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Session extraordinaire «Renforcement de la place industrielle suisse et maintien du pouvoir d'achat / Places de travail et conditions-cadres économiques»

Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Le président (Page Pierre-André, président): Je déclare ouverte la session extraordinaire concernant les thèmes "renforcement de la place industrielle suisse et maintien du pouvoir d'achat / places de travail et conditions-cadres économiques", demandée par le groupe UDC, le groupe libéral-radical et le groupe des Verts.

Stettler Thomas · Mit-M · Conseil national · Jura · Groupe de l'Union démocratique du Centre

S'il est vrai que ma motion n'est pas la première du genre, comme le spécifie le Conseil fédéral dans son avis, il faut aussi mettre en parallèle le fait que, au cours des dernières années, le même Conseil fédéral avait promis, à plusieurs reprises, une baisse des primes, qu'on attend toujours ; ni un frein aux hausses ni même un semblant de stabilisation. En tout cas, dans mon canton, malgré de nombreux efforts, les primes explosent, avec une prime moyenne 2026, toutes catégories d'âge confondues, qui arrive à 437 francs. Mais ce chiffre cache quand même un fait : pour un adulte avec une franchise de 500 francs, il n'y a pas de prime en dessous de 506 francs par mois, et même en prenant la franchise la plus haute de 2500 francs, il n'y a pas de prime en dessous de 403 francs. Il est donc, dans le Jura et certainement ailleurs, impossible de dépenser moins de 4836 francs par an pour un adulte, en comptant évidemment ne pas tomber malade. Si je prends une famille avec deux adultes, un ado et une écolière, c'est quasiment 14 000 francs annuels qui sont incompressibles. Et c'est bien là que le bât blesse. L'idée de base des impôts est d'effectuer un prélèvement sur de l'argent dont on dispose. Mais dans le cas des caisses-maladie, c'est une assurance obligatoire, dont le montant n'est modulable que si l'assuré prend un risque financier avec une franchise haute ou renonce à certaines libertés, comme le choix du médecin. Par ma motion, je ne cherche donc pas à endiguer l'augmentation continue des coûts de la santé, tout comme ne le fera pas l'initiative "Maximum 10 pour cent du revenu pour les primes d'assurance-maladie (initiative d'allègement des primes)" - ceci est un autre sujet. Je veux simplement rétablir une certaine justesse envers cette dépense obligatoire qui touche encore une fois de plein fouet la classe moyenne, surtout les familles.

La diminution des recettes, évidemment, en serait une conséquence. Mais on peut aussi voir cela dans le sens où, actuellement, la Confédération impose les contribuables sur de l'argent dont ils ne disposent pas librement, puisque la même Confédération les oblige à s'assurer dans un système dont elle n'arrive toujours pas à stabiliser les coûts. Dans les faits, le contribuable est obligé de payer une deuxième fois par l'impôt de l'argent qui n'a jamais vu la couleur de son porte-monnaie.

En conclusion, je vous invite à adopter ma motion, qui vise à ramener un peu de justesse dans les dépenses obligatoires que sont les caisses-maladie, en permettant aux contribuables de déduire de leur revenu les primes et cotisations d'assurance-maladie privée et obligatoire.

Der Bund muss endlich Mitverantwortung bei der ständigen Erhöhung der Krankenkassenprämien tragen. Denn solange der Bürger alleine diese Last tragen muss und zudem ein fiktives Einkommen versteuern muss, wird aus diesem Haus keine Lösung zur Senkung der Prämien kommen.

Danke für Ihre Unterstützung und Ihren Beitrag zu gerechteren Steuerveranlagungen.

Guggisberg Lars · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Es ist bekannt, dass wir ein demografisches Problem haben - oder eine Herausforderung, um es etwas schöner zu sagen. Ein immer grösserer Anteil der Bevölkerung ist im Rentenalter. Dieser Anteil wird sich in den kommenden Jahren noch vergrössern, wenn die Babyboomer-Generation in den Ruhestand treten wird. Viele Menschen möchten bereits heute auch nach Erreichen des Rentenalters einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Wirtschaft profitiert von der langjährigen Erfahrung dieser Arbeitnehmer, und die Rentner können neben der Pflege von sozialen Kontakten auch noch ihr Einkommen aufbessern. Zudem zahlen sie Steuern auf ihr Erwerbseinkommen, was der Allgemeinheit zugutekommt. Dieser Arbeitseinsatz der Rentner soll belohnt werden, indem keine Bundessteuer auf diese Erwerbseinkommen mehr erhoben wird.

Mit dieser Motion würden wir mehrere Ziele gleichzeitig erreichen. Zunächst einmal könnten wir dem Problem des Fachkräftemangels entgegentreten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmungen wären sicher froh, wenn sie Rentnerinnen und Rentner weiterhin beschäftigen und weiterhin vom Know-how profitieren könnten, das diese im Verlauf ihres Lebens gesammelt haben. Wir hätten auch eine Entlastung der AHV dringend nötig, und es bestünde ein echter Anreiz für Rentner und eine echte Entlastung derselben - nicht so wie bei der 13. AHV-Rente, bei welcher vor allem eine Umlagerung von der Mehrwertsteuer zur 13. AHV-Rente stattfindet. Wir hätten hier eine richtige, echte Entlastung und einen Anreiz, der auch den Rentnern selbst zugutekäme.

Zudem ist zu erwähnen, dass sich mein Vorstoss nur auf die direkte Bundessteuer und nur auf das Einkommen bezieht. Das heisst, die Kantone hätten weiterhin ihre Einnahmen über die Steuern. Was der Bundesrat hier in der Antwort schreibt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Natürlich gäbe es eine Entharmonisierung, aber wir haben jetzt schon Unterschiede zwischen den Kantonen, und ich denke nicht, dass das hier massgebend wäre.

Ich bitte Sie, diese Motion, die einen pragmatischen Ansatz verfolgt, zu unterstützen.

Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Der Bundesrat soll mit der vorliegenden Motion beauftragt werden, gemäss der Forderung des damaligen FDP-Parteipräsidenten Thierry Burkart im "Sonntags-Blick" vom 16. März 2025 eine fixe Obergrenze für die Anzahl Personal-Vollzeitäquivalente einzuführen. Seit mehr als zehn Jahren versucht die SVP, das Personalwachstum beim Bund zu bremsen, wurde jedoch bisher von den Vertretern der FDP, der Mitte und der GLP und natürlich auch von der SP und den Grünen im Stich gelassen:

Die parlamentarische Initiative Burgherr 22.465, "Rahmenbedingungen für die Entwicklung beim Bundespersonal", die forderte, dass die Anzahl Stellen in der Bundesverwaltung, relativ betrachtet, jährlich nicht mehr wachsen dürfe als im privaten Sektor, wurde am 1. Juni 2023 von den Vertretern aller Parteien ausser von denjenigen der SVP und von vier FDP- und zwei Mitte-Nationalräten abgelehnt. Die Motion 22.3957 der SVP-Fraktion, "Senkung beim Bundespersonal auf 35 000 Vollzeitäquivalente und Senkung der Bundespersonalausgaben auf 5 Milliarden Franken", wurde am 2. Mai 2023 von den Vertretern aller Parteien ausser denjenigen der SVP abgelehnt. Die Motion 19.4393 der Finanzkommission des Nationalrates, "Wachstumsstopp für die Bundesverwaltung", und die Motion Burgherr 22.3717, "Alle müssen den Gürtel enger schnallen", wurden am 28. Februar 2020 respektive am 2. Mai 2023 zurückgezogen.

