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Garantie constructeur pour les véhicules électriques importés. Rétablir une concurrence équitable
Pfister Gerhard · Mit-M · Conseil national · Zoug · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Meine Motion nimmt sich eines Problems an, das den fairen Wettbewerb im Schweizer Autohandel seit Jahren untergräbt, nämlich die willkürliche Verweigerung von Herstellergarantien bei parallel oder direkt importierten Fahrzeugen. Diese Praxis ist nicht nur sachlich unbegründet, sie ist auch konsumentenfeindlich und volkswirtschaftlich unnütz.
Bei den Herstellergarantien geht es um Zeiträume von minimal zwei bis zehn Jahren. Im Regelfall geht es um fünf Jahre Garantie, was bei einem Autokauf sehr entscheidend sein kann. Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Fahrzeug, in dessen Preis die Herstellergarantie ausdrücklich enthalten ist, doch sobald ein Garantiefall eintritt, wird Ihnen diese verweigert - mit der Begründung, das Fahrzeug sei nicht über das richtige Vertriebsnetz eingeführt worden. Das ist für Konsumentinnen und Konsumenten weder nachvollziehbar noch zumutbar. Gerade im Bereich der Elektromobilität zeigt sich die Relevanz. Ein Defekt einer Batterie kann schnell über 16 000 Franken kosten. Wer keine Garantie erhält, wird verständlicherweise vom Kauf eines Elektrofahrzeugs absehen, obwohl wir genau diesen Wandel fördern wollen.
Ein aktuelles Beispiel unterstreicht die Problematik. Ein grosser koreanischer Hersteller verweigerte bis März 2025 systematisch jede Garantieleistung für Fahrzeuge, die ausserhalb seines Vertriebsnetzes importiert wurden. Die Weko greift heute nicht ein. Sie argumentiert, das selektive Vertriebssystem erlaube dies. Das ist absurd. Der Hersteller selbst verkauft die Autos aktiv an den Parallelmarkt, versteckt sich dann aber hinter dem selektiven Vertriebssystem, das er selber untergraben hat. So hat der Schweizer Importeur die Möglichkeit, den Parallelimport praktisch zu unterbinden, was für die Schweizer Volkswirtschaft schädlich ist und zur Hochpreisinsel Schweiz führt. Wir sollten für offene Märkte und Wettbewerb sein. Deshalb sollten wir diese Wettbewerbsbehinderung und dieses Handelshemmnis abschaffen.
Der Bundesrat lehnt die Motion ab, mit nicht sehr überzeugenden Argumenten:
Erstens verweist er auf das Bedürfnis der offiziellen Händler, ihre Investitionen durch selektive Garantievergabe zu schützen. Doch dieser Schutz besteht für die offiziellen Vertriebspartner längst durch exklusive Vertriebsrechte, höhere Margen und vertraglich zugesicherte Vorteile. Die Verwendung der Herstellergarantie zur Sicherung von Händlerinvestitionen ist zweckfremd und unverhältnismässig. Und der Hersteller hat es selber in der Hand, ob er den freien Markt beliefern will oder nicht.
Zweitens beruft sich der Bundesrat auf europäische Vorgaben. Richtig ist aber: Auch in der EU sind selektive Vertriebssysteme zulässig, aber eben nur unter der Bedingung, dass sie den Zugang zum Markt nicht blockieren. In der Schweiz erleben wir faktisch eine solche Blockierung und Abschottung. Wer ausserhalb des Selektivsystems kauft, verliert die Herstellergarantie und wird vom internationalen Wettbewerb ausgeschlossen.
Drittens behauptet der Bundesrat, Konsumentinnen und Konsumenten könnten ihre Fahrzeuge direkt im Ausland erwerben. Das ist realitätsfremd. Die logistischen, rechtlichen und finanziellen Hürden sind so hoch, dass dies für die allermeisten keine Option ist. Auch dieser Umstand führt faktisch zu einer Marktabschottung, welche die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten benachteiligt.
Die Motion schlägt keine grosse Revision vor. Sie verlangt lediglich eine punktuelle, sachlich begründete Anpassung der KFZ-Verordnung, ausschliesslich für den Automobilbereich, ohne Präjudiz für andere Branchen. Ziel ist ein fairer Wettbewerb, der Konsumentinnen und Konsumenten nicht benachteiligt, sondern vor überhöhten Preisen schützt. Die aktuell praktizierte Garantieregelung schadet dem Wettbewerb; sie schadet der Volkswirtschaft, den Konsumentinnen und Konsumenten; sie behindert die Mobilitätswende, welche wir so bestrebt sind zu fördern.
Ich bitte Sie daher nachdrücklich, diese Motion anzunehmen - im Interesse des Konsumentenschutzes, einer gesunden Volkswirtschaft ohne Handelshemmnisse und einer funktionierenden Mobilitätswende.
Parmelin Guy · BPR-M · Conseil fédéral · Vaud
La motion exige que l'ordonnance automobile, qu'on appelle OAVAuto, soit modifiée de manière à ce que la garantie du constructeur soit assurée indépendamment du canal de distribution en cas d'importation parallèle ou directe de véhicules à moteur. L'auteur de la motion, M. le conseiller national Pfister, explique son intervention en arguant que la possibilité de refuser la garantie n'est ni juridiquement ni économiquement justifiable. Ce n'est toutefois pas le cas, comme je vais essayer de vous l'expliquer ci-après.
Pour tous les véhicules automobiles, la garantie de deux ans s'applique, ce qui est prévu à l'article 210 du code des obligations. Les garanties allant au-delà sont laissées à l'appréciation du fabricant et des distributeurs. Il relève de la liberté économique des fabricants de proposer différents modèles de garantie. Ainsi, dans le cadre d'un système de distribution sélective, un constructeur peut limiter la garantie aux véhicules vendus par des distributeurs agréés ; en allemand, on parle de "zugelassene Händler". Ces distributeurs devront souvent réaliser d'importants investissements pour être admis dans le réseau de distribution sélective, pensez par exemple aux salles d'exposition. Une limitation de la garantie peut servir à protéger ces investissements. Elle est admissible selon la pratique de la Comco et le droit européen. Enfin, la limitation de la garantie du constructeur aux véhicules automobiles provenant du réseau de distribution officiel n'entraîne pas un cloisonnement du marché au sens de la loi sur les cartels. Même avec une telle restriction, les clients finaux et les distributeurs agréés en Suisse restent libres d'acheter des voitures bénéficiant d'une garantie du constructeur auprès de concessionnaires agréés à l'étranger. De même, ces concessionnaires peuvent vendre en Suisse des voitures bénéficiant d'une telle garantie. En outre, certains concessionnaires automobiles ne font pas usage de la possibilité de refuser la garantie et accordent également la garantie lorsque le véhicule est vendu à des clients en Suisse en dehors du système de distribution sélective.
Un cloisonnement du marché n'est donc pas apparent et, pour des raisons de politique de la concurrence, le Conseil fédéral estime qu'il n'y a pas lieu d'intervenir dans le cas présent. Il vous invite donc à rejeter la motion.
Vote
Le président (Page Pierre-André, président): Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 109 Stimmen
Dagegen ... 82 Stimmen
(1 Enthaltung)