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Gemeinsame Behandlung «Dringliche Debatte»

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Nous allons traiter les interpellations urgentes concernant l'accord douanier entre la Suisse et les États-Unis.

Feller Olivier · Mit-M · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion

La déclaration d'intention qui a ramené de 39 à 15 pour cent les droits de douane américains, avec effet rétroactif au 14 novembre dernier, c'est bien, c'est mieux - comment ne pas être d'accord avec cette évidence ? -, mais ce n'est pas une victoire. Non seulement nous sommes passés de pratiquement zéro droit de douane à 15 pour cent aujourd'hui pour de nombreux produits exportés, mais les droits de douane américains de 50 pour cent qui frappent l'acier et l'aluminium, ainsi que leurs dérivés, pénalisent sérieusement les secteurs concernés.

Il fallait bien évidemment négocier, comme tous les autres pays l'ont fait. La situation démontre simplement, une fois de plus, qu'un pays n'a pas d'amis. La balance commerciale américaine est certes déficitaire avec la Suisse en ce qui concerne les biens, mais c'est l'inverse dans le domaine des services. Un peu de bonne foi sur cet élément n'aurait pas été superflue. Malheureusement, la bonne foi ne pèse rien dans les relations internationales ; rien dans une affaire d'intérêts et de rapports de force. Aucun de ces éléments ne doit être oublié ni négligé dans la perspective des négociations à venir concernant la transformation de la déclaration d'intention en un accord juridiquement contraignant. De nombreuses formulations de cette déclaration d'intention, qui brillent d'un certain flou diplomatique, méritent des éclaircissements.

Premier exemple : le point 5b de la déclaration d'intention prévoit que la Suisse et les États-Unis approfondissent leur coopération dans le domaine du contrôle des exportations et des sanctions américaines. Interrogé sur ce point, le Conseil fédéral confirme que les deux pays entendent renforcer leur coopération déjà existante dans ce domaine comme dans d'autres, mais que cela ne crée aucune obligation de reprendre des sanctions américaines. Alors nous aimerions bien savoir ce que signifie vraiment l'approfondissement de la coopération en matière de contrôle des exportations et de sanctions américaines, si cela n'a aucune conséquence concrète.

Deuxième exemple : le point 3a de la déclaration d'intention mentionne une évaluation réciproque de la conformité, notamment en ce qui concerne l'homologation des véhicules. Interrogé sur ce point, le Conseil fédéral précise que la Suisse et les États-Unis veulent traiter les organismes de certification établis sur le territoire de l'autre partie de la même manière qu'un organisme national. En d'autres termes, des normes américaines moins sévères que les nôtres, en particulier en matière environnementale, pourraient devenir applicables en Suisse.

Troisième exemple : le Conseil fédéral ne répond pas vraiment quand on lui demande quelles seront les conséquences pour la Suisse des investissements massifs promis aux États-Unis. Il se borne à relever qu'il développera les accords de libre-échange avec d'autres marchés, ce que nous saluons, et préservera des conditions-cadres favorables à la compétitivité des entreprises suisses, notamment par de nouvelles simplifications administratives dont on espère qu'elles auront un impact réel. En revanche, nous ne savons pas grand-chose des effets potentiels sur notre tissu économique. C'est d'autant plus préoccupant que la part la plus importante des investissements prévus aux États-Unis concerne l'industrie pharmaceutique, qui est le plus gros moteur de nos exportations, et qu'une entreprise pharmaceutique américaine, Pfizer, vient pour sa part d'annoncer la suppression de plusieurs centaines d'emplois sur notre territoire.

In seinen Antworten auf die zahlreichen Fragen aus allen politischen Lagern versichert der Bundesrat, die Souveränität der Schweiz bleibe uneingeschränkt gewahrt. Diese Gewissheit würden wir gerne im gleichen Mass teilen. Die heutige Abhängigkeit der Schweiz sowie der meisten europäischen Länder vom Rest der Welt gibt jedoch wenig Anlass zu Beruhigung. Nachdem wir wirtschaftlich zunehmend von Asien abhängig geworden sind, sind wir nun auch massivem Druck aus Washington ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass der Bundesrat die anstehenden Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten mit grösster Sorgfalt führt.

C'est dans cet esprit que le groupe libéral-radical remercie le Conseil fédéral pour l'importante action déployée au cours des derniers mois au profit de notre pays, de notre population et de notre économie et qu'il lui adresse ses voeux les meilleurs en vue des négociations à venir avec les États-Unis.

Bürgin Yvonne · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Ich danke dem Bundesrat für die Beantwortung der Interpellation und für die vorgenommenen Klarstellungen. Positiv hervorzuheben ist zunächst, dass die Senkung der amerikanischen Zusatzzölle auf 15 Prozent, rückwirkend per 14. November, für viele Schweizer Branchen eine spürbare Entlastung darstellt. Ebenfalls ist festzuhalten, dass die Aussenpolitischen Kommissionen wie auch unsere Delegationen dem Verhandlungsmandat zugestimmt haben, auch unter der Prämisse, dass ungewöhnliche Herausforderungen ungewöhnliche Massnahmen erfordern. Dies zeigt, dass pragmatische Lösungen möglich sind - eine Erfahrung, die man sich in gewissen Kreisen auch für das EU-Schweiz-Dossier wünschen würde.

Gleichzeitig bleiben jedoch zentrale Fragen offen. Trotz der wiederholten Betonung der Unverbindlichkeit des sogenannten Joint Statement hat dieses international und innenpolitisch den Eindruck eines bereits weit fortgeschrittenen Deals erzeugt. Wie es zu dieser Wahrnehmung kommen konnte und welche Lehren der Bundesrat daraus für die künftige Kommunikation zieht, bleibt unbeantwortet.

Bei der Rolle einzelner Unternehmer bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Selbst wenn es sich formell um eine private Initiative gehandelt hat, entfalten Treffen auf höchster politischer Ebene faktisch aussenwirtschaftliche Wirkung. Hier braucht es künftig klarere Leitplanken, um Transparenz, Zuständigkeiten und die Glaubwürdigkeit der offiziellen Verhandlungsführung zu sichern.

Aus Sicht der Mitte bleiben insbesondere folgende Punkte offen und klärungsbedürftig:

1. Investitionssicherheit: Die der US-amerikanischen Seite in Aussicht gestellten Investitionen der Privatwirtschaft in der Höhe von rund 200 Milliarden Franken dürfen keinerlei Verpflichtungen oder Haftungsrisiken für die Schweiz nach sich ziehen, falls Investitionen ganz oder teilweise nicht realisiert werden.

2. Steuer- und Sanktionshoheit: Die Schweiz muss ihre Steuerhoheit, insbesondere im digitalen Bereich, sowie ihre eigenständige Sanktionshoheit uneingeschränkt behalten. Jede Einschränkung dieser Kompetenzen würde die nationale Handlungsfähigkeit schwächen.

3. Digitale Selbstbestimmung: Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität dürfen bei der Umsetzung allfälliger Vereinbarungen nicht kompromittiert werden. Diese Prinzipien sind konsequent zu wahren, auch wenn die USA andere Prioritäten setzen.

4. Parlamentarische Mitwirkung: Sollte es zu einer Ausweitung oder substanziellen Anpassung des Verhandlungsmandats kommen, muss das Parlament nicht nur informiert, sondern aktiv konsultiert werden. Nur so sind demokratische Kontrolle und Legitimität gewährleistet.

