23.477
Cautionnements solidaires en faveur du chargement des automobiles
Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
1. Bundesgesetz über die Verwendung der zweckgebundenen Mineralölsteuer und weiterer für den Strassen- und Luftverkehr zweckgebundener Mittel
1. Loi fédérale concernant l'utilisation de l'impôt sur les huiles minérales à affectation obligatoire et des autres moyens affectés à la circulation routière et au trafic aérien
Art. 19 Abs. 1
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Jauslin, Bürgi Roman, Giezendanner, Hurter Thomas, Quadri, Rüegsegger, Rutz Gregor, Schaffner, Schnyder Markus, Tuena)
Festhalten
Art. 19 al. 1
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des États
Proposition de la minorité
(Jauslin, Bürgi Roman, Giezendanner, Hurter Thomas, Quadri, Rüegsegger, Rutz Gregor, Schaffner, Schnyder Markus, Tuena)
Maintenir
Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Conseil national · Argovie · Groupe vert'libéral
Worum geht es? Die parlamentarische Initiative"Solidarbürgschaften zugunsten des Autoverlads" wurde in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates (KVF-N) vorbereitet. Es geht nun um eine Solidarbürgschaft für eigenwirtschaftlich betriebene Autoverlade. Das ursprüngliche Ziel der parlamentarischen Initiative war eine Gewährung von Solidarbürgschaften für Investitionen, die der Bund bestellt und auch subventioniert. Aus Sicht der Minderheit heisst "eigenwirtschaftlich", auch wirklich eigenwirtschaftlich zu handeln. Das würde heissen, dass eben keine Solidarbürgschaft des Bundes notwendig ist, sondern dass die Gelder, die notwendig sind, um neues Rollmaterial zu beschaffen, auf dem freien Markt zu beschaffen sind. Wir haben dazu ein Subventionsgesetz, und da sind die Regeln genau definiert. Diese Regeln definieren, dass eigenwirtschaftlich betriebene Anlagen nicht auf solche Unterstützung zurückgreifen können. Bei uns sind zurzeit die Autoverlade Lötschberg und Vereinatunnel kostendeckend. Die Autoverlade an der Furka, von der Matterhorn-Gotthard-Bahn betrieben, und am Simplon möchten neues Rollmaterial beschaffen und sind so oder so auf eine Bürgschaft vom Bund angewiesen, sofern sie das dann auch wirklich beantragen.
Und jetzt kann man sich schon fragen: Möchten wir als Parlament hier unsere eigene Gesetzgebung überlisten und sagen, dass diese keine Bedeutung hat und wir für alle vier Autoverladebetriebe entsprechend eine Solidarbürgschaft gewähren? Es ist natürlich schon so, dass der Bund ursprünglich die Terminals finanziert hat. Das war dazumal eine Staatsaufgabe. Nach einem Systemwechsel hat man diese Autoverlade aber in die sogenannte Eigenwirtschaftlichkeit entlassen. 2023 haben wir hier im Rat zusätzlich eine Finanzierung für die Erneuerung von strassenseitigen Infrastrukturen gewährleistet.
Jetzt geht es in unserer Minderheit eigentlich um die Frage: Sind wir bereit, unsere eigene Gesetzgebung zu hinterfragen und sämtlichen vier Autoverladeterminals Subventionen in Form von Bürgschaften zu gewähren? Oder halten wir uns an unsere eigenen Gesetze und sagen, dass nur die nicht eigenwirtschaftlich betriebenen Autoverlade Anrecht auf diese Solidarbürgschaft haben?
Interessanterweise ist auch der Bundesrat dieser Meinung. Der Bundesrat hat dies auch unterstützt, vor allem in der von der KVF-N ausgearbeiteten parlamentarischen Initiative. Der Ständerat hat diesen Vorschlag gelockert und möchte zulassen, dass auch eigenwirtschaftliche Betriebe von diesem Vorteil profitieren können.