Die Motion Sollberger 17.3537, "Sparen bei der Zentralverwaltung, nicht an der Front", wurde im Nationalrat mit 98 zu 93 Stimmen knapp angenommen, scheiterte dann aber im Ständerat. Die Motion 15.3494 der Finanzkommission des Ständerates, "Bestand des Bundespersonals auf dem Stand von 2015 einfrieren", wurde zwar im Jahr 2015 in beiden Räten angenommen, aber drei respektive vier Jahre später von der Mehrheit beider Räte abgeschrieben. Die Motion Föhn 15.3368, "Stopp bei den Personalkosten des Bundes", wurde im Ständerat mit 25 zu 11 Stimmen bei 4 Enthaltungen abgelehnt.

Nachdem die FDP nun auf den Kurs der SVP einschwenkt, soll die Forderung nach einer Obergrenze für die Anzahl Personal-Vollzeitäquivalente beim Bund den Räten erneut vorgelegt werden.

Ich danke Ihnen für die Unterstützung der vorliegenden Motion.

Amoos Emmanuel · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe socialiste

Cher collègue Aeschi, vous savez qu'en comparaison internationale la dotation en personnel de la Confédération est relativement svelte. Notre administration fait partie des administrations les plus efficaces. Elle traite toujours plus d'objets avec toujours moins de personnel. Vous avez aussi participé aux coupes assez drastiques au niveau du personnel dans le budget qu'on vient de traiter tout à l'heure. Pour moins charger le personnel de l'État, votre groupe serait-il d'accord de diminuer le nombre de textes qu'il dépose au Parlement ?

Aeschi Thomas · Mit-M · Conseil national · Zoug · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Zur ersten Aussage, dass die Schweizer Verwaltung im internationalen Vergleich relativ schlank aufgestellt sei: Ich bin mir bewusst, dass die Schweiz besser dasteht als viele andere Länder. Aber nur weil alle anderen Länder so schlecht sind und so hohe Schulden und so grosse Verwaltungen haben, heisst das nicht, dass wir diesen schlechten Beispielen folgen sollen. Dazu kommt, dass die Schweiz ein föderalistisch aufgebautes Land ist; das heisst, dass die Zentralverwaltung in der Schweiz vom Aufbau her eben weniger Personen hat als in anderen Ländern, zum Beispiel in Frankreich, das viel zentralistischer aufgebaut ist.

Was die Anzahl der Vorstösse betrifft: Ich glaube, bei unserer Grösse befinden wir uns immer noch im Mittelfeld, wenn man die Anzahl auf die einzelne Person, auf den einzelnen Nationalrat herunterrechnet.

Farinelli Alex · Mit-M · Conseil national · Tessin · Groupe libéral-radical

Il gruppo liberale-radicale sostiene con convinzione questa mozione. Il motivo è semplice: l'utilizzo efficiente delle risorse pubbliche è una responsabilità che ci riguarda tutti, soprattutto in un momento in cui le prospettive per il bilancio federale sono tutt'altro che rosee.

I sussidi rappresentano una voce importante della spesa pubblica, ma non sempre portano benefici proporzionati ai costi. Alcuni, infatti, generano effetti di trascinamento, altri incentivano comportamenti non desiderati, altri ancora finiscono per sostenere settori che non ne hanno più bisogno. Questo non è solo un problema tecnico, ma è una questione di equità verso i contribuenti e di credibilità delle istituzioni.

Il riesame periodico dei sussidi previsto ogni sei anni dalla legge sui sussidi è uno strumento utile, ma l'esperienza dimostra che il suo potenziale è lungi dall'essere pienamente sfruttato. Oggi questo esercizio resta troppo spesso interno all'amministrazione, con risultati che arrivano tardi, in un formato poco leggibile e senza un reale seguito politico.

È un approccio che non basta più e la mozione, infatti, chiede tre cose molto concrete: primo, valutare se non è il caso di accorciare il termine del riesame, in modo da poter intervenire più tempestivamente; secondo, riformulare il formato dei risultati affinché questi non siano solo dei rapporti tecnici ma strumenti decisionali, accompagnati da pacchetti di misure concreti da sottoporre al Parlamento, un po' com'è avvenuto con il rapporto Gaillard; terzo, contenere i costi amministrativi legati all'ottimizzazione del processo, senza però sacrificare la qualità dell'analisi.

Il Consiglio federale, nel suo parere, condivide in parte l'obiettivo ma si mostra restio a trasformare il riesame in uno strumento di sgravio sistematico. Comprendiamo la necessità di coordinare queste attività con la pianificazione finanziaria. Tuttavia, proprio per evitare misure d'emergenza, o più massicce, è fondamentale agire con anticipo e sistematicamente, identificando per tempo i margini di ottimizzazione. La verità è che il sistema attuale non permette al Parlamento di avere una condizione tale per cui si possono prendere fondate sui sussidi. Questo è un limite che dobbiamo superare se vogliamo garantire sostenibilità e trasparenza.

Come ricordava Milton Friedman, economista e premio Nobel, "nothing is so permanent as a temporary government program". Un monito più che mai attuale che ci ricorda come ogni sussidio nato come misura eccezionale rischia di diventare permanente, se non si viene regolarmente spinti a riesaminarlo con spirito critico. Non si tratta di demonizzare questo strumento dei sussidi, ma di riconoscere che nel contesto economico e finanziario cambiato, questi meccanismi devono evolversi.

La mozione propone quindi un passo in questa direzione, non ideologico ma pragmatico e responsabile, per avere un controllo delle finanze pubbliche e della loro evoluzione nei prossimi anni. Vi invitiamo quindi a sostenere questa proposta nell'interesse delle finanze pubbliche e della qualità dell'azione statale.

Rechsteiner Thomas · Mit-M · Conseil national · Appenzell Rh.-Int. · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.

Immer mehr Menschen sind nach der Pensionierung weiterhin berufstätig, meistens zu einem reduzierten Pensum, für einige Jahre. Das ist angesichts des Fachkräftemangels und auch aus gesellschaftspolitischer Sicht sehr erstrebenswert und auch durchaus erwünscht, denn Menschen, die über das AHV-Referenzalter hinaus teilweise arbeiten, können ihre Zeit sinnvoll nutzen und sich noch etwas dazuverdienen. Zudem bleiben sie meistens länger gesund und auch geistig fitter als jene, die sich vom Arbeitsmarkt vielleicht schon definitiv verabschiedet haben.

Unser heutiges Steuersystem, vor allem bei der direkten Bundessteuer, wirkt jedoch eher demotivierend, indem nicht nur die dann laufenden AHV-Renten und Pensionskassenrenten, sondern auch noch ein allfälliger Zusatzverdienst voll versteuert werden muss. Und weil die Progression bei der direkten Bundessteuer sehr hoch ist, ist der Grenzsteuersatz für das Erwerbseinkommen, also derjenige Satz, mit welchem ein zusätzliches Einkommen versteuert werden muss, dermassen hoch, dass auf eine Weiterbeschäftigung über das AHV-Referenzalter hinaus meistens verzichtet wird.

Deshalb möchte ich, dass Anreize dafür geschaffen werden, dass die Pensionierten in der Schweiz vermehrt über das AHV-Rentenalter hinaus weiterarbeiten. Ich möchte den Bundesrat beauftragen, auf Basis dieses Postulates einen entsprechenden Bericht zu erstellen. Ich will genau vier Punkte:

Erstens will ich, dass das Erwerbseinkommen in Bezug auf die direkte Bundessteuer steuerfrei erzielt werden kann.

