25.3713
Mesures d'amortissement de la dette de l'AI envers l'AVS
Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Antrag der Mehrheit
Annahme der modifizierten Motion
Antrag der Minderheit
(Gysi Barbara, Crottaz, Gaillard Benoît, Marti Samira, Piller Carrard, Porchet, Weichelt, Wyss)
Ablehnung der Motion
Antrag der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Annahme der Motion
Schriftliche Begründung
Die Motion fordert eine Rückzahlung der IV-Schuld an die AHV im Umfang von 10 Milliarden Franken bis spätestens 2045. Die Mehrheit der SGK-N sprach sich an ihrer Sitzung vom 8./9. Januar 2026, um dieses Ziel zu erreichen, auch für Massnahmen auf der Einnahmenseite aus. Mit dem vorliegenden Antrag wird am ursprünglichen Wortlaut der Motion festgehalten, wonach "die vorzuschlagenden Massnahmen überwiegend auf der Ausgabenseite anzusetzen" haben. An seiner Sitzung vom 11. Februar 2026 hat der Bundesrat die Leitlinien der nächsten Reform der Invalidenversicherung (IV) beschlossen (siehe https://www.news.admin.ch/de/newnsb/HVceEDQ3lNStCPGBTNN63). Der Vernehmlassungsentwurf soll "bis Ende 2026" folgen. Der Bundesrat stellt dabei Folgendes fest: "Besonders ausgeprägt ist der Neurentenanstieg bei den 18- bis 24-Jährigen und den 60- bis 64-Jährigen. 2024 litt jede zweite Rentenbezügerin bzw. jeder zweite Rentenbezüger an einer psychischen Erkrankung." Aufgrund des steten Leistungsausbaus bei der IV insbesondere bei psychischen Erkrankungen und der zunehmenden Verrentung junger Menschen, ist die IV heute strukturell defizitär. Statt jedoch ausgabenseitige Massnahmen vorzuschlagen, will der Bundesrat die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber einseitig mit zusätzlichen Lohnbeiträgen von 0,1 bis 0,2 Prozent belasten. Die Mehrbelastung der arbeitenden Bevölkerung gilt es entschieden zu bekämpfen, wie auch die Einführung neuer sowie die Erhöhung bestehender Steuern und Abgaben. Aus diesem Grund ist am ursprünglichen Wortlaut der Motion festzuhalten.
Proposition de la majorité
Adopter la motion modifiée
Proposition de la minorité
(Gysi Barbara, Crottaz, Gaillard Benoît, Marti Samira, Piller Carrard, Porchet, Weichelt, Wyss)
Rejeter la motion
Proposition du groupe de l'Union démocratique du centre
Adopter la motion
Le président (Page Pierre-André, président): Vous avez reçu un rapport écrit de la commission.
Lohr Christian · Mit-M · Conseil national · Thurgovie · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Mit der Motion 25.3713 fordert Ständerat Damian Müller den Bundesrat auf, eine gesetzliche Grundlage zur Schuldentilgung der IV gegenüber der AHV vorzulegen. Die Rückzahlung der Schuld soll bis spätestens 2045 erfolgen. Ständerat Müller fordert eine Schuldentilgung überwiegend über die Ausgabenseite.
Ihre Kommission hat dieses Thema sehr ernst genommen und es an ihrer Sitzung vom 9. Januar behandelt und beraten. Ich kann Ihnen versichern, dass die Mehrheit der Ansicht ist, dass angesichts der angespannten finanziellen Lage der AHV die Schuldentilgung angegangen werden muss. Eines ist aber klar: Die Finanzperspektiven der IV zeigen deutlich, dass eine Entschuldung nicht einfach von sich aus erfolgen wird, also durch Überschüsse erreicht werden kann. Der Bundesrat ist deshalb aufgefordert zu handeln. Es muss im Interesse aller Versicherten sein, dass die IV finanziell sicher aufgestellt ist. Wer aufgrund einer Behinderung oder andauernden Krankheit erwerbsunfähig wird oder in der Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist, muss auf diese Versicherung zählen können.
Dass die finanziellen Perspektiven der IV nicht gut aussehen, hat verschiedene Gründe. Doch wir müssen uns auch vor Augen führen, dass die Schuld gegenüber der AHV eine Altlast ist, die seit Jahren von der IV mitgetragen werden muss und sie auch stark belastet.
Ihre Kommission hat eine Anpassung des Textes der Motion Müller Damian beschlossen. Angesichts des Umfangs der Schulden von 10 Milliarden Franken ist die vom Motionär geforderte Entschuldung mit überwiegend Massnahmen auf der Ausgabenseite nicht realistisch. So ehrlich müssen wir sein. Die in der Begründung der Motion erwähnten möglichen Einsparungen auf der Ausgabenseite würden die Finanzen der IV nur wenig entlasten - auch das muss man respektieren -, die Versicherten und andere Versicherungen aber stark belasten. Ihre Kommission ist daher mit 19 zu 4 Stimmen bei 2 Enthaltungen der Meinung, dass der Motionstext angepasst werden muss. Konkret geht es darum, dass wir neben der Ausgabenseite auch die Einnahmenseite in die Motion aufnehmen wollen.
Damit die Schuldentilgung realistisch wird, muss aus der Sicht der Kommission ein Gleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmen möglich sein bzw. geprüft werden. Wir müssen uns bewusst sein: Wir sind heute in einer Phase, in der wir lediglich über die Prüfung gewisser Massnahmen sprechen und den Bundesrat weiter dazu verpflichten mitzuarbeiten.
Die Kommission hat letztlich mit 16 zu 9 Stimmen die abgeänderte Motion angenommen. Zusätzlich hat sie aufgenommen, dass eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie der Lohnsteuer für den zu wählenden Weg der Entschuldung ausgeschlossen werden soll. Weshalb das? Wir befinden uns in einem Umfeld, in dem weder Lohnsteuer- noch Mehrwertsteuererhöhungen gesellschaftsfähig sind, da sie von der Mehrheit der Bevölkerung nicht akzeptiert werden. Deshalb sind wir zu diesem Antrag gekommen.
Wir empfehlen Ihnen, die abgeänderte Motion anzunehmen.
Zybach Ursula · Mit-F · Conseil national · Berne · Groupe socialiste
Herr Kollege Lohr, ich habe Ihnen aufmerksam zugehört und verstehe grundsätzlich das Problem. Aber mir stellt sich die Frage: Welche Finanzierungsquelle auf der Einnahmenseite sehen Sie? Sie haben jetzt vorhin gerade explizit gesagt, dass die Erhöhung sowohl der Mehrwertsteuer als auch der Lohnprozente ausgeschlossen sei. Wie sieht also die einnahmenseitige Lösung aus?
Lohr Christian · Mit-M · Conseil national · Thurgovie · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Vielen Dank, Frau Kollegin, für diese Frage. Es ist selbstverständlich so, dass der Bundesrat für die Gestaltung des Finanzplans und die Entschuldungsplanung zuständig ist. Wir haben in der Kommission lediglich vorgespurt und deutlich gesagt, was wir auf der einen Seite wollen und was wir auf der anderen Seite nicht wollen. Es ist nicht Aufgabe unserer Kommission, die Entschuldung zu planen.
Aellen Cyril · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe libéral-radical
La motion Müller Damian 25.3713, "Mesures visant à rembourser la dette de l'AI envers l'AVS", a été déposée au Conseil des États le 19 juin 2025. Elle charge le Conseil fédéral de créer une base légale afin de rembourser d'ici à 2045 au plus tard la dette de l'assurance-invalidité (AI) envers l'assurance-vieillesse et survivants (AVS) à hauteur de 10 milliards de francs. Dans sa version initiale, elle précise que les mesures proposées doivent principalement porter sur les dépenses. C'est aujourd'hui la proposition qui a été déposée par le groupe UDC. Le 25 septembre 2025, le Conseil des États a adopté cette motion, par 29 voix contre 9 et 3 abstentions. Notre commission l'a à son tour examinée lors de sa séance du 9 janvier 2026. À l'issue de cet examen, elle a décidé de vous soumettre une version modifiée.
La préoccupation exprimée par l'auteur est sérieuse. Une dette de cette importance, soit 10 milliards de francs, entre les deux assurances sociales précitées ne peut pas devenir une sorte d'état permanent. L'objectif consiste donc à fixer un cap clair, un horizon temporel et à demander au Conseil fédéral d'agir. Le Conseil fédéral, pour sa part, propose de rejeter la motion. Sa position telle qu'elle a été rappelée en commission repose essentiellement sur deux arguments. D'abord, le gouvernement estime qu'il sera difficile de financer un désendettement de cette ampleur principalement par une réduction des dépenses. Selon le Conseil fédéral, cela reviendrait nécessairement à intervenir sur le niveau des rentes et le Conseil fédéral ne veut pas de cette voie. Ensuite, le Conseil fédéral souligne qu'une révision de l'AI est en préparation et que cette question doit être traitée conjointement. La commission a pris acte de cette position, mais une majorité n'a pas voulu se contenter de renvoyer cette question à plus tard. Pourquoi cela ? Parce que le problème soulevé par l'auteur est réel et parce qu'il est légitime de vouloir éviter que cette dette continue de peser sans échéance claire sur les relations financières entre l'AI et l'AVS. En même temps la majorité a considéré que le texte initial, dans sa formulation, était trop étroit. Elle estimait qu'un remboursement de cette ampleur reposant principalement sur les dépenses ne paraissait pas réaliste sans toucher à des prestations sensibles. À cette échelle on ne parle pas seulement d'économie administrative, on parle, tôt ou tard, de conditions et d'étendue des prestations. C'est là que la commission a voulu affiner le texte, sans abandonner son impulsion de départ. C'est donc dans cet esprit qu'a été examinée la proposition de modification.