Schliesslich bleiben auch im Agrarbereich politische Sensibilitäten bestehen. Der Hinweis auf WTO-Konformität ersetzt keine sorgfältige politische Folgenabschätzung für betroffene Produzentinnen und Produzenten und mögliche Begleitmassnahmen.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Die Antworten des Bundesrates schaffen punktuell Klarheit, lassen jedoch zentrale Bedenken bestehen bleiben. Für das Parlament ist entscheidend, dass Transparenz nicht nur zugesichert, sondern gelebt wird, dass die parlamentarische Mitsprache tatsächlich gewährleistet bleibt und dass die Interessen des Wirtschafts- und Produktionsstandorts Schweiz in den weiteren Schritten nicht relativiert oder stillschweigend preisgegeben werden. Gerade angesichts der aussenpolitischen Tragweite ist hier höchste Sorgfalt geboten.

Trede Aline · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Als wir von der Reduktion der US-Zölle auf 15 Prozent gehört haben, hat die Industrie aufgeatmet. Obwohl eine sehr kleine Branche betroffen ist, diese aber sehr stark, gab es grundsätzlich ein Aufatmen, weil die ganze Debatte eine grössere Verunsicherung ausgelöst hatte. Es gibt für die betroffenen Branchen wieder etwas mehr Luft, sie atmen mehr, sie können sich aufs Geschäft konzentrieren. Die Frage ist aber, zu welchem Preis diese Zollsenkung erkauft wird. Diese Frage müssen wir heute hier diskutieren.

Es geht nicht nur um die Reduktion der Zölle, es geht auch um politische Prioritäten, um demokratische Verfahren und um die Frage, wie souverän dieses Land in Zukunft noch entscheiden kann und will. Der geplante Zolldeal mit den Vereinigten Staaten ist mehr als ein technisches Handelsabkommen. Es geht um Investitionszusagen in gigantischem Ausmass, um regulatorische Weichenstellungen und um politische Vorwegnahmen.

1. Die angekündigten Investitionen: 200 Milliarden US-Dollar sollen Schweizer Firmen in den USA investieren. Das bedeutet gleichzeitig, dass diese Investitionen nicht an einem anderen Ort, auch nicht in der Schweiz, getätigt werden. Es ist ein Entscheid für die USA, aber auch gegen die Schweiz, mit Konsequenzen für unser Land in Bezug auf Arbeitsplätze, Forschung und die Wertschöpfung in unserem Land. Solche massiven Investitionen sind ein industriepolitisches Signal und werden mittelfristig zu einem Standortnachteil für unser Land.

2. Die grosse Diskussion über Demokratie und Regulierung: Der Bundesrat will auf Druck der USA auf eine Digitalsteuer verzichten. Das ist nicht nur eine politische Vorentscheidung, die einen Entscheid dieses Parlamentes vorwegnimmt, es ist auch inhaltlich schwer nachzuvollziehen, denn die grossen Technologiekonzerne haben sich in verschiedenen Märkten durchgesetzt. Ob Online-Handel, Cloud-Dienstleistungen, soziale Medien oder digitale Werbung: Ihre wirtschaftliche Macht ist enorm, ihr Steuerbeitrag jedoch sehr klein, und da braucht es unbedingt eine Korrektur. Das internationale Umfeld verändert sich aktuell sehr. Die Frage der Besteuerung globaler Digitalkonzerne gehört deshalb zuerst in dieses Parlament, in das Schweizer Parlament, dann können wir weiterdiskutieren. Aber schlussendlich müsste auch das Volk etwas dazu zu sagen haben. Es sind keine bilateralen Verhandlungen, wenn wirtschaftlicher Druck demokratische Prozesse unterläuft. Gerade für die aktuelle Medienlandschaft, die für unsere direkte Demokratie enorm wichtig ist, ist es entscheidend, dass wir über diese Digitalsteuer für die Digitalkonzerne sprechen.

3. Die Landwirtschaft und der Konsumentenschutz: Die angedeuteten Marktöffnungen im Agrarbereich sind besonders besorgniserregend, weil die USA unsere Lebensmittelstandards als Handelshemmnisse betrachten. Das ist eine gefährliche Verschiebung der Perspektive, weil unsere Lebensmittelgesetzgebung dem Schutz unserer Gesundheit, der Umwelt, dem Tierwohl und auch unserer Landwirtschaft dient. Sie ist kein Handelshemmnis, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Entscheidungen. Nehmen wir das berühmte Beispiel der Chlorhühner. Chlorbehandeltes Geflügel ist in der Schweiz aus guten Gründen verboten. Es kann also nicht sein, dass wegen handelspolitischen Drucks wissenschaftliche Grundlagen neu bewertet werden und ein solcher Import plötzlich möglich sein soll. Das hätte für die Konsumentinnen und Konsumenten, für die Umwelt, für den Tierschutz und für unsere Bäuerinnen und Bauern, die schon heute unter einem sehr grossen Preisdruck leiden, massive Folgen. Eine Marktöffnung ohne gleiche Standards ist kein fairer Handel, sondern ein Angriff auf die Schweizer Landwirtschaft. Eine solche Absenkung werden wir nicht mittragen.

Handelspolitik darf nicht zur Hintertür werden, um innenpolitische Entscheidungen vorwegzunehmen, weder bei den Steuern noch bei der Landwirtschaft oder der Mobilität. Wir wollen, dass es transparent wird, dass wir diese Verhandlungsmandate auch sehen können. Ich bitte den Bundesrat, dass wir zumindest das Verhandlungsmandat besprechen können, wie das auch beispielsweise bei den Bilateralen gemacht wurde, damit wir hier ganz konkret darüber diskutieren können, was wir in der Schweiz wollen und was wir zuerst in diesem Parlament diskutieren wollen, und damit wir nachher auch die Bevölkerung dazu befragen können.

Büchel Roland Rino · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Geschätzte Kollegin Trede, Sie haben den Riesenfortschritt, den der Wirtschaftsminister und das "Team Switzerland" erreicht haben, kleingeredet und gesagt, nur kleine Branchen seien betroffen. Sind für Sie die Uhrenindustrie im Jura oder die Hightech-Industrie im St. Galler Rheintal, bei denen es wirklich um Zehntausende Arbeitsplätze geht, negligierbare kleine Branchen?

Trede Aline · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Nein, entschuldigen Sie, Herr Kollege Büchel, dann haben Sie mich falsch verstanden. Es sind nicht kleine Branchen, es sind wenige Branchen, die stark betroffen sind. Ich habe gesagt, es sind nicht alle gleich betroffen. Es sind wenige Branchen betroffen, diese aber sehr stark. Dazu gehört beispielsweise natürlich die Uhrenindustrie. Ich habe es auch nicht ganz so kleingeredet. Aber ich finde trotzdem, die Ambition hätte sein sollen, noch viel mehr rauszuholen. 15 Prozent ist immer noch ein sehr hoher Zoll. Wenn man sich vielleicht noch mit mehr schweizerischem Rückgrat in diesem ganzen Prozess weiterbewegt hätte, hätte man vielleicht noch eine grössere Senkung der Zölle rausholen können. Da hätte ich mir mehr Ambition gewünscht. Aber zur Antwort auf Ihre erste Frage: Da haben Sie mich falsch verstanden, ich will für diese Branchen, die wirklich betroffen sind, nichts kleinreden.

Egger Mike · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Geschätzte Frau Kollegin Trede, Sie haben ausgeführt, man hätte beim Zolldeal mehr herausholen sollen. Aber handelsbereinigt hat die Schweiz ja von allen modernen Industrieländern mit 6,9 Prozent den tiefsten Zollsatz. Was sagen Sie dazu?

Trede Aline · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Ich weiss nicht, wie es Ihnen ergangen ist, als Sie die Bilder gesehen haben mit diesen Menschen dort, die nicht einmal Politikerinnen und Politiker sind, die nicht wirklich für ein Verhandlungsmandat verantwortlich sind, mit irgendwelchen Gaben, die dann noch auf diesem Tisch lagen und fotografiert wurden und in die Zeitung kamen. Das ist das Bild, das die Schweiz in den USA abgab. Ich weiss nicht, wie es Ihnen ergangen ist, aber das möchte ich nicht als Bild von meinem Land haben.

Ich finde, wir hätten viel mehr mit wirklich schweizerischen Werten in diese Verhandlungen gehen sollen, ein anderes Bild abgeben sollen. Dann - da bin ich überzeugt - hätten wir vielleicht auch mit mehr Rückgrat einen noch tieferen Zoll herausholen können.

Grüter Franz · Mit-M · Nationalrat · Luzern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Frau Kollegin Trede, könnten Sie die Frage von Herrn Egger noch beantworten? Es gibt ja riesige Ausnahmen, die Flugzeugindustrie, Gold, Kaffee usw. Grosse Bereiche sind ausgenommen, und handelsbereinigt beträgt der Zollsatz tatsächlich nur 6,9 Prozent. Können Sie das noch bestätigen?

Trede Aline · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Wenn Sie das so finden und mit dem zufrieden sind, ist das doch ganz okay. Was ich nicht verstehen kann, ist, dass Sie sich mit diesem Verhandlungsmandat - wenn wir es denn auch mal ganz genau sehen werden - zufriedengeben können. Ich glaube nicht, dass es im Sinne unserer Bevölkerung ist.

Nicolet Jacques · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Chère collègue Trede, vous avez évoqué le choc d'avoir vu des entrepreneurs suisses offrir des cadeaux au gouvernement américain. Depuis quand cette pratique est-elle interdite ?

Trede Aline · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Das werden wir sehen; das wird eine gerichtliche Entscheidung sein. Das Ganze hat aber eben noch eine andere Ebene. Es geht auch um unser Image, also darum, was die Bilder, die davon zu sehen waren, über die Schweiz aussagen. Das eine ist das Juristische, das andere ist das, was es für das Image unseres Landes bedeutet.

N'avez-vous pas été choqué ?

Portmann Hans-Peter · Mit-M · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Geschätzte Kollegin, einerseits wollen Sie die Interessen der Schweiz vertreten oder stützen. Das wollen wir auch. Andererseits wollen Sie das Verhandlungsmandat sehen. Können Sie mir bestätigen, dass man, wenn ein Verhandlungsmandat öffentlich ist und die Gegenseite es kennt, eigentlich gar nicht verhandeln gehen muss und bereits am Anfang der Verhandlung im Nachteil ist, in diesem Fall also die Interessen der Schweiz nicht mehr wirklich schützen kann?

Trede Aline · Mit-F · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion

Nein, das kann ich Ihnen so nicht bestätigen. Sie wissen, wir stehen immer für Transparenz, egal in welchem Verhältnis. Natürlich gibt es Dinge, die hinter verschlossenen Türen verhandelt werden - aber danach können sie öffentlich gemacht werden. Und es gibt hier ganz viele Punkte, die unser Land betreffen, die in der Verantwortung unseres Parlamentes liegen und die wir besprechen müssen. Das ist für mich der direkte und demokratische Prozess. Und deshalb wollen wir wissen, was verhandelt wird.

Wermuth Cédric · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Sozialdemokratische Fraktion

Ich kann nahtlos an die Diskussion von vorhin anschliessen. Ich bin sehr froh, Herr Egger und Kollegen, dass Sie seitens der SVP-Fraktion Fragen gestellt haben. Die SVP ist die einzige Partei, deren Fraktion keine Interpellation eingereicht hat und deren Fraktions- und Parteiführung hier abwesend ist. Ich hatte schon den Eindruck, der Industriestandort Schweiz würde Ihre Fraktion nicht interessieren. Ich bin froh, haben Sie das etwas korrigiert.

Um beim Positiven anzufangen: Ich bin einverstanden, die 15 Prozent sind selbstverständlich ein Fortschritt. Das gehört gewürdigt. Man muss allerdings auch sagen: Wir sind jetzt dort, wo andere Nationen bereits im Frühjahr waren. Der Bundesrat muss einen Teil der Verantwortung eben schon auf sich nehmen, er ist mit seiner Anbiederungsstrategie in einer ersten Phase gescheitert. Die Krise, die wir in den letzten Monaten hatten, war auch eine Krise der falschen Verhandlungstaktik.

Für die Zukunft müssen wir uns schon bewusst sein, mit welchem Regime oder welchem Charakter eines Regimes wir es zu tun haben. In der vergleichenden Faschismusforschung und -analyse ist man sich nicht ganz einig, aber es gibt zwei Elemente, die eigentlich alle Ansätze teilen:

1. Faschistische Bewegungen verwenden einen nationalen Erweckungsmythos. Man muss wieder zurück zur Stärke, die es gab, bevor die Frauen, die Linken, die LGBT-Bewegung, die Migrantinnen und Migranten das Land schwach gemacht haben.

2. Man muss willkürliche Gewalt einsetzen, um die soziale Ordnung im Inneren und im Äusseren zu erhalten, weil es um die Zerstörung des Rechtsstaates geht.

Wenn man diese Definition nimmt, ist es relativ schwierig, nicht einzusehen, dass wir es in den USA mit einer neofaschistischen Regierung zu tun haben. Das bedeutet, dass die Willkür eben Methode ist und selbstverständlich auch bleiben wird, wenn wir hier einen Deal unterschreiben.

Der US-Wirtschaftsexperte Paul Krugman hat letzthin die amerikanische Regierung als digitalen Narco-Staat bezeichnet - das ist nicht meine Erfindung. Was er damit meint: Die Methode ist zuerst dreinschlagen und dann fragen, wie man das bei Schutzgelderpressungen der Mafia entsprechend auch kennt. Deshalb verwundert mich die Zuversicht des Bundesrates, in Zukunft zu wissen, was geschehen werde. Wir können hier verhandeln, was wir wollen: Mit dieser Willkür müssen wir mittelfristig rechnen, und das muss uns Sorgen machen.

