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Ambulante Pauschalen innovationssichernd konzipieren – Branche involvieren
Caroni Andrea · P-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Herr Germann hat sich von der schriftlichen Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt erklärt und verlangt eine Diskussion. - Dem wird nicht opponiert.
Germann Hannes · Mit-M · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Permettez-moi de m'exprimer ici au sujet de l'interpellation que j'ai déposée à la suite de l'approbation des forfaits ambulatoires au 1er janvier 2026. Oui, il est vraiment temps que nous introduisions des forfaits adaptés dans le domaine ambulatoire. C'est notre volonté politique déclarée, et c'est pourquoi nous avons également développé des bases légales en conséquence.
Allerdings - ich hatte ja zur Thematik bereits eine Motion eingereicht - manifestieren sich Mängel, die meines Erachtens mehr als störend sind. Deshalb führe ich in meiner Interpellation aus, dass die per 1. Januar 2026 zur Anwendung kommende Tarifstruktur für ambulante Pauschalen die Kriterien der Wirtschaftlichkeit, also die WZW-Kriterien, sowie der Transparenz und Sachgerechtigkeit eben nicht erfüllt.
Ein Hauptkritikpunkt ist, dass in bereits fehlerhaften Pauschalen zusätzlich Medikamentenpreise eingerechnet sind. Das wird Folgen haben, die wir heute noch kaum abschätzen können. Es ist davon auszugehen, dass besonders innovative Medikamente, die preislich mitunter aus nachvollziehbaren Gründen teurer sind, nicht mehr zur Anwendung kommen werden, dies aus einem simplen Grund: Kein Arzt, keine Ärztin, der oder die nun im Rahmen ambulanter Pauschalen behandeln muss, wird Medikamente einsetzen wollen, deren Kosten er oder sie nachher aus dem eigenen Sack bezahlen müsste. Kein Arzt wird dies tun. Er wird dies nicht tun, weil die Pauschale nicht kostendeckend ist; es versteht sich also von selbst. Das neue System ist statt innovationsfördernd geradezu innovationshemmend, mit entsprechenden negativen Folgen für die Patientinnen und Patienten.
Der Bundesrat gibt in seiner Antwort zu, dass dieses Fehlkonstrukt bei zehn Pauschalen offensichtlich ist. Es wäre konsequent, wenn der Bundesrat hier nun einen Schritt weiter gehen und die Organisation ambulante Arzttarife (OAAT) auffordern würde, bei der anstehenden Weiterentwicklung der Pauschalen dafür zu sorgen, dass eine Korrektur erfolgt.
Nun, was ist zu tun? Bekannterweise sind heute ausschliesslich die Leistungserbringer Aktionäre der OAAT, welche diese Pauschalen konzipiert hat und nun auch weiterentwickelt. Die gesamte Pharmabranche ist zwar ebenfalls von den Pauschalen betroffen, kann aber nicht mitreden.
Wir wissen, dass die Pauschalen von heute 13 Prozent der anfallenden Kosten schon bis ins Jahr 2028 auf 34 Prozent ausgeweitet werden sollen. Aber, Frau Bundesrätin, sollen wir nun wirklich sehenden Auges die Fehler von heute auf ein Drittel des gesamten Kostenvolumens ausweiten?
Falsch konzipierte Fallpauschalen haben Folgen für die Qualität der Versorgung und für die Prämienzahlenden. Es geht nicht an, diese Fehler erst in ein paar Jahren zu korrigieren, wenn der Schaden schon längst angerichtet ist. Nein, es gilt, jetzt sicherzustellen, dass die ambulanten Pauschalen auch wirklich praxistauglich sind und die Realität der medizinischen Versorgung abbilden. Darum ist im Minimum sicherzustellen, dass die Pharmabranche bei der Konzeption künftiger Pauschalen ein Antragsrecht erhält. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann müssen wir uns eingestehen, dass wir Innovation und möglicherweise lebenserhaltende Therapiemöglichkeiten dem Kostendiktat unterordnen, und das kann und darf nicht sein.
Allenfalls ist nun zu prüfen, wie solche wichtigen Anpassungen auf Gesetzes- oder Verordnungsebene verankert werden. Wahrscheinlich wäre hier ein klarer Auftrag an den Bundesrat richtig. Es wäre sicher zielführend, wenn wir dies dann auch in der Kommission aufnehmen würden, etwa mit einer entsprechenden Motion, die ich mir hiermit vorbehalte. Ich werde das aber, wenn überhaupt, direkt in der Kommission einbringen. Danke, Frau Bundesrätin.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura
Monsieur le conseiller aux États Germann, je crois que nous sommes d'accord sur le fait que le TARMED a vécu et qu'il est nécessaire de passer, effectivement, au TARDOC et aux forfaits ambulatoires. Il y a eu énormément de pression avant la décision du Conseil fédéral en avril 2025. Maintenant, il y a aussi beaucoup de discussions, de pression, et c'est normal, parce que l'introduction de ces nouveaux tarifs au 1er janvier 2026 apporte des précisions, de la transparence, mais également des imprécisions sur certains éléments.
Ce que je souhaiterais rappeler, et vous le savez, c'est que les tarifs et les forfaits ont été amenés par les différents partenaires. Ce n'est ni l'OFSP, ni moi, ni le Conseil fédéral qui les déterminons. Nous avons longuement discuté avec l'Organisation tarifs médicaux ambulatoires (OTMA) - Organisation ambulante Arzttarife (OAAT), en allemand -, de la possibilité d'avoir des procédures intermédiaires qui permettent, en cours d'année, d'adapter certains tarifs ou forfaits s'il devait y avoir des erreurs avérées, massives, qui seraient constatées. Par contre, on ne peut pas, tout au long de l'année, modifier à nouveau certains éléments.
Le Conseil fédéral a aussi invité les partenaires tarifaires à vérifier l'homogénéité des éléments constitutifs des forfaits ambulatoires, parce que, effectivement, il y avait des forfaits qui couvraient des contextes trop généralistes ou globaux ; ce sujet sera revu déjà durant l'année 2026. Lors du passage aux forfaits, il est aussi important de ne pas évaluer chaque intervention uniquement en fonction de sa capacité à couvrir les coûts, mais de considérer la rémunération dans son ensemble ; vous l'avez relevé vous-même. Selon les données détaillées à disposition dans l'explorateur des données de l'OTMA, la proportion moyenne des coûts des médicaments dans la rémunération des forfaits ambulatoires est de l'ordre de 3 pour cent ; cette proportion dépasse 5 pour cent pour seulement 10 des 263 forfaits, principalement dans le domaine de l'ophtalmologie.
La thématique est donc connue, le problème est reconnu, mais il ne faut pas non plus le "dramatiser" en disant qu'on refuserait des médicaments innovants ou coûteux parce qu'on n'aurait plus de forfaits adéquats. J'ajoute encore une précision.
Nach ihrer Einführung werden die ambulanten Pauschalen auf der Grundlage eines dynamischen Systems funktionieren. Diese tatsächlichen Daten zu Kosten und Leistungen im Zusammenhang mit Behandlungen werden erfasst und bei der jährlichen Aktualisierung der Tarifstruktur, und das ist wirklich neu, kontinuierlich integriert. Das dynamische System der ambulanten Pauschalen mit seinen jährlichen Anpassungen unter Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten zielt darauf ab, Veränderungen und Innovationen in der medizinischen Behandlung rasch zu berücksichtigen.
Caroni Andrea · P-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Damit ist das Geschäft erledigt.