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Déclaration obligatoire et restrictions douanières pour la viande issue de transports d'animaux de plusieurs jours en provenance de l'étranger

Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.

Antrag der Mehrheit

Ablehnung der Motion

Antrag der Minderheit

(Fivaz Fabien, Crevoisier Crelier, Maret Marianne)

Annahme der Motion

Proposition de la majorité

Rejeter la motion

Proposition de la minorité

(Fivaz Fabien, Crevoisier Crelier, Maret Marianne)

Adopter la motion

Präsident (Engler Stefan, Präsident): Es liegt Ihnen ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Michel Matthias · Mit-M · Conseil des Etats · Zoug · Groupe libéral-radical

Die Motion verlangt, eine Deklarationspflicht der Herkunft und des Verarbeitungslandes für ausländisches Fleisch, das von Tieren stammt, die einen mehrtägigen Transport als Lebendtier hinter sich haben, einzuführen und dafür auch Zollbeschränkungen zu erlassen. Ihre Kommission beantragt mit 6 zu 3 Stimmen, die Motion abzulehnen.

Die Motion baut zusätzliche Importhürden auf, und das ist zuerst einmal im Licht bestehender Pflichten zu betrachten. In der Schweiz bestehen heute schon strenge Vorschriften betreffend Tiertransporte, so gilt eine Höchsttransportdauer von acht Stunden. Anschliessend muss das Tier ausgeladen werden, erhält vor einer allfälligen Weiterreise eine Pause und Nahrung. Seit der Beratung im Nationalrat, der die Motion angenommen hat, sind sodann die Transparenzregeln verstärkt worden. Im vergangenen Mai hat der Bundesrat Verordnungsänderungen mit einer Übergangsfrist von zwei Jahren verabschiedet, die neue Deklarationspflichten für Fleisch, Eier und Milch erfordern, wenn diese Produkte von Tieren stammen, bei denen bestimmte schmerzhafte Eingriffe ohne Betäubung vorgenommen worden sind; auch Stopfleber wird dann neu deklarationspflichtig. Die Schweiz hat demnach ein hohes Niveau an Pflichten. Auch bestehen Deklarationspflichten betreffend Herkunftsland von Produkten, insbesondere auch von Nahrungsmitteln - Sie kennen das als Konsumentinnen und Konsumenten.

Die Motion verlangt nun neu eine zusätzliche Deklaration, wenn das Tier mehrtägig transportiert worden ist. Diese neue Pflicht wird von unserer Kommission nach erfolgter Beratung wegen fehlender Praktikabilität, fehlender Umsetzungsmöglichkeit und fehlender Verhältnismässigkeit mehrheitlich abgelehnt. So liessen wir uns in der Kommission orientieren, wie schwierig die Nachvollziehbarkeit von Tiertransporten über die Grenzen ist. Wenn das Kriterium die Dauer des Lebendtransportes ist, fehlt ein internationaler Standard, was hier massgebend sein soll, und damit auch ein Referenzrahmen, auf den sich die Schweiz stützen könnte. Es ist auch schwierig, zu definieren und umso mehr zu überprüfen, ob zum Beispiel ein Rind aus Uruguay, das dort geschlachtet worden ist, zuvor noch innerhalb des Landes schon länger unterwegs war. Noch schwieriger sind solche Regeln und deren Applikation bei verarbeiteten Produkten. Hinzu kommt der Aufwand für Deklaration und Überprüfung - wie gesagt, heute ohne Referenzrahmen - mit den entsprechenden Kosten; das wäre also sehr unverhältnismässig.

Die neue Deklarationspflicht wäre nicht nur ein Swiss Finish, sie wäre geradezu eine Schweizer Erfindung, eine Swiss Invention, aber eine schlechte. Auch ist fraglich, ob eine solche Swiss Declaration mit den WTO-Regeln kompatibel wäre, insbesondere dann, wenn sie noch mit Zollbeschränkungen verbunden ist.

Die Kommissionsmehrheit meint, dem Tierwohl werde mit den strengen Schweizer Vorschriften bereits Rechnung getragen. Die Herkunft des Fleisches wird angegeben. Ein zusätzlicher Mehrwert ist im Vergleich zum Aufwand, zu den Kosten und zur Unpraktikabilität nicht zu sehen.

