AS 2012 6357

Verordnung des EVD
über die biologische Landwirtschaft

Änderung vom 31. Oktober 2012

Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD)
verordnet:

I

Die Verordnung des EVD vom 22. September 19971 über die biologische Landwirtschaft wird wie folgt geändert:

Ingress gestützt auf die Artikel 11 Absatz 2, 12 Absatz 2, 13 Absatz 3bis, 15 Absatz 2, 16a Absätze1 und 2, 16h, 16k Absatz 1, 16n Absatz 1, 17 Absatz 2, 23, 24a und 33a Absatz 3 der Verordnung vom 22. September 19972 über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel (Bio-Verordnung) im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Departement des Innern,

Art. 3 Abs. 1 Einleitungssatz und Bst. a

Für die Verarbeitung von Lebensmitteln, ausgenommen Hefe und Wein, dürfen verwendet werden:

a. Erzeugnisse und Stoffe nach Anhang 3;

Art. 3a Abs. 1 Einleitungssatz und Bst. a

Für die Herstellung, Zubereitung und Formulierung von biologischer Hefe dürfen verwendet werden:

a. Stoffe nach Anhang 3a;

Art. 3b Verwendung von Erzeugnissen und Stoffen nach

Artikel 16j Absatz 2 Buchstaben b und c der Bio-Verordnung bei der Herstellung von Wein

Für die Herstellung von Wein dürfen Erzeugnisse und Stoffe nach Anhang 3b Teil A verwendet werden.

Art. 3c Önologische Verfahren und Behandlungen

Önologische Verfahren und Behandlungen sind unter Vorbehalt der Absätze 2–4 zugelassen, wenn sie nach Anhang 1 der Verordnung des EDI vom 23. November 20053 über alkoholische Getränke (AlkGV)4 zugelassen sind.

Die Anwendung der folgenden önologischen Verfahren und Behandlungen ist nur unter folgenden Bedingungen erlaubt:

  1. Bei thermischen Behandlungen nach Anhang 1 Ziffer 2 AlkGV darf die Temperatur 70 °C nicht übersteigen.

  2. Bei der Zentrifugierung und Filtrierung mit oder ohne inerte Filtrierhilfsstoffe nach Anhang 1 Ziffer 4 AlkGV darf die Porengrösse nicht unter 0,2 Mikrometer liegen.

Die Anwendung der folgenden önologischen Verfahren und Behandlungen ist verboten:

  1. teilweise Konzentrierung durch Kälte nach Anhang 1 Ziffer 24 AlkGV;

  2. Entschwefelung durch physikalische Verfahren nach Anhang 1 Ziffer 21 AlkGV;

  3. Behandlung durch Elektrodialyse zur Weinsteinstabilisierung des Weins nach Anhang 1 Ziffer 26 AlkGV.

Önologische Verfahren und Behandlungen, die nach dem1. Januar 2013 vom EDI in Anhang 1 der AlkGV zugelassen werden, dürfen erst dann verwendet werden, wenn sie in Anhang 3b Teil B der vorliegenden Verordnung aufgenommen worden sind.

Art. 4abis Verbotene Futtermittelzusatzstoffe, -verarbeitungshilfstoffe und Verarbeitungsmethoden

Verboten sind folgende Futtermittelzusatzstoffe und -verarbeitungshilfsstoffe:

  1. gentechnisch veränderte Organismen (GVO);

  2. antimikrobielle Leistungsförderer;

  3. Zusatzstoffe zur Verhütung der Kokzidiose und der Histomoniasis;

  4. Aminosäuren und ihre Salze sowie analoge Produkte;

  5. nicht proteinhaltige Stickstoffverbindungen (NPN-Verbindungen);

  6. Stoffe und Herstellungsverfahren, die in Bezug auf die tatsächliche Beschaffenheit des Erzeugnisses irreführend sein könnten.