Es gibt eben einen entscheidenden Unterschied zwischen dem alten Imperialismus der USA und dem neuen. Natürlich, das gab es alles schon, die Amerikaner haben schon früher Wirtschaftsinteressen gegen Europa durchgesetzt; aber das war immerhin unter der Ankündigung der Pax Americana, der Stärkung der internationalen Regeln, das war zumindest das offizielle Ziel. Heute geht es, wenn Sie so wollen, um die Discordia Americana, die Zerstörung der internationalen Ordnung, um das Chaos. Als Kleinstaat Schweiz betrifft uns das direkt, und das macht die Ausgangslage so gefährlich. Deshalb bitten wir den Bundesrat, in Zukunft mindestens drei Dinge in diese Verhandlungen mitzunehmen:

1. Es kann nicht sein - das wurde von Vorrednerinnen und Vorrednern schon erwähnt -, dass wir einen Diktatvertrag akzeptieren. Es ist ein bisschen ironisch, in welcher Art und Weise wir heute schon die anstehenden Bilateralen III diskutieren und öffentlich als Unterwerfungsvertrag oder Ähnliches bezeichnen, während wir hier riskieren, unter das formelle Diktat der Amerikaner zu geraten. Das dürfen wir nicht akzeptieren. Unsere primären Partnerinnen und Partner in dieser geopolitischen Situation sind unsere europäischen Nachbarinnen und Nachbarn. Nur auf sie ist Verlass, und dort muss auch die strategische Priorität des Bundesrates liegen.

2. Wir erwarten vom Bundesrat auch eine klare Haltung gegenüber der amerikanischen Regierung. Lesen Sie die nationale Sicherheitsstrategie, die in den letzten Tagen publiziert wurde. Die Amerikaner sagen dort klar: Das Ziel ist die Zerstörung der europäischen Einheit; das Ziel ist die Einmischung in die inneren Angelegenheiten der europäischen Staaten. Es steht schwarz auf weiss: Man will nationalistische, fremdenfeindliche, antieuropäische Parteien systematisch fördern. Es ist kein Zufall, dass die amerikanische Regierung ausgerechnet die liberale Bundespräsidentin öffentlich fertiggemacht hat. Das ist Teil dieser Strategie, das ist schon eine Einmischung in die innere Politik der Schweiz, und der Bundesrat muss das deutlich zurückweisen.

3. Ich bitte den Herrn Bundesrat, die Sorgen der Bevölkerung mitzunehmen. Wenn Novartis im Kanton Aargau Hunderte von Stellen abbaut, der Bundesrat darob mit den Schultern zuckt und sagt, das sei jetzt halt die neue Realität, aber Industriepolitik im Auftrag der amerikanischen Regierung macht, dann verliert die Bevölkerung hierzulande das Vertrauen. Das darf nicht geschehen. Das primäre Ziel muss die Stärkung der schweizerischen Industrie sein. Heute hat man den Eindruck, es gehe mehr um amerikanische als um schweizerische Industriepolitik, und das ist verheerend für die Glaubwürdigkeit des Systems.

Gredig Corina · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion

Vielleicht haben Sie es gelesen: Nur "Frauen-Nati" hat "Zollhammer" als Deutschschweizer Wort des Jahres geschlagen. Das ist erfreulich, denn es zeigt immerhin, dass Leistung und Teamgeist Strafzölle zumindest noch sprachlich schlagen. Dass "Zollhammer" überhaupt auf dem Podest steht, sagt mehr über den Zustand der Weltwirtschaft aus als jede Statistik. Zölle als massives aussen- und wirtschaftspolitisches Druckmittel sind zurück. Die US-Regierung handelt heute so und morgen anders. Sie ist absolut unberechenbar geworden. Was 2026 wirklich gelten wird, weiss heute niemand. Die Spielregeln können sich jederzeit ändern, das haben die letzten Monate gezeigt. Für uns als offene Volkswirtschaft ist dies selbstverständlich äusserst problematisch. Wer den Schaden begrenzen will, muss auch unter schlechten Voraussetzungen handeln.

Die Verhandlungen mit den USA waren respektive sind deshalb zwingend für die betroffenen Unternehmen und für die Arbeitsplätze. Ein Zoll von 15 Prozent ist besser als ein Zoll von 39 Prozent. Das ist keine Ideologie, das ist schlicht und einfach Arithmetik. Gleichzeitig gilt: Es ist Schadenbegrenzung, es ist keine Strategie, keine langfristige Lösung. Der Zollhammer zeigt, dass wirtschaftliche Handlungsspielräume schnell schrumpfen können. Die Antwort darauf kann nicht sein, jeweils einfach auf den nächsten Deal zu hoffen. Hoffen ist keine Wirtschaftspolitik, ist keine Aussenpolitik. Die Antwort heisst: Alternativen schaffen.

Wirtschaftliche Resilienz entsteht nicht durch Abschottung, sondern durch Optionen. Diese Optionen liegen für die Schweiz in erster Linie in Europa. Der europäische Binnenmarkt ist ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit klaren Spielregeln. Mit den Bilateralen III haben wir die Möglichkeit, weiterhin an diesem europäischen Wirtschaftsraum teilzunehmen. Wer darin tätig ist, produziert in einem einheitlichen Rahmen, verkauft grenzüberschreitend ohne neue Hürden und weiss: Streitigkeiten werden vor Gerichten geklärt und nicht am Verhandlungstisch eines Präsidenten. Genau das macht den Unterschied. Ein Binnenmarkt senkt nicht nur Zölle, er senkt vor allem auch die Unsicherheit. Diese senken wir mit den Bilateralen III. Für eine exportorientierte Volkswirtschaft ist das kein Nebenaspekt, sondern ein zentraler Standortvorteil. Wer in diesen Wirtschaftsraum verlässlich eingebunden ist, verhandelt auch mit anderen globalen Partnern anders, auch mit den unberechenbaren USA - nicht lauter, aber stabiler.

Der Zollhammer ist kein Ausrutscher, sondern ein Vorgeschmack. Wer glaubt, das erledige sich von selbst, der setzt auf das Prinzip Hoffnung. Das sollten wir hier nicht tun. Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir verhandeln müssen - das müssen wir. Die entscheidende Frage ist, aus welcher Position heraus wir in Zukunft verhandeln. Mit wenigen Optionen gibt es mehr Druck, mit vielen Optionen können wir besser auf Augenhöhe verhandeln.

Genau deshalb wird 2026 auch für uns ein Schlüsseljahr. Wir haben es in diesem Rat in der Hand, bestmögliche Voraussetzungen für Alternativen zu schaffen. Wir können Druck aus dieser Situation nehmen, indem wir die Bilateralen III behandeln und zu einem Abschluss bringen. So hat unsere Wirtschaft bessere Rahmenbedingungen, optimale Rahmenbedingungen, um auf dieses schwierige internationale Umfeld reagieren zu können.

Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt

Permettez-moi d'abord de rappeler qu'il est dans l'intérêt fondamental de notre économie de maintenir des relations stables et constructives avec notre premier marché d'exportation hors de l'Union européenne. La présente déclaration d'intention poursuit précisément cet objectif. Elle place la Suisse dans une position sensiblement plus favorable pour dialoguer avec les autorités américaines, notamment en ramenant les droits de douane additionnels de 39 à 15 pour cent. Pour nos entreprises et par ricochet, pour les régions et les cantons, surtout pour les emplois concernés, cette différence est décisive. Cela ne signifie nullement que la politique économique extérieure de la Suisse se recentrerait exclusivement sur les États-Unis. Bien au contraire, en tant qu'économie ouverte exportatrice, la Suisse doit pouvoir entretenir des relations fortes avec l'ensemble de ses partenaires commerciaux majeurs. C'est pourquoi le Conseil fédéral oeuvre, simultanément, à la consolidation de nos relations avec les États-Unis, à la stabilisation du cadre bilatéral avec l'Union européenne et à la modernisation de l'accord de libre-échange avec la Chine. S'y ajoutent des efforts continus visant à diversifier nos relations commerciales, conformément à la stratégie de politique économique extérieure suivie de longue date. Il ne serait ni cohérent ni utile d'opposer ces différents axes d'action. Ils se complètent et sont indispensables à la prospérité de notre pays.