Abschliessend kommt noch ein EU-rechtlicher oder -politischer Aspekt hinzu. Derzeit überarbeitet die EU ihre Regeln betreffend Tierschutz, auch betreffend Tiertransporte und Deklarationspflichten. Bevor nun diese EU-Gesetzgebung im Detail bekannt und in Kraft ist - sie wird direkt oder indirekt auch Schweizer Importeure betreffen -, sollten wir nicht vorpreschen.

Hinzu kommt noch Folgendes: Kürzlich hat der Bundesrat das Verhandlungspaket mit der EU unterzeichnet. Dort gibt es das Abkommen über Lebensmittelsicherheit; im Protokoll sind Ausnahmen zugunsten der Schweiz aufgeführt, weil wir spezielle, nämlich schärfere Deklarationspflichten haben. In Artikel 7 des Protokolls ist ein Katalog mit abschliessend definierten Ausnahmen aufgeführt. Wenn die Schweiz nach Unterzeichnung des Protokolls neue Deklarationspflichten einführt, die nicht EU-kompatibel sind - die Umsetzung der Motion wäre so eine -, dann müsste man wieder beginnen, neu zu verhandeln, was uns in eine unmögliche Situation bringen würde. Heute Morgen wurde beim Pflanzenschutz mehrfach die Wichtigkeit der EU-Kompatibilität betont. Wir sollten nun nicht beginnen, Regeln zu erfinden, welche die EU überhaupt nicht kennt.

Zusammenfassend: Die Motion bringt einen ungenügenden Mehrwert. Sie ist kaum oder höchstens mit unverhältnismässigen Schwierigkeiten umzusetzen und würde, wie erwähnt, heute mit den EU-Regeln und in Zukunft auch mit den Bilateralen III in Konflikt kommen.

Die Minderheit wird sich noch zu Wort melden. Sie plädiert dafür, dass in diesem Bereich Deklarationspflichten für Lebendtransporte fehlen würden. Ich überlasse dazu das Wort dem Sprecher der Minderheit.

Vielleicht noch ein Wort dazu: Wir haben mit der Motion 20.4267, "Deklaration von in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden", in beiden Räten unsere Kriterien mit Blick auf Deklarationspflichten definiert, wenn es um die Produktion von Nahrungsmitteln geht. Dort steht, dass wir den Bundesrat beauftragen, zu berücksichtigen, dass neue Deklarationspflichten - und das hier wäre eine solche - erstens klar definierbar, zweitens völkerrechtskonform und drittens durchsetzbar sein müssen. Ich denke, wir selbst sollten diese Linie, wenn es hier und anderswo um neue Deklarationspflichten geht und wenn wir dies schon vom Bundesrat erwarten, im Sinne der Kohärenz befolgen.

Aus diesen Gründen beantrage ich die Ablehnung der Motion, wie es auch der Bundesrat tut.

Fivaz Fabien · Mit-M · Conseil des Etats · Neuchâtel · Groupe des VERT-E-S

Cette motion a été très largement acceptée par le Conseil national. Elle part d'un constat simple : la Suisse applique des normes élevées en matière de protection des animaux. Nos agricultrices et agriculteurs respectent des règles strictes concernant la détention, le transport ou l'abattage des animaux, mais cela s'arrête souvent à nos frontières. Une partie de la viande importée provient d'animaux qui ont été transportés pendant plusieurs jours, parfois pendant des semaines, dans des conditions qui seraient tout simplement inadmissibles selon le droit suisse. Ces transports longs et éprouvants sont contraires à la dignité animale. Les consommatrices et consommateurs suisses doivent pouvoir faire leurs achats en connaissance de cause. Nous leur devons cette transparence. Je vous laisse aller voir la taille d'un cargo destiné au transport des animaux. À bord, ils sont souvent entassés dans des espaces très restreints, exposés à la chaleur, au manque d'eau ou de nourriture et dans des conditions sanitaires déplorables. Des blessures, l'épuisement ou la déshydratation entraînent régulièrement la mort d'une partie des animaux pendant le voyage. Ces situations ne sont malheureusement pas exceptionnelles. Le transport d'animaux vivants sur une longue distance est aujourd'hui un phénomène mondial. Ces transports n'existent que pour des raisons économiques. Les animaux sont élevés à un endroit, transportés à des milliers de kilomètres pour être abattus et la viande, ensuite, est rapatriée. C'est un non-sens écologique et c'est un non-sens, évidemment, du point de vue de la dignité animale.