Sofern keine natürlichen Quellen vorhanden sind, sind chemisch-synthetische Zusatzstoffe, die für eine bedarfsgerechte Rationengestaltung unentbehrlich sind, zulässig.

AlkGV ist keine offizielle Abkürzung; sie wird nur in dieser Verordnung verwendet.

Die Extraktion mit organischen Lösemitteln mit Ausnahme von Ethanol, die Fetthärtung und die Raffination durch eine chemische Behandlung sind verboten.

Art. 4b Verwendung von Futtermittel-Ausgangsprodukten und Futtermittelzusatzstoffen

Bei der Verarbeitung von biologischen Futtermitteln und der Fütterung von Tieren, die nach den Anforderungen dieser Verordnung gehalten werden, dürfen nur verwendet werden:

  1. biologische Futtermittel-Ausgangsprodukte;

  2. Futtermittel-Ausgangsprodukte und Futtermittelzusatzstoffe nach Anhang 7 Teil A Ziffer 1 und Teil B;

  3. nicht biologische Futtermittel-Ausgangsprodukte nach Anhang 7 Teil A Ziffer 2, sofern sie ohne chemische Lösungsmittel hergestellt oder zubereitet wurden;

  4. nicht biologische Gewürze, Kräuter und Melassen, sofern: 1. sie nicht in biologischer Form verfügbar sind, 2. sie ohne chemische Lösungsmittel erzeugt oder zubereitet wurden, und 3. ihre Verwendung auf 1 Prozent der Futterration einer bestimmten Art beschränkt wird, jährlich berechnet als Prozentsatz der Trockenmasse der Futtermittel landwirtschaftlichen Ursprungs;

  5. biologische Futtermittel-Ausgangsprodukte tierischen Ursprungs;

  6. Erzeugnisse aus nachhaltiger Fischerei, sofern: 1. sie ohne chemische Lösungsmittel erzeugt oder zubereitet wurden, 2. ihre Verwendung auf Nichtpflanzenfresser beschränkt ist, und 3. die Verwendung von Fischproteinhydrolysat auf Jungtiere beschränkt ist;

  7. Salz in Form von Meersalz oder rohem Steinsalz.

Die Bestimmungen der Futtermittel-Verordnung vom 26. Oktober 20115 sind vorbehalten.

Art. 16a Abs. 4

Aufgehoben Übergangsbestimmungen zur Änderung vom1. Dezember 2011 Aufgehoben

II

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 31. Oktober 2012

Müssen für Nicht-Wiederkäuer zur Ergänzung der betriebseigenen Futtergrundlage Futtermittel zugekauft werden und sind biologische Futtermittel nicht in ausreichender Menge verfügbar, so dürfen in Absprache mit der Zertifizierungsstelle bis zum 31. Dezember 2015 nicht biologische Eiweissfuttermittel zugekauft werden. Der Anteil der Eiweissfuttermittel aus nicht biologischem Anbau darf, bezogen auf die Trockensubstanz, pro Jahr höchstens 5 Prozent des gesamten Futterverzehrs für Schweine und Geflügel betragen. Futtermittel-Ausgangsprodukte nach Anhang 7 Teil A Ziffer 2 gelten als Eiweissfuttermittel.

Futtermittel können bis zum 31. Dezember 2014 nach bisherigem Recht hergestellt werden. beziehungsweise bis zum Ablauf des Haltbarkeitsdatums verfüttert werden.

III

Die Anhänge1, 4 und 5 werden gemäss Beilage geändert.

Die Anhänge 3 und 7 erhalten die neue Fassung gemäss Beilage.

Diese Verordnung erhält die zusätzlichen Anhänge 3a und 3b gemäss Beilage.

IV

Diese Änderung tritt am1. Januar 2013 in Kraft.

31. Oktober 2012 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Johann N. Schneider-Ammann

Anhang 1

(Art. 1)

Ziff. 7

7. Weitere Stoffe … – Laminarin: zur Anregung der Immunabwehr bei Nutzpflanzen.

Anhang 3

(Art. 3) Erzeugnisse und Stoffe zur Herstellung von verarbeiteten Lebensmitteln Teil A: Zulässige Lebensmittelzusatzstoffe, einschliesslich Träger Sämtliche Zusatzstoffe unterliegen den Anwendungseinschränkungen nach der Zusatzstoffverordnung vom 22. Juni 20076.

E 153 Pflanzenkohle nicht zulässig nur für geaschten Ziegenkäse und Morbier-Käse E 160b* Annatto, Bixin, nicht zulässig nur für roten Leicester- Norbixin Käse, Double-Gloucester- Käse, Cheddar und Mimolette-Käse zulässig E 170 Calciumcarbonat zulässig (darf nicht als zulässig (darf nicht als Farb- oder Calciumzusatz Farb- oder Calciumzusatz verwendet werden) verwendet werden) E 220 Schwefeldioxid nur für Obstweine (Wein zulässig oder aus anderem Obst als E 224 Kaliummetabisulfit Weintrauben) zulässig Bei Obstwein ohne Zusatz von Zucker sowie Met: Bei Apfel- und Birnenwein mit Zusatz von Zucker oder Fruchtsaftkonzentrat nach der Fermentierung: (*) Höchstwerte beziehen sich auf die in allen Bestandteilen enthaltene Gesamtmenge, ausge- E 250 Natriumnitrit nicht zulässig nur für Fleischerzeugnisse oder zulässig E 252 Kaliumnitrat E 250: Richtwert für die Zugabemenge, ausgedrückt in NaNO2:

E 252: Richtwert für die Zugabemenge, ausgedrückt in NaNO3: E 250: Rückstandshöchstmenge, ausgedrückt in E 252: Rückstandshöchstmenge, ausgedrückt in E 270 Milchsäure zulässig zulässig E 290 Kohlendioxid zulässig zulässig E 296 Apfelsäure zulässig nicht zulässig E 300 Ascorbinsäure zulässig nur für Fleischerzeugnisse E 301 Natriumascorbat nicht zulässig nur für Fleischerzeugnisse in Verbindung mit Nitrit oder Nitrat zulässig E 306* Stark tocopherolhaltige nur als Antioxidans für nur als Antioxidans für Extrakte Fette und Öle zulässig Fette und Öle zulässig E 322* Lecithin zulässig nur für Milcherzeugnisse E 325 Natriumlactat nicht zulässig nur für Milch- und Fleischerzeugnisse zulässig E 330 Zitronensäure zulässig nicht zulässig E 331 Natriumcitrat nicht zulässig zulässig E 333 Calciumcitrat zulässig nicht zulässig E 334 Weinsäure, L(+)– zulässig nicht zulässig E 335 Natriumtartrat zulässig nicht zulässig E 336 Kaliumtartrat zulässig nicht zulässig E 341 (i) Monocalciumphosphat nur als Backtriebmittel nicht zulässig E 400 Alginsäure zulässig nur für Milcherzeugnisse E 401 Natriumalginat zulässig nur für Milcherzeugnisse E 402 Kaliumalginat zulässig nur für Milcherzeugnisse E 406 Agar-Agar zulässig nur für Milch- und Fleischerzeugnisse zulässig E 407 Carrageen zulässig nur für Milcherzeugnisse E 410* Johannisbrotkernmehl zulässig zulässig E 412* Guarkernmehl zulässig zulässig E 414* Gummi arabicum zulässig zulässig E 415 Xanthan zulässig zulässig E 422 Glycerin nur für Pflanzenextrakte nicht zulässig E 440*(i) Pektin zulässig nur für Milcherzeugnisse E 464 Hydroxypropylmethyl- nur für die Herstellung von nur für die Herstellung von cellulose Kapselhüllen zulässig Kapselhüllen zulässig E 500 Natriumcarbonate zulässig nur für Milchkonfitüre («Dulce de leche»), Sauerrahmbutter und Sauermilchkäse zulässig E 501 Kaliumcarbonate zulässig nicht zulässig E 503 Ammoniumcarbonate zulässig nicht zulässig E 504 Magnesiumcarbonate zulässig nicht zulässig E 509 Calciumchlorid nicht zulässig nur für die Milchgerinnung E 516 Calciumsulfat nur als Träger zulässig nicht zulässig E 524 Natriumhydroxid nur für die Oberflächen- nicht zulässig behandlung von Laugengebäck zulässig E 551 Siliciumdioxid nur als Rieselhilfsstoff nicht zulässig für Kräuter und Gewürze E 553b Talkum zulässig nur als Überzugmittel für Fleischerzeugnisse zulässig E 938 Argon

