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Forfaits ambulatoires. Mauvaises incitations au détriment des patients

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura

Die ambulanten ärztlichen Pauschalen wurden als diagnosebezogene Behandlungspauschalen pro Tag festgelegt. Somit besteht für die Leistungserbringer immer ein Anreiz, an einem anderen Tag zusätzliche Leistungen zu verrechnen. Ärztinnen und Ärzte sind jedoch gesetzlich verpflichtet, ihre Leistungen auf das Mass zu beschränken, das im Interesse der Versicherten liegt und für den Behandlungszweck erforderlich ist. Für Leistungen, die über dieses Mass hinausgehen, kann die Vergütung verweigert bzw. zurückgefordert werden. Es liegt somit in der Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte, unnötige Leistungen oder Mehrfachkonsultationen zu vermeiden und angemessene Behandlungsmethoden anzuwenden. Wirtschaftliche Überlegungen zur Ertragsoptimierung der Leistungserbringer dürfen bei der Wahl der Behandlung nicht ausschlaggebend sein.

Betreffend die erwähnten Doppelaufgebote haben die Tarifpartner das BAG darüber informiert, dass sie gewisse Massnahmen bereits ergriffen haben, insbesondere das Führen von Listen durch die Versicherer und die Sensibilisierung der Ärztegesellschaften durch die FMH. Für Anpassungen am ambulant-ärztlichen Gesamt-Tarifsystem sind grundsätzlich die Tarifpartner im Rahmen der Organisation ambulante Arzttarife (OAAT AG) zuständig. Anlässlich der jährlichen Tarifrevision haben sie jedes Jahr die Möglichkeit, Anträge einzureichen, um Fehler zu korrigieren. Die Anträge werden im Rahmen dieses Prozesses priorisiert und gegebenenfalls in den nächsten Tarifversionen aufgenommen. Der Verwaltungsrat der OAAT AG entscheidet schliesslich über die revidierten Tarifstrukturen. Diese müssen danach dem Bundesrat zur Genehmigung unterbreitet werden.

Wyss Sarah · Mit-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe socialiste

Geschätzte Frau Bundesrätin, ich habe eine kurze Rückfrage. Sie haben vorhin die Massnahmen erwähnt, die schon ergriffen wurden. Können Sie das etwas präzisieren? Welche Massnahmen haben die Tarifpartner bereits ergriffen?

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura

Au départ, les partenaires tarifaires définissent la possibilité, par exemple, de prendre en considération les médicaments ou non dans les forfaits. On a indiqué aussi qu'il fallait avoir une posture éthiquement correcte. Ensuite, ce sont les caisses-maladie qui peuvent vérifier si les facturations correspondent à la prise en charge habituelle. Mais il est extrêmement difficile de repérer de manière précise l'un ou l'autre partenaire, notamment un fournisseur de prestations qui ne se conformerait pas aux directives. En fait, on compte sur la posture éthique des médecins. Si tel n'est pas le cas et s'il y a de vraies mauvaises incitations, on pourrait adapter les forfaits dans le cadre de l'Organisation Tarifs médicaux ambulatoires.

J'ajouterai encore que Tardoc n'est pas un produit miracle, mais que ce n'est pas du tout la catastrophe qui avait été décrite avant son introduction. Au contraire, puisque les hôpitaux considèrent que sa mise en oeuvre s'avère moins pénible que prévu.