24.3736

Nationale Präventionsstrategie 2040

Engler Stefan · P-M · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Präsident (Engler Stefan, Präsident): Es liegt Ihnen ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Die Kommission und der Bundesrat beantragen die Annahme der Motion.

Wasserfallen Flavia · Mit-F · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion

Nichtübertragbare Krankheiten, sogenannte Non-communicable Diseases (NCD), sind die häufigste Todesursache weltweit. In der Schweiz sind mehr als zwei Millionen Menschen von NCD wie Diabetes, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Das ist nicht nur eine grosse individuelle Belastung für die vielen Menschen, die chronisch erkrankt sind, sondern auch eine erhebliche Herausforderung für unser Gesundheitswesen und für unsere Volkswirtschaft. Rund drei Viertel der Gesundheitskosten werden nämlich durch NCD verursacht.

Studien gehen auch davon aus, dass die Hälfte der NCD vermeidbar wäre. Ich erlaube mir hier, auf die neuste Studie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hinzuweisen, welche am 13. November 2025, vor rund einem Monat, veröffentlicht wurde. Diese Kostenstudie ist unserer Kommission noch nicht vorgelegen. Sie bestätigt die bereits genannten Kosten ebenso wie die Potenziale im Bereich der Prävention, und sie bestärkt das BAG darin, dass der heutige Fokus in der Gesundheitsförderung und der Prävention der richtige ist. Die bis 2028 verlängerte NCD-Strategie konzentriert sich auf die Themen Tabak und Nikotin, psychische Gesundheit sowie Übergewicht und Adipositas - drei Schwerpunkte mit grösstem Handlungsbedarf. Sie geht davon aus, dass wirksame Prävention am besten im Zusammenspiel zwischen individueller Gesundheitskompetenz und einem gesundheitsfördernden Umfeld wirkt.

Hier setzt eben auch die Motion Balmer 24.3736 an. Sie möchte das Potenzial zur Vermeidung oder Milderung von Krankheiten besser nutzen. Der Bundesrat soll eine gesamtheitliche Strategie für die Gesundheitsförderung und Prävention bis 2040 mit klaren Zielen und effizienten Massnahmen unter Einbezug der Kantone und der Gesundheitsligen erarbeiten.

Ihre Kommission hat diese Motion, welche der Nationalrat oppositionslos angenommen hat und welche auch vom Bundesrat zur Annahme empfohlen wird, am 20. Oktober 2025 in Weggis behandelt. In der Diskussion wurde auch auf die von uns verabschiedete Legislaturplanung 2023-2027 hingewiesen. Artikel 14 lautet: "Die Schweiz sorgt für eine qualitativ hochstehende und finanziell tragbare Gesundheitsversorgung." Darin haben wir die Massnahme 77 aufgenommen, die lautet: "Verabschiedung eines Strategiepakets zur Prävention (nichtübertragbare Krankheiten, psychische Gesundheit und Sucht)".

Der Bundesrat hat am 21. August 2024 beschlossen, die Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten sowie die Nationale Strategie Sucht bis Ende 2028 zu verlängern, um damit auch Zeit zu gewinnen für die strategische Nachfolgelösung. Mit dieser Motion wird betont, dass wir eine wirksame Strategie benötigen, die möglichst gesamtheitlich ausgestaltet wird und auch alle Akteurinnen und Akteure mit einbezieht, insbesondere auch die Kantone, welche für die Umsetzung zuständig sind.

Die Motion setzt also am richtigen Ort an. Sie fügt sich aus Sicht der Kommission auch positiv in die laufenden Arbeiten ein, weshalb die Kommission einstimmig die Annahme beantragt.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Effectivement, les maladies non transmissibles sont la principale cause de décès dans le monde. Dans notre pays, plus de deux millions de personnes sont touchées par des maladies non transmissibles, qui posent bien sûr un défi considérable pour le système de santé, mais également du point de vue économique. Comme cela a été mentionné, le Conseil fédéral a décidé, en août 2024, de prolonger jusqu'à fin 2028 la stratégie nationale Prévention des maladies non transmissibles et la stratégie nationale Addictions. Dès lors, il est important d'avoir une approche aussi globale que possible.

Je me permettrai juste de souligner qu'une stratégie ne peut pas procéder - ou alors cette stratégie va vous décevoir - à des analyses coût-bénéfice de mesures individuelles telles que, par exemple, le génotypage ou encore des programmes de dépistage spécifiques. Dans le cadre de la motion, il est indiqué : le Conseil fédéral "fixera des objectifs clairs et établira comment vérifier le rapport coût-efficacité des mesures prévues." Je dois bien dire qu'une stratégie nationale se situe à un niveau plus global et ne permet pas d'effectuer une analyse coût-bénéfice ou pour le moins pas une analyse robuste des mesures individuelles. L'analyse coût-bénéfice des mesures individuelles ou des programmes de dépistage se fait par un processus spécifique moyennant une demande spécifique auprès de l'Office fédéral de la santé publique. C'est suite à cela que ce dernier consulte différentes commissions spécialisées pour avoir des réponses étayées à ces questions.

En résumé, une stratégie nationale, comme son nom l'indique, se situe au niveau stratégique, alors que l'analyse coût-bénéfice se fait à un niveau plus opérationnel. Malgré ces réserves ou ces précisions, le Conseil fédéral soutient l'élaboration d'une stratégie globale de promotion de la santé et vous invite à suivre votre commission et à adopter la motion.

Engler Stefan · P-M · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Angenommen - Adopté