La première proposition maintenait l'objectif de remboursement d'ici à 2045, mais prévoyait que les mesures porteraient à la fois sur les recettes et sur les dépenses. Au cours du débat, une seconde proposition a été faite. Il a été ajouté qu'une augmentation de la TVA ou une augmentation des cotisations patronales et salariales étaient exclues. La modification a donc fait l'objet de deux votes successifs. Le premier l'a emporté, par 17 voix contre 8, et le second, par 19 voix contre 4 avec 2 abstentions. C'est donc sur cette seconde version que vous aurez à vous prononcer aujourd'hui.
En résumé et en substance, la proposition qui vous est faite ce jour charge le Conseil fédéral de créer une base légale visant à rembourser la dette de l'AI envers l'AVS à hauteur de 10 milliards de francs d'ici à 2045 ou plus tard. Elle prévoit que les mesures proposées devront porter à la fois sur les recettes et les dépenses. Elle précise qu'une augmentation de la TVA ou une augmentation des cotisations patronales et salariales a été exclue. La majorité a voulu conserver l'ambition de l'auteur. Elle a voulu garder l'objectif, garder l'échéance et garder l'idée d'un désendettement effectif qui ne peut pas être repoussé indéfiniment. Cependant, elle a aussi voulu éviter d'enfermer le Conseil fédéral dans une méthode trop étroite. La majorité a considéré qu'il était utile de fixer dès maintenant un mandat politique clair, car se contenter d'attendre la réforme ne répondra pas à la question posée par l'auteur. La question est donc simple : voulons-nous, oui ou non, donner un cadre clair au remboursement de cette dette ? La majorité répond clairement oui.
La commission vous propose dès lors d'adopter la motion dans sa version modifiée et je vous remercie de suivre cette proposition.
Gysi Barbara · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe socialiste
Die Motion Müller Damian nimmt in der Tat ein wichtiges Thema auf, die Finanzierung der IV und die Schuldentilgung der IV bzw. die Rückerstattung des Darlehens aus dem AHV-Fonds. Diese Frage wurde auch schon früher debattiert. Dabei wurde auch geprüft, ob es möglich wäre, das Darlehen der IV vom AHV-Fonds zur Bundestresorerie zu transferieren. Dies liess sich leider bis heute nicht verwirklichen, sollte aber noch einmal geprüft werden. Um die IV-Schulden aus der Vergangenheit abzubauen, wurde für die Jahre 2011 bis 2017 eine befristete Mehrwertsteuererhöhung von 0,4 Prozent beschlossen. Für den gleichen Zeitraum von 2011 bis 2017 übernahm zudem der Bund die Verzinsung der IV-Schulden im AHV-Fonds. Seither hat sich die Situation leider nicht entspannt, die IV ist in einer finanziell herausfordernden Situation. Es zeigt sich, dass befristete Finanzierungslösungen einfach nicht nachhaltig sind; sie wiegen einen auch in einer falschen Sicherheit. Das sollten wir bedenken, wenn wir über andere befristete Lösungen sprechen.
Es ist so, die IV zahlt aus ihrer Sicht unnötig hohe Zinsen an den AHV-Fonds, die sie sehr belasten, entsprechen doch die jährlichen Zinsen rund zwei Dritteln des Umlagedefizits der IV. Gleichzeitig sind Gelder des AHV-Fonds in Höhe von 10 Milliarden Franken in diesem Darlehen gebunden, und dadurch kann die AHV sie nicht mit höheren Zinsen oder Erträgen anlegen. Das ist eigentlich für beide Seiten eine Lose-lose-Situation. Die IV-Schulden im AHV-Fonds sollten abgelöst werden und zusätzliche Finanzierungsquellen für die IV geschaffen werden, denn die IV ist schlicht unterfinanziert. Es hat sich klar gezeigt, der Versuch mit der befristeten Lösung war ungenügend und ist gescheitert. Wie gesagt, wir sollten uns das gut überlegen und an anderen Orten nicht ähnliche Fehler begehen.
Dennoch bin ich klar der Meinung, dass die Motion in der ursprünglichen Fassung wie auch in der geänderten, verschlimmerten Fassung abgelehnt werden muss, denn es braucht die Motion schlicht nicht. Der Bundesrat arbeitet an der Revision der IV, und die Finanzierungsthematik hat er längst erkannt. Er will auch die IV-Schulden im AHV-Fonds ablösen. Das soll in der Revisionsvorlage aufgenommen werden, das wurde auch von der Bundesrätin bereits gesagt.
Die Zahl der IV-Bezüger steigt an. Es fällt auf, dass es nebst Menschen mit psychischen Erkrankungen vor allem Personen über 60 sind, die aus dem heutigen Arbeitsumfeld herausfallen. Die Erhöhung des Referenzalters für Frauen auf 65 führt ebenfalls dazu, dass die IV zusätzlich belastet wird. Die Integrationsmassnahmen der letzten Revisionen nützen, können die Situation aber nicht genügend abfedern. Zudem ist es höchst problematisch, wenn der ursprünglichen Motion Müller Damian gemäss in erster Linie ausgabenseitig gespart werden soll und dort Massnahmen ergriffen werden sollen. Die Gefahr, dass Abbaumassnahmen ergriffen werden müssen, Rentenkürzungen drohen und die Integrationsmassnahmen nicht mehr genügend finanziert sind, ist real. Wenn rund 700 Millionen Franken pro Jahr leistungsseitig eingespart werden müssten, würde das zu gravierenden Kürzungen für die Betroffenen führen. Der Betrag von 700 Millionen Franken jährlich entspricht gemäss IV-Statistik 2024 rund 10 Prozent aller Geldleistungen, die die IV verteilt, also der Renten, Taggelder und Hilflosenentschädigungen. Gleichzeitig käme es dann auch noch zu Lastenverschiebungen zu den Gemeinden und Kantonen.
Es ist also richtig, neben ausgabenseitigen Massnahmen auch einnahmenseitige Massnahmen vorzusehen. Doch der Versuch der nationalrätlichen Kommission, mit einer offenen Formulierung die Einnahmen- und Ausgabenseite zu berücksichtigen, wird mit dem Ergänzungssatz, dass für eine zusätzliche Finanzierung weder Lohnbeiträge noch Mehrwertsteuerprozente erhöht werden dürfen, gleich wieder zunichtegemacht. Diese Formulierung setzt ein wirklich enges Korsett und muss darum unbedingt abgelehnt werden. Es ist schon etwas billig, wenn der Kommissionssprecher sagt, der Bundesrat müsse sich dann halt andere Möglichkeiten der Finanzierung überlegen, da man selbst keinen Plan hat, welche anderen Möglichkeiten das sind, und den Ball dann einfach dem Bundesrat zuspielt. Es gibt nicht so viele andere Möglichkeiten. Wir haben ja auch bei der Diskussion des Entlastungspaketes gesehen, dass dieser Rat nicht bereit ist, andere Finanzierungsquellen wirklich zu diskutieren, seien es nun die Bundestresorerie oder die Sozialversicherung. Darum, denke ich, ist es einfach etwas billig, dem Bundesrat den Ball zuzuschieben.
Auf jeden Fall bitte ich Sie, die Motion in beiden Formen abzulehnen und keine vorzeitigen einengenden Vorgaben zu machen.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
La motion vise donc le remboursement à l'horizon 2045 au plus tard de la dette de l'AI envers l'AVS. Cette dette, qui est un véritable problème, s'élève à 10 milliards de francs. Les mesures à retenir à cet égard s'appuieront essentiellement sur la réduction des dépenses. Alors que le Conseil des États a adopté la motion, votre commission propose une modification du texte, afin de préciser que les mesures à prendre porteront à la fois sur les recettes et sur les dépenses, mais tout en renonçant à relever la TVA ou encore les cotisations salariales. La minorité Gysi Barbara considère que la problématique de la dette est déjà prise en considération dans le cadre de la révision en cours de l'AI et propose ainsi le rejet de la motion. Tout dernièrement, le 4 mars, le groupe de l'Union démocratique du centre a déposé une proposition qui vise à l'adoption de la motion dans sa version initiale.