Zweitens will ich ein Maximum festlegen, es soll nicht nach dem Giesskannenprinzip geschehen. Der Medianlohn in der Schweiz beträgt rund 84 000 Franken. Die Hälfte davon sind etwa 42 000 Franken. Deshalb möchte ich den Bundesrat beauftragen, für das Einkommen, das man erzielt, wenn man über das Referenzalter hinaus arbeitet, etwa 150 Prozent der maximalen einfachen AHV-Rente als steuerfreies Maximum anzurechnen. Dies würde vor allem diejenigen belohnen, die nur einen kleinen Teil zusätzlich verdienen; es gäbe nicht denjenigen einen grossen Vorteil, die über das Referenzalter hinaus sowieso viel mehr verdienen.

Drittens möchte ich, dass dies nur ab dem ordentlichen Referenzalter 65 möglich ist. Konkret bedeutet das: Wer mit 62 in Rente gehen würde und dann noch einen Zusatzverdienst hätte, dem würde dieser als normales Einkommen angerechnet und wäre nicht steuerfrei. Profitieren können soll also nur, wer über das ordentliche Referenzalter hinaus arbeitet.

Viertens: Ich möchte, dass der Bundesrat in diesem Bericht aufzeigt, wie es sich mit dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer verhält. Eine Kombination mit dem Steuerharmonisierungsgesetz, welches die Kantone verpflichten würde, fordere ich nicht.

Und letztlich: Bitte beachten Sie, es ist ein Postulat. Das bedeutet, dass der Bericht, der vorgelegt wird, auch dann nochmals beurteilt werden kann, wenn bereits Arbeiten für die AHV 2030 im Gange sind.

Ich danke Ihnen deshalb, wenn Sie diesem Postulat zustimmen.

Walliser Bruno · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Mit meiner Motion wird der Bundesrat beauftragt, eine Vorlage zur Einführung einer KMU-Regulierungskostenbremse auszuarbeiten. Damit müssen Bundesgesetze und völkerrechtliche Verträge, die für KMU erhebliche zusätzliche Regulierungskosten verursachen, erhöhte Anforderungen im Gesetzgebungsprozess erfüllen. Diese Anforderungen können entweder durch ein qualifiziertes Mehr der beiden Räte oder dadurch erfüllt werden, dass bestehende Erlasse im mindestens gleichen Umfang aufgehoben oder geändert werden. Dabei gilt der Ausgleich als gegeben, wenn die Entlastung mindestens dem Umfang der zusätzlichen Belastung entspricht.

Die KMU-Regulierungskostenbremse soll greifen, wenn eine zu definierende Anzahl Schweizer KMU betroffen ist respektive wenn die erwarteten Mehrkosten für KMU über einer zu definierenden Kostenschwelle liegen.

Der administrative Aufwand durch zu viel Regulierung ist teuer, sehr teuer. Laut einer Hochrechnung des Schweizerischen Gewerbeverbands verursacht die staatliche Regulation Kosten von rund 70 Milliarden Schweizerfranken oder 10 Prozent des BIP. Bei Konzernen mit Compliance-Teams können umfangreiche Regulierungen einfacher umgesetzt werden. Für KMU ist der Aufwand eine deutlich stärkere Belastung. Diese Kostenbremse hat diesbezüglich eine wichtige Schutzfunktion für Schweizer KMU, gerade in einer Zeit, in der der Kostendruck im Unternehmen immer grösser wird.

Dem Bundesrat sei es, so zu lesen in seiner Stellungnahme zu meiner Motion, "ein zentrales Anliegen, die Regulierungsbelastung der Unternehmen zu begrenzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz zu stärken. Regulierungskosten stellen für Unternehmen häufig Fixkosten dar. Besonders kleine und mittlere Unternehmen leiden deshalb überproportional unter diesen Belastungen."

Der Bundesrat macht hier eine richtige und wichtige Aussage. Aber, geschätzter Bundesrat, wo ist denn der Tatbeweis dafür? Die Regulierungskostenbremse sieht vor, dass bei Geschäften mit hoher Tragweite für KMU höhere Schwellen gelten. Auf kantonaler Ebene unterstehen Erlasse dem interkantonalen Wettbewerb. Auf Bundesebene gibt es ein solches Korrektiv nicht. Die Regulierungskostenbremse hilft, dies zu beheben. Vor dem Hintergrund der drohenden Zunahme des Drucks zur Anpassung des Schweizer Rechts an das Recht der EU und mit Blick auf die damit verbundene Gefahr einer Erhöhung der Bürokratiekosten sowie angesichts dessen, dass die Verwaltung schon heute in mehreren Fällen EU-Recht unilateral ins Schweizer Recht überführt, hat die Regulierungskostenbremse auch eine wichtige Sicherungsfunktion gegen den Import von übermässiger EU-Bürokratie.

Aus den erwähnten Gründen und zur wirksamen Entlastung der KMU bitte ich Sie, meine Motion anzunehmen.

Cottier Damien · Mit-M · Conseil national · Neuchâtel · Groupe libéral-radical

Le groupe libéral-radical a demandé avec d'autres cette session extraordinaire afin de discuter des conditions-cadres pour notre économie, en particulier pour notre économie d'exportation, dans le contexte international que nous connaissons, où de nombreux obstacles se dressent face aux exportations de l'industrie suisse, alors que nous savons que notre pays est extrêmement prolifique et a beaucoup de succès dans ce domaine, mais qu'évidemment il est aussi sous pression, et que son industrie, pour résiliente qu'elle soit, est sous pression. Alors, certains se réjouissent de la résilience de l'économie suisse et de l'industrie suisse d'exportation face à ces crises, ce qui est effectivement une bonne chose - Dieu sait s'il y a eu des crises depuis plusieurs années ! -, mais on ne peut pas se contenter de se réjouir de la faculté de notre industrie d'être résiliente. Il faut aussi lui offrir les meilleures conditions-cadres possibles pour que cela se poursuive, dans un contexte où les droits de douane font leur retour au niveau international. Même si ceux avec les États-Unis - heureusement, Monsieur le conseiller fédéral - ont pu être négociés à la baisse, ils restent extrêmement élevés. On voit qu'un certain nombre de pays réintroduisent de tels droits de douane alors que, ces dernières décennies, on allait plutôt vers le rabattement. On voit aussi que des crises géopolitiques, des crises énergétiques ou, il y a quelques années, des crises comme celle du COVID ou d'autres sont extrêmement disruptives pour le fonctionnement des marchés internationaux. On peut évidemment ajouter à cela la hauteur du franc suisse ainsi que le coût élevé des coûts de production dans notre pays, qui sont toujours des éléments de pression sur notre industrie d'exportation en ce qui concerne la compétitivité. Il faut donc offrir les meilleures conditions-cadres possibles dans notre pays et travailler sur des éléments qui permettent d'améliorer les choses. C'est ce que propose un certain nombre de motions qui sont discutées aujourd'hui.

Une de celles-ci, et c'est la motion que je vous propose, concerne l'assurance suisse contre les risques à l'exportation (Serv). C'est un instrument qui est important pour l'industrie d'exportation. Il s'agit d'un établissement de droit public autonome qui est basé sur la loi fédérale sur l'Assurance suisse contre les risques à l'exportation (LASRE). C'est un organisme sans but lucratif qui doit avoir des comptes équilibrés sur le long terme et qui doit intervenir en dernier recours lorsque les assureurs privés ne peuvent pas assurer un certain nombre de prestations. Une analyse a été commandée par la Serv ce printemps, qui compare ses prestations sur une vingtaine d'indices avec 18 autres agences internationales, des agences d'autres pays. Le constat de cette analyse est que la Serv, l'assurance suisse, est performante, qu'elle fonctionne bien, qu'elle est efficiente, mais qu'elle a un portefeuille de prestations relativement limité, relativement classique, là où d'autres pays développent d'autres prestations qui peuvent être utiles dans un commerce international qui est non seulement sous pression, mais aussi en développement.

Avec ma motion, je demande de moderniser notre système, d'envisager un certain nombre de nouvelles prestations comme il en existe à l'étranger. Je me réjouis que le Conseil fédéral ait soutenu cette motion et qu'il ait annoncé, le 29 octobre, qu'il entendait proposer une révision de la loi, sur la base notamment de l'analyse qui a été faite. Les deux mouvements vont dans le même sens. Il faudra évidemment veiller à ce que la Serv reste un instrument subsidiaire par rapport à ce que peut faire le marché privé, et que, par ailleurs, elle continue d'offrir des prestations non bureaucratiques et à des prix raisonnables pour notre industrie.

Je vous remercie de soutenir ma motion.

Silberschmidt Andri · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical

Endlich sprechen wir über Wirtschaftspolitik und über Arbeitsplätze. In der Politik werden viele Themen besprochen, die sicherlich von grosser Relevanz sind. Aber wenn die Menschen keine gut bezahlten Arbeitsplätze haben, dann ist alles andere für sie weniger relevant.

Dass es der Schweiz so gut geht, dass es den Menschen in der Schweiz im Durchschnitt so gut geht wie kaum in einem anderen Land, war nicht immer der Fall. Wir waren einmal das Armenhaus Europas, es gab viel Auswanderung, und die Schweiz kam nicht richtig auf Touren. Was haben wir gemacht? Wir haben zuerst den Markt in der Schweiz liberalisiert. Dann haben wir versucht, mit möglichst vielen Ländern Handelsabkommen abzuschliessen, um Schweizer Produkte in die ganze Welt zu exportieren. Das hat dazu geführt, dass wir einen grossen Wohlstandszuwachs haben. Allein in den letzten zwanzig Jahren ist das BIP pro Kopf im Durchschnitt um 20 Prozent gewachsen.

Auf der einen Seite sind die Produktionskosten in der Schweiz hoch. Das hat aber auch damit zu tun, dass wir auf der anderen Seite hohe Löhne haben. Hohe Preise führen zu hohen Löhnen. Davon profitieren nicht nur die Branchen, die eine hohe Wertschöpfung haben, die viel exportieren, davon profitieren alle Menschen in der Schweiz. Das trifft auch auf Branchen zu, die eher auf das Inland fokussiert sind, wie beispielsweise die Gastronomie, wo ich unternehmerisch tätig bin. Auch bei uns werden viel höhere Löhne bezahlt als bei vergleichbaren Arbeiten im angrenzenden Ausland. Das zeigt, dass das Erfolgsmodell Schweiz bisher funktioniert hat. Es hat auch zu einer hohen sozialen Mobilität geführt, sodass die Menschen in der Schweiz unabhängig vom sozialen Status zu Wohlstand kommen können. Das muss im Zentrum unserer Politik stehen.

Jetzt könnte man sich zurücklehnen und sagen: Ja gut, es läuft ja rund, wieso sprechen wir über Arbeitsplätze? Leider haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Der Standortwettbewerb wird immer intensiver. Es geht nicht mehr nur darum, ob jetzt mehr oder weniger in Amerika investiert werden muss. Es gibt auch viele grosse Firmen, die grosse Investitionen in anderen europäischen Ländern tätigen und nicht mehr in der Schweiz. Wir haben in den Nachrichten von Stellen gelesen, die abgebaut werden. Das alles schmerzt. Das alles sind keine guten Zeichen, wenn es darum geht, dass wir auch in den kommenden zwanzig Jahren einen Zuwachs an Wohlstand, an Arbeitsplätzen, vor allem an sinnstiftenden Arbeiten haben.

Deshalb braucht es jetzt politische Massnahmen, um die Standortattraktivität der Schweiz für Start-ups, für KMU, aber auch für grosse Firmen, die in die ganze Welt exportieren und in der Schweiz produzieren, zu stärken. Das Schweizer Erfolgsmodell - dass wir die Arbeitsplätze in der Schweiz halten, gute Löhne bezahlen und weltweit konkurrenzfähig sind - funktionierte immer deshalb, weil eben die anderen Kosten, die nicht direkt die Löhne betreffen, verhältnismässig tief sind. Das sind beispielsweise die Lohnnebenkosten. Aber diese nehmen leider auch immer mehr zu, auch das behindert uns im Standortwettbewerb.

Letztendlich geht es auch um die Steuern. Die Schweiz konnte in der Vergangenheit dank einer sehr fairen und simplen Steuerpraxis mit tiefen Steuersätzen punkten und eigentlich die hohen Personalkosten, die man in der Schweiz hat, ein bisschen wettmachen, indem die Steuerlast tiefer war als im Ausland. Mit der OECD-Mindeststeuer hat sich dieser Wettbewerb nun verändert. Die Schweiz kann sich nicht mehr nur über den Steuersatz auszeichnen, sondern es braucht nun neue Instrumente, um gegenüber den anderen Ländern wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mit meinen beiden Motionen, die ich hier begründe, fordere ich, genau hier anzusetzen, das heisst, die Firmen gezielt zu entlasten. Einerseits möchte ich sie, wenn sie in der Schweiz investieren, auf der Bilanzseite entlasten. Andererseits sollen sie aber auch, wenn sie in der Schweiz produzieren und in die Welt hinaus exportieren, in der Erfolgsrechnung entsprechende Ausgaben geltend machen können.

Mit meinen Motionen fordere ich, dass der Bundesrat OECD-konforme Steuermassnahmen vorsieht. Bei den Investitionen geht es beispielsweise darum, Überabschreibungen zuzulassen, das heisst, dass Unternehmen mehr als den Betrag, den sie investiert haben, steuerlich abschreiben und geltend machen können. Bei den Produktionskosten geht es darum, dass man, ähnlich wie bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung, einen Superabzug vorsieht. Letztendlich führen beide Massnahmen dazu, dass die Liquidität der Firmen verbessert wird, dass sie mehr Mittel zur Verfügung haben, um in der Schweiz zu investieren, um in Schweizer Arbeitsplätze zu investieren, sodass wir auch in Zukunft eine Schweiz mit viel Kaufkraft, mit viel Wohlstand, mit vielen Arbeitsplätzen haben und wir somit auch den kommenden Generationen eine schöne Zukunft bieten können.

Besten Dank, wenn Sie beide Motionen unterstützen.

Marti Min Li · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

Ich habe in den letzten Tagen die neue Sicherheitsstrategie der USA gelesen, die mehr einem Wahlkampfpamphlet oder einem "Weltwoche"-Editorial gleicht denn einer Strategie, aber das ist nur eine Klammerbemerkung. Diese Strategie zeigt ziemlich deutlich auf, was die derzeitige US-Administration von Europa hält, nämlich wenig. Der Glaube, die Schweiz werde da irgendwie bevorzugt behandelt, sollte uns vielleicht etwas vergangen sein, seit wir diese Zölle von 39 Prozent aufgebrummt bekommen haben. Man muss konstatieren, dass das transatlantische Verhältnis beschädigt ist und sich wohl leider nicht so schnell wieder erholen wird.

Warum erwähne ich das? Wir reden hier drin sehr viel über Sicherheitspolitik und sehr viel über Geld, aber vielleicht müsste man auch mehr über längerfristige Strategien reden. Die Big-Tech-Unternehmen sind sehr stark mit der US-Administration verbandelt und teilen zu einem Teil deren ideologische Stossrichtung, insbesondere diejenige, die sich gegen Europa und Europas Versuch richtet, das Primat der Politik im Interesse der Demokratie und der Bürgerinnen und Bürger durchzusetzen. In diesem Zusammenhang wird jetzt auch endlich wieder etwas mehr über digitale Souveränität diskutiert und über die grosse unsrige und europäische Abhängigkeit von US-amerikanischer und chinesischer Technologie. Und man kann gut und durchaus selbstkritisch darüber diskutieren, warum diese Abhängigkeit da ist und warum Europa und die Schweiz selbst eine zu wenig grosse Tech-Industrie haben.

