AS 2022 93
AS 2022
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Massgebend ist die signierte
elektronische Fassung
Abkommen vom 21. Juni 1999
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse des Gemischten Landverkehrsausschusses Gemeinschaft/Schweiz vom 17. Dezember 2021 zur Änderung des Anhangs1 des Abkommens sowie des Beschlusses Nr. 2/2019 des Ausschusses zu den Übergangsmassnahmen zur Aufrechterhaltung eines reibungslosen Eisenbahnverkehrs zwischen der Schweiz und der Europäischen Union
Angenommen am 17. Dezember 2021 In Kraft getreten für die Schweiz am 17. Dezember 2021
Übersetzung Der Ausschuss,
gestützt auf das Abkommen vom 21. Juni 19991 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse (im Folgenden «das Abkommen»), insbesondere auf
Artikel 52 Absatz 4,
in Erwägung nachstehender Gründe: (1) Nach Artikel 51 Absatz 2 gewährleistet der Gemischte Landverkehrsausschuss (im Folgenden «der Gemischte Ausschuss») die Durchführung und Anwendung des Abkommens und der darin enthaltenen Bestimmungen und sorgt für die Durchführung der in den Artikeln 52 und 55 enthaltenen Anpassungs- und Revisionsbestimmungen. (2) Nach Artikel 52 Absatz 4 des Abkommens fasst der Gemischte Ausschuss unter anderem Beschlüsse zur Änderung des Anhangs1, um darin – soweit nötig, auf der Grundlage der Gegenseitigkeit – die Änderungen der betreffenden Rechtsvorschriften aufzunehmen, oder beschliesst andere Massnahmen, um das ordnungsgemässe Funktionieren dieses Abkommens zu gewährleisten.
2021-4228 AS 2022 93 (3) Mit dem Beschluss Nr. 2/2019 vom 13. Dezember 20192 hat der Gemischte Ausschuss einerseits den Anhang 1 des Abkommens geändert, um wesentliche Bestimmungen der Richtlinie (EU) 2016/7973 und der Richtlinie (EU) 2016/7984 darin aufzunehmen, und andererseits Übergangsbestimmungen zur Aufrechterhaltung eines reibungslosen Eisenbahnverkehrs zwischen der Schweiz und der Europäischen Union angenommen. Die in den Artikeln2, 3, 4 und 5 des Beschlusses Nr. 2/2019 enthaltenen Übergangsbestimmungen waren ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 anwendbar. Mit dem Beschluss Nr. 2/2020 vom 11. Dezember 20205 hat der Gemischte Ausschuss die Frist bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. (4) Bis zur Annahme definitiver Bestimmungen, die die geltenden Übergangsbestimmungen ersetzen, muss zur Aufrechterhaltung eines reibungslosen Eisenbahnverkehrs zwischen der Schweiz und der Europäischen Union die Gültigkeit der in den Artikeln2, 3, 4 und 5 des Beschlusses Nr. 2/2019 enthaltenen Bestimmungen bis zum 31. Dezember 2022 verlängert werden. (5) Mit dem Beschluss Nr. 1/2021 vom 30. Juni 20216 wurde der Zeitpunkt, zu dem bestimmte in Anhang 1 des Abkommens aufgeführte nationale Vorschriften der Schweiz, die mit den technischen Spezifikationen für die Interoperabilität unvereinbar sein könnten, im Hinblick auf ihre Beseitigung, Änderung oder Beibehaltung überprüft werden sollten, auf den 31. Dezember 2021 festgelegt. In Anbetracht des derzeitigen Standes der Arbeiten sollte dieses Datum auf den 31. Dezember 2022 festgesetzt werden, beschliesst:
Art. 1
Anhang 1 Abschnitt 4 des Abkommens wird wie folgt geändert: Das Datum «31. Dezember 2021», bis zu welchem die folgenden nationalen Vorschriften der Schweiz im Hinblick auf ihre Vereinbarkeit mit den entsprechenden technischen Spezifikationen der Europäischen Union für die Interoperabilität zu überprüfen sind, wird für die nachstehenden Bestimmungen durch «31. Dezember 2022» ersetzt:
Richtlinie (EU) 2016/797 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2016 über die Interoperabilität des Eisenbahnsystems in der Europäischen Union (ABl. L 138 vom 26.5.2016, S. 44).
