AS 2017 6513

Verordnung des BLV
über die Einfuhr von Lebensmitteln
mit Ursprung oder Herkunft Japan

Änderung vom 29. November 2017

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
verordnet:

I

Die Verordnung des BLV vom 28. Januar 20161 über die Einfuhr von Lebensmitteln mit Ursprung oder Herkunft Japan wird wie folgt geändert:

Art. 2 Höchstwerte

Lebensmittel nach Artikel 1 dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie die in Anhang I der Durchführungsverordnung (EU) 2016/62 genannten Höchstwerte nicht überschreiten.

Art. 3 Abs. 1

Lebensmittel nach Artikel 1, die im Anhang aufgeführt sind oder zu mehr als

Prozent aus solchen Erzeugnissen bestehen, dürfen nur in die Schweiz eingeführt werden, wenn sie von einer Erklärung nach Anhang III der Durchführungsverordnung (EU) 2016/63 begleitet werden.

Durchführungsverordnung (EU) 2016/6 der Kommission vom 5. Januar 2016 mit besonderen Bedingungen für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln, deren Ursprung oder Herkunft Japan ist, nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima und zur Aufhebung der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 322/2014; zuletzt geändert durch Durchführungsverordnung (EU) 2017/2058 der Kommission vom 10. November 2017 zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2016/6 mit besonderen Bedingungen für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln, deren Ursprung oder Herkunft Japan ist, nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima, ABl. L 294 vom 11.11.2017, S. 29.

Siehe Fussnote zu Art. 2.

Art. 9a Übergangsbestimmung zur Änderung vom 29. November 2017

Lebensmittel nach Artikel 1 dürfen nach bisherigem Recht eingeführt werden, wenn sie:

  1. Japan vor dem1. Dezember 2017 verlassen haben; oder

  2. von einer nach bisherigem Recht ausgestellten Erklärung begleitet werden, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung verfasst worden ist.

II

Der Anhang erhält die neue Fassung gemäss Beilage.

III

Diese Verordnung tritt am1. Dezember 2017 in Kraft.4 29. November 2017 Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen: Hans Wyss

Dringliche Veröffentlichung vom 30. Nov. 2017 im Sinne von Art. 7 Abs. 3 des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 2004 (SR 170.512).

Anhang

(Art. 3 Abs. 1 und Art. 4) Lebensmittel, denen vor der Ausfuhr in die Schweiz Proben zur Untersuchung auf Caesium-134 und Caesium-137 zu entnehmen sind

a) Präfektur Fukushima 1504 10; 1504 20; 1604 – Japanische Seriola (Seriola quinqueradiata) und Australische Gelbschwanzmakrele (Seriola lalandi), 1201.9010/9099 Sojabohnen und deren Verarbeitungserzeugnisse 1208.1010/1090 1507 0709.9999 Japanische Pestwurz (Fuki) (Petasites japonicus) und deren 0709.9999 Adlerfarn (Pteridium aquilinum) und dessen Verarbeitungser- 0710.8090 zeugnisse 0810.70 00, 9092/9098 (japanische) Dattelpflaumen (Diospyros sp.) und deren 0811.9029/9090 Verarbeitungserzeugnisse 0812.9010/9090 0813.5081/5099

b) Präfektur Nagano

c) Präfekturen Yamanashi, Yamagata, Shizuoka und Niigata

d) Präfektur Miyagi 1504 10; 1504 20; 1604 – Japanische Seriola (Seriola quinqueradiata) und Australische Gelbschwanzmakrele (Seriola lalandi), 0709.9999 Adlerfarn (Pteridium aquilinum) und dessen Verarbeitungser- 0710.8090 zeugnisse

e) Präfekturen Gunma, Ibaraki, Tochigi, Chiba und Iwate 1504 10; 1504 20; 1604 – Japanische Seriola (Seriola quinqueradiata) und Australische Gelbschwanzmakrele (Seriola lalandi),

f) Zusammengesetzte Erzeugnisse, die zu mehr als 50 % aus den unter den Buchstaben a–e dieses Anhangs genannten Erzeugnissen bestehen