26.9001
Communications du président
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben einen heissen Sommer hinter uns. Die Monate Juni bis August waren in der Schweiz die heissesten seit Messbeginn. Im Sommer 2026 lag die Temperatur 3,4 Grad über dem Durchschnitt der letzten dreissig Jahre. Dazu gab es nach dem trockenen Frühling auch sehr wenig Niederschlag und eine starke Verdunstung. Die Folgen haben wir alle erlebt: die Übersterblichkeit aufgrund der Hitze, das Verschwinden der Gletscher und in der Landwirtschaft die Ernteeinbussen sowie das bereits jetzt fehlende Futter für das Vieh.
Die Meteorologen rechnen damit, dass in der Schweiz die Temperatur im Sommer auch in Zukunft überdurchschnittlich ansteigt; darauf müssen wir uns einstellen. Wir müssen anders mit unseren Wasserreserven umgehen, die Landwirtschaft für heissere und trockenere Sommer fit machen und die Häuser und Städte auf Kühlung statt auf Sonnenlicht ausrichten. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass ein grosser Teil der Welt von ähnlichen oder noch dramatischeren Veränderungen aufgrund des Klimawandels betroffen ist und an vielen Orten die Mittel für die Anpassung nicht vorhanden sind.
Die Temperaturen sind jetzt zwar wieder gesunken, aber es liegt auch ein heisser Herbst vor uns: Wir haben in dieser Session viele heftig umkämpfte Geschäfte zu behandeln. Wir beginnen mit dem Mercosur-Freihandelsabkommen und befassen uns dann mit den Fragen, wie viele Eigenmittel unsere Grossbanken haben müssen, wie der zusätzliche Finanzbedarf der Armee gedeckt werden kann und wie wir die Beziehungen zum umliegenden Europa gestalten. Es wird in dieser Session also viel zu diskutieren geben.
Ich erlaube mir deshalb, gleich zu Beginn an Sie zu appellieren: Vergessen Sie in der Hitze der Debatte nicht, dass in diesem Rat alle die Freiheit haben, sich jederzeit zu allem zu äussern, dass damit aber auch eine Verantwortung verbunden ist, nämlich die Verantwortung, sich kurz zu halten, sich nicht zu wiederholen und sich sachlich und nicht polemisch zu äussern. Ich bin sicher, dass wir auf diese Weise unsere umfangreichen Beratungen in dieser Session gut zu Ende bringen werden.
Es hat noch einige Änderungen am Programm der Herbstsession gegeben - Sie erhalten in Kürze die Liste der Anpassungen. Das Programm ist in dieser Session ausserordentlich befrachtet, weil wir in der dritten Woche vor allem das Geschäft 26.023, die Bilateralen III, behandeln werden. Das bedeutet, dass die Sitzungen auch in der ersten und zweiten Woche recht gut gefüllt sind. Wir werden am Mittwoch der ersten Woche und am Mittwoch und Donnerstag der dritten Woche Nachmittagssitzungen durchführen. Am Montag beginnen die Sitzungen jeweils eine Stunde früher als üblich. Das Ende der Sitzung am Montag der zweiten und dritten Woche ist nicht festgelegt, diese Sitzungen können bis in den späten Abend hinein dauern. Ich danke Ihnen, dass Sie diesen Besonderheiten in Ihrer Agenda Rechnung tragen.
Noch ein Wort zu den Unterlagen für die Bilateralen III: Sie haben diese Unterlagen aufgrund ihres Umfangs bereits heute in einem Ordner ausgeteilt erhalten. Darin finden Sie auch eine Übersicht über den Verlauf der Debatte, weil diese etwas vom üblichen linearen Verfahren abweicht. Die genaue Abfolge der Wortmeldungen in der Eintretensdebatte werden wir im Laufe dieser Woche noch abschliessend klären und Ihnen mitteilen.
Am Mittwoch der zweiten Woche werden wir den traditionellen Ständeratsausflug durchführen. Ich lade Sie alle ein, mit mir zusammen nach Chur zu reisen, um in dieser herausfordernden Session auch ein paar entspanntere Stunden miteinander verbringen zu können.
Zur Beratung der heutigen Geschäfte begrüsse ich Herrn Bundespräsident Guy Parmelin bei uns.