Concernant la mise en oeuvre, la semaine passée, les concessions d'accès au marché prévues dans le cadre des négociations ont été mises en oeuvre par la Suisse et les États-Unis. Dans ce contexte, il a été convenu que les baisses tarifaires s'appliquent rétroactivement dans les deux pays, à compter de la date de publication du "Joint Statement", soit le 14 novembre 2025. Cette application rétroactive implique des restitutions potentielles de droits de douane. Pour les entreprises suisses, les montants remboursables sont substantiels, particulièrement en cette période précédant Noël et la clôture de l'exercice annuel. On peut penser aux exportations horlogères et fromagères, mais également aux machines et aux avions. Du côté suisse, les remboursements concernent exclusivement des importations agricoles en provenance des États-Unis et resteront donc relativement modestes. Du côté américain, ils pourraient représenter quelques centaines de milliers de francs, tandis que les exportateurs suisses pourraient percevoir plusieurs centaines de millions de francs sur les seuls mois en cours.

J'en viens aux interpellations.

Wir können zum jetzigen Zeitpunkt mit dem erzielten Ergebnis sehr zufrieden sein. Wir unterstützen unsere Exportwirtschaft konkret. Wir helfen den Unternehmen, Arbeitsplätze zu erhalten. Unsere Exporte in die Vereinigten Staaten bleiben im Vergleich zu solchen aus anderen Exportländern wettbewerbsfähig. Damit tragen wir dazu bei, den Wohlstand in der Schweiz zu erhalten.

Ich habe zahlreiche Fragen von Ihnen erhalten und möchte diese ausführlich beantworten. Gestatten Sie mir jedoch zuvor eine allgemeine Bemerkung zu etwas, was vielen von Ihnen und auch mir am Herzen liegt: Das Parlament bleibt völlig frei. Was wir heute haben, ist eine unverbindliche Absichtserklärung, die vom Bundesrat auf der Grundlage eines von den Aussenpolitischen Kommissionen genehmigten Mandats abgeschlossen wurde. Die zuständigen Kommissionen des Parlamentes wurden während der Verhandlungen mehrfach informiert. Für den nächsten Schritt, die Aushandlung eines rechtsverbindlichen Abkommens mit den USA, gelten dieselben Regeln wie für jedes andere wichtige internationale Abkommen, beispielsweise ein Freihandelsabkommen: Information und Konsultation der Kommissionen, Zustimmung durch das Parlament und gegebenenfalls ein Referendum.

Le Parlement conservera donc pleinement son rôle et sa responsabilité tout au long de ce processus.

Le Conseil fédéral a agi rapidement pour protéger notre économie. Il a obtenu une réduction substantielle des droits de douane américains et il a renforcé la sécurité de planification pour nos entreprises.

Je souhaite maintenant répondre en détail à vos questions au sujet de la déclaration d'intention et des prochaines étapes de négociation avec les États-Unis. Pour faciliter le suivi, j'ai classé les réponses en fonction de thèmes. Je vais commencer par le thème "Joint Statement". Cela concerne les interpellations 25.4438, "Droits de douane. Quelle suite donner à la dernière décision du président Trump ?", et 25.4441, "Accord douanier entre la Suisse et les États-Unis. Clarifier les responsabilités et garantir nos intérêts".

La réduction des droits de douane entrera en vigueur avec effet rétroactif au 14 novembre 2025. Le "Joint Statement of a Framework for a United States - Switzerland - Liechtenstein Agreement on Fair, Balanced, and Reciprocal Trade" est le résultat de négociations intensives. La portée thématique qu'il contient découle de ces discussions et reflète les préoccupations et demandes des deux parties. La Suisse ne s'est pas écartée du mandat soumis pour consultation aux Commissions de politique extérieure et aux cantons, ni pendant les négociations ni dans le résultat final. Comme formulé dans le texte du "Joint Statement", le résultat esquisse les domaines possibles d'une future négociation en vue d'un accord juridiquement contraignant.

L'idée d'une rencontre avec des entrepreneurs suisses à la Maison-Blanche est née de différentes discussions, y compris entre l'administration et les différents entrepreneurs. Ceux-ci ont ensuite pris de manière autonome l'initiative d'organiser une rencontre. Ce sont aussi ces entrepreneurs qui ont pris les dispositions nécessaires. À leur demande, le Secrétariat d'État à l'économie leur a fourni, avant la rencontre, une feuille d'orientation générale concernant l'état d'avancement des négociations officielles. Le document qui leur a été remis ne contenait aucune information sur le détail des négociations. Le Conseil fédéral avait été informé que des chefs d'entreprises suisses avaient sollicité et obtenu une rencontre avec le président Trump. Leur objectif était de sensibiliser ce dernier aux effets des surtaxes américaines sur leurs entreprises et sur l'économie suisse en général. Cette rencontre, je le répète, relevait d'une initiative privée de chefs d'entreprises suisses, indépendante des négociations officielles conduites par la Suisse avec les États-Unis. À ce moment-là, il n'y avait aucun résultat de négociation acceptable qui était disponible. De plus, le Conseil fédéral tenait, au mois de mai, à respecter le processus politique interne applicable. En vertu des dispositions légales, il lui fallait, à cette fin, adopter un mandat de négociation qui ait été soumis, au préalable, aux Commissions de politique extérieure et à la Conférence des gouvernements cantonaux pour consultation.

Concernant le point 5b du "Joint Statement", la Suisse coopère déjà avec les États-Unis dans le domaine du contrôle des exportations et des sanctions. La déclaration d'intention précise que la Suisse et les États-Unis entendent renforcer leur coopération déjà existante en matière de sécurité économique, de contrôle de l'exportation et de sanctions. L'intention de coopérer est également mentionnée dans les domaines des chaînes d'approvisionnement et des investissements étrangers. Le Parlement devrait adopter, durant la session d'hiver en cours, la loi fédérale sur l'examen des investissements étrangers, ce qui répondra également à une autre demande des États-Unis. La déclaration d'intention ne crée aucune obligation de reprendre des sanctions ou des mesures américaines contre des États tiers. La souveraineté et la neutralité de la Suisse restent pleinement garanties.

J'en viens maintenant au deuxième thème évoqué dans les différentes questions posées dans les interventions, les investissements.

La Confédération n'investit pas aux États-Unis. Ce sont des entreprises suisses qui prévoient d'y investir 200 milliards de dollars au cours des 5 prochaines années. Ces décisions relèvent exclusivement de leur responsabilité et reposent en principe sur des plans établis bien avant l'adoption de la déclaration d'intention commune. L'inclusion d'autres États européens ou de l'Union européenne dans les négociations n'aurait de toute façon eu aucun effet sur le volume de ces investissements privés aux États-Unis. Les investissements mentionnés sont des décisions entrepreneuriales visant l'expansion des capacités aux États-Unis et s'inscrivant dans une logique économique. Ces fonds ne seraient guère investis en Suisse s'ils ne l'étaient pas aux États-Unis.