Wir betonen immer, dass wir in der Schweiz keine Industriepolitik machen würden. Das kann man gut tun, aber die USA und China machen eben explizit eine solche, und zwar offensichtlich so erfolgreich, dass sie 80 oder 90 Prozent der Technologien entwickeln, die wir am Schluss verwenden. Es ist eine Illusion, zu meinen, wir könnten die digitale Souveränität stärken, ohne dabei auch Geld in die Hand zu nehmen und ohne massiv zu investieren, insbesondere in Forschung und Entwicklung.

Sehr viele US-Tech-Giganten haben einen Sitz in der Schweiz. Die Standortmarketing-Agentur Greater Zurich Area brüstet sich damit, man habe eine höhere Tech-Dichte als im Silicon Valley. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Doch diese Unternehmen zahlen hier nur geringe oder gar keine Steuern, da sie Meister in internationalen Steuervermeidungsstrategien sind. Die hohen Zölle hat Trump immer mit dem Handelsbilanzdefizit begründet, aber nicht beachtet, dass die USA zum Beispiel im Bereich der digitalen Dienstleistungen hohe Überschüsse erzielen. Es ist darum nur folgerichtig, dass wir nicht nur Investitionen tätigen, sondern uns auch Gedanken darüber machen, wie wir die Besteuerung der Tech-Konzerne verbessern können. Deshalb sind diese Fragen rund um eine mögliche Digitalsteuer wichtig, dies mit Blick auf die Gerechtigkeit und gleich lange Spiesse für schweizerische IT-Firmen.

Ich bin keine Maschinenstürmerin; Technologie hat zweifelsohne viele Vorteile. Doch das heisst nicht, dass wir sie nicht gestalten können und dass wir nicht bestimmen sollten, wie sie genutzt werden soll. Unsere Motion will im Kern zwei Dinge: Die hier ansässigen Tech-Unternehmen sollen einen angemessenen fiskalischen Beitrag leisten; zudem soll die Schweiz gezielt in die digitale Souveränität investieren, zum Beispiel mit günstigen Rahmenbedingungen, zum Beispiel mit Investitionen in Forschung und Entwicklung oder zum Beispiel mit einem Innovationsfonds.

Ich bitte Sie daher, unsere Motion anzunehmen, unseren Handlungsspielraum zu vergrössern, was auch im Interesse unserer eigenen Wirtschaft ist.

Michaud Gigon Sophie · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S

C'est un plaisir de débattre de politique économique devant cette salle comble. Par ce postulat, je demande une réflexion sur l'industrie suisse avec une vision adaptée à 2025, donc au monde et aux règles du jeu qui ont changé. Je ne désire aucunement élargir à un secteur particulier la politique de subvention que la Confédération pratique pour certains secteurs. Je fais cette précision pour éviter d'entendre ici à cette tribune des attaques simplistes contre la politique industrielle, car ce n'est pas ce que ce postulat demande.

Und ich sage es auch auf Deutsch, um jede Missinterpretation zu vermeiden: Es handelt sich bei meinem Postulat nicht um ein Votum für eine Schweizer Industriepolitik. Es geht darum, die neuen geopolitischen Verhältnisse in Kauf zu nehmen und eine strengere Strategie zu definieren, um auf unsere Stärke und auf die nötigen Investitionen zu setzen und der heute ad hoc betriebenen Industriepolitik des Parlamentes einen Rahmen oder zumindest einen Diskussionsrahmen und eine Orientierung zu geben.

Le Conseil fédéral dit se concentrer sur des conditions-cadres stables et favorables, comme une mobilité efficace, des hautes écoles apportant un avantage concurrentiel ou des accords de libre-échange équilibrés. Je soutiens ceci, mais constate également que la désindustrialisation de la Suisse se poursuit, et, avec elle, des pertes de savoir-faire et d'emploi.

Le contexte géopolitique montre la vulnérabilité croissante de certaines chaînes d'approvisionnement et une dépendance trop forte à un ou deux États dominants. Tel que l'indique le rapport de situation 2024 sur l'économie suisse, certains secteurs stratégiques souffrent de désavantages concurrentiels évidents à la suite de l'interventionnisme politique industriel pratiqué par les grandes puissances et par les États voisins. Depuis les décisions américaines, la situation s'est encore tendue. Cela nécessite une stratégie qui ne peut se baser sur des données de 2019 pour répondre que les recettes suffisent en 2025.

Comme je le mentionne dans ma motion sur la souveraineté numérique, qui aurait aussi tout à fait eu sa place ce soir dans notre débat, le levier des marchés publics est encore très peu utilisé pour privilégier des alternatives suisses et continentales et acquérir plus d'indépendance. La question des investissements, des incitatifs économiques et des financements ciblés fait aussi partie des pistes esquissées ce soir dans d'autres débats parlementaires. Le Conseil fédéral s'oppose à la promotion de certaines branches ou entreprises et donc à leur traitement privilégié. Certes, mais le Parlement, lui, ne suit pas cette stratégie, puisqu'il adopte régulièrement des soutiens sectoriels. C'est pour ceci que j'ai déposé ce postulat. Tout le monde y va de sa demande - une fois l'industrie d'exportation d'armes, une autre la sidérurgie. Je l'ai fait également, avant cela, avec la délégation vaudoise pour Vetropack, il y a presque deux ans. Mais, déjà en 2024, cette motion visait en fait une réflexion stratégique plus large, basée sur le constat que nous perdions des filières d'économie circulaire, dans ce cas, la réutilisation du verre écologiquement logique et intégrée dans l'économie locale, comme nous avions d'ailleurs manqué le coche avec la production solaire suisse et européenne que les Verts souhaitaient promouvoir.

Entretemps, à chaque session, j'ai adapté mon intervention en plénum en faveur du savoir-faire de l'industrie suisse, de la transition et de l'innovation, car, à chaque session, une nouvelle donne internationale tendait la situation. Finalement, à force, je n'ai jamais pu la défendre en plénum et je la retirerai sans doute au profit de ce postulat. Le Conseil fédéral gagne ainsi au change.

C'est donc aussi dans l'intérêt du Conseil fédéral que le débat reçoive un cadre et une vision d'ensemble. Cela évitera de pratiquer de la politique industrielle par à-coups, soutenue par des organisations qui hier se bouchaient le nez et qui le lendemain demandent au Parlement de soutenir tel ou tel secteur. Ce postulat offre donc un cadre à une discussion qui s'intensifie toujours plus.

La Suisse a tout à gagner à esquisser un chemin cohérent en fonction des secteurs prioritaires pour notre approvisionnement, en fonction de notre savoir-faire, de notre innovation et de nos forces concurrentielles, ainsi qu'en fonction des partenariats stratégiques internationaux à privilégier par la Suisse. Cela renforcera la résilience du tissu industriel de notre pays.

Je vous remercie pour votre soutien.