Ich bitte Sie daher: Bleiben Sie bei der geltenden Gesetzgebung, halten Sie daran fest, dass eigenwirtschaftliche Betriebe keine Solidarbürgschaft erhalten, unterstützen Sie somit die Minderheit Jauslin.
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Le président (Page Pierre-André, président): Les groupes renoncent à prendre la parole. Le groupe libéral-radical et le groupe du Centre soutiennent la proposition de la majorité.
Rösti Albert · BR-M · Conseil fédéral · Berne
Wir behandeln heute die Differenz zwischen Ihrem Beschluss aus der Sommersession und dem Beschluss des Ständerates aus der Herbstsession. Der Ständerat und die Mehrheit Ihrer vorberatenden Kommission beantragen Ihnen, den Kreis der Abgeltungsberechtigten auch auf eigenwirtschaftliche Autoverlade auszuweiten. Der Bericht der KVF-N vom 10. Februar 2025 präzisierte, dass die Gewährung von Bürgschaften auf Investitionen für jene Angebote beschränkt werden soll, die der Bund bestellt und subventioniert. Dies ist aus Sicht des Bundesrates eine wichtige Einschränkung.
Gemäss Artikel 3 des Subventionsgesetzes sind Bürgschaften Finanzhilfen. Somit bleibt deren Gewährung ausgeschlossen, solange ein Autoverlad eigenwirtschaftlich betrieben wird. Aus dem Grundsatz der sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung folgt, dass mit Subventionen grundsätzlich keine Gewinne erzielt werden dürfen. Würde der Bund einem eigenwirtschaftlichen Autoverlad Bürgschaften gewähren, würde dieser Grundsatz verletzt. Zudem würde der Bund Risiken eingehen, während allfällige Überschüsse den Unternehmen zugutekommen.
Die Solidaritätsbürgschaften des Bundes im regionalen Personenverkehr erleichtern zwar den Transportunternehmen den Zugang zu Fremdkapital, aber letztlich ziehen die Besteller, also Bund und Kantone, den tatsächlichen finanziellen Vorteil daraus, da sie den Transportunternehmen weniger hohe Zinsen abgelten müssen. Daher sollte nur der Bund von allfälligen Zinsvorteilen im Autoverlad profitieren, nicht das eigenwirtschaftliche Unternehmen.
Die Problematik beim Autoverlad ist, dass die Eigenwirtschaftlichkeit oft nur sehr knapp gegeben ist. Die Unternehmen machen geltend, dass sie zu günstigen Krediten kommen, wenn der Bund eine Solidarbürgschaft übernimmt; dies ist Voraussetzung dafür, dass sie gar nicht erst in die Lage kommen, Subventionen beantragen zu müssen. Auch wenn diese Argumentation aus Sicht der Empfänger verständlich ist, würden wir mit einer solchen Anpassung einen unerwünschten Präzedenzfall schaffen. Wenn Sie die Anpassung nun trotzdem vornehmen wollen, spreche ich mich dagegen aus, damit dies künftig nicht erneut überall gemacht wird. Des Weiteren erfolgt die finanzielle Steuerung über den Trassenpreis; wird ein Autoverlad finanziell kritisch, ist eine Senkung des Deckungsbeitrags möglich.
Deshalb unterstützt der Bundesrat - wohl chancenlos, aber trotzdem mit Überzeugung - hier die Minderheit.
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Le président (Page Pierre-André, président): Le groupe des Verts soutient la proposition de la majorité.
Tuosto Brenda · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Nous abordons aujourd'hui la dernière divergence qui subsiste dans le cadre de l'initiative parlementaire 23.477, "Cautionnements solidaires en faveur du chargement des automobiles". Pour rappel, ce projet vise à permettre à la Confédération d'accorder des cautionnements solidaires pour le financement du matériel roulant des trains-voitures, ceux du Lötschberg, de la Furka, de la Vereina et du Simplon. Il s'agit d'un instrument éprouvé dans le transport régional qui permet aux exploitants d'obtenir des financements à de meilleures conditions, et donc de réduire, une fois le service commandé, le besoin d'indemnisation de la Confédération.