Par ailleurs, l'économie suisse, vous le savez, est fortement intégrée dans les chaînes de valeur mondiale et présente, en proportion du PIB, un niveau élevé d'investissements directs depuis plusieurs années, tant pour les investissements suisses à l'étranger que pour les investissements étrangers en Suisse. Elle profite largement de cette interdépendance internationale. Les investissements annoncés par les entreprises suisses aux États-Unis visent principalement à produire localement pour répondre aux exigences réglementaires et aux conditions du marché américain, plutôt qu'à délocaliser des activités existantes depuis la Suisse. Grâce à des avantages concurrentiels clairs, des fonctions centrales telles que la recherche, le développement et les activités hautement qualifiées restent solidement ancrées en Suisse. L'expérience nous montre aussi qu'une présence internationale produit souvent des retombées positives pour le site suisse en renforçant investissement et emploi.

Avec son ouverture, sa stabilité, une réglementation relativement légère, une infrastructure fiable ainsi qu'un excellent environnement éducatif et scientifique, la Suisse continue d'offrir un cadre très attractif pour l'innovation et l'investissement. Le Conseil fédéral entend préserver ce modèle de réussite et le renforcer par des réformes ciblées. À cet effet, il a adopté le 26 novembre dernier un paquet de mesures concrètes visant à alléger la charge administrative réglementaire des entreprises ; 28 mesures relevant de différents domaines, auxquelles s'ajoutent 32 mesures supplémentaires mises en oeuvre directement par les départements compétents. Les éventuels effets négatifs des investissements annoncés aux États-Unis sur l'attractivité du site suisse devraient dès lors rester limités.

Toujours au niveau des investissements : dans le cadre de la déclaration d'intention, les États-Unis limiteront les droits de douane additionnels spécifiques appliqués aux importations suisses à 15 pour cent "all inclusive". Cela apporte aux entreprises davantage de sécurité de planification. Cela supprime un désavantage concurrentiel majeur face aux exportateurs d'autres pays tels que les États de l'Union européenne, le Japon ou la Corée. Cela évite aussi la délocalisation de production vers ces autres États. Simultanément, les entreprises suisses obtiennent un avantage compétitif face à celles provenant de pays n'ayant pas conclu d'accord comparable ou ayant accepté des niveaux plus élevés de droits additionnels. Dans l'ensemble, on peut dire que les perspectives pour les exportateurs suisses sont nettement meilleures que si un taux de 39 pour cent avait été appliqué.

Concernant les effets sur les cantons, la base fiscale cantonale est assurée à long terme en maintenant des entreprises en Suisse, en créant des conditions favorables pour l'innovation et l'emploi. Le Conseil fédéral prend en compte les intérêts des cantons et d'autres parties prenantes dans toutes ses négociations internationales.

Indépendamment de la déclaration d'intention, plusieurs entreprises prévoient déjà d'accroître leur production aux États-Unis. Les biens destinés au marché américain seront davantage produits sur le sol américain. Cette évolution que l'on observe à l'échelle mondiale correspond à une tendance déjà installée de longue date qui consiste à rapprocher la production des clients. La préservation de conditions-cadres favorables à la compétitivité des entreprises suisses est une tâche permanente du Conseil fédéral, qui la poursuit notamment au moyen de son agenda de politique économique. On peut citer, à titre d'exemple, un cadre politique et économique stable, des coûts d'énergie compétitifs, l'accroissement du potentiel de main-d'oeuvre et de spécialistes ainsi que la conclusion d'accords de libre-échange pour accroître nos exportations vers d'autres marchés. En outre, le Conseil fédéral a adopté tout un train de mesures le 26 novembre dernier, mesures concrètes visant à alléger la charge administrative et réglementaire pesant sur les entreprises.

Le Conseil fédéral est de l'avis qu'une politique d'ouverture aux investissements est essentielle pour l'économie suisse et donc pour la prospérité de la population. Il a régulièrement souligné les coûts qui seraient liés à un contrôle systématique des investissements, et constate avec satisfaction que le Parlement entend suivre largement son projet de loi ciblé et allégé. La déclaration d'intention entre la Suisse et les États-Unis ne contient aucune obligation de reprendre des mesures à l'égard de pays tiers. Le "investment pledge" de 200 milliards de dollars, je le répète, repose sur des annonces d'investissement agrégées de plusieurs entreprises et couvre l'ensemble des secteurs. Le Conseil fédéral ne dispose pas d'informations exhaustives sur tous les investissements et plans d'investissement de sociétés et de particuliers suisses aux États-Unis. Les investissements suisses ne faisaient pas partie de la déclaration d'intention avec les États-Unis.

J'en viens au thème de l'agriculture. Cela concerne les questions des interpellations 25.4438 et 25.4441. Le Conseil fédéral prévoit de ramener à zéro les droits de douane appliqués par la Suisse sur les poissons, les produits de mer et certains produits agricoles américains. Il s'agit notamment de certaines catégories de fruits, de diverses noix fraîches ou séchées, de certaines boissons alcoolisées, de préparations alimentaires telles que les compléments nutritionnels, de produits du tabac et de café, en majorité des produits d'origine tropicale. Pour les principaux intérêts agricoles américains, des solutions ont été trouvées, qui respectent les sensibilités de la politique agricole suisse. À cet effet, la Suisse accordera aux États-Unis des contingents bilatéraux annuels exempts de droits - vous le savez : 500 tonnes pour la viande de boeuf, 1000 tonnes pour le bison, 1500 tonnes pour la volaille. Les concessions octroyées concernent des produits agricoles non sensibles sur le plan de la politique agricole ou alors des quantités qui peuvent être attribuées dans le cadre des contingents de l'Organisation mondiale du commerce et ne devraient donc avoir aucun impact significatif sur la production agricole suisse.

J'en viens aux thèmes non tarifaires ; cela concerne les interpellations 25.4441, 25.4443, 25.4449 et 25.4438. La négociation de l'accord commercial juridiquement contraignant n'a pas encore commencé. Il n'est donc pas possible de fournir des précisions quant à son contenu ni quant à d'éventuelles adaptations du droit national. Le nouveau mandat de négociation a été soumis hier et avant-hier aux deux Commissions de politique extérieure et il sera soumis ce vendredi à la Conférence des gouvernements cantonaux pour consultation conformément à la loi. La législation alimentaire suisse définit les procédés de production autorisés. Le traitement des volailles à l'aide de chlore ou d'autres agents chimiques à des fins de désinfection en fin d'abattage n'est actuellement pas permis en Suisse conformément à l'ordonnance du DFI sur les procédés et les auxiliaires technologiques utilisés pour le traitement des denrées alimentaires. La réglementation suisse est aujourd'hui alignée sur celle de l'Union européenne.

Dans le cadre des discussions en cours avec les États-Unis, la Suisse examinera la base scientifique de certaines mesures sanitaires que les États-Unis considèrent comme des entraves commerciales injustifiées. Le résultat des négociations et toute adaptation législative éventuelle seront soumis aux procédures requises. Le résultat devra respecter les engagements constitutionnels, les engagements internationaux de la Suisse, notamment les accords bilatéraux existants avec l'Union européenne, ainsi que le paquet visant à stabiliser et développer nos futures relations avec l'Union européenne.