Ryser Franziska · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe des VERT-E-S

Unsicherheit ist Gift für Unternehmen. Kaum etwas ist so schwierig wie unklare Rahmenbedingungen, Rechtsunsicherheit oder Willkür. Genau diese Faktoren haben in den letzten Monaten zugenommen: globale Verschiebungen, geopolitische Unsicherheiten, die neue Zollpolitik. Dazu kommt die Aufwertung des Frankens. Exportorientierte KMU sind unter Druck. Sie müssen innovativ bleiben, sich rasch anpassen und gegen neue Konkurrenz bestehen. Dabei wollen wir sie unterstützen. Und natürlich müssen wir auch politisch die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Die Zeiten ändern sich; die grossen Staaten spielen nicht mehr nach den Spielregeln des Multilateralismus und der Rechtsstaatlichkeit. Die Unternehmen spüren das und wollen mehr als einen Standort mit tiefen Steuern und kurzen Wegen in die Verwaltung. Um die Schweiz attraktiv zu halten, benötigen wir eine sichere, ausreichende Versorgung mit erneuerbaren Energien, genügend gut ausgebildete Fachkräfte, eine Stärkung der Universitäten, gute Anbindungen an Europa - diplomatisch wie auf der Schiene -, eine souveräne Digitalinfrastruktur und eine verlässliche Demokratie. Und vor allem: Wir müssen unsere Innovationskraft erhalten. Die KMU müssen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben.

Deshalb schlage ich Ihnen die Einführung von Innovationsgutscheinen vor. Die Schweiz verfügt mit Innosuisse über eine hervorragende Förderagentur, welche Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft ermöglicht. Doch gerade für kleinere KMU sind die Eintrittshürden hoch. Sie müssen, bevor ein Projekt überhaupt starten kann, personelle, finanzielle und administrative Ressourcen bereitstellen. Danach muss in Cash ein finanzieller Beitrag an die Projektkosten geleistet werden. Ein solcher steht je nach wirtschaftlichem Umfeld aber nicht immer zur Verfügung. Wenn wir wollen, dass auch die kleinen, teils hochspezialisierten Unternehmen ihre Ideen in marktfähige Produkte umwandeln können, dann müssen wir die Hürden zu diesen Projekten senken. Mit Innovationsgutscheinen kann der von den Unternehmen zu erbringende Projektbeitrag teilweise oder vollständig gedeckt werden. Solche Gutscheine sind keine Giesskanne, sondern ein gezielter Hebel. Sie gelten nur für bewilligte Innosuisse-Projekte. Das heisst, die Innovationshöhe ist geprüft und der volkswirtschaftliche Mehrwert ausgewiesen. Die Mittel fliessen also gezielt dorthin, wo sie Wirkung entfalten. Wir stärken damit die Innovationskraft unserer KMU, ohne neue bürokratische Strukturen aufzubauen, und unterstützen jene Firmen, die nicht aus eigener Kraft den ersten entscheidenden Schritt über die Schwelle eines Entwicklungsprojektes schaffen.

Ausserdem sollen die Unternehmen gezielte Unterstützung erhalten, wenn sie neue Exportmärkte erschliessen wollen. Die Trump'sche Zollpolitik hat bewiesen, wie rasch Marktzugänge erschwert werden können, auch in scheinbar liberalen Volkswirtschaften. Über Switzerland Global Enterprise sollen gezielte Unterstützungsangebote gestärkt werden, die den Eintritt in geografisch nahe, europäische Märkte erleichtern. Wenn wir unseren Export in Europa diversifizieren, schaffen wir stabilere Absatzkanäle, kürzere Transportwege und stärken eine regionale Wirtschaft, die in geschlossenen Kreisläufen funktionieren kann. Das macht uns resilienter - nicht nur heute, sondern auch gegenüber künftigen globalen Schocks. Die Schweiz hat traditionell von offenen Märkten und innovativen Unternehmen profitiert. Doch Offenheit funktioniert nur, wenn wir unseren Firmen die nötigen Werkzeuge geben, um in einem härteren und vor allem volatileren Umfeld bestehen zu können.

Innovationsgutscheine und gezielte Exportunterstützung sind moderne Instrumente für moderne Herausforderungen. Mit diesem Vorstoss profitieren diejenigen, die unsere volkswirtschaftliche Stabilität tragen: die kleinen und mittleren Betriebe, die mit Präzision, Qualität und Mut zu Neuem das Rückgrat unserer Volkswirtschaft bilden.

Ich danke für Ihre Unterstützung.

Parmelin Guy · VPBR-M · Conseil fédéral · Vaud

Les temps actuels sont caractérisés par une forte incertitude et de grands défis, surtout sur le plan international, avec les tensions géopolitiques, la politique commerciale des États-Unis, des actualités comme l'imposition minimale de l'OCDE et j'en oublie. La réduction des droits de douane américains est un élément important, mais la situation va rester volatile. Avec toutes les actualités internationales, il est essentiel de ne pas perdre le focus sur notre pays, notre économie, nos travailleuses et nos travailleurs.

En ce qui concerne notre économie, le premier trimestre a été dynamique, stimulé par des exportations anticipées vers les États-Unis, mais il a été suivi d'un fort ralentissement au cours des deuxième et troisième trimestres. Malgré la contraction observée au troisième trimestre, la situation globale en Suisse reste stable. Les données disponibles pour le quatrième trimestre indiquent que la situation économique devrait progressivement s'éclaircir.

Vous le savez, l'économie suisse est fortement liée aux développements internationaux, à la dynamique de la demande pour nos biens et services ainsi qu'à l'attractivité de notre site économique. C'est pourquoi le Conseil fédéral poursuit ses travaux pour améliorer les conditions-cadres, notamment avec une politique économique fondée sur nos forces et la simplification réglementaire. Cela devrait renforcer la sécurité de planification et réduire les charges administratives des entreprises.

J'en viens maintenant aux interventions parlementaires et tout d'abord à la motion Stettler 24.4340. Le Conseil fédéral partage l'avis que les dépenses de santé et le niveau élevé des primes d'assurance-maladie qu'elles engendrent peuvent représenter une charge financière lourde pour les citoyens. La liste des interventions parlementaires déposées récemment sur ce sujet est longue, mais les débats parlementaires ont aussi montré qu'aucun projet susceptible de recueillir une majorité n'a pu être élaboré jusqu'à présent. En 2022, ni le Conseil des États ni votre conseil ne sont entrés en matière sur le projet 22.053, qui prévoyait d'augmenter les déductions pour les primes d'assurance-maladie dans le cadre de l'impôt fédéral direct.

Le Conseil fédéral reste d'avis qu'une déduction totale des primes d'assurance-maladie dans le cadre de l'impôt fédéral direct ne constitue pas un instrument adapté pour endiguer efficacement l'augmentation des coûts de la santé. Une telle déduction ne ferait que traiter les symptômes, elle ne soulagerait pas ou très peu les personnes à bas et moyens revenus. Il semble plus judicieux d'adopter des mesures extrafiscales visant à freiner la croissance des coûts. Le Conseil fédéral vous propose donc de rejeter la motion Stettler.

Je viens maintenant à la motion Guggisberg 24.4517 et je traite en même temps du postulat Rechsteiner Thomas 25.4023. Je tiens à vous signaler qu'il existe déjà deux rapports traitant des incitations à l'activité professionnelle des seniors : premièrement, une étude externe intitulée "Travailler au-delà de l'âge ordinaire de la retraite" du SECO et datée de 2020 ; deuxièmement, le rapport du Conseil fédéral de 2022 intitulé "Promouvoir le maintien dans la vie active après l'âge réglementaire de la retraite", en réponse au postulat Hegglin Peter 19.3172. Ces deux publications abordent les éléments soulevés par les auteurs de la motion et du postulat. Un rapport supplémentaire n'apporterait donc aucune valeur ajoutée.

Concernant l'incitation financière souhaitée, elle serait le plus souvent faible, voire nulle, puisque l'exonération demandée par les auteurs des deux interventions ne concerne que l'impôt fédéral direct. Cette mesure nuirait également aux principes d'harmonisation des impôts cantonaux et fédéraux. De plus, elle créerait une inégalité de traitement par rapport aux autres personnes exerçant une activité lucrative, ce qui devrait être justifié par une nouvelle base constitutionnelle.

