AS 1999 2703
Verordnung
über ein befristetes Arbeitsverbot für Asylsuchende
und vorläufig Aufgenommene
vom 25. August 1999
Der Schweizerische Bundesrat,
gestützt auf Artikel 9 Absatz 2 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 19791,
verordnet:
Art. 1 Befristetes Arbeitsverbot
Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen, die ab dem1. September 1999 in die Schweiz eingereist sind, darf in Abweichung von Artikel 21 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 bzw. von Artikel 43 des Asylgesetzes vom 26. Juni 19982 und
Artikel 14c Absatz 3 des Bundesgesetzes vom 26. März 19313 über Aufenthalt und
Niederlassung der Ausländer bis am 31. August 2000 keine Erwerbstätigkeit bewilligt werden.
Vom befristeten Arbeitsverbot nach Absatz 1 ausgenommen sind Personen, die an Beschäftigungs- und Bildungsprogrammen nach Artikel 2 dieser Verordnung oder an gemeinnützigen Beschäftigungsprogrammen nach Artikel 21 Absatz 3 des Asylgesetzes vom 5. Oktober 1979 bzw. nach Artikel 43 Absatz 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 19984 teilnehmen, sowie Personen, die bereits früher eine Bewilligung zur Erwerbstätigkeit erhalten haben.
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) erlässt die notwendigen Weisungen.
Art. 2 Beschäftigungs- und Bildungsprogramme
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) stellt in Zusammenarbeit mit dem EJPD, für Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene, Beschäftigungs- und Bildungsprogramme bereit.
Art. 3 Verhältnis zum neuen Asylgesetz
Ab1. Oktober 1999 findet diese Verordnung auch auf Schutzbedürftige nach den Artikeln 66 ff. des Asylgesetzes vom 26. Juni 19985 sinngemäss Anwendung.
Art. 4 Inkrafttreten und Geltungsdauer
Diese Verordnung tritt am1. September 1999 in Kraft und gilt bis zum 31. August 2000.
25. August 1999 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Die Bundespräsidentin: Ruth Dreifuss 10567 Der Bundeskanzler: François Couchepin