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Clarifier les compétences respectives de la Confédération et des cantons dans la lutte contre le crime organisé
Hässig Patrick · Mit-M · Conseil national · Zurich · Groupe vert'libéral
Menschenhandel, Ausbeutung, Geldwäscherei, Cyberkriminalität, Drogenhandel, illegales Glücksspiel usw. - es sind sehr viele Themen. Die Schweiz ist attraktiv für organisierte Kriminalität, und zwar als Transitland, als Umschlagplatz und als Zielmarkt. Zu diesem Schluss kommt der neueste Jahresbericht des Fedpol. Die Zahlen zeigen klar, dass die organisierte Kriminalität zunimmt. Das ist nicht nur eine abstrakte Bedrohung - es ist ein konkretes Risiko für unsere Wirtschaft, für unseren Rechtsstaat und letztlich für das Vertrauen in unsere direktdemokratischen Institutionen.
Diese kriminellen Netzwerke agieren international, hochgradig flexibel und technologisch auf dem neuesten Stand. Sie nutzen digitale Plattformen, verschlüsselte Kommunikation und komplexe Finanzstrukturen. Sie kennen keine Kantonsgrenzen, und sie machen auch nicht vor Landesgrenzen Halt. Unsere Sicherheitsarchitektur hingegen ist föderal organisiert. Das ist grundsätzlich eine Stärke unseres Systems, aber gerade bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität stösst diese Aufgabenteilung zunehmend an ihre Grenzen. Wenn Zuständigkeiten unklar sind oder sich überschneiden, entstehen Lücken - Lücken, die von kriminellen Organisationen gezielt ausgenutzt werden. Wenn Informationen nicht rechtzeitig fliessen, Verfahren nicht optimal koordiniert sind oder Kompetenzen unklar verteilt sind, verlieren wir wertvolle Zeit - Zeit, die wir im Kampf gegen professionelle und gut vernetzte Täter schlicht nicht haben.
Mehrere Berichte und Analysen, insbesondere der Bericht der Aufsichtsbehörde der Bundesanwaltschaft (AB-BA), haben in den letzten Jahren auf genau diese Schwachstellen hingewiesen. Sie zeigen, dass die Fragmentierung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Kantonen die Zusammenarbeit erschwert. Sie führt zu Doppelspurigkeiten oder im schlimmsten Fall dazu, dass sich niemand zuständig fühlt. Beides ist problematisch. Dabei geht es nicht darum, den Föderalismus grundsätzlich in Frage zu stellen. Im Gegenteil: Es geht darum, ihn zukunftsfähig zu machen. Es geht darum, klare Zuständigkeiten zu definieren, Schnittstellen zu verbessern und die Zusammenarbeit gezielt zu stärken. Bund und Kantone müssen ihre Kräfte bündeln - nicht nebeneinander, sondern miteinander.
Eine eindeutige Klärung der Zuständigkeiten schafft Transparenz. Sie schafft Effizienz und stärkt die Schlagkraft unserer Behörden. Gerade in komplexen Fällen, die mehrere Kantone oder internationale Verflechtungen betreffen, brauchen wir klare Führungsstrukturen und verlässliche Koordinationsmechanismen. Das vorliegende Postulat verlangt genau das: eine fundierte Analyse der heutigen Situation und konkrete Vorschläge, wie die Zusammenarbeit verbessert werden kann. Es ist kein radikaler Eingriff, sondern ein pragmatischer Schritt - ein Schritt, der uns hilft, bestehende Strukturen kritisch zu überprüfen und gezielt weiterzuentwickeln. Wir schulden es der Bevölkerung, dass wir alles daransetzen, die organisierte Kriminalität wirksam zu bekämpfen. Wir schulden es auch den vielen engagierten Mitarbeitenden bei Polizei und Justiz, sicherzustellen, dass sie unter klaren und effizienten Rahmenbedingungen arbeiten können.
Deshalb bitte ich Sie: Unterstützen Sie das Postulat, wie es auch der Bundesrat tut. Helfen Sie mit, die Zuständigkeiten zu klären, die Zusammenarbeit zu stärken und damit die Sicherheit in unserem Land nachhaltig zu verbessern.
Page Pierre-André · P-M · Conseil national · Fribourg · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Le président (Page Pierre-André, président): Le postulat est combattu par M. Bühler.
Bühler Manfred · Mit-M · Conseil national · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Le postulat Hässig Patrick charge le Conseil fédéral de rédiger un rapport sur un sujet épineux, à savoir la répartition des compétences entre la Confédération et les cantons pour la poursuite pénale, plus particulièrement sur les questions de crime organisé.
L'auteur du postulat veut manifestement jeter les bases d'une centralisation plus poussée de la poursuite pénale auprès du Ministère public de la Confédération. En effet, le chiffre 1 vise à savoir si la répartition des compétences, selon les articles 57 de la Constitution et 23 du code de procédure pénale, est encore appropriée. Le chiffre 2 est plus explicite, puisqu'il vise à étudier si une centralisation de la poursuite de la criminalité organisée serait une bonne chose. Le chiffre 3 est moins problématique, puisqu'il s'intéresse à améliorer la collaboration entre d'autres services, comme les douanes, les polices ou le Service de renseignement de la Confédération et le Ministère public de la Confédération.
Je vous propose de rejeter ce postulat pour les raisons suivantes.
De manière générale, la poursuite pénale a besoin de calme et de stabilité pour faire son travail sereinement. Les réformes incessantes en la matière n'apportent pas d'amélioration sensible. Une plus grande stabilité des structures et des compétences permet à ces autorités importantes de travailler dans le calme sur le fond plutôt que de sans cesse devoir réadapter les formes.
Au-delà de cet aspect général, rien ne permet de penser que concentrer davantage de compétences dans le Ministère public de la Confédération améliorerait le combat contre la criminalité organisée. En effet, celle-ci est par nature difficile à saisir, quelle que soit l'autorité qui s'en occupe. Les polices et les ministères publics cantonaux et fédéraux sont rompus à travailler ensemble, déjà aujourd'hui. Rien ne permet de penser que des résultats sensiblement meilleurs pourraient être obtenus en centralisant davantage la poursuite pénale au plan fédéral. Certes, quelques processus administratifs et de délimitations de compétences pourraient être économisés, mais ce qui compte en matière de poursuite pénale, c'est la clairvoyance des procureurs et leur capacité à entreprendre les bonnes actions rapidement pour débusquer les auteurs et les preuves pertinentes. Que ceci soit fait par un procureur cantonal ou fédéral ne joue pas, à mes yeux, un rôle déterminant.
La question soulevée par le postulat a du reste déjà été traitée de long en large dans le rapport en réponse au postulat Jositsch 19.3570 rendu le 11 octobre 2023, dans lequel il est relevé que la majorité du groupe de travail est d'avis que le système est globalement correct et que d'éventuelles réformes ne devraient concerner que des points de détail. Le Conseil fédéral, dans ce rapport de 2023, partage cet avis et ne voit pas de besoin de réforme de fond des compétences du Ministère public de la Confédération.
Considérant l'architecture fondamentalement fédéraliste de notre poursuite pénale - la compétence des cantons par défaut et la subsidiarité -, je vous propose de rejeter ce postulat pour ne pas rouvrir un dossier clos il y a moins de trois ans. Laissons les autorités travailler dans leur cadre actuel, faisons-leur confiance et évitons de demander un travail de singe à une administration qui a bien assez à faire.
Jans Beat · BR-M · Conseil fédéral · Bâle-Ville
Der Bundesrat beantragt Ihnen, das Postulat anzunehmen.
Das Postulat verlangt vom Bundesrat eine Überprüfung der heutigen Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität. In der Begründung des Postulates ist aufgeführt, dass in der 2023 veröffentlichten Bestandesaufnahme der behördlichen Instrumente zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität in der Schweiz eine fragmentierte Kompetenzaufteilung festgestellt wurde. Die Bestandesaufnahme weist entsprechend auch auf den dadurch entstehenden Koordinationsbedarf hin.
Wir haben in der Zwischenzeit wichtige Meilensteine für eine verstärkte Bekämpfung der organisierten Kriminalität erreicht. Seit Ende 2025 liegt die neue und erste Strategie der Schweiz zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität vor. Sie ist gemeinsam von Bund und Kantonen erarbeitet und verabschiedet worden. Die Strategie legt fest, wie wir gemeinsam die organisierte Kriminalität bekämpfen wollen. Die Verbesserung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit ist ein Schwerpunkt der Strategie. Ziel ist es, die Zusammenarbeit unter den Kantonen sowie zwischen Bund und Kantonen weiter zu stärken. Dafür wird es neben organisatorischen Optimierungen auch gesetzliche Anpassungen brauchen, dies insbesondere dann, wenn die Massnahmen mehrere Staatsebenen betreffen, wie beispielsweise bei der Etablierung des schweizweiten raschen Datenaustausches über die polizeiliche Abfrageplattform Polap.
Die Umsetzung der Strategie läuft bereits. Eine Arbeitsgruppe unter der Federführung des Fedpol konkretisiert diese Massnahmen und Zuständigkeiten bis Ende Jahr in einem nationalen Aktionsplan. Bis Ende 2027 soll zudem eine Vernehmlassungsvorlage für ein Gesetzespaket zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität vorliegen. Die betroffenen Stellen von Bund und Kantonen arbeiten dafür eng zusammen. Das Anliegen des Postulates kann im Rahmen dieser Arbeiten aufgenommen werden.
Der Bundesrat beantragt deshalb, dieses Postulat anzunehmen.
Vote
Le président (Page Pierre-André, président): Le Conseil fédéral propose d'adopter le postulat.
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 131 Stimmen
Dagegen ... 62 Stimmen
(0 Enthaltungen)