La Commission des transports et des télécommunications du Conseil national voulait limiter les garanties aux investissements commandés et subventionnés par la Confédération, surtout pour du matériel roulant financé par des capitaux étrangers, afin de réduire les coûts d'indemnisation de certaines offres ferroviaires. La divergence avec le Conseil des États porte sur un point unique, l'article 19 alinéa 1 de la loi idoine. Le Conseil des États a décidé, à une forte majorité et sans contre-proposition, d'élargir l'accès aux garanties solidaires de la Confédération au transport de voitures indépendant, alors que le Conseil national avait limité ce mécanisme.
La réflexion retenue repose sur plusieurs constats et principes qui guident la décision d'autoriser des cautionnements solidaires pour l'ensemble des services de transport ferroviaire de véhicules concernés. D'abord, il faut prendre en compte la continuité historique du financement. Les terminaux et les premières acquisitions de matériel ont largement bénéficié d'un soutien financier de la Confédération. Aujourd'hui, ce n'est plus la Confédération, mais ce sont les entreprises exploitantes qui doivent financer ces infrastructures, ce qui représente une détérioration nette des conditions de financement par rapport au régime précédent qu'il est légitime de compenser de manière ciblée. Ensuite, la mesure proposée demeure strictement ciblée. Elle ne vise que quatre tronçons identifiés comme stratégiques pour la desserte alpine et la sécurité d'approvisionnement saisonnière, ce qui évite toute extension généralisée de l'instrument. Sur le plan juridique et budgétaire, le cautionnement solidaire est un engagement conditionnel et non une dépense certaine, la Confédération n'intervenant qu'en cas de défaillance. L'expérience montre que ces risques sont faibles et que ces garanties ont rarement été activées. Par ailleurs, l'effet attendu est doublement vertueux pour les finances publiques. En abaissant les coûts de financement des investissements, les garanties réduisent souvent le besoin d'indemnités ou d'aides directes supplémentaires, donc moins de charges pour la Confédération.
En conclusion, la mesure s'inscrit dans la cohérence de la politique des transports. Elle favorise le report vers le rail dans les zones alpines et contribue ainsi à des objectifs d'efficacité, de protection de l'environnement et d'aménagement du territoire. Au regard de ces éléments - la continuité de financement, le ciblage strict, le risque limité et l'effet sur l'économie des soutiens directs et la cohérence politique -, la décision d'étendre l'accès au cautionnement apparaît proportionnée et conforme à l'intérêt général.
Par 15 voix contre 10 voix, la Commission des transports et des télécommunications vous recommande de suivre la décision du Conseil des États.
Candinas Martin · Mit-M · Conseil national · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Unser Rat hat sich am 2. Juni mit diesem Geschäft befasst. Damals durfte ich Ihnen darlegen, weshalb Ihre Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen das Instrument der Solidarbürgschaften, das sich im regionalen Personenverkehr seit über einem Jahrzehnt bewährt hat, auch beim Autoverlad einführen möchte.
Das Ziel bleibt unverändert: Wir wollen den Transportunternehmen ermöglichen, ihr Rollmaterial und ihre Betriebsmittel zu fairen Konditionen zu finanzieren, dank tieferer Zinsen aus einer Bürgschaft des Bundes. Das stärkt die Eigenwirtschaftlichkeit, reduziert den Abgeltungsbedarf und verursacht gleichzeitig keine direkten Kosten für den Bund.