L'augmentation du nombre de nouvelles rentes AI, en lien notamment avec des troubles psychiques graves, représente un défi important pour l'assurance. En parallèle, les perspectives financières de l'AI se détériorent. Elles se détériorent considérablement, et ce, en raison de plusieurs facteurs. Face à cette situation, le 11 février dernier, le Conseil fédéral a fixé les lignes directrices pour la prochaine révision de l'AI : la réforme d'intégration.
Der bis Ende Jahr vorzulegende Vernehmlassungsentwurf zielt darauf ab, die berufliche Eingliederung zu stärken, um den Anstieg der Anzahl Neurenten, insbesondere bei jungen Menschen, zu bremsen und den Austritt aus der Versicherung zu fördern. Diese Massnahmen dürften mittel- und langfristig zu einer Senkung der Ausgaben und einer Verbesserung der finanziellen Lage der Versicherung führen.
Um die langfristige Liquidität der Versicherung zu gewährleisten, den Bestand des Ausgleichsfonds der Invalidenversicherung wieder auf das gesetzlich vorgeschriebene Niveau zu bringen - derzeit liegt er bei 34 Prozent statt bei 50 Prozent einer Jahresausgabe - und mittelfristig den Schuldenabbau einzuleiten, müssen alle möglichen Massnahmen ergriffen werden, damit eine Zusatzfinanzierung nicht notwendig wird. Sollte dies nicht genügen, sieht der Bundesrat vor, die Lohnbeiträge um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte zu erhöhen. Die Vorlage sieht mittelfristig die Einführung eines Interventionsmechanismus vor, falls die Reform die finanzielle Situation der IV nicht zu stabilisieren vermag. In diesem Fall müssen auch ausgabenseitige Massnahmen in Betracht gezogen werden.
Schliesslich hat der Bundesrat mein Departement beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement einen Plan zu erarbeiten, welcher die für die Versicherung erforderliche Liquidität sicherstellt, sollte sich die finanzielle Lage der Versicherung schneller als erwartet verschlechtern. Dieser Plan wird sich sowohl auf leistungsseitige als auch auf einnahmenseitige Massnahmen stützen.
Il convient de saluer la modification de la motion qui permettrait de recourir à des recettes supplémentaires. Le Conseil fédéral est toutefois d'avis qu'un assainissement de la dette par des mesures portant uniquement sur les dépenses, comme cela est demandé dans la présente motion, ne serait pas réaliste sans une réduction, voire une péjoration des prestations, notamment lorsqu'on pense aux rentes. En effet, la rente moyenne se monte à environ 1500 francs.
Si l'on se penche du côté des recettes, force est de constater que la volonté de ne pas relever les cotisations salariales serait en contradiction avec les lignes directrices fixées par le Conseil fédéral. Les travaux pour la réforme sont déjà bien amorcés, et il convient d'aller de l'avant. L'acceptation de la motion telle que proposée par le groupe de l'Union démocratique du centre ne ferait que les entraver, sans apporter de nouvelles solutions pour les personnes qui ont besoin des prestations de l'assurance.
Quant aux sources de financement, j'entends bien l'appel, non seulement de votre commission, mais aussi des personnes qui se sont exprimées tout à l'heure, à davantage de créativité. Les options restent toutefois limitées, notamment en lien avec le besoin financier en présence. Le Conseil fédéral a par ailleurs également considéré dans ses réflexions le lien qui existe entre l'assurance-invalidité, qui doit favoriser la réintégration professionnelle, et le marché du travail.
En conclusion, le Conseil fédéral comprend et partage les préoccupations exprimées dans la motion. La réforme d'intégration en cours d'élaboration en tiendra compte, avec pour objectif prioritaire de renforcer la réadaptation des personnes, mais également de stabiliser la situation financière de l'assurance, et ce, tout en amorçant son désendettement.
Au vu de ces considérations, je vous invite, au nom du Conseil fédéral, à suivre la minorité de votre commission et à rejeter la motion.
Vote
Le président (Page Pierre-André, président): La majorité de la commission propose d'adopter la motion modifiée, selon le chiffre 4 du rapport écrit. Une minorité Gysi Barbara et le Conseil fédéral proposent de rejeter la motion. Le groupe UDC propose d'adopter la motion dans sa version originale. Nous votons d'abord sur la proposition du groupe UDC.
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 106 Stimmen
Für den Antrag der SVP-Fraktion ... 78 Stimmen
(4 Enthaltungen)
Vote
Le président (Page Pierre-André, président): Nous votons maintenant sur la proposition de la minorité Gysi Barbara.
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag der Minderheit ... 126 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 61 Stimmen
(0 Enthaltungen)