zulässig zulässig E 939 Helium zulässig zulässig E 941 Stickstoff zulässig zulässig E 948 Sauerstoff zulässig zulässig * Zur Berechnung für die Zwecke nach Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe b der Bio-Verordnung werden Lebensmittelzusatzstoffe, die mit einem Sternchen gekennzeichnet sind, zu den Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs gerechnet.

Teil B: Verarbeitungshilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten landwirtschaftlichen 1. Direkt eingesetzte Verarbeitungshilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten landwirtschaftlichen Bezeichnung Anwendungsbedingungen für die Aufbereitung von Lebensmitteln Wasser Trinkwasser im Sinne der Trinkwasser im Sinne der Verordnung des EDI vom Verordnung des EDI vom 23. November 20057 über 23. November 2005 über Trink-, Quell- und Mineral- Trink-, Quell- und Mineralwasser wasser Calciumchlorid nur als Koagulationsmittel nicht zulässig Calciumcarbonat zulässig nicht zulässig Calciumhydroxid zulässig nicht zulässig Calciumsulfat nur als Koagulationsmittel nicht zulässig Magnesiumchlorid (Nigari) nur als Koagulationsmittel nicht zulässig Kaliumcarbonate nur zum Trocknen von nicht zulässig Trauben zulässig Natriumcarbonate nur für die Zuckerherstel- nicht zulässig lung zulässig Milchsäure nicht zulässig nur zur Regulierung des pH-Wertes des Salzbades bei der Käseherstellung Zitronensäure nur zur Ölgewinnung und nur zur Regulierung des Stärkehydrolyse zulässig pH-Wertes des Salzbades bei der Käseherstellung Natriumhydroxid nur für die Zuckerherstel- nicht zulässig lung und für die Herstellung von Öl aus Rapssaat (Brassica spp.) zulässig Schwefelsäure nur für die Zuckerher- nur für die Gelatineherstelstellung zulässig lung zulässig Salzsäure nicht zulässig nur für die Gelatineherstellung und zur Regulierung des pH-Wertes des Salzbades bei der Herstellung von Gouda-, Edamer- und Maasdamer Käse, Boeren- Bezeichnung Anwendungsbedingungen für die Aufbereitung von Lebensmitteln kaas, Friese und Leidse Nagelkaas zulässig Ammoniumhydroxid nicht zulässig nur für die Gelatineherstellung zulässig Wasserstoffperoxid nicht zulässig nur für die Gelatineherstellung zulässig Kohlendioxid zulässig zulässig Stickstoff zulässig zulässig Ethanol nur als Lösemittel zulässig nur als Lösemittel zulässig Gerbsäure nur als Filtrierhilfe zulässig nicht zulässig Eiweissalbumin zulässig nicht zulässig Kasein zulässig nicht zulässig Gelatine zulässig nicht zulässig Hausenblase zulässig nicht zulässig Pflanzenöle nur als Schmier- bzw.