Des simplifications dans la reconnaissance des normes américaines relatives à l'homologation des voitures particulières sont examinées avec les États-Unis. Dans les prochaines discussions, le Conseil fédéral évaluera dans quelles mesures les normes américaines mentionnées répondent aux exigences suisses. La Suisse s'appuie d'ailleurs déjà aujourd'hui sur certains "Federal Motor Vehicle Safety Standards" pour l'homologation des véhicules. Conformément au point 3a de la déclaration d'intention, la Suisse et les États-Unis veulent traiter les organismes de certification établis sur le territoire de l'autre partie de la même manière qu'un organisme national.

J'en viens au thème numérique ; cela concerne les interpellations 25.4438, 25.4443 et 25.4449. Depuis un an déjà, le "Swiss-US Data Privacy Framework" constitue un cadre permettant le transfert de données personnelles depuis la Suisse vers des entreprises certifiées aux États-Unis sans garantie supplémentaire. Par modification du 14 août 2024 de l'ordonnance sur la protection des données, le Conseil fédéral a inscrit les États-Unis sur la liste des pays disposant d'un niveau de protection adéquat. Il appartiendra aux négociations à venir d'examiner si des simplifications supplémentaires dans l'échange transfrontalier de données entre la Suisse et les États-Unis sont pertinentes et si elles sont possibles. Les dispositions de la législation suisse sur la protection des données demeureront pleinement respectées. Dans la déclaration d'intention avec les États-Unis, le Conseil fédéral a confirmé qu'il entend continuer à renoncer à introduire une taxe numérique. Le Parlement conserve toutefois la possibilité de décider de l'instauration d'une telle taxe. Par ailleurs, tout accord international juridiquement contraignant serait soumis à l'approbation du Parlement et au référendum facultatif. Ce dispositif garantit que les compétences constitutionnelles et les droits démocratiques de participation restent pleinement préservés.

Cette déclaration d'intention a-t-elle des effets sur le projet de loi sur la régulation des plateformes ? Non. La déclaration d'intention - je le répète - n'est juridiquement pas contraignante et ne traite pas de la régulation des plateformes. Les travaux relatifs à une nouvelle loi sur la régulation des plateformes de communication et des moteurs de recherche, dont la consultation a été ouverte par le Conseil fédéral en octobre de cette année, se poursuivent. La Suisse s'engage conformément à la stratégie de politique économique extérieure du Conseil fédéral en faveur d'une circulation internationale des données aussi libre que possible, mais sous réserve des exigences légales, y compris pour l'accès des autorités suisses aux données.

La déclaration d'intention porte sur de possibles simplifications en ce sens, comme celles déjà existantes dans le cadre du "Swiss-US Data Privacy Framework". Ce cadre vise notamment à garantir un niveau élevé de protection des données personnelles. Depuis l'année dernière, les données peuvent être transférées vers des entreprises américaines certifiées sans garantie supplémentaire. Je le répète, avec la modification du 14 août de l'ordonnance sur la protection des données, le Conseil fédéral a inscrit les États-Unis sur la liste des pays qui disposent d'un niveau de protection adéquat.

Enfin, dans la déclaration d'intention juridiquement non contraignante que nous avons conclue avec les États-Unis, le Conseil fédéral a confirmé son intention, comme jusqu'ici, de renoncer à introduire une taxe sur les services numériques, ce qu'on appelle Digital Services Tax. Encore une fois, vous avez totalement l'option de suivre une autre voie. Ce que je dois préciser, c'est que l'obligation imposée aux plateformes de streaming d'investir 4 pour cent de leur chiffre d'affaires dans la production cinématographique suisse n'entre pas dans la définition d'une taxe numérique et demeure garantie par l'ordonnance sur le quota des films européens et les investissements dans le cinéma suisse.

Le thème numéro 6 concerne les accords juridiquement contraignants. Les traités internationaux juridiquement contraignants sont approuvés par le Parlement - c'est l'article 166 alinéa 2 de la Constitution. Ils sont soumis au référendum facultatif - c'est l'article 141 alinéa 1 lettre d de la Constitution. Ce mécanisme garantit le respect intégral des compétences institutionnelles, constitutionnelles et des droits démocratiques de participation.

Enfin, je réponds à quelques questions diverses qui ressortent dans les interpellations urgentes. Tout d'abord, l'interpellation 25.4438 mentionne le déficit commercial. La réduction du déficit commercial américain dans l'échange de biens constitue une priorité pour les États-Unis. Entre autres en raison d'effets d'anticipation, ce déficit a été particulièrement marqué en 2024. Un recul serait dès lors à prévoir en cas de normalisation des relations commerciales. Par ailleurs, la Suisse améliore l'accès au marché suisse pour les marchandises américaines. Les stratégies d'approvisionnement des entreprises - je le répète - relèvent de leurs propres décisions et s'effectuent à la suite de leurs propres pesées d'intérêts. Les effets sur l'économie suisse devraient donc rester limités. Le commerce des services, où les États-Unis enregistrent un excédent à l'égard de la Suisse, a déjà été et sera encore abordé dans les négociations futures.

Concernant l'interpellation urgente 25.4443, les acquisitions de matériel militaire américain ne font pas partie de la déclaration d'intention commune. Toujours par rapport à cette interpellation, les achats d'énergie en provenance des États-Unis ne sont pas inclus dans la déclaration d'intention commune.

Concernant l'interpellation urgente 25.4449, la déclaration d'intention entre la Suisse et les États-Unis est compatible avec les accords de libre-échange existants de la Suisse. Les négociations de libre-échange en cours ou futures avec d'autres pays ne sont pas affectées par cette déclaration.

Wie beurteilt der Bundesrat die Situation, sollte der US Supreme Court die Zölle als nicht gerechtfertigt bestimmen?

Indépendamment d'une éventuelle décision de la Cour suprême américaine sur la légalité des droits de douane dits réciproques et imposés par le président Trump, la conclusion d'une entente et d'un accord juridiquement contraignant reste importante. Si les surtaxes fondées sur le "International Emergency Economic Powers Act" étaient jugées illégales et que l'administration américaine reconnaissait cette décision, elle pourrait imposer de nouvelles surtaxes sur d'autres bases juridiques. En particulier, une extension des droits de douane fondée sur la section 232, déjà largement utilisée, ne pourrait être exclue.

En outre, la Suisse a intérêt à entretenir des relations aussi stables que possible avec son principal partenaire commercial en dehors de l'Union européenne, ce à quoi contribue un accord. Les modalités de résiliation de l'accord ainsi que le mécanisme de règlement des différends seront clarifiés dans le cadre des négociations.

En conclusion, après l'Allemagne, les États-Unis sont le deuxième partenaire commercial de la Suisse et, avec plus de 65 milliards de francs d'exportation en 2024, ils constituent notre principal marché d'exportation. Je remercie d'ores et déjà les Commissions de politique extérieure, à la suite de la consultation de ces deux derniers jours, d'avoir approuvé le mandat tel que nous l'avons présenté. Il est essentiel de capitaliser sur le dynamisme actuel de nos relations. Je peux vous assurer qu'au nom du Conseil fédéral, je continuerai à m'investir personnellement afin d'essayer de structurer et de réguler les relations économiques essentielles dans l'intérêt de la Suisse, de ses entreprises et de toute notre population.

