23.4078
Soutenir les entreprises formatrices
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Antrag der Kommission
Annahme der modifizierten Motion
Proposition de la commission
Adopter la motion modifiée
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Es liegt Ihnen ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Die Kommission beantragt einstimmig, die Motion gemäss ihrem Änderungsantrag in Ziffer 4 des Berichtes anzunehmen.
Würth Benedikt · Mit-M · Conseil des Etats · St-Gall · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Die Motion Sollberger, "Lehrbetriebe entlasten", verlangt regulatorische und administrative Erleichterungen sowie Steuerabzüge für Lehrbetriebe. Die WBK-S hat mit 11 zu 0 Stimmen die Forderung in einen Prüfauftrag umformuliert. Der Bundesrat soll unter Einbezug der Verbundpartner die Wirksamkeit einzelner Entlastungs- und Förderungsmassnahmen aufzeigen. Damit haben wir eine Grundlage, um die Mittel dort einzusetzen, wo sie für Fachkräfte und Lehrbetriebe den grössten Nutzen generieren.
Die Kommission nimmt damit auch die durchaus berechtigte Kritik des Bundesrates auf. Sie ist aber angesichts der Herausforderungen in der Berufsbildung der Meinung, dass das Thema tatsächlich virulent und eine Prüfung erforderlich ist. Wir laden den Bundesrat auch ein, an seinen veröffentlichten Bericht "Erhalt und Schaffung von Lehrstellen - Erfolgsfaktoren und Herausforderungen" anzuknüpfen. Man kann dort ansetzen, und dann eben zusammen mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt dafür sorgen, dass Unternehmen optimale Rahmenbedingungen für die Ausbildung von Lernenden vorfinden. Daraus Massnahmen abzuleiten, soll das Ziel der abgeänderten Motion sein.
Der Nationalrat seinerseits hatte die Motion in der Ursprungsversion mit 127 zu 63 Stimmen bei 5 Enthaltungen angenommen.
Insbesondere mit den Analysen wollen wir konkret aufzeigen lassen: Erstens, welche Entlastungsmassnahmen für Lehrbetriebe effektiv wirksam sind; zweitens, welche Fördermöglichkeiten bestehen oder weiterentwickelt werden können, um die Ausbildungsbereitschaft zu stärken und die Gewinnung von zusätzlichen Ausbildungsbetrieben zu fördern; drittens, in welchen Bereichen ein gezielter Regulierungsabbau möglich ist. Mit diesem Vorgehen kann auch den grossen Unterschieden zwischen den Branchen und Regionen angemessen Rechnung getragen werden. Zudem kann die Praxis direkt einbezogen werden, um die effektive Regulierungslast zu ermitteln.
Wir sind der Meinung, dass der Handlungsbedarf gegeben ist. Auch die Verwaltung hat den abgeänderten Motionstext, so wie er nun vorliegt, in der Kommission unterstützt. Ich gehe davon aus, dass auch der Bundesrat dieser abgeänderten Version zustimmen kann.
Wir nehmen zur Kenntnis - und da beziehe ich mich auf den Bildungsbericht Schweiz 2026, der im Frühling erschienen ist -, dass es für die Berufsbildung in der Schweiz durchaus Warnsignale gibt. Es gibt eine Stagnation der Abschlussquote auf Sekundarstufe II, sogar einen gewissen Rückgang. Das 95-Prozent-Ziel wird klar nicht erreicht, gewisse Kantone und Regionen sind sogar deutlich darunter. Diese Warnsignale müssen wir ernst nehmen. Stellenweise gibt es auch einen Rückgang der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe. All das müssen wir als Warnsignale auffassen und wir müssen rechtzeitig handeln.
Die Bildungspolitik insgesamt steht vor grossen Herausforderungen. Sie haben zur Kenntnis genommen, dass sich die Grundkompetenzen weiter verschlechtert haben. Ich finde, man geht hier immer relativ locker über das Thema der Pisa-Studien hinweg. Aber wir haben uns verschlechtert. Das spürt die Wirtschaft, das spüren die Ausbildungsbetriebe. Das führt auch dazu, dass wir da und dort einen Rückgang haben. Wir müssen hier dringend ansetzen - nicht nur auf Ebene der Berufsbildung, sondern auch auf Ebene der Grundbildung.
Die neuesten Ergebnisse der OECD-Erhebung sind wirklich schlecht, das muss so deutlich gesagt werden. Hier nichts zu tun, wäre fahrlässig und unverantwortlich. Vor diesem Hintergrund bittet Sie die Kommission, die Motion in ihrer abgeänderten Fassung anzunehmen. Wie erwähnt gehe ich davon aus, dass sich auch der Bundesrat hier unserer Lösung anschliessen kann.
Regazzi Fabio · Mit-M · Conseil des Etats · Tessin · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Die duale Berufslehre ist ein Kerngeschäft der Unternehmen in der Schweiz. Ich spreche hier natürlich auch als Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands. Über 200 000 Lernende sind jährlich in einer entsprechenden Ausbildung. Rund 60 000 Lehrbetriebe bilden Lernende in der beruflichen Grundbildung aus. Eine besondere Rolle spielen dabei die kleinen und mittelgrossen Unternehmen. Sie bieten rund 70 Prozent der Ausbildungsplätze an. Obwohl die Zahlen der Ausbildungsbetriebe und der Lehrstellen recht stabil sind, müssen wir für gute Rahmenbedingungen sorgen.
Cette motion charge le Conseil fédéral de lutter contre la pénurie croissante de main-d'oeuvre qualifiée en prenant des mesures de soutien ciblées en faveur des entreprises formatrices, telles que des déductions fiscales, des allègements réglementaires et administratifs ou le développement de réseaux d'entreprises formatrices. Le cadre juridique sera adapté si nécessaire.
Diese Motion ist aus folgenden Gründen zu unterstützen:
Erstens fordert sie eine Entlastung der Lehrbetriebe. Das unterstütze ich. Eine Berufslehre ist anspruchsvoll und fordert die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Unternehmen. Ich weiss, wovon ich spreche, da in meinem Betrieb etwa zehn Lehrlinge jährlich ausgebildet werden. Gerade für kleine Unternehmen ist eine Entlastung wichtig. Erst vor 14 Tagen haben die Dachverbände der Wirtschaft Ergebnisse einer Umfrage präsentiert, die bei rund 3000 Firmen gemacht worden war. Diese kommt zum Schluss, dass die Grundkompetenzen der Schülerinnen und Schüler - also Rechnen, Schreiben und Lesen, Texte verstehen - gestärkt werden müssen und dass Ausbildungsbetriebe mit zusätzlichem Aufwand rechnen müssen. Jede Entlastung administrativer oder finanzieller Art führt bei kleineren Unternehmen zu mehr Ressourcen für die Ausbildung von Lernenden.
Zweitens wollen wir nicht, dass die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen sinkt. Also müssen wir schauen, dass zumindest in der Ausbildung von Lernenden die administrativen und finanziellen Aufwände nicht steigen.
Aus all diesen Gründen bitte ich Sie, die Motion in der abgeänderten Version zu unterstützen, damit das SBFI zusammen mit den Sozialpartnern entsprechende Massnahmen zur Entlastung der Lehrbetriebe treffen kann.
Parmelin Guy · BPR-M · Conseil fédéral · Vaud
Votre commission propose de modifier le texte de la motion pour la transformer en mandat d'examen, comme M. Würth vient de l'expliquer. Cet examen est déjà en cours depuis une année dans le cadre du projet "Attrait de la formation professionnelle". J'interprète donc la proposition de la commission comme un soutien aux travaux en cours.
En ce sens, la proposition de votre commission tient également compte de la proposition du Conseil fédéral ; je peux donc m'y rallier.
Engler Stefan · P-M · Conseil des Etats · Grisons · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Präsident (Engler Stefan, Präsident): Der Bundesrat schliesst sich dem Antrag der Kommission an.
Angenommen - Adopté