nur als Schmier- bzw. Trennmittel oder Schaum- Trennmittel oder Schaumverhüter zulässig verhüter zulässig Siliciumdioxid als Gel zulässig nicht zulässig oder kolloidale Lösung Aktivkohle zulässig nicht zulässig Talkum nur in Einklang mit den nicht zulässig spezifischen Reinheitsnormen für den Lebensmittelzusatzstoff E 553b zulässig Bentonit nur als Verdickungsmittel nur in Einklang mit den für Met und in Einklang mit spezifischen Reinheitsnorden spezifischen Reinheits- men für den Lebensmittelnormen für den Lebensmit- zusatzstoff E 558 zulässig telzusatzstoff E 558 zulässig Kaolin nur in Einklang mit den nicht zulässig spezifischen Reinheitsnormen für den Lebensmittelzusatzstoff E 559 zulässig Cellulose zulässig nur für die Gelatineherstellung zulässig Kieselgur zulässig nur für die Gelatineherstellung zulässig Perlit zulässig nur für die Gelatineherstellung zulässig Haselnussschalen zulässig nicht zulässig Reismehl zulässig nicht zulässig Bienenwachs nur als Trennmittel zulässig nicht zulässig Carnaubawachs nur als Trennmittel zulässig nicht zulässig 2. Nicht direkt eingesetzte Hilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten landwirtschaftlichen Holz, Späne und Mehle von Raucherzeugung zum Räuchern unbehandelten Hölzern Klebstoffe, natürlicher Herkunft Anbringen von Etiketten auf Käselaiben Natürliche Farbstoffe nach Artikel 75 Färben von Eierschalen der Verordnung des EDI vom 23. November 20058 über Lebensmittel tierischer Herkunft Schellack Überzugsmittel für Eier Ca- und Mg-Silicat Überzugsmittel für Eier Asche Behandlung von Käserinde Natürliche tierische Fette Überzugsmittel für Eier Allgemein lebensmittelrechtlich Kennzeichnung von Eiern, Fleisch und Käse zulässige Farbstoffe

Teil C Nicht biologische Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs

1. Unverarbeitete pflanzliche Erzeugnisse und daraus hergestellte Verarbeitungserzeugnisse: 1.1. Essbare Früchte, Nüsse und Samen Eicheln (Quercus spp.) Kolanuss (Cola acuminata) Stachelbeeren (Ribes crispa L.) Maracuja (Passionsfrucht, Passiflora edulis) Getrocknete Himbeeren (Rubus idaeus L.) Getrocknete rote Johannisbeeren (Ribes rubrum L.) 1.2. Essbare Gewürze und Kräuter Rosa Pfeffer (Schinus molle L.) Meerrettichsamen (Armoracia rusticana) Galgant (Alpinia officinarum) Saflorblüten (Cartamus tinctoris) Brunnenkresse (Nasturtium officinale) 1.3. Verschiedenes Algen, einschliesslich Seegras, die für die Herstellung herkömmlicher nicht biologischer Lebensmittel verwendet werden dürfen.

2. Pflanzliche Erzeugnisse 2.1. Fette und Öle, raffiniert oder nicht, jedoch nicht chemisch verändert, aus Pflanzen mit Ausnahme von: Kakao (Theobroma cacao) Kokosnuss (Cocos nucifera) Oliven (Olea europea) Sonnenblumen (Helianthus annuus) Palmen (Elaeis guineensis) Raps (Brassica napus, rapa) Saflor (Carthamus tinctorius) Sesam (Sesamum indicum) Soja (Glycine max) 2.2. Zucker, Stärke, sonstige Erzeugnisse aus Getreide und Knollen Fructose Reispapier Oblaten Reis- und Wachsmaisstärke, nicht chemisch verändert 2.3. Verschiedenes Erbsenprotein (Pisum ssp.) Rum: nur aus Rohrzuckersaft gewonnen Kirsch, hergestellt auf Basis von Früchten und Geschmackstoffen nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe c 3. Tierische Erzeugnisse Wassertiere, nicht aus Aquakultur, die für die Herstellung herkömmlicher nicht biologischer Lebensmittel verwendet werden dürfen Gelatine Molkenpulver Naturdärme

