Standing: How later courts treated this decision has not been analysed.

31 I 539

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Rubrum

508 C, Entscheidungen der Schuldbetreibungsen cette matière de plaintes ou de recours, c'est que, dans 800 idée, cette procédure devait étre de la plus extrême simplicité et, le plus possible, dégagée de tout ce qui pouvait la compliquer, de manière que l’application de la LP ne souftrît, pas du fait de cette procédure. Si donc les cantons n’en sont pas moins demeurés libres de régler cette procédure à leur convenance, ils ne peuvent le faire qu’en respectant Pesprit dont s'est inspirée la loi fédérale et en n’attachant point les effets de la nullité à l’inobse. vation de formes trop nombreuses ou trop difficilement conuciliables avec l’idée générale du législateur fédéral. C’est ainsì déjà qu’à Vart. 2 de son ordonnance (N° 2) du 24 décembre 1892 le Conseil fédéral prescrit que tout « recours adressé à l’autorité de surveillance non compétente en l'état, à l’autorité cantonale, par exemple, au lieu de l’autorité inférieure de gurveillance, doit être transmis d'office à l’autorité compétente », le recours datant du jour où il a été adressé à l’autorité iucompétente. Et sì, en vertu de cette disposition, qui réflète bien l’esprit de la loi, un recours adressé juste avant l'expiration du délai légal, par erreur à l’autorité supérieure de surveillance, incompétente, au lieu de l’être à l’autorité inférieure, seule compétente en l’état, doit néanmoins être considéré comme ayant été déposé en temps utile, il doit a fortiori en être de même lorsque ce recours est bien adressé à l’autorité compétente en l'état, lorsque le recourant, loin donc de commettre aucune erreur en ce qui concerne l’autorité compétente en l’état, comme dans l'éventualité spécialement prévue à l’art. 2 précité, a, au contraire, parfaitement su discerner quelle était cette autorité, et n’a commis d’autre faute que celle de croire qu’il pouvait nantir directement de s01n recours l’autorité appelée à en connaître.

C’est donc à tort que l’autorité cantonale a considéré comme tardif le recours que Perrod lui a adressé le 21 juillet, puisqu'á cette date le recourant se trouvait encore, par rapport à la décision de l’autorité iuférieare da 12 juillet, dans le délai fixé à l’art. 18 al. 1 LP.

Faits

IL. T1 convient donc d'aborder l’examen da recours au fond, puisque l’autorité cantonale a tranché celui-ci à ce point de vue-là également, à titre subsidiaire sans doute.

Le Tribunal fédéral ne pourrait revoir les constatations de faits de l’instance cantonale que sí ces constatations étaient en contradiction avec les pièces du dossier (Rec. of., édit. 8péc., vol. VII, N° 22, consid. 2, p. 90)*; or, tel n’est pas le cas en l’espèce.

Quant à la question de savoir sí et dans quelle mesure le sgalaire d’un débiteur peut être déclaré saisissable, ce n’est, esgentiellement, ainsi que le Tribunal fédéral l’a reconnu déjà (Rec. of. édit. spéc., vol. VIL N° 40, consid. unique, p, 192 et 193) **, qu’une question d’appréciation de faits, qui, dès que les constatations de faits à la base de la décision de l’autorité cantonale ne sont pas en contradiction avec les pièces du dossiíer, ne peut être revue par le Tribunal fédéral, à moins que, ce qui n’est pas le cas en l’espèce, la solution reçue par cette question devant l’autorité cantonale ne comporte une notion juridiquement erronée de ce qu’il faut entendre par ce qui est « indispensable (unumgänglich notwendig) au débiteur et à 8a famille », au sens de Part. 93 LP.

Par ces motifs Le Chambre des Poursuites et des Faillites Prononcs : Le recours est écarté.

91. Enfscheid vom 26. Sepfember 1905 in Sachen Trachsel nud Kousorten.

Widerspruchsverfahren. Anwendbarkeit von Art. 106 oder Art. 109 SchKG?

I.

Es kann zunächst auf den Znhalt des zwischen den heutigen Beschwerdeparteien, Christian Trachsel und Konsorten einerseits und Cristian Grossniklaus und Christian Willen anderseits erSUV, (Anm. à. Red. f. Publ.) xxxr, 1. — 1903 33 verwiesen werden *, welcher die tatsächlichen Verhältnisse, auh soweit sie für die nunmehrige Beschwerde von Erheblichkeit sind, für die Zeit bis zu seinem Erlasse zur Darstellung bringt.

Nac Mitteilung dieses Entscheides erklärten Grossniklaus und Willen — laut Angabe im Vorentscheid „veranlasst durch eine bezügliche Anzeige des Betreibungsamtes Frutigen“ —, diesem mit Schreiben vom 1. Zuli 1905, dass sie das Pfändungspfandrecht der heutigen Beschwerdeführer an den fraglichen Liegenschaften bestreiten und die Durchführung des Widerspruchverfahrens verlangen. Auf dies sete das Betreibungsamt Frutigen unterm 6. Juli den heutigen Rekurrenten, Christian Trachsel und Konsorten, gemäss Art, 109 SchKG Frist an zur Klagerhebung. Nunmehr erhoben Christian Trachsel und Konsorten Beschwerde mit dem Antrage auf Aufhebung der betreibungsamtlichen Verfügung und indem sie zur Begründung anbrachten, Art. 109 SchKG treffe nicht zu, da die fraglichen Liegenschaften im Zeitpunkte des Pfändungêvollzuges im Gewahrsam des betriebenen Schuldners Pieren, und nicht in demjenigen von Grossniklaus und Willen sich befunden hätten, Die letztern trugen auf Abweisung der Beschwerde an, wobