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Wie steht es um die medizinische Versorgung von Transjugendlichen in der Schweiz?

Balmer Bettina · Mit-F · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Die medizinische Versorgung von Transjugendlichen steht immer wieder im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das ist auch jetzt der Fall. Aus der Reihe der SVP-Fraktion wurde eine Motion eingereicht, die im Titel ein Verbot von Operationen bei Transjugendlichen einfordert und im Text eine starke Einschränkung dieser Operationen erwartet.

Das finde ich einen recht radikalen Ansatz. Wie kann man etwas einfordern, ohne die Grundlagen für diese Entscheidung zu kennen? Ohne eine landesweite Übersicht über die Entwicklung der Fallzahlen, die Wartefristen, die Qualitätssicherung und die Rechtslage zu haben, sollen wir entscheiden, ob wir Ärzten in der Schweiz die Behandlung einer kleinen Minderheit von Minderjährigen verbieten wollen.

Ich habe deshalb ein Postulat eingereicht, welches genau diese Entscheidungsgrundlagen liefern soll. Ehrlich gesagt, überrascht es mich ziemlich, dass ausgerechnet die SVP-Fraktion nicht an solchen Grundlagen interessiert ist. Als Nationalrätin und Medizinerin mit einem wissenschaftlichen Hintergrund fällt es mir wirklich schwer, zu verstehen, wie man politische Entscheide fällen will, ohne sich dabei auf Fakten abzustützen. Es müsste für uns alle, gerade auch für diejenigen, die bei diesem Thema Bedenken, Sorgen und Fragen haben, von grossem Interesse sein, was Expertengremien zur Behandlung von Transjugendlichen sagen, wo sie Verbesserungspotenzial sehen, welche Zugangsbeschränkungen schon heute bestehen, welche Auswirkungen ein nationales Verbot auf die kantonale Umsetzung hätte, welche Folgen das für Betroffene hätte und wie wir im internationalen Vergleich dastehen. Meiner Meinung nach liefern die Antworten auf diese Fragen eine bessere Grundlage, um über die Zukunft der Gesundheitsversorgung von Transjugendlichen zu entscheiden. Diese Antworten erhalten Sie, wenn Sie mein Postulat annehmen, was der Bundesrat übrigens auch beantragt.

Als Kinderchirurgin erlebe ich Transjugendliche im Spitalalltag auf der Notfallstation. Ich kann Ihnen sagen: Es ist stossend, wenn ausgerechnet in diesen komplexen Fällen die ethische Expertise und interdisziplinäre Boards nicht finanziert werden, wenn sich kinderpsychiatrische Stellen nur schwer besetzen lassen und darum wichtige Abklärungen oder Behandlungen mit sehr langen Wartezeiten verbunden sind. Dadurch wird die Versorgung nicht verbessert.

Selbstverständlich finde auch ich, dass man nicht oder nur äusserst schwierig reversible Geschlechtsumwandlungen mit allergrösster Zurückhaltung durchführen muss, gerade bei Minderjährigen. Dabei geht es übrigens um Eingriffe am Oberkörper, nicht um Genitaloperationen, was allenfalls nicht allen klar ist. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf Fachexpertise statt auf Schlagzeilen berufen. Es muss eine lange, gründliche Abklärung vorausgehen, und wird der Schritt wirklich gemacht, muss das Einverständnis der Eltern vorhanden sein.

Im Kanton Zürich wurden 2024 nach ausführlichen Abklärungen vier minderjährige Personen operiert. Das waren halb so viele Patienten wie 2020. Es werden anteilsmässig tatsächlich schon seit Jahren immer weniger junge Personen operiert, und der Einbezug der Eltern ist dabei Routine. Es ist klar, dass man Verbesserungen und Möglichkeiten für eine zurückhaltende operative Behandlung suchen soll und muss. Der Kanton Zürich hat mit einer vertieften Analyse und der Einführung von Qualitätsstandards, insbesondere von interdisziplinären Indikationsboards, Vorarbeit geleistet. Deren Effekte können auch ins Postulat einfliessen und sich positiv auf das Wohl und den Behandlungserfolg der Patienten auswirken. Die Operationsindikation und die Abgabe von Medikamenten sollten aber nicht durch das Parlament vorgegeben oder administrativ verkompliziert werden, sodass sie letztlich den Experten völlig aus den Händen genommen werden, ohne dass die Grundlagen dafür umfassend geklärt sind.

Unaufgeregte Sachpolitik ist gefragt, gerade auf nationaler Ebene. Darum finde ich: Es ist das Mindeste, dass wir als Gesetzgeber bei diesem sensiblen Thema abklären, wo wir aktuell stehen, bevor ein konkreter Auftrag in Form einer Motion gegeben wird.