Wir befinden uns nun in der Differenzbereinigung. Der Ständerat hat eine zentrale Präzisierung vorgenommen: Alle vier Autoverlade - Lötschberg, Furka, Vereina und Simplon - sollen unabhängig vom Geschäftsgang vom Instrument der Solidarbürgschaften profitieren. Diese Klarstellung ist sachgerecht und entspricht der Realität der Autoverlade.
Warum ist diese Präzisierung wichtig?
1. Es stehen bei allen Anlagen in den kommenden Jahren substanzielle Erneuerungsinvestitionen an, sowohl bei der strassenseitigen Infrastruktur als auch beim Rollmaterial. Diese Verbindungen sind für die Erreichbarkeit ganzer Regionen unverzichtbar und verhindern kostspielige und emissionsintensive Umwegfahrten. Darum hat das Parlament 2024 die Investitionsmittel bereits deutlich erhöht.
2. Das Parlament hat beschlossen, dass der Bund das Rollmaterial künftig nicht mehr direkt finanziert, sondern dass die Transportunternehmen dieses - analog zum regionalen Personenverkehr - über den Kapitalmarkt beschaffen sollen. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Eine Solidarbürgschaft verbessert die Bonität der Betreiberinnen, senkt die Fremdkapitalkosten und macht die Finanzierung tragbarer.
3. Das Instrument hat sich bewährt: Seit Einführung der Solidarbürgschaften im regionalen Personenverkehr im Jahr 2010 ist kein einziger Ausfall eingetreten. Dagegen gab es Zinseinsparungen von rund 10 Millionen Franken. Diese Erfahrungen sprechen klar für eine Anwendung im Autoverlad.
4. Die Frage der Eigenwirtschaftlichkeit ist kein geeignetes Kriterium für die Gewährung einer Bürgschaft. Die sogenannte Eigenwirtschaftlichkeit im Autoverlad ist oft eine Scheineigenwirtschaftlichkeit: Sie berücksichtigt weder Abschreibungen auf früheren Bundesinvestitionen noch Zinsen oder langfristige Werterhaltung. Auch heute profitieren alle Autoverlade direkt oder indirekt von Bundesbeiträgen. Zudem ist absehbar, dass trotz grosser Anstrengungen künftig Abgeltungen notwendig werden; gerade deshalb wäre es widersprüchlich, ihnen jetzt den Zugang zu einem Instrument zu verwehren, das hilft, Abgeltungen zu vermeiden.
Die Mehrheit Ihrer Kommission erachtet die Argumentation des Ständerates als überzeugend und unterstützt dessen Präzisierung ausdrücklich. Sie entspricht der ursprünglichen Stossrichtung unserer parlamentarischen Initiative und schafft die notwendige Rechtssicherheit, damit alle vier Autoverlade als Teil des Service public faire und vergleichbare Finanzierungsbedingungen erhalten. Wir sprechen hier nicht über Subventionen, sondern über ein bewährtes, zeitlich begrenztes Finanzierungsinstrument, das Investitionen dort ermöglicht, wo sie nötig sind, ohne den Bund zusätzlich zu belasten.
Die Kommissionsmehrheit empfiehlt Ihnen - der Entscheid fiel mit 15 zu 10 Stimmen -, die Differenz mit dem Ständerat zu bereinigen und die Solidarbürgschaften für alle vier Autoverlade zu ermöglichen. Damit stärken wir den Service public, sichern wichtige Verkehrsachsen und gewährleisten tragbare Finanzierungskosten - effizient, wirkungsvoll und kostenneutral.
Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Le président (Page Pierre-André, président): Plusieurs parlementaires parmi vous m'ont demandé ce qu'était la petite pièce en bois que vous avez trouvée sur votre pupitre hier matin. Il s'agit d'un marque-page, un "Buchzeichen", qui a été fabriqué par les prisonniers de Bellechasse, dans le canton de Fribourg.
Vote
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 113 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 72 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Le président (Page Pierre-André, président): Les deux conseils ayant pris des décisions concordantes, l'objet est prêt pour le vote final.