Anhang 3a

Stoffe, die zur Herstellung von Hefe und Hefeprodukten verwendet werden dürfen Name Anwendungsbedingungen Primärhefe Hefezubereitungen/ -formulierungen Calciumchlorid zulässig nicht zulässig Kohlendioxid zulässig zulässig Zitronensäure nur zur Regulierung des pH-Werts nicht zulässig bei der Hefeherstellung zulässig Milchsäure nur zur Regulierung des pH-Werts nicht zulässig bei der Hefeherstellung zulässig Stickstoff zulässig zulässig Sauerstoff zulässig zulässig Kartoffelstärke nur zur Filterung zulässig nur zur Filterung zulässig Natriumcarbonate nur zur Regulierung des pH-Werts nur zur Regulierung des zulässig pH-Werts zulässig Pflanzenöle nur als Schmier- bzw. Trennmittel nur als Schmier- bzw. Trenn- oder Schaumverhüter zulässig mittel oder Schaumverhüter

Anhang 3b

Erzeugnisse und Stoffe sowie Verfahren und Behandlungen zur Herstellung von Wein Teil A: Zulässige Erzeugnisse und Stoffe 1. Zulässige Erzeugnisse und Stoffe nach Anhang 1 AlkGV9 Art der Behandlung Bezeichnung Anwendungsbedingungen nach Anhang 1 der AlkGV

Ziff. 1 : – Luft

– Gasförmiger Sauerstoff – Stickstoff

Ziff. 3, 5 und 6: – Hefen*

Ziff. 4 : – Perlit Nur als inerter Filtrierhilfs-

– Cellulose stoff zulässig – Kieselgur

Ziff. 8 : – Milchsäurebakterien

Ziff. 9 : – Diammoniumphosphat

– Thiaminium-Dichlorhydrat

Ziff. 10 : – Stickstoff

– Kohlendioxid – Argon

Ziff. 11 : – Kohlendioxid

Ziff. 12 : – Speisegelatine*

– Hausenblase* – Kasein und Kaliumkaseinate – Proteine pflanzlichen Ursprungs aus Weizen oder Erbsen* – Eieralbumin* – Bentonit – Siliziumdioxid – pektolytische Enzyme

Ziff. 13 : – Tannine*

Ziff. 14 : – Önologische Holzkohle (Aktivkohle)

Ziff. 16 : – Gummi Arabicum *

Ziff. 17 : – Kaliumalginat

Ziff. 18 : – Kupfersulfat zulässig bis zum 31. Juli 2015

Ziff. 27 : – Eichenholzstücke

* Falls verfügbar, aus biologischen Ausgangsstoffen gewonnen.

2. Zulässige Zusatzstoffe nach Anhang 7 Teil D Ziffer 35 der Zusatzstoffverordnung vom 22. Juni 200710 Code Bezeichnung Anwendungsbedingungen E 170 Calciumcarbonat E 220 Schwefeldioxid a. Die Höchstmenge an Schwefeldioxid darf bei Rotwein oder 100 mg/l bei einem Restzuckergehalt unter2 g/l nicht E 224 Kaliummetabisulfit übersteigen;

  1. Der Höchstmenge an Schwefeldioxid darf bei Weisswein und Roséwein 150 mg/l bei einem Restzuckergehalt unter2 g/l nicht übersteigen;

  2. Bei allen anderen Weinen gilt die jeweils um 30 mg/l reduzierte Höchstmenge an Schwefeldioxid, die in der Zusatzstoffverordnung mit Stand am1. Januar 2013 festgesetzt ist.

