AS 2003 4793
Verordnung
über die Änderung von Verordnungen
im Zusammenhang mit dem Gentechnikgesetz
vom 19. November 2003
Der Schweizerische Bundesrat
verordnet:
I
Die nachstehenden Verordnungen werden wie folgt geändert:
1. Arzneimittelverordnung vom17. Oktober 20011 gestützt auf die Artikel 9 Absatz 3, 11 Absatz 2, 12 Absatz 2, 14 Absatz 3, 23 Absatz 3, 27 Absatz 3, 41 und 82 des Heilmittelgesetzes vom15. Dezember 20002 (HMG) und auf Artikel 17 des Gentechnikgesetzes vom21. März 20033 (GTG), sowie in Ausführung des Bundesgesetzes vom6. Oktober 19954 über die
Art. 15 Abs. 2
Auf dem für die Abgabe bestimmten Behälter, auf der äusseren Packung sowie in der Packungsbeilage (Patienteninformation) ist der Hinweis «enthält gentechnisch verändertes X», «enthält genetisch verändertes X», «besteht aus gentechnisch verändertem X» oder «besteht aus genetisch verändertem X» anzubringen. In der Arzneimittel-Fachinformation muss die Art des GVO und der gentechnischen Veränderung angegeben werden.
2. Freisetzungsverordnung vom25. August 19995 gestützt auf die Artikel 29c Absätze2 und 3, 29d Absätze2 und 4, 29f, 38 Absatz 3,
Absatz 1, 41 Absätze2 und 3, 44 Absatz 3, 46 Absätze2 und 3, 48 Absatz 2 und 59b des Umweltschutzgesetzes vom7. Oktober 19836 (USG), die Artikel 11 Absatz 2, 12 Absatz 2, 14, 19, 20, 24 Absätze2 und 3, 25 und 34 des Gentechnikgesetzes vom21. März 20037 (GTG) und die Artikel 29a Absätze2 und 3 sowie 29d des Epidemiengesetzes vom18. Dezember 19708 sowie in Ausführung von Artikel 19 des Übereinkommens vom5. Juni 19929 über die biologische Vielfalt und des Bundesgesetzes vom6. Oktober 199510 über die technischen Handelshemmnisse (THG),
Art. 10 Abs. 2 Klammerhinweis
Gliederungstitel vor Art. 40a
Kapitel 3a Rechtspflege
Art. 40a
Gegen Verfügungen des BUWAL kann bei der Rekurskommission UVEK Beschwerde erhoben werden. Dasselbe gilt für Verfügungen letzter kantonaler Instanzen oder Dritter, die Vollzugsaufgaben des BUWAL wahrnehmen.
3. Einschliessungsverordnung vom25. August 199911 gestützt auf die Artikel 29b Absätze2 und 3, 29f, 38 Absatz 3, 39 Absatz 1, 41 Absätze2 und 3, 44 Absatz 3, 46 Absätze2 und 3, 48 Absatz 2 und 59b des Umweltschutzgesetzes vom7. Oktober 198312 (USG), die Artikel 10 Absatz 2, 14, 19, 20, 24 Absätze2 und 3, 25 und 34 des Gentechnikgesetzes vom21. März 200313 (GTG) und die Artikel 29c Absätze2 und 3 sowie 29d des Epidemiengesetzes vom
18. Dezember 197014,
Art. 11 Abs. 1 Klammerhinweis
Gliederungstitel vor Art. 29a
Kapitel 3a Rechtspflege
Art. 29a
Gegen Verfügungen des BUWAL kann bei der Rekurskommission UVEK Beschwerde erhoben werden. Dasselbe gilt für Verfügungen letzter kantonaler Instanzen oder Dritter, die Vollzugsaufgaben des BUWAL wahrnehmen.
4. Lebensmittelverordnung vom1. März 199515 gestützt auf das Lebensmittelgesetz (LMG) vom9. Oktober 199216, auf Artikel 31 des Epidemiengesetzes vom18. Dezember 197017, und auf Artikel 17 des Gentechnikgesetzes vom21. März 200318 (GTG),
Art. 22b Abs. 1, 2, 3, 5, 6
Betrifft nur den französischen und italienischen Text Titel vor Anhang 1 Übergangsbestimmungen zur Änderung vom19. November 2003 Betrifft nur den französischen und italienischen Text.
5. Saatgut-Verordnung vom7. Dezember 199819 gestützt auf die Artikel 148a Absatz 3, 159a, 160 Absätze 1–5, 161, 162, 164 und 177 des Landwirtschaftsgesetzes vom29. April 199820 (LwG) und auf Artikel 17 des Gentechnikgesetzes vom21. März 200321 (GTG),
Art. 14a Abs. 4
Das Bundesamt veröffentlicht nach Zustimmung des BUWAL und des Bundesamtes für Gesundheit ein Verzeichnis derjenigen gentechnisch veränderten Organismen, die die Anforderungen nach Absatz 3 erfüllen.
Art. 17 Abs. 4bis
Etiketten von Packungen mit gentechnisch verändertem Material müssen den Hinweis «X gentechnisch verändert» oder «X genetisch verändert» enthalten. Auf den Hinweis kann verzichtet werden bei Packungen von Material, die unbeabsichtigte Spuren von bewilligten oder nach Artikel 14a Absatz 3 zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen enthalten und deren Anteil nicht 0,5 Prozent überschreitet.
