24.3171, 24.3201, 24.3205, 24.3214, 24.3230

Pour une stratégie harmonisée et nationale de la consommation d'eau / Pour une stratégie harmonisée et nationale de la consommation d'eau / Pour une stratégie harmonisée et nationale de la consommation d'eau / Pour une stratégie harmonisée et nationale de la consommation d'eau / Pour une stratégie harmonisée et nationale de la consommation d'eau

Bulliard-Marbach Christine · Mit-F · Conseil national · Fribourg · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.

Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Mit unserer Niederschlagsmenge, den Schneedecken sowie den Seen und Flüssen zählen wir zu den wasserreichsten Ländern. Die Ressource Wasser wird folglich intensiv genutzt. Gleichzeitig wirkt sich der Klimawandel zunehmend auf die Gesamtmenge des Wassers aus. Laut Schätzungen des Bundes könnte die Schweiz im Sommer einen Rückgang der Wassermenge von bis zu 50 Prozent erleben. Weitere Herausforderungen in der Wasserversorgung sind die Lecks und die generelle Wasserverschwendung. Wasserleitungen verlieren in der Schweiz rund 12 bis 15 Prozent des transportierten Wassers. Zusätzliche Verschwendung wird durch zu spät erkannte Lecks, ineffiziente Infrastrukturen und Geräte oder durch schlechte Verbrauchsgewohnheiten verursacht.

Genau hier setzen unsere Motionen an. Wir möchten einen verantwortungsvollen Wasserverbrauch fördern und die Verschwendung so weit wie möglich reduzieren. In der Praxis könnten Systeme zur Echtzeitüberwachung des Verbrauchs eine entscheidende Rolle spielen, sowohl im Verteilungsnetz als auch in den Haushalten. Mit diesen Systemen können Fehlfunktionen schnell erkannt, die Zeit bis zur Reparatur oder zum Austausch verkürzt und überflüssiger Verbrauch identifiziert werden. Massnahmen für ein effizientes Management des Trinkwasserverbrauchs lohnen sich langfristig für uns alle, denn das Wasser ist eine lebensnotwendige Ressource.

In diesem Sinn bitte ich Sie, die Motionen anzunehmen.

Vincenz-Stauffacher Susanne · Mit-F · Conseil national · St-Gall · Groupe libéral-radical

In Ergänzung zu den Ausführungen meiner Kollegin Christine Bulliard Folgendes: Die Motionen zielen nicht darauf ab, den Gemeinden oder Wasserversorgern ihre operativen Aufgaben abzunehmen. Vielmehr soll sichergestellt werden, dass der sorgfältige Umgang mit Wasser in übergeordneten Planungsinstrumenten stärker berücksichtigt wird. Der kantonale Richtplan dient gerade dazu, raumrelevante Entwicklungen langfristig zu koordinieren und strategische Ziele festzulegen. Fragen der Wasserverfügbarkeit, der Sicherung von Trinkwasserressourcen sowie der effizienten Nutzung dieser Ressourcen haben eine klare räumliche Dimension und stehen in engem Zusammenhang mit Siedlungsentwicklung, Infrastrukturplanung und Klimaanpassung.

Der Bundesrat weist in seiner Stellungnahme zu Recht darauf hin, dass konkrete Massnahmen wie der Netzunterhalt oder die Installation technischer Überwachungssysteme primär in der Verantwortung der Gemeinden und Wasserversorgungsbetriebe liegen. Diese Einschätzung wird durch die Motionen nicht grundsätzlich infrage gestellt. Vielmehr geht es darum, den Kantonen auf strategischer Ebene Instrumente in die Hand zu geben, um Themen wie Wassereffizienz, Reduktion von Verlusten und nachhaltige Versorgungsperspektiven stärker in ihre Planungen einzubeziehen und mit anderen raumrelevanten Interessen zu koordinieren. Die Motionen leisten damit einen Beitrag zu einer vorausschauenden und nachhaltigen Ressourcenpolitik.

Aus diesen Gründen bitte ich Sie, den Motionen zuzustimmen.

Storni Bruno · Mit-M · Conseil national · Tessin · Groupe socialiste

L'Ufficio federale dell'ambiente stima che la Svizzera potrebbe subire un calo del flusso idrico fino al 50 per cento in estate a causa dei cambiamenti climatici - abbiamo vissuto situazioni di siccità sempre più frequentemente negli ultimi decenni. Questi periodi di siccità vanno affrontati predisponendo misure per ridurre il consumo di acqua potabile, evitando sprechi anche nelle infrastrutture.

Nel merito della mozione il Consiglio federale concorda che la Svizzera è ricca d'acqua e che questa risorsa preziosa dovrebbe essere gestita in modo parsimonioso. Poi però disquisisce che il piano direttore non sarebbe lo strumento giusto. Eppure, la mozione presenta tre opzioni: primo l'introduzione di un nuovo articolo 8c relativo al contenuto del piano direttore nel settore idrico nella legge sulla pianificazione del territorio; secondo la modifica delle direttive emanate dall'Ufficio federale dello sviluppo territoriale sulla redazione dei piani direttori cantonali; e terzo la modifica della legislazione federale sulla protezione delle acque.

Se la mozione viene approvata, il Consiglio federale potrà benissimo trovare la base legale che più gli aggrada, sempre che sia efficace per implementare quanto richiesto. Anche la Costituzione federale prevede all'articolo 76 capoverso 1 che nell'ambito delle sue competenze, la Confederazione provvede all'utilizzazione parsimoniosa e alla protezione delle risorse idriche, cioè con misure che permettano di affrontare periodi di siccità garantendo sufficiente acqua e gestendo in modo sostenibile le nostre preziose acque potabili.

Vi invito ad approvare le mozioni.

Clivaz Christophe · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe des VERT-E-S

En Suisse, château d'eau de l'Europe, la disponibilité de la ressource en eau a longtemps été considérée comme acquise, à tel point qu'on ne connaît pas précisément les quantités d'eau utilisées pour les différents usages ménagers, agricoles ou industriels. La plupart des cantons qui, selon la Constitution, ont la compétence de la gestion de l'eau n'ont ainsi pas vu l'intérêt de mettre en place des systèmes de mesure des différents usages de l'eau. La situation a cependant changé et les sécheresses sont nettement plus fréquentes. Si la Suisse n'a connu que quatre épisodes de sécheresses entre le début du XXe siècle et 2010, elle en a enregistré autant entre 2011 et aujourd'hui.

Avec le dérèglement climatique, les études scientifiques montrent que si la quantité totale des précipitations va rester stable en Suisse ces prochaines années, leur répartition spatiale, temporelle et interannuelle changera, ce qui amènera davantage d'épisodes de sécheresses et d'événements de crues et de laves torrentielles. Cette situation met sous pression une ressource en eau considérée pendant longtemps comme disponible en quantité suffisante. Sa raréfaction entraîne localement des conflits et de nécessaires arbitrages entre différents usages de l'eau. Les communes en ont besoin pour alimenter leurs habitants en eau potable ; les agriculteurs pour irriguer leurs champs ; les entreprises hydroélectriques pour produire du courant ; les remontées mécaniques pour enneiger artificiellement leurs pistes ; les usines pour refroidir leurs installations ou leurs serveurs ; les services de sécurité pour lutter contre les incendies ; etc. En outre, il ne faut pas oublier l'importance de l'eau pour les écosystèmes.

En période de stress hydrique, ces arbitrages se font souvent dans l'urgence et selon des règles informelles. Dans ce contexte, la motion vise à se doter d'une stratégie nationale de la consommation d'eau afin d'assurer une gestion plus efficace de cette précieuse ressource. Avec mes quatre collègues, qui ont déposé le même texte de motion, je vous invite à la soutenir.

Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre

Le président (Page Pierre-André, président): Mme Céline Weber n'est pas dans la salle.

Rösti Albert · BR-M · Conseil fédéral · Berne

Mit den fünf Motionen soll der Bundesrat beauftragt werden, die gesetzlichen Grundlagen so zu ändern, dass die Kantone in ihren Richtplänen Massnahmen zur Verringerung des Wasserverbrauchs aufnehmen müssen. Damit sollen der Trinkwasserverbrauch und die Verluste an Trinkwasser durch mangelnden Netzunterhalt reduziert werden.

Die Schweiz ist grundsätzlich ein sehr wasserreiches Land. Der Bundesrat geht aber mit den Motionärinnen und Motionären einig, dass Trinkwasser ein kostbares Gut ist und wir haushälterisch damit umgehen müssen. Der kantonale Richtplan ist jedoch nicht das richtige Instrument, um den Trinkwasserverbrauch zu verringern oder den Unterhalt des Wassernetzes zu verbessern.

Der Versorgungsauftrag für Trinkwasser wird von den Gemeinden bzw. den etwa 2400 Wasserversorgungsbetreibern wahrgenommen. Die Kantone koordinieren diese Bestrebungen und nehmen die Oberaufsicht wahr. Sie sorgen bereits heute für die regionale Planung der Trinkwasserversorgung und genehmigen die Grundwasserschutzzonen, mit denen die Trinkwasserversorgungen geschützt werden. Teilweise genehmigen sie auch die generellen Wasserversorgungspläne der einzelnen Gemeinden.

Mit dem neuen Absatz 5 von Artikel 3 des Raumplanungsgesetzes, der seit Januar in Kraft ist, sind die Kantone noch stärker in der Pflicht, die Nutzungen des Untergrunds, insbesondere auch diejenigen des Grundwassers, frühzeitig abzustimmen. Für den Schutz des Grundwassers hat der kantonale Richtplan eine wichtige Funktion. Als behördenverbindliches Instrument kann der Richtplan aber nicht den Trinkwasserverbrauch jedes Einzelnen beeinflussen. Auch der Netzunterhalt der Wasserversorgung lässt sich nicht im Richtplan verbessern.

Gestützt darauf bittet Sie der Bundesrat, die vorliegenden Motionen abzulehnen.

Vote

Le président (Page Pierre-André, président): Le Conseil fédéral propose de rejeter les motions.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motionen ... 125 Stimmen

Dagegen ... 63 Stimmen

(1 Enthaltung)