Richtlinie (EU) 2016/798 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2016 über Eisenbahnsicherheit (ABl. L 138 vom 26.5.2016, S. 102).
Beschluss Nr. 1/2021 des Landverkehrsausschusses Gemeinschaft/Schweiz vom 30. Juni 2021 zur Änderung des Anhangs1 des Abkommens und des Beschlusses Nr. 2/2019 des Ausschusses zu den Übergangsmassnahmen zur Aufrechterhaltung eines reibungslosen Eisenbahnverkehrs zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (AS 2021 477).
betreffend die Verordnung (EU) Nr. 1302/2014 der Kommission vom 18. November 2014 über eine technische Spezifikation für die Interoperabilität des Teilsystems «Fahrzeuge – Lokomotiven und Personenwagen» des Eisenbahnsystems in der Europäischen Union: – CH-TSI LOC&PAS-009 (Version1.0, Juni 2015), – CH-TSI LOC&PAS-019 (Version2.0, Juni 2019), – CH-TSI LOC&PAS-020 (Version2.0, Juni 2019), – CH-TSI LOC&PAS-025 (Version2.0, Juni 2019), – CH-TSI LOC&PAS-027 (Version2.0, Juni 2019), – CH-TSI LOC&PAS-031 (Version2.1, November 2020), – CH-TSI LOC&PAS-035 (Version2.1, November 2020), – CH-TSI LOC&PAS-036 (Version2.0, Juni 2019), – CH-TSI LOC&PAS-037 (Version1.0, Juni 2019); betreffend die Verordnung (EU) Nr. 2016/919 der Kommission vom 27. Mai 2016 über die technische Spezifikation für die Interoperabilität der Teilsysteme «Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung» des Eisenbahnsystems in der Europäischen Union: – CH-TSI CCS-006 (Version2.1, November 2020), – CH-TSI CCS-019 (Version 3.0, November 2020), – CH-TSI CCS-026 (Version2.1, November 2020), – CH-TSI CCS-032 (Version2.1, November 2020), – CH-TSI CCS-033 (Version1.1, November 2020), – CH-TSI CCS-035 (Version1.0, Juni 2019), – CH-TSI CCS-038 (Version1.1, November 2020), – CH-CSM-RA-001 (Version1.0, Juni 2019), – CH-CSM-RA-002 (Version1.0, Juni 2019).
Art. 2
Artikel 6 Absatz 3 des Beschlusses Nr. 2/2019 des Gemischten Ausschusses vom
13. Dezember 2019 wird wie folgt geändert: «3. Anhang 1 des Abkommens führt die nationalen Vorschriften und Sonderfälle auf, die möglicherweise nicht mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar sind. Ist die Vereinbarkeit mit dem Unionsrecht bis zum 31. Dezember 2022 nicht hergestellt, dürfen diese nationalen Vorschriften und Sonderfälle nicht mehr angewandt werden, es sei denn, der Gemeinsame Ausschuss beschliesst etwas anderes.»
Art. 3
Der zweite Absatz von Artikel 8 des Beschlusses Nr. 2/2019 des Gemischten Ausschusses vom 13. Dezember 2019 wird wie folgt geändert: «Die Artikel 2, 3, 4 und 5 gelten bis zum 31. Dezember 2022.»
Art. 4
Dieser Beschluss tritt mit seiner Annahme in Kraft.
Brüssel, 17. Dezember 2021 Für die Für die Europäische Union: Schweizerische Eidgenossenschaft: Der Präsident Der Leiter der schweizerischen Delegation Kristian Schmidt Peter Füglistaler