124 (68 %) | 53 (29 %) | 5 (3 %) |
Yes: Adopt the draft
No: Reject the draft
Nussbaumer Eric · P-M · Conseil national · Bâle-Campagne · Groupe socialiste
Präsident (Nussbaumer Eric, Präsident): Das Geschäft geht an den Ständerat zurück.