Mahaim Raphaël · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

Tout le monde reconnaît l'intérêt pour certains secteurs de notre économie de réduire ces droits de douane exorbitants, dont on espère, d'ailleurs, que la Cour suprême les déclarera illégaux prochainement. Mais la question que se pose le groupe des Verts, c'est : quel est le prix à payer pour la Suisse ? Ce prix paraît très lourd - 200 milliards de dollars d'investissements suisses promis aux États-Unis, les poulets au chlore, les produits agricoles importés en Suisse, de grosses voitures. Alors, ma question est la suivante : jusqu'où le Conseil fédéral est-il prêt à aller ? Quel est le prix que le Conseil fédéral est-il prêt à payer ? Est-ce que, par exemple, le Conseil fédéral serait prêt à vendre à Donald Trump le chasselas, le vacherin ou le gruyère, et le Cervin ?

Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt

Pour le Cervin, je vous demanderai de poser la question aux Valaisans. Je ne pense pas que le Conseil fédéral oserait se prononcer sur une telle question. Non, plaisanterie à part, Monsieur le conseiller national, le Conseil fédéral ne fait pas n'importe quoi. Je viens de le dire, on a, sur la base du "Joint Statement", préparé un mandat de négociation. Il a été soumis aux deux Commissions de politique extérieure qui connaissent donc les termes du mandat. C'est un cadre qui, même s'il est flexible, parce qu'il faut une marge de manoeuvre dans les négociations, est assez strict.

Vous avez parlé des poulets au chlore. Pour le moment, il n'y a pas d'engagement à acheter du poulet au chlore ; on a accordé des contingents d'importation. Les 200 milliards d'investissements, ce sont des investissements du secteur privé. La Confédération n'investit pas. Elle favorise les possibilités d'investissement, mais elle essaye aussi de tout faire pour que le cadre en Suisse, dans notre pays, reste attractif pour les investisseurs, parce que le but n'est pas d'encourager l'économie à délocaliser. Mais je l'ai dit : il y a une tendance en ce sens. Si vous pensez à la pharma, elle nous a très clairement dit, et il y a déjà longtemps, que ses marchés principaux ce sont la Chine, ce sont les États-Unis, et que les entreprises veulent investir là-bas pour se rapprocher de leurs marchés.

Le Conseil fédéral va donc faire le maximum pour que les intérêts de la Suisse et de nos entreprises restent préservés. Je rappelle que nous avons aussi 99 pour cent de petites et moyennes entreprises qui, elles, ont besoin de ces marchés pour maintenir des postes de travail ici. Il en va des postes de travail en Suisse, il en va des finances des collectivités publiques et il en va du revenu et des salaires des familles.

Michaud Gigon Sophie · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

Monsieur le président élu de la Confédération, j'ai une question de procédure. Vous avez mentionné rapidement une ordonnance qui interdit l'importation de certaines denrées néfastes pour la santé des consommatrices et des consommateurs suisses, ainsi que les procédures requises. Jusqu'à maintenant, je n'ai pas réussi à obtenir une réponse concernant le cadre temporel dans lequel ces dernières allaient avoir lieu. Ce que j'ai compris - mais j'aurais besoin de votre confirmation -, c'est qu'il s'agit d'abord d'adopter le traité et qu'ensuite le Conseil fédéral pourra supprimer cette ordonnance interdisant l'importation de produits alimentaires néfastes. Est-ce correct ?

Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt

Je vais essayer d'être le plus précis possible. Actuellement - je suppose que vous pensez au poulet au chlore -, cela figure dans une ordonnance du Département fédéral de l'intérieur. C'est interdit et le Conseil fédéral n'a pas l'intention de lever cette interdiction. S'il le souhaitait, il devrait de toute façon procéder à une consultation avant de le faire, mais, en l'état actuel, ce n'est pas dans nos intentions ; nous voulons négocier. Je le répète : nous avons accordé des contingents d'importation de volailles. Sur la base de ces contingents, du poulet pourrait être importé, au moment où l'accord sera conclu et accepté. Cela peut être du poulet tout à fait normal. Je répète qu'on doit respecter aussi nos relations avec l'Union européenne. Aujourd'hui, il est interdit d'importer du poulet au chlore dans l'Union européenne. Par contre, si un jour, par hypothèse - mais ce n'est pas le cas aujourd'hui, je m'empresse de le dire -, l'Union européenne devait décider de lever cette interdiction - parce que dans les négociations, il y a aussi des discussions sur les obstacles techniques au commerce avec l'Union européenne -, le jour où le peuple aura pris sa décision, si elle est positive, sur les différents paquets en lien avec l'Union européenne, concernant l'accord sur les denrées élémentaires, nous nous sommes engagés à reprendre dynamiquement le droit européen. La question se poserait aussi à ce moment-là. Mais en l'état actuel, nous négocions. À la fin, il y aura un bilan, il y aura un débat au Parlement. Le droit de référendum est prévu : les États-Unis en sont parfaitement informés. Nous aurons des discussions politiques pour savoir ce qu'on fait ou ce qu'on ne fait pas ; le Conseil fédéral n'est pas suicidaire.

Portmann Hans-Peter · Mit-M · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Herr Bundesrat, von diesen 200 Milliarden Franken an Privatinvestitionen wird jetzt immer so gesprochen, als ob sie zwingend Arbeitsplätze bei uns kosten würden. Können Sie bestätigen, dass bei 100 von diesen 200 Milliarden Franken eigentlich bereits bekannt ist, dass Schweizer Firmen sie so oder so in den USA investieren würden, und dass die anderen 100 Milliarden Franken zum Beispiel von Kundengeldern der Partners Group kommen könnten, welche so oder so in den USA in kleine Start-ups und Private-Equity-Firmen investiert? Können Sie bestätigen, dass selbstverständlich auch diese Milliarden aus unserer Sicht an die 200 Milliarden Franken Privatinvestitionen angerechnet würden?

Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt

Monsieur Portmann, vous posez une question à laquelle je réponds ainsi au nom du Conseil fédéral : les 200 milliards de dollars d'investissements ne sont pas des investissements de la Confédération. C'est très clair. Il y a eu des annonces de la part des entreprises. Nous avons eu des discussions et reçu certaines informations également à travers la Chambre de commerce suisse-américaine, mais il faut faire attention, parce qu'on ne peut pas dire - et ce n'est jamais le Conseil fédéral qui le dira - que l'entreprise X a dit qu'elle allait investir ceci. Il y a également des aspects "börsenrelevant" auxquels on doit faire attention.

Cependant, nous avons une estimation globale des intentions. Ces intentions ont été confirmées. Après, il peut se passer ce qu'il va se passer. Vous avez cité une des personnes qui était à la Maison-Blanche : si elles sont allées discuter sur place, c'est parce qu'elles voulaient montrer les problèmes concernant leurs entreprises, mais aussi concernant l'économie suisse. Quand la présidente de la Confédération Mme Keller-Sutter et moi-même avons reçu le président de l'Association nationale des gouverneurs, qui est républicain, avec son vice-président démocrate, ils nous ont dit qu'ils sentent déjà maintenant, avec cette problématique, un frein et une retenue dans les investissements, parce que les investisseurs, dans leurs États, attendent une décision pour baisser les droits de douane pour être sûrs d'investir. Cette stabilité, avec ce que nous avons obtenu, je pense qu'elle est donnée. Ce n'est plus le monde d'avant - ce n'est plus le monde d'avant. C'est moins mauvais que rien, et ce sont 6 milliards de francs quand même qui resteront dans la poche des entreprises.

Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Le président (Page Pierre-André, président): Nous sommes arrivés au terme du débat urgent.