Les incitations à exercer une activité lucrative peuvent également être renforcées par des mesures non fiscales. Le droit de l'AVS prévoit déjà diverses incitations. La poursuite de la prévoyance professionnelle et de la prévoyance liée à la retraite constituent également une incitation positive. Créer des incitations à poursuivre l'activité lucrative après l'âge de référence est en outre l'un des principaux objectifs de la réforme AVS 2030. Le Conseil fédéral en a défini les lignes directrices le 26 novembre dernier.

Le Conseil fédéral vous propose donc de rejeter la motion Guggisberg et le postulat Rechsteiner Thomas.

J'en viens à la motion Aeschi 25.3246. Le Conseil fédéral soutient l'objectif fondamental d'une administration efficace. Les équivalents plein temps et les dépenses de personnel ont certes augmenté ces dernières années. Des directives claires ont cependant permis de diminuer graduellement la part que les dépenses de personnel représentent dans les dépenses ordinaires de la Confédération : 7,4 pour cent au budget 2026 contre 8,3 pour cent en 2007, malgré des exigences croissantes.

Le Conseil fédéral a besoin d'une certaine marge de manoeuvre pour pouvoir exécuter rapidement les nouvelles tâches que lui confie le Parlement. Un plafonnement durable des effectifs pourrait par contre considérablement limiter l'administration fédérale dans l'exécution de ses tâches. En outre, un plafond pourrait être contourné par l'attribution de travaux à des tiers, ce qui pourrait empêcher les économies visées, voire entraîner des dépenses supplémentaires. Le Conseil fédéral s'oppose par conséquent à des instruments rigides, tels qu'un plafonnement du personnel ou un frein du personnel, jugeant que ces mesures entravent l'exécution des tâches ou la progression des décisions politiques.

Il propose donc de rejeter la motion Aeschi.

J'en viens à la motion du groupe libéral-radical 25.3984. Le Conseil fédéral souhaite aussi supprimer les subventions dont le rapport coût-efficacité est défavorable. Il agit déjà aujourd'hui dans ce sens, au moyen de l'examen des subventions prévues par la loi sur les subventions. Chaque année, un département est examiné. L'année dernière, c'était mon département. Cette année, c'est le DETEC. Nous examinons pour l'ensemble des subventions d'un département leur justification, leur étendue, leur pilotage, leur procédure d'attribution, puis nous proposons des améliorations. Les résultats sont publiés et font partie du compte d'État. Le Contrôle fédéral des finances analyse actuellement ce processus et, en fonction des résultats, nous apporterons des améliorations ciblées. Si vous souhaitez transformer cet examen des subventions en un programme d'allègement systématique, le Conseil fédéral soumet de tels programmes d'allègement au Parlement lorsque des déficits se profilent. Je renvoie ici au message sur le programme d'allègement 2027 qui comprend près de 60 mesures d'allègement et que le Conseil des États va examiner cette semaine encore.

Cette approche a fait ses preuves. Les programmes d'allègement ne trouvent une majorité que lorsque la nécessité en matière de politique financière est établie. Je me permets aussi de souligner qu'il ne s'agit pas seulement de revoir les subventions existantes, mais aussi de faire preuve de retenue en matière de nouvelles subventions. Le Parlement a les cartes en main et je vous invite donc à rejeter la motion du groupe libéral-radical et de soutenir en revanche le programme d'allègement 2027 du Conseil fédéral.

J'en viens à la motion Walliser 25.4137. Je l'ai dit au début, pour le Conseil fédéral, la compétitivité de l'économie suisse figure tout en haut de l'agenda. L'allègement réglementaire pour les entreprises constitue à cet égard un axe prioritaire. Le 26 novembre dernier, le Conseil fédéral a adopté un paquet de quelque 30 mesures rapidement réalisables visant à alléger la charge pesant sur les entreprises. À cela s'ajoutent quelque 30 mesures d'allègement qui étaient déjà mises en oeuvre. Cela fait un total de 60 mesures. En outre, la loi fédérale sur l'allègement des coûts de la réglementation pour les entreprises est entrée en vigueur l'an dernier. Les nouvelles charges inutiles doivent être évitées partout où cela est possible et les domaines réglementaires générant de lourdes contraintes doivent être examinés systématiquement en vue d'identifier leur potentiel de simplification. Ce sont les fameuses études sectorielles.

Je dois avouer que j'ai été quelque peu surpris par la motion Walliser. Elle correspond presque point par point au projet visant à introduire un frein à la réglementation que le Conseil fédéral avait soumis au Parlement à la suite de la motion du groupe libéral-radical 16.3360. Il y a deux ans, ni le Conseil des États ni votre conseil n'étaient entrés en matière sur ce projet. Je rappelle que le projet impliquait une modification de la Constitution ainsi qu'une révision de la loi sur le Parlement. Le Conseil fédéral s'est toujours opposé à ce concept, premièrement du point de vue institutionnel. Il est problématique que les modalités de vote pour les lois dépendent des effets sur un groupe spécifique de destinataires des normes, en l'occurrence les entreprises. On créerait ainsi différentes classes de lois.

Deuxièmement, l'application d'un tel frein à la réglementation s'accompagne de défis considérables et d'une insécurité juridique, car les estimations nécessaires des coûts de la réglementation sont généralement entachées d'importantes incertitudes. Troisièmement, selon toute probabilité, l'allègement effectif serait négligeable. L'application d'une majorité qualifiée ne permettrait que très rarement de rejeter un projet et, dès lors, d'éviter concrètement les coûts de la réglementation.

Pour toutes ces raisons, le Conseil fédéral propose le rejet de la motion Walliser.

J'en viens à la motion Cottier 25.4150. Ici, je peux être bref : la Serv est bien positionnée. Dans le contexte politique et économique actuel, le rôle de cet instrument de promotion des exportations et de la diversification géographique ne cesse de croître. Le Conseil fédéral a pris, le 29 octobre dernier, la décision d'engager une révision partielle de la LASRE, la loi régissant la Serv. En adaptant la loi, il entend garantir que la Serv puisse continuer à répondre efficacement aux besoins des exportateurs suisses d'accéder à de nouveaux marchés et, plus largement, d'augmenter leur compétitivité internationale. Il est prévu que la consultation soit lancée dans la seconde moitié de 2026.

Le Conseil fédéral propose donc d'accepter cette motion.

J'en viens aux deux motions Silberschmidt, les motions 25.4191 et 25.4192. Pour ce qui est de l'attrait de la place économique en général, j'en ai déjà abordé plusieurs aspects. Les deux motions en question proposent d'autres mesures, comme des déductions fiscales supplémentaires sur les coûts de production, un dispositif de suramortissement et des crédits d'impôt pour les activités de recherche et de développement ainsi que pour les investissements d'envergure.

L'auteur des deux motions estime que les mesures doivent être admissibles sur le plan international et, notamment, conformes aux exigences de l'OCDE. Comme vous le savez certainement, les discussions au sein de l'OCDE sont en cours. Selon les informations actuelles, dans le cadre du régime actuel de l'OCDE, seuls les crédits d'impôt remboursables, les "qualified refundable tax credits", sont considérés comme des incitations dites non dommageables au sens de l'imposition minimale. Nous ne savons pas encore si d'autres déductions fiscales ou crédits d'impôt seront déclarés conformes aux règles de l'OCDE étant donné que les travaux sur ce point sont encore en cours. Il n'est donc pas possible non plus de se prononcer de manière claire concernant les mesures proposées ici. Si les travaux de l'OCDE débouchent sur de nouvelles approches d'encouragement possible, la situation évoluera pour la Confédération et pour les cantons. En fait, étant donné la mise en oeuvre fédéraliste de l'imposition minimale de l'OCDE, ce serait en premier lieu les cantons qui devraient adapter ces mesures.