E 300 Ascorbinsäure E 330 Zitronensäure E 336 (i) Monokaliumtartrat E 336 (ii) Dikaliumtartrat E 353 Metaweinsäure E 501 (ii) Kaliumhydrogencarbonat Teil B: Zulässige Verfahren und Behandlungen

Anhang 4

(Art. 4) Länderliste Japan, Ziff. 5 5. Zertifizierungsstellen: – AFAS Certification Center Co. Ltd., www.afasseq.com – AINOU, www.ainou.or.jp/ainohtm/disclosure/nintei-kouhyou.htm – ASAC Stands for Axis’ System for Auditing and Certification and Association for Sustainable Agricultural Certification, www.axis-asac.net – Assistant Center of Certification and Inspection for Sustainability, www.accis.jp – Association of Certified Organic Hokkaido, www.acohorg.org/ – Aya town miyazaki, Japan, www.town.aya.miyazaki.jp/ayatown/organicfarming/index.html – Center for Eco-design Certification Co. Ltd, www.eco-de.co.jp/list.html – Center of Japan Organic Farmers Group, www.yu-ki.or.jp – Ecocert Japan Limited, http://ecocert.qai.jp – Ehime Organic Agricultural Association, – Environmentally Friendly Rice Network, www.epfnetwork.org/okome – Hiroshima Environment & Health Association, – Hyogo prefectural Organic Agriculture Society (HOAS), www.hyoyuken.org – Japan Certification Services, Inc.., www.pure-foods.co.jp – Japan Eco-system Farming Association, www.npo-jefa.com – Japan Organic and Natural Foods Association, http://jona-japan.org/organic – Minkan Inasaku Kenkyujo Ninsyo Center, http://inasaku.or.tv/center/ – NPO Kagoshima Organic Agriculture Association, www.koaa.or.jp – OCIA Japan, www.ocia-jp.com – Ooita Prefecture Organic Agricultural Research Center, www.d-b.ne.jp/oitayuki – Organic Certification Association, www.yuukinin.jimdo.com – Organic Certification Organization Co. Ltd, www.oco45.net – Organic Farming Promotion Association, www3.ocn.ne.jp/~yusuikyo – Overseas Merchandise Inspection Co. Ltd., www.omicnet.com/index.html.en – SGS Japan Incorporation., www.jp.sgs.com/ja/home_jp_v2.htm – Tokushima Organic Certified Association, www.tokukaigi.or.jp/yuuki/

Anhang 5

Ziff. 11 Ziff. 2

2. Stallungen, Buchten, Einrichtungen und Stallgerätschaften sind in geeigneter Weise zu reinigen und zu desinfizieren, um einer gegenseitigen Ansteckung der Tiere und der Vermehrung von Krankheitserregern vorzubeugen. Zur Beseitigung von Insekten und anderen Parasiten in Stallungen und anderen Haltungseinrichtungen, in denen Tiere gehalten werden, dürfen nur die in Anhang 8 aufgeführten Produkte verwendet werden.

Ziff. 2 Ziff. 4, 5 und 6

4. Die in Anhang 7 Teil B Ziffer 1 Buchstaben a und k genannten Erzeugnisse dürfen als Zusatzstoffe bei der Silageerzeugung verwendet werden. 5. Zur Deckung des ernährungsphysiologischen Bedarfs der Tiere ist der Zusatz der in Anhang 7 Teil A1 (Futtermittel-Ausgangsprodukte mineralischen Ursprungs), Teil B 2a) (Vitamine und Provitamine) und Teil B 3 b) (Spurenelemente) genannten Erzeugnisse zulässig. 6. Zur Tierernährung dürfen die in Anhang 7 Teil B1 b) (Antioxidationsmittel), Teil B 1g), i) (Bindemittel und Trennmittel), Teil B2 b) (Aromastoffe), sowie in Kategorie 4 (zootechnische Zusatzstoffe) genannten Erzeugnisse für die in Bezug auf die vorgenannten Kategorien genannten Zwecke verwendet werden.