Vielen Dank, wenn Sie mein Postulat unterstützen.

Schläpfer Therese · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Geschätzte Kollegin Balmer, Sie haben gesagt, es gebe Operationen am Oberkörper. Das bedeutet ja, dass es Mädchen sind. Wollten Sie mit dieser netten Formulierung - "am Oberkörper" - verhindern, dass man darauf aufmerksam wird, dass bei Jugendlichen gesunde Brüste amputiert werden?

Balmer Bettina · Mit-F · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Nein, das will ich überhaupt nicht, Sie können es auch beim Namen nennen. Ich will aber nicht, dass unnötig komplizierte Eingriffe stattfinden, die ein deutlich höheres Risiko bergen, weil sie nicht zum richtigen Zeitpunkt gemacht werden. Und ich finde vor allem - und das ist ja der Punkt bei diesem Postulat -, dass wir einmal abklären sollten, wo wir stehen. Über irgendwelche Dinge zu spekulieren, zu denen wir nicht einmal eine fundierte Basis haben, widerspricht meiner Art, Politik zu machen.

Christ Katja · 1VP-F · Nationalrat · Basel-Stadt · Grünliberale Fraktion

Präsidentin (Christ Katja, erste Vizepräsidentin): Das Postulat wird von Frau Schläpfer bekämpft.

Schläpfer Therese · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Das Postulat Balmer zielt eindeutig auf einen Ausbau oder, sagen wir, auf die Förderung von Geschlechtsumwandlungen von Jugendlichen. Das sieht man daran, dass Kollegin Balmer oft Fragen zu Mängeln, restriktiven Umgängen und Einschränkungen stellt. Ihr Postulat ist ungenau formuliert und will Auskunft über Transjugendliche und dann wieder über urteilsfähige Jugendliche. Unklar ist, Personen welchen Alters sie mit "Jugendliche" meint. Meint sie Minderjährige oder bis 25-Jährige, oder meint sie bereits operierte Jugendliche?

Jugendliche und Minderjährige sind nicht dasselbe. Es geht hier um unumkehrbare Geschlechtsoperationen. Bei einer Mastektomie geht es darum, bei Mädchen in der pubertären Phase der Unsicherheit ihre gesunden Brüste wegzuoperieren. Bei Männern werden die primären Geschlechtsorgane entfernt. Das sind schwerwiegende, irreversible Eingriffe. Solche Entscheidungen dürfen nicht in der Pubertät und sicher nur mit Zustimmung der Eltern gefällt werden.

Sollen Ärzte mit ihrem hippokratischen Eid überhaupt solche Operationen an Jugendlichen vornehmen? Der Eid verpflichtet, nicht zu schaden, doch geschlechtsangleichende Eingriffe sind irreversibel; sie können zu Sterilität, Komplikationen und späterem Bedauern führen. Viele Betroffene berichten über Reue.

Nie weist das Postulat auf die fortschrittliche Handhabung der Zürcher Gesundheitsdirektion hin. Das ist unverständlich und schade, denn die Postulantin ist selbst Medizinerin und kommt aus diesem Kanton. Der Kanton Zürich ist zu diesem Thema seit Ende 2023 sehr aktiv. Er hat ein Kompetenznetzwerk Geschlechtsinkongruenz unter der Leitung des Instituts für Biomedizinische Ethik der UZH gegründet, um die Qualität und Transparenz bei der Behandlung von Transgenderpersonen zu erhöhen. Das Rechtsgutachten von Professor Dr. Thomas Gächter und Professorin Dr. Brigitte Tag mit dem Titel "Medizinische Behandlungen bei Minderjährigen mit Geschlechtsdysphorie" zeigt, dass ein Verbot von operativen Eingriffen an Minderjährigen auf Bundesebene geschaffen werden müsste. Eine restriktive Regelung, zum Beispiel ab 18 Jahren, ist kantonal zulässig.

Die zusammengetragenen Zahlen zu geschlechtsangleichenden Operationen in verschiedenen Alterskategorien und Herkunftskantonen von 2018 bis 2024 zeigen eine starke Rückläufigkeit. Der britisch-kanadische Politologe Eric Kaufmann hat eine Umfrage unter nonbinären Studenten an amerikanischen Schulen ausgewertet und kam zum Schluss, dass trans ein Trend sei. Zwischen 2023 und 2025 ist die Zahl der Transmenschen von 8 auf 2 Prozent gesunken.

Eine psychiatrische Versorgung wird im Kanton Zürich ebenfalls gewährleistet. Eine Indikationsstellung erfolgt in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Nationalen Ethikkommission der Schweiz.

Sie sehen: Der Kanton Zürich hat zu diesem Thema bereits viel ausführliche Arbeit geleistet. Es erschliesst sich mir nicht, weshalb man auf Bundesebene nicht mit dem Kanton Zürich zusammenarbeiten soll und auf diesen Erkenntnissen aufbauen kann. Man muss ja die gleiche Arbeit nicht doppelt machen - damit würde man nur die Verwaltung beschäftigen.

Ebenfalls muss man in Betracht ziehen, dass es sich um eine sehr kleine Gruppe Menschen handelt. Die Kosten im Gesundheitswesen und in der Verwaltung steigen unentwegt. Die Leistungen werden ständig ausgebaut. Daran sind auch wir Politiker schuld, da wir auf immer mehr Gruppen Rücksicht nehmen wollen. Immer mehr Minderheiten sollen Spezialbehandlungen bekommen. Die Forderungen sind absehbar: Es braucht mehr Fachstellen, mehr Angebote, mehr Ausbildung, mehr medizinische Leistungen. Es entwickelt sich eine neue Beratungsindustrie. Steuerzahler, Prämienzahler und das Entlastungspaket lassen grüssen. Weshalb soll der Bund nicht auf die Vorarbeit und auf die bestehenden Erkenntnisse setzen und diese weiterentwickeln?

Ich bitte Sie, die Vernunft walten zu lassen, das Postulat Balmer abzulehnen und eine Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich in Angriff zu nehmen.

Balmer Bettina · Mit-F · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Sehr geehrte Frau Nationalrätin, können Sie mir erläutern, wie Sie darauf kommen, dass ich einen Ausbau dieser Operationen möchte, wenn ich in meinem Votum festhalte, dass man Verbesserungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Kanton Zürich sucht, aus welchem ich notabene auch komme und dessen Aktivitäten ich in meinem Votum erklärt habe? Ich kann Ihre Überlegungen nicht nachvollziehen und betone hier noch einmal, wie wichtig es ist, eine gute Indikation zu stellen und so zurückhaltend wie möglich zu operieren.

Schläpfer Therese · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Geschätzte Kollegin Balmer, danke für diese Frage. Die Punkte, die mich darauf kommen lassen, dass Sie einen Ausbau wünschen, habe ich zu Beginn meines Referats genannt. Es sind genau diese Formulierungen, welche dazu führen, dass man davon ausgehen muss, dass Sie einen Ausbau wünschen. Zudem ist in Ihrem Postulat nirgends die Rede davon, dass Sie mit dem Kanton Zürich zusammenarbeiten möchten.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Le Conseil fédéral propose effectivement d'accepter ledit postulat. Le propre d'un postulat, c'est justement d'organiser des arguments, que ce soit des arguments scientifiques, des arguments médicaux, des arguments sociétaux, ou encore des arguments politiques.

J'aimerais peut-être juste préciser que la santé des personnes trans ne se réduit pas aux opérations de réassignation sexuelle, opérations régulièrement au coeur des débats et faisant régulièrement l'objet de débats émotionnels. L'accompagnement des personnes concernées est individuel ; il doit être interdisciplinaire et comprendre notamment un volet psychologique à ne pas négliger. Il importe également de prendre en considération des dimensions éthiques, des dimensions juridiques, relatives notamment à l'autonomie et à l'autodétermination des personnes concernées, ainsi que les préoccupations légitimes d'autres parties impliquées - on pense bien naturellement aux parents.

Le rapport demandé permettrait justement de rendre compte de la globalité et de la complexité de la prise en charge médicale des personnes trans. Il s'agirait notamment d'examiner l'accès des personnes concernées aux prestations, d'identifier des lacunes éventuelles dans leur prise en charge, ainsi que les mesures à prendre pour améliorer cette dernière, là où cela est nécessaire. Il y a peut-être également un élément fondamental, c'est la question de l'égalité des chances en matière de santé, et ce pour toutes les personnes vivant en Suisse, y compris les personnes LGBTQI ; c'est également une préoccupation majeure du Conseil fédéral. Ce dernier est conscient des défis liés aux soins de santé, au traitement des jeunes transgenres. Comme j'avais eu l'occasion de le mentionner dans notre avis sur la motion Fehr Düsel 25.4081, le Conseil fédéral est prêt à examiner dans un rapport l'état actuel de la prise en charge médicale des jeunes trans en Suisse. En dressant un état des lieux, un tel rapport constituerait une base scientifique pour les nombreuses discussions actuelles et futures sur la situation des personnes trans dans notre pays.

Pour ces raisons, le Conseil fédéral propose dès lors l'acceptation du postulat.

Bläsi Thomas · Mit-M · Nationalrat · Genf · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Madame la conseillère fédérale, il y a un leitmotiv pour les professions de la santé, qui est de respecter à tout prix l'intérêt médical du patient. Or, dans les derniers cours de formation continue qu'ont pu recevoir les professionnels de la santé, dont un cours sur le trans-positivisme, il est demandé aux professionnels de la santé d'inverser ce postulat : la volonté du patient doit prendre le dessus sur son propre intérêt médical. N'est-ce pas mettre les professions médicales dans une situation très difficile, parce que le postulat de base reste l'intérêt médical du patient ?

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Je vous remercie pour votre question, somme toute très précise et complexe à la fois. Vous conviendrez qu'il ne m'appartient pas de m'exprimer à ce sujet, puisque je n'ai pas suivi le cours en question. Par contre, je pense que l'acceptation du postulat permet justement de se poser ces questions en lien avec l'autonomie du jeune concerné, la question de son environnement, en particulier les parents ou l'environnement familial, et le dialogue de qualité qui doit s'installer avec les milieux médicaux. Il faut trouver un équilibre, si j'ose le dire ainsi, entre les éléments médicaux, la sécurité médicale, les questions éthiques et le choix, l'autodétermination des jeunes, en toute connaissance de cause. C'est donc ce qui appelle à l'acceptation du postulat.

Jost Marc · Mit-M · Nationalrat · Bern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Frau Bundesrätin, werden Sie, sofern dieses Postulat angenommen wird, im Bericht, den Sie dann zu erstellen haben, auch auf die Risiken von Geschlechtsumwandlungsoperationen und Hormontherapien eingehen?

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Ja, sicher, Herr Nationalrat, ich kann dies bestätigen. Denn es geht nicht nur darum, was vorher passiert.

Il s'agit aussi de la manière dont l'ensemble de la prise en charge globale du point de vue médical, social et psychologique est pris en considération. Il s'agit bien sûr également de prendre en considération ce qu'il se passe après l'opération. On a maintenant un peu de recul - pas suffisamment - pour voir si les décisions de nature médicale sont fondamentales. Oui, je peux donc le confirmer.

Roduit Benjamin · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Madame la conseillère fédérale, j'ai cosigné ce postulat, tout en étant convaincu que l'on doit aller vers une restriction de ce type de traitement. Comme l'a dit précédemment notre collègue Balmer - et vous l'avez répété -, ce sera l'occasion de faire le point de la situation. Pouvez-vous garantir que le rapport sera établi par des experts neutres et objectifs, qui tiennent compte des avis sur le plan international, qui démontrent en ce moment qu'il n'y a pas de consensus dans le domaine, et que les arguments des professionnels partisans d'une restriction de ce type de traitement seront également présents dans le rapport ?

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Merci beaucoup, Monsieur le conseiller national, pour votre question. Oui, je peux garantir le respect des différentes études qui seront menées pour répondre au postulat, et ce, quelle que soit l'appréciation. Il doit véritablement y avoir un respect de la liberté académique et scientifique, puis sociétale, pour prendre en considération l'ensemble des questions. J'en appelle aussi à une certaine acceptation du fait que parfois, les approches scientifiques ne répondent pas, soit à nos valeurs, soit à nos projets politiques, mais je peux assurer que les études seront faites de manière extrêmement juste du point de vue scientifique, et non orientées du point de vue militant.

Pamini Paolo · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Madame la conseillère fédérale, je ne comprends toujours pas. Quand on parle de mineurs et d'interventions irréversibles, pourquoi faudrait-il faire des études ? La protection des mineurs et de l'identité corporelle devrait automatiquement aboutir à la protection de leur corps, jusqu'à la majorité.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Je crois que le débat a déjà eu lieu à réitérées reprises sur les questions de ce qu'est l'autodétermination du corps pour un mineur, et de l'âge auquel on considère que l'on accède à la majorité. Vous le savez, la majorité sexuelle est fixée à 16 ans, et non à 18 ans. On a d'autres appréciations sur le moment à partir duquel un jeune est en souffrance - en souffrance massive - et a besoin d'une intervention sur la question du genre, par rapport au sexe qui lui a été assigné biologiquement à la naissance et sa réalité. Je le répète, le postulat permettra de faire le point sur ces différents éléments, et de prendre en considération des affirmations telles que la vôtre ou d'autres, en prenant en compte - je crois qu'il est important de le dire - le bien-être psychique et physique des mineurs, et l'environnement familial, qui est là également pour les protéger.

Abstimmung

Präsidentin (Christ Katja, erste Vizepräsidentin): Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Abstimmung - Vote

Für Annahme des Postulates ... 123 Stimmen

Dagegen ... 62 Stimmen

(5 Enthaltungen)