La motion corrige cela en demandant une déclaration de la provenance et du pays de transformation pour la viande issue d'un transport de l'animal de plusieurs jours. Il ne s'agira pas d'imposer nos normes au reste du monde, mais il s'agira simplement de garantir la transparence, sur le marché suisse, et de ne pas pénaliser nos propres agricultrices et agriculteurs qui respectent des exigences élevées. La Suisse a déjà montré à plusieurs reprises qu'il était possible d'introduire des obligations de déclaration lorsque des méthodes de production s'écartent des standards suisses. Nous l'avons fait, M. le président de la commission l'a dit, pour le foie gras et pour d'autres produits, à la suite d'une motion de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture.

Notre collègue du Conseil national a renoncé, dans le cadre de sa prise de position au Conseil national, à restreindre l'importation de ces produits pour se concentrer uniquement sur l'étiquetage obligatoire. Je vous invite à adopter cette motion.

Maret Marianne · Mit-F · Conseil des Etats · Valais · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.

Si je fais partie de la minorité de cette commission, c'est en particulier lié à une recherche de symétrie entre les exigences liées aux produits importés et celles liées aux produits indigènes. La législation suisse sur la protection des animaux est l'une des plus strictes de l'Europe. Les conditions relatives aux distances et à la place dont disposent les animaux jusqu'aux abattoirs sont très réglementées. Oui, on va jusque-là. Or, en l'occurrence, dans le cadre actuel, on donne un avantage à la viande importée, puisque l'on n'a aucune exigence de ce genre liée au transport, en particulier par bateau, pour la viande importée. Cela a un effet sur les prix et cela défavorise l'agriculture indigène, l'agriculture suisse. Par ailleurs, nous avons d'autres projets de déclaration en suspens, et de nouveaux accords de libre-échange ont été conclus. Soyons vigilants.

Avec le soutien à cette motion, nous donnons un signal de soutien à l'agriculture suisse. C'est pourquoi je vous serai reconnaissante de bien vouloir soutenir la proposition de la minorité de la commission.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura

La motion demande l'introduction d'une obligation de déclarer la provenance et le pays de transformation pour toute viande étrangère importée, issue d'un transport de plusieurs jours. Initialement, elle demandait aussi des restrictions douanières en la matière, mais comme cela a été relevé par M. le conseiller aux États Fivaz en plénum, par l'intermédiaire de Mme Badertscher, il a été renoncé à l'abandon de ce volet en cas d'acceptation de la motion.

Pour situer la problématique, il faut savoir que, dans notre pays, la durée maximale autorisée de transport est de 8 heures. La question soulevée s'inscrit dans le contexte plus global de la déclaration des méthodes de production interdites. Pour rappel, dans son rapport de septembre 2020, en réponse au postulat 17.3967 de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture, "Déclaration obligatoire des modes de production de denrées alimentaires", le Conseil fédéral a défini des critères à respecter pour introduire une obligation de déclarer des produits en provenance de l'étranger. Ces critères sont au nombre de quatre : la clarté des normes, leur proportionnalité, leur conformité au droit international et leur applicabilité.

Ces critères ont été retenus afin que les normes proposées apportent une réelle valeur ajoutée au consommateur et à la consommatrice sans créer un appareil normatif disproportionné. Or, il apparaît clairement que deux d'entre eux, à savoir la proportionnalité et l'applicabilité - il faut être transparent - ne pourraient pas être garantis avec la présente motion. Cela n'a rien à voir avec un soutien ou pas à l'agriculture suisse. Il s'agit de savoir si l'on arriverait à atteindre le but de la motion.

En effet, en ce qui concerne l'applicabilité, l'obligation de déclaration prévue par la motion supposerait l'introduction de systèmes de traçabilité des animaux à l'étranger, ce qui serait relativement complexe vu que leur provenance change souvent. De tels systèmes ne sont pas généralisés aujourd'hui, d'autant plus qu'il n'existe pas de normes internationales concernant la durée maximale du transport d'animaux. Ce serait aussi quasiment inapplicable pour les produits transformés.

La question de la proportionnalité entraînerait quant à elle des coûts d'exécution relativement élevés, en particulier pour les entreprises importatrices, mais également pour l'administration, liés à la complexité des systèmes de traçabilité et surtout du contrôle de ces systèmes.

Le fait qu'il n'existe pas de normes internationales en la matière implique qu'une obligation de déclaration pourrait être identifiée comme un obstacle au commerce international et une discrimination des produits étrangers. En Suisse, l'indication du pays de production est aujourd'hui déjà obligatoire - cela est bien ainsi - pour les denrées alimentaires. De plus, pour les viandes de boeuf, de porc, de mouton, de chèvre et de volaille, il faut indiquer où l'animal a passé la majeure partie de sa vie et préciser où il a été abattu. Sur la base de ces informations obligatoires, y compris pour les produits importés, on peut formuler l'hypothèse que les consommatrices et consommateurs peuvent estimer approximativement la durée de transport ainsi que la qualité du produit remis. Enfin, il est également possible d'introduire sur une base volontaire des labels de droit privé afin de mettre en valeur la qualité d'un produit.

Depuis la prise de position du Conseil fédéral relative à la présente motion en 2022 et depuis son acceptation par le Conseil national en 2024, plusieurs développements significatifs sont intervenus. Le 1er juillet 2025 sont entrées en vigueur les modifications du droit alimentaire, l'ordonnance sur les denrées alimentaires et les objets usuels et l'ordonnance du DFI concernant l'information sur les denrées alimentaires, qui met justement en oeuvre la motion 20.4267, "Déclaration des méthodes de production interdites en Suisse".

Si ces modifications ne comportent pas de règles spécifiques - c'est vrai - sur la durée de transport des animaux, elles améliorent néanmoins de manière notable la transparence à l'égard des consommatrices et consommateurs. L'introduction d'une déclaration obligatoire pour les produits d'origine animale importés qui ne respectent pas les principes directeurs de l'Organisation mondiale de la santé animale - vous avez mentionné et on peut parler du foie gras, de la viande ou du lait issus d'animaux castrés ou écornés sans anesthésie - est ainsi d'ores et déjà imposée et un délai transitoire est fixé jusqu'au 30 juin 2027 pour mettre en oeuvre cette révision.

Dans sa prise de position de 2022, le Conseil fédéral mentionnait encore que la création d'un label facultatif de protection des animaux était à l'étude dans l'Union européenne. La Commission européenne travaille aujourd'hui à la révision de cette législation sur la protection des animaux et des travaux relatifs à ce label sont actuellement suspendus, la commission ayant donné priorité à la préparation d'un nouveau règlement pour le bien-être des animaux d'élevage. Un autre règlement sur le transport des animaux est en phase vraiment initiale de discussion. Le Conseil fédéral continue de suivre de très près l'évolution de ce dossier au sein de l'Union européenne.

Effectivement - cela a été mentionné -, le projet de protocole sur la sécurité des aliments conclu avec l'Union européenne dans le cadre des Bilatérales III mentionne justement actuellement qu'il n'y a pas de disposition concernant une déclaration sur les transports de plusieurs jours. Avec l'acceptation de la motion, nous irions à l'encontre de cet accord négocié avec l'Union européenne.

Au vu de ces quelques éléments, mais surtout également sur le plan de la praticabilité et de la possibilité de mettre en oeuvre les éléments de la motion, le Conseil fédéral, avec la majorité de votre commission, vous invite donc à rejeter la présente motion.

Vote

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 20 Stimmen

Dagegen ... 18 Stimmen

(4 Enthaltungen)