Par ailleurs, le Conseil fédéral se penchera également sur toutes ces questions dans le cadre de son rapport en réponse au postulat Walti Beat 23.3752. Il tiendra compte de cet état des lieux lors de la transposition des dispositions de l'ordonnance sur l'imposition minimale dans une loi qui est prévue au plus tard pour 2029. Le Conseil fédéral, sous la direction du Département fédéral des finances, entamera ces travaux dès l'année prochaine, en collaboration avec les cantons et avec la participation des milieux économiques.

Pour ces raisons, le Conseil fédéral vous propose de rejeter les deux motions Silberschmidt.

J'en viens à la motion Marti Min Li 25.4235. Concernant la souveraineté numérique, je peux vous assurer que le Conseil fédéral se penche déjà de manière intensive sur ce sujet. Ces dernières semaines, il a publié le rapport en réponse au postulat Z'graggen 22.4411, "Stratégie Souveraineté numérique de la Suisse". Il a créé un groupe de travail interdépartemental sur le sujet. Il a adopté la stratégie Suisse numérique 2026, dont le premier thème prioritaire est la souveraineté numérique.

Concernant la fiscalité, les services électroniques destinés à des personnes ou entreprises en Suisse sont déjà assujettis à la TVA. Un projet de loi qui élargit la taxation des plateformes numériques pour les livraisons de marchandises aux plateformes de prestations de services électroniques a été envoyé en consultation publique le 5 décembre. En plus, l'impôt sur le bénéfice est prélevé dans le monde entier en fonction du lieu du siège social, ce dont la Suisse profite en principe. Ajouter une autre forme d'imposition en plus de la TVA sur le chiffre d'affaires des entreprises nécessiterait une base constitutionnelle spécifique.

En ce qui concerne un fonds d'investissement, le Conseil fédéral ne dispose pas de la marge de manoeuvre budgétaire nécessaire à la création d'un tel fonds. En outre, il existe déjà un large éventail d'instruments visant la promotion de la recherche et de l'innovation qui soutiennent également des projets dans le numérique. Enfin, en encourageant par exemple les logiciels ouverts ou en mettant en place des infrastructures fiables telles que l'e-ID ou les espaces de données dans des domaines stratégiques, la Suisse mène déjà des travaux concrets pour se rendre plus autonome sur le plan numérique.

Le Conseil fédéral vous propose donc de rejeter la motion Marti Min Li.

J'en viens au postulat Michaud Gigon 25.4260. La Suisse compte parmi les économies les plus compétitives et innovantes au monde grâce à des marchés ouverts, un ordre économique fondé sur la concurrence et des conditions-cadres stables. L'économie a montré à plusieurs reprises sa résilience. Les facteurs conjoncturels doivent être distingués des tendances structurelles de long terme dont font partie les gains de productivité, l'intégration des chaînes de valeur mondiales et l'évolution des modes de consommation.

Le recul de l'emploi industriel reflète ce changement structurel et non un déclin économique. L'industrie suisse a nettement augmenté sa productivité depuis 2000 et reste très compétitive à l'échelle internationale. Le changement structurel renforce le site économique lorsqu'il est accompagné plutôt que freiné artificiellement. L'expérience internationale montre que des politiques industrielles actives entraînent souvent des distorsions de concurrence, des courses aux subventions et des structures inefficaces. Elles mobilisent des moyens importants sans renforcer durablement la compétitivité et ce serait surtout le cas dans un marché intérieur de petite taille comme le nôtre.

Le Conseil fédéral préfère miser sur des conditions-cadres solides et un environnement favorable à l'innovation. Je mentionne quelques instruments à notre disposition : l'agenda de politique économique ; la loi fédérale sur l'allègement des coûts de la réglementation pour les entreprises ; le paquet d'allègement récemment adopté ; les instruments de promotion de l'innovation notamment dans l'économie circulaire ; la recherche, le développement technologique et le soutien aux start-up ; les accords de libre-échange pour les marchés ouverts et un environnement propice à l'innovation. L'objectif est clair : la Suisse doit rester une place économique dynamique, innovante et attractive.

Vu l'ensemble de ces considérations, je vous prie aussi de ne pas adopter ce postulat.

J'en viens enfin à la motion Ryser 25.4340. Au début de mon intervention, je vous ai donné l'appréciation de la situation économique actuelle en Suisse. Les défis sont grands. Nous nous trouvons dans une période extrêmement volatile, mais les perspectives restent plutôt positives. La réduction des droits de douane américains élimine un désavantage concurrentiel important sur le marché américain et va donc soulager nos entreprises. Le Conseil fédéral a pris des mesures ciblées et efficaces à plusieurs reprises au cours des derniers mois. Il s'agit notamment de la prolongation de la durée maximale de la réduction de l'horaire de travail ainsi que de diverses simplifications dans les procédures de chômage partiel. En outre, l'offre en matière de promotion des exportations, par l'organisation Switzerland Global Enterprise, a été renforcée, notamment par l'élargissement des services d'information et par la possibilité d'obtenir une réduction de 20 pour cent sur les services de conseil. Innosuisse a, par exemple, lancé en juin 2025 un appel à projets pour les PME qui a été fortement utilisé et qui doit désormais être financé en conséquence. Certains cantons, par exemple Neuchâtel et le canton du Jura, particulièrement touchés, ont également pris leurs propres mesures de soutien et d'allègement. La nouvelle politique régionale continue à jouer un rôle important. Il n'est actuellement pas le bon moment pour des mesures supplémentaires. Le Conseil fédéral observera la situation de près. Il se tient toujours prêt en cas de détérioration de la situation.

Je vous recommande donc aussi de rejeter la motion Ryser.

Cottier Damien · Mit-M · Conseil national · Neuchâtel · Groupe libéral-radical

Monsieur le conseiller fédéral, je vous pose cette question, parce qu'elle m'a été posée en marge des débats. Concernant l'Assurance suisse contre les risques à l'exportation, la loi prévoit son autofinancement, soit que les primes payées par les assurés financent ce système, qui doit être équilibré sur le long terme. C'est ce qui se passe dans la réalité. Pouvez-vous confirmer ce modèle de financement ? Cela signifie que s'il y a de nouvelles prestations, comme je le demande par ma motion, aucun argent public n'est engagé, car c'est un système d'assurance classique.

Parmelin Guy · VPBR-M · Conseil fédéral · Vaud

Vous venez de décrire le système. Comme il y aura cette révision partielle de la loi, le Conseil fédéral analysera tous les paramètres, puisque le but est d'optimiser cela. Pour ce qui est d'obtenir de nouveaux moyens financiers de la part de la Confédération, vous connaissez la situation.

Michaud Gigon Sophie · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S

Monsieur le conseiller fédéral, j'ai l'impression que les réponses faites par l'administration fédérale sont toujours les mêmes, quelle que soit la demande faite depuis quelques années. Pourquoi l'avis du Conseil fédéral sur mon postulat fait-il référence à la politique industrielle des autres pays, qui échouerait, alors que j'ai justement précisé, en français et en allemand, que ce n'était pas ce que je demandais par mon postulat ?

Parmelin Guy · VPBR-M · Conseil fédéral · Vaud

D'une manière générale, Madame la conseillère nationale, force est de constater, même si certains ne sont pas d'accord, que, dans les pays qui ont mis en place des politiques industrielles, ces dernières manquent globalement d'efficacité. On peut reprocher beaucoup de choses au Conseil fédéral, mais le Conseil fédéral reste constant, et l'administration également, dans ses analyses. Dans le cadre de son avis sur votre postulat, il n'a pas vu d'évolution qui lui ferait changer sa position.

Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Le président (Page Pierre-André, président): Nous sommes arrivés au terme du débat et allons passer aux votes.