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Dem Kaufkraftverlust der Renten in der zweiten Säule entgegenwirken

Meyer Mattea · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Mieten, Krankenkassenprämien und die Kosten des alltäglichen Bedarfs steigen - nicht so die Renten in der zweiten Säule. Die Entwicklung in den letzten Jahren in den Pensionskassen ist dramatisch für alle Arbeitnehmenden. Während die Beiträge gestiegen sind, sind die Rentenleistungen gesunken. Viele Arbeitnehmende haben in den letzten zwanzig Jahren ihre Beiträge in die zweite Säule ausgebaut, um den Verlust wenigstens teilweise zu kompensieren. Die Renten der zweiten Säule sind in den letzten zehn Jahren real über 4 Prozent gesunken, während sehr viele Pensionskassen finanziell gut dastehen. Kurz: Versicherte zahlen zwar immer mehr in die zweite Säule, kriegen aber weniger Rente daraus zurück.

Das bedeutet einen massiven Kaufkraftverlust. Während nämlich die AHV-Renten regelmässig und obligatorisch an die Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden, ist das in der zweiten Säule nicht der Fall. Die Pensionskassen können das zwar machen, darauf besteht aber kein gesetzlicher Anspruch. Nur eine Minderheit aller Kassen macht das.

Wenn das Leben immer teurer wird, die Renten aber nicht mithalten, dann klafft ein Loch im Portemonnaie, das insbesondere Pensionierte mit tiefen und mittleren Einkommen besonders stark spüren. Es braucht daher endlich einen Teuerungsausgleich auch in der zweiten Säule. Die Verfassung verlangt nämlich, dass die zweite Säule die Fortsetzung des gewohnten Lebensstandards oder der gewohnten Lebenshaltung ermöglicht. Ohne Teuerungsausgleich bei den Pensionskassenrenten geht das aber nicht.

Mit der vorliegenden Motion wird der Bundesrat beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen so anzupassen, dass die Renten aus der beruflichen Vorsorge, also aus den Pensionskassen, regelmässig der Teuerung angepasst werden. Ein Teuerungsausgleich könnte in Anlehnung an den Mischindex erfolgen, der für die Anpassung der AHV- und IV-Renten bereits verwendet wird. Selbstverständlich muss bei der Umsetzung den Pensionskassen auch eine angemessene Übergangsfrist gewährt werden.

Nichts tun aber bedeutet, den aktuellen und auch den zukünftigen Rentnerinnen und Rentnern zuzumuten, dass ihre Renten konstant an Wert verlieren.

Ich bitte Sie, der Motion zuzustimmen und die Kaufkraft der Pensionierten in diesem Land zu stärken.

Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Bundesrat · Jura

Le Conseil fédéral recommande le rejet de la présente motion pour les raisons suivantes. Une compensation du renchérissement des rentes lissée sur toute la durée de leur versement existe en quelque sorte déjà dans le deuxième pilier. Le taux de conversion minimal LPP comporte en effet une composante de promesse d'intérêt plus élevée que l'inflation. Sur les 6,8 pour cent du taux de conversion minimale, environ 5 pour cent correspondent à un taux d'intérêt réel somme toute attractif. Le capital converti en rentes est ainsi protégé contre l'inflation par cette projection d'intérêts.

Les rentes de survivants et d'invalidité de la prévoyance professionnelle obligatoire sont adaptées systématiquement à l'augmentation de l'indice des prix à la consommation, mais ce, jusqu'à l'âge ordinaire de la retraite. Toute adaptation supplémentaire des rentes de vieillesse, survivants et invalidité de la prévoyance professionnelle au renchérissement dépend des moyens financiers dont dispose chaque institution de prévoyance.

Il existe par ailleurs l'obligation légale adressée à l'organe suprême paritaire de décider chaque année si l'institution doit adapter ses rentes et dans quelle mesure elle souhaite le faire. Dans ce choix, l'organe suprême paritaire doit tenir compte de la situation financière de l'institution de prévoyance et respecter le principe de l'égalité de traitement entre les assurés actifs et les bénéficiaires de rentes.

Introduire une compensation supplémentaire obligatoire du renchérissement pour les rentes du deuxième pilier représenterait un coût supplémentaire considérable pour les institutions de prévoyance et on introduirait ainsi un financement croisé des actifs en faveur des rentiers.

Abstimmung

Le président (Page Pierre-André, président): Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 64 Stimmen

Dagegen ... 132 Stimmen

(0 Enthaltungen)

Schluss der Sitzung um 12.50 Uhr

La séance est levée à 12 h 50