Anhang 7

Futtermittel-Ausgangsprodukte und Futtermittelzusatzstoffe Teil A Futtermittel-Ausgangsprodukte 1. Futtermittel-Ausgangsprodukte mineralischen Ursprungs – Kohlensaurer Muschelkalk – Kohlensaurer Algenkalk (Maerl-Kalk) – Lithotamnium – Calciumgluconat – Calciumcarbonat – Magnesiumoxid (wasserfreie Magnesia) – Magnesiumsulphat – Magnesiumchlorid – Magnesiumcarbonat – Phosphat, entfluoriert – Calcium-Magnesiumphosphat – Magnesiumphosphat – Mononatriumphosphat – Calcium-Natriumphosphat – Natriumchlorid – Natriumbicarbonat – Natriumcarbonat – Natriumsulphat – Kaliumchlorid 2. Sonstige Futtermittel-Ausgangsprodukte Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse der Vergärung von Mikroorganismen, deren Zellen inaktiviert oder abgetötet wurden: – Saccharomyces cerevisiae – Saccharomyces carlsbergiensis Teil B Futtermittelzusatzstoffe Sämtliche Zusatzstoffe unterliegen den Anforderungen der Futtermittel-Verordnung vom 26. Oktober 201111. Die Kategorien und Funktionsgruppen sind den Anhängen

und 6.1 der Futtermittelbuch-Verordnung vom 26. Oktober 201112 entnommen.

1. Kategorie: Technologische Zusatzstoffe Funktionsgruppe: a) Konservierungsmittel:

E 200 1a Sorbinsäure E 236 1a Ameisensäure E 237 1a Natriumformiat E 260 1a Essigsäure E 270 1a Milchsäure E 280 1a Propionsäure E 330 1a Zitronensäure Funktionsgruppe: b) Antioxidationsmittel:

E 306 1b Stark tocopherolhaltige Extrakte natürlichen Ursprungs Funktionsgruppe: g) Bindemittel und i) Trennmittel:

E 535 1 Natriumferrocyanid Höchstgehalt: 20 mg/kg NaCl (berechnet als Ferrocyanidanion) E 551b 1 Kolloidales Siliziumdioxid E 551c 1 Kieselgur (Diatomeenerde, gereinigt) E 558 1 Bentonit-Montmorillonit E 559 1 Kaolinit-Tone, asbestfrei E 560 1 Natürliche Mischungen von Steatiten und Chlorit E 561 1 Vermiculit E 562 1 Sepiolit E 566 1 Natrolith-Phonolith E 568 1 Klinoptilith sedimentärer Herkunft Für Mastschweine, Masthühner, Masttruthühner, Rinder E 599 1 Perlit Funktionsgruppe k) Silierzusatzstoffe:

1k Enzyme, Hefen und Bakterien Für Silage nur dann zulässig, wenn eine angemessene Gärung aufgrund der Witterungsbedingungen nicht möglich ist 2. Kategorie: Sensorische Zusatzstoffe Funktionsgruppe: b) Aromastoffe 2b Aromastoffe Nur Extrakte aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen 3. Kategorie: Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe Funktionsgruppe: a) Vitamine und Provitamine 3a Vitamine und Provitamine – aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen gewonnen – falls synthetisch gewonnen, dürfen für Monogastriden nur diejenigen verwendet werden, die mit aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen gewonnenen Vitaminen identisch sind – falls synthetisch gewonnen, für Wiederkäuer nur Vitamine A, D und E, die mit aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen gewonnenen Vitaminen identisch sind Funktionsgruppe: b) Spurenelemente Eisen – Eisen(II)-carbonat – Eisen(II)-sulphat, Heptahydrat – Eisen(II)-sulphat, Monohydrat Kobalt Monohydrat – Kobalt(II)-sulfat, Monohydrat und/oder Heptahydrat Kupfer Monohydrat – Kupfer(II)-oxid – Kupfer(II)-sulfat, Pentahydrat Mangan – Manganoxid – Mangan(II)-sulfat, Monohydrat Zink – Zinksulphat, Monohydrat – Zinksulphat, Heptahydrat Molybdän Selen – Natriumselenit 4. Zootechnische Zusatzstoffe Enzyme und Mikroorganismen