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Améliorer les conditions générales régissant la participation des collaborateurs au capital de leur entreprise
Walti Beat · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Ziel dieses Postulates ist es, die Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligungen in der Wirtschaft zu verbessern bzw. mit einem Postulatsbericht die Ausgangslage dafür zu schaffen.
Mitarbeiterbeteiligungen sind ein etabliertes Instrument der Lohnpolitik. Allerdings gibt es im föderalistischen Vollzug eine beachtliche Vielfalt. In der Harmonisierung des Vollzuges, sprich in der Verbreitung der bestmöglichen Umsetzungsvarianten - neudeutsch "best practices" -, liegt ein erhebliches Potenzial für die Schweizer Volkswirtschaft, wenn solches denn mittels entsprechender Massnahmen gelingt.
Mitarbeiterbeteiligungen sind häufig ein wichtiges Element der Lohnpolitik von Unternehmen, und zwar von Unternehmen aller Grössen. Man denkt vielleicht spontan eher an grosse Unternehmen; ich denke, dass der Bekämpfer dann die grosse Keule der Kapitalismuskritik schwingen wird. Das ist aber nicht die Realität, auch sehr viele kleinere und mittlere Unternehmen, Stichwort KMU, kennen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Es ist zum Beispiel für Start-ups ein sehr wichtiges Instrument, um Mitarbeitende zu guten, attraktiven und ökonomischen Konditionen beteiligen zu können, aber auch bei etablierten Unternehmen ist das wichtig.
Es macht auch gesellschaftspolitisch Sinn, im Sinne einer partizipativen Wirtschaft die Mitarbeitenden am Unternehmenskapital zu beteiligen und damit sicherzustellen, dass ein Teil der Wertschöpfung bei den Mitarbeitenden ankommt. Es fördert nicht zuletzt das Verständnis der Mitarbeitenden für die wirtschaftlichen Zusammenhänge, in denen sich ein Unternehmen bewegt; das ist ganz wichtig, weil natürlich Mitarbeitende als Aktionärinnen und Aktionäre beispielsweise entsprechende Informationen zum Geschäftsgang erhalten, wie alle anderen Aktionärinnen und Aktionäre auch.
Wir beginnen hier nicht bei null. Wie gesagt, bestehen bereits klare Rahmenbedingungen und eine etablierte Praxis. Es geht jedoch vor allem darum, im steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Bereich Verbesserungspotenziale zu identifizieren, um das Potenzial solcher Programme weiter zu steigern. Abschliessend möchte ich erwähnen, dass dies gerade im internationalen Kontext von grosser Bedeutung ist, da solche Programme für Unternehmen ein wichtiges Instrument darstellen, um qualifizierte ausländische Mitarbeitende für eine Tätigkeit in der Schweiz zu gewinnen. Diese bringen oft eigene Vorstellungen solcher Beteiligungsprogramme mit, und ein sogenannter Swiss Finish kann dabei eine erhebliche Hürde darstellen, die das Verständnis und damit die Attraktivität einer Stelle in der Schweiz mindert, was gerade bei qualifizierten Arbeitskräften nicht wünschenswert und ökonomisch ineffizient ist.
In diesem Sinne freue ich mich sehr, dass der Bundesrat bereit ist, dieses Postulat entgegenzunehmen. Ebenso würde ich mich über eine ernsthafte, faktenbasierte Analyse freuen, um daraus Schlussfolgerungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligungen ziehen zu können.
Ich danke Ihnen, wenn Sie das Postulat unterstützen.
Christ Katja · 1VP-F · Conseil national · Bâle-Ville · Groupe vert'libéral
Präsidentin (Christ Katja, erste Vizepräsidentin): Das Postulat wird von Herrn Amoos bekämpft.
Amoos Emmanuel · Mit-M · Conseil national · Valais · Groupe socialiste
À première vue, ce postulat peut sembler relativement consensuel. Après tout, il demande simplement un rapport sur les participations du personnel au capital de leur entreprise. Il faut le reconnaître, dans certains contextes, ce modèle peut avoir un intérêt. Il existe déjà dans certaines entreprises, notamment dans les start-up ou dans des secteurs très qualifiés. Mais derrière cette apparente neutralité, ce postulat porte en réalité une orientation politique très claire. Il ne s'agit pas seulement d'observer une pratique existante, mais il s'agit selon l'auteur du postulat de faciliter des adaptations en matière de fiscalité et d'assurances sociales afin d'encourager ces formes de rémunération liées au capital.
C'est là que plusieurs questions importantes se posent. D'abord, à qui ce modèle profite-t-il réellement ? Soyons honnêtes - cela a d'ailleurs été dit par l'auteur du postulat -, la participation au capital concerne aujourd'hui principalement des cadres, des hauts revenus, des entreprises technologiques ou des sociétés ayant déjà une forte capacité financière. Pour la grande majorité des salariés et des salariées de notre pays, les préoccupations sont clairement ailleurs. Leurs préoccupations concernent principalement les primes maladies, les loyers, le coût de la vie, les salaires ou encore la stabilité de l'emploi. Très peu de travailleuses et de travailleurs ont la possibilité réelle d'investir une partie de leurs revenus ou de leur patrimoine dans leur propre entreprise. Beaucoup n'ont tout simplement pas les moyens de prendre ce risque ; car, oui, il y a aussi une question de risque. Quand une personne dépend de son entreprise à la fois pour son salaire et pour son patrimoine, elle concentre toute sa sécurité économique au même endroit. Si l'entreprise traverse des difficultés, elle peut perdre son emploi, mais aussi une partie de son épargne. C'est pourquoi je vous demande d'être prudent avant de présenter ces mécanismes comme un modèle à encourager largement.
Ensuite, ce postulat pose une question importante pour notre système social. L'auteur demande explicitement d'examiner les simplifications fiscales et des adaptations dans le domaine des assurances sociales. Autrement dit, faut-il créer des formes de rémunération bénéficiant d'un traitement plus avantageux que le salaire classique ? Et si oui, avec quelles conséquences pour le financement de l'AVS et de nos assurances sociales ? Le travail doit continuer à contribuer de manière équitable à notre solidarité collective, quelle que soit la forme de rémunération choisie.
Enfin, ce postulat encourage aussi l'identification et la diffusion de bonnes pratiques cantonales. Nous devons toutefois être attentifs à ne pas alimenter une nouvelle forme de concurrence fiscale ou réglementaire entre cantons, au bénéfice d'une minorité d'entreprises ou de profils déjà privilégiés.
Le rôle de la politique n'est pas seulement d'encourager des instruments financiers innovants ; notre responsabilité est aussi de garder les pieds dans la réalité vécue par la majorité des travailleuses et travailleurs de ce pays. Aujourd'hui, cette réalité, ce sont des ménages qui voient leur pouvoir d'achat sous pression. Ce sont des salariés et des salariées qui demandent avant tout des salaires justes, des protections solides et de la sécurité. Pour toutes ces raisons, nous devons considérer ce postulat avec beaucoup de prudence.
Keller-Sutter Karin · BR-F · Conseil fédéral · St-Gall
Der Bundesrat ist bereit, hier dieses Postulat entgegenzunehmen. Es wurde bereits ausgeführt: Die Grundsätze zur Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen wurden mit dem Bundesgesetz über die Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen im Grundsatz verankert. Dieses Gesetz ist seit dem 1. Januar 2013 in Kraft. Ein Problem ist aber, dass bis anhin die Kantone teilweise unterschiedliche Besteuerungspraxen entwickelt haben. Es ist nur schon wegen der Rechtssicherheit und der Überprüfung dieser Situation eigentlich geboten, dass man das einmal anschaut. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat zudem das Kreisschreiben 37 über die Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen, letztmals überarbeitet am 30. Oktober 2020, publiziert. Es ist deshalb also sicherlich gut, wenn man die Fragen überprüft. Es gibt in der Schweiz eine einheitliche Regelung zur Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen; aber Sie kennen das: Es können sich dann trotzdem unterschiedliche Praxen entwickeln, auch in den Kantonen. Von daher ist es sicherlich angezeigt, dass man das anschaut.
Vote
Präsidentin (Christ Katja, erste Vizepräsidentin): Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 151 Stimmen
Dagegen ... 37 Stimmen
(2 Enthaltungen)