Art. 23a Übergangsbestimmung zur Änderung vom19. November 2003
Bis zum31. Dezember 2005 prüfen die beteiligten Bundesstellen, ob die bisher im Verzeichnis nach Artikel 14a Absatz 4 aufgeführten gentechnisch veränderten Organismen auch die Anforderungen des Gentechnikgesetzes vom21. März 2003 erfüllen, und entscheiden, ob diese Organismen weiterhin im Verzeichnis aufgeführt werden können. Gentechnisch veränderte Organismen, welche diese Anforderungen nicht erfüllen, dürfen noch bis ein Jahr nach dem Entscheid der beteiligten Bundesstellen, höchstens bis zum31. Dezember 2006 ausgesät werden.
6. Pflanzenschutzmittel-Verordnung vom23. Juni 199922 gestützt auf die Artikel 148a Absatz 3, 158 Absatz 2, 159a, 160 Absätze 1–7, 161, 164, 168 und 177 des Landwirtschaftsgesetzes vom29. April 199823 (LwG), auf Artikel 29a des Epidemiengesetzes vom10. Dezember 197024, auf die Artikel 29 und 29d Absätze2 und 4 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 198325 (USG), auf Artikel 17 des Gentechnikgesetzes vom21. März 200326 (GTG) und auf die Artikel 9 und 10 des Lebensmittelgesetzes vom9. Oktober 199227 (LMG), sowie in Ausführung des Bundesgesetzes vom6. Oktober 199528 über die
Art. 25 Deklaration gentechnisch veränderter Pflanzenschutzmittel
Pflanzenschutzmittel, die aus gentechnisch veränderten Organismen bestehen oder solche enthalten, müssen auf der Etikette mit dem Hinweis «aus gentechnisch verändertem X» oder «aus genetisch verändertem X» gekennzeichnet sein.
Pflanzenschutzmittel,die unbeabsichtigte Spuren von bewilligten gentechnisch veränderten Organismen von weniger als einem Masseprozent enthalten, kann das Bundesamt im Einvernehmen mit den andern am Zulassungsverfahren beteiligten Ämtern im Einzelfall von der Deklarationspflicht befreien.
7. Dünger-Verordnung vom10. Januar 200129 gestützt auf die Artikel 148a Absatz 3, 158 Absatz 2, 159a, 160 Absätze 1–5, 161, 164 und 177 des Landwirtschaftsgesetzes vom29. April 199830 (LwG), auf Artikel 29 Absatz 1 des Umweltschutzgesetzes vom7. Oktober 198331 (USG), auf Artikel 17 des Gentechnikgesetzes vom21. März 200332 (GTG) auf Artikel 10 des Tierseuchengesetzes vom1. Juli 196633 (TSG), und auf die Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe c und 27 Absatz 2 des Gewässerschutzgesetzes vom24. Januar 199134 (GSchG) sowie in Ausführung des Bundesgesetzes vom6. Oktober 199535 über die
Art. 25 Deklaration gentechnisch veränderter Dünger
Dünger, die aus gentechnisch veränderten Organismen bestehen oder solche enthalten, müssen mit dem Hinweis «aus gentechnisch verändertem X» oder «aus genetisch verändertem X» gekennzeichnet sein.
Dünger, die unbeabsichtigte Spuren von bewilligten gentechnisch veränderten Organismen von weniger als einem Masseprozent enthalten, kann das Bundesamt im Einvernehmen mit den andern am Zulassungsverfahren beteiligten Ämtern im Einzelfall von der Deklarationspflicht befreien.
8. Futtermittel-Verordnung vom26. Mai 200136 gestützt auf die Artikel 148a Absatz 3, 158 Absatz 2, 159a, 160 Absätze 1–5, 161, 164 und 177 des Landwirtschaftsgesetzes vom29. April 199837 (LwG),
Artikel 29 des Umweltschutzgesetzes vom7. Oktober 198338 (USG),
Artikel 17 des Gentechnikgesetzes vom21. März 200339 (GTG),
Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe c des Gewässerschutzgesetzes vom24. Januar 199140
(GSchG) sowie in Ausführung des Bundesgesetzes vom6. Oktober 199541 über die technischen Handelshemmnisse (THG),
Art. 23 Deklaration gentechnisch veränderter Futtermittel
Ausgangsprodukte und Einzelfuttermittel, Zusatzstoffe, Silierungszusätze und Diätfuttermittel sowie Mischfuttermittel, die zugelassene gentechnisch veränderte Organismen enthalten oder aus zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen hergestellt sind, müssen mit dem Hinweis «aus gentechnisch verändertem X» oder «aus genetisch verändertem X» gekennzeichnet sein.
Auf die Kennzeichnung kann verzichtet werden, wenn die Futtermittel unbeabsichtigt zugelassene gentechnisch veränderte Organismen enthalten oder unbeabsichtigt aus solchen hergestellt sind und deren Anteil beträgt:
für Ausgangsprodukte und Einzelfuttermittel, Zusatzstoffe, Silierungszusätze und Diätfuttermittel: nicht mehr als 3 %;
für Mischfuttermittel: nicht mehr als 2 %.
Falls ein Ausgangsprodukt oder Einzelfuttermittel eines Mischfuttermittels nach Absatz 1 deklarationspflichtig ist, muss diese Komponente entsprechend gekennzeichnet werden.
Art. 30 Übergangsbestimmung zur Änderung vom19. November 2003
Futtermittel, die mit «X (GVO)» gekennzeichnet sind, dürfen noch bis zum 31. Dezember 2004 in Verkehr gebracht und bis zum31. Dezember 2005 verfüttert werden.
Schlussbestimmung zur Änderung vom16. Oktober 2003 Aufgehoben
II
Diese Verordnung tritt am1. Januar 2004 in Kraft.
19. November 2003 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates |
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Der Bundespräsident: Pascal Couchepin |
Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz |