AS 2003 4923

Verordnung
über das Inverkehrbringen von Düngern
(Dünger-Verordnung, DüV)

Änderung vom 26. November 2003

Der Schweizerische Bundesrat
verordnet:

I

Die Düngerverordnung vom 10. Januar 20011 wird wie folgt geändert:

Ingress gestützt auf die Artikel 148a Absatz 3, 158 Absatz 2, 159a, 160 Absätze 1–5, 161, 164 und 177 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 19982 (LwG), auf Artikel 29 Absatz 1 des Umweltschutzgesetzes vom7. Oktober 19833 (USG), auf Artikel 17 des Gentechnikgesetzes vom 21. März 20034 (GTG), auf Artikel 10 des Tierseuchengesetzes vom1. Juli 19665 (TSG), und auf die Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe c und 27 Absatz 2 des Gewässerschutzgesetzes vom 24. Januar 19916 (GSchG) sowie in Ausführung des Bundesgesetzes vom6. Oktober 19957 über die technischen Handelshemmnisse (THG),

Art. 4 Abs. 2

Wird ein Dünger aus der Liste nach Artikel 7 gestrichen oder die Bewilligung nach

Artikel 11 widerrufen, kann das Bundesamt für Landwirtschaft (Bundesamt) ein

unverzügliches Verwendungsverbot für das betreffende Produkt erlassen, wenn Nebenwirkungen mit schwerwiegenden Folgen zu erwarten sind.

Art. 4a Vorsorgemassnahmen

Soweit die Voraussetzungen nach Artikel 148a LwG erfüllt sind, kann das Bundesamt:

a. die Zulassung eines Düngers verweigern, mit Auflagen versehen oder an Bedingungen knüpfen;

  1. die Zulassung eines in der Liste nach Artikel 7 aufgeführten Düngers aufheben oder zusätzliche Anforderungen festlegen;

  2. die Bewilligung eines nach Artikel 10 zugelassenen Düngers widerrufen, mit Auflagen versehen oder an Bedingungen knüpfen.

Art. 29 Abs. 2

Die Kantone kontrollieren, ob in Verkehr gebrachte Dünger die Vorschriften dieser Verordnung erfüllen und ob die auf diese Verordnung gestützten Verwendungsverbote eingehalten werden. Das Bundesamt nimmt diese Aufgaben subsidiär wahr und koordiniert die Vollzugsaufgaben der Kantone.

II

Diese Änderung tritt am1. Januar 2004 in Kraft.

26. November 2003 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates

Der Bundespräsident: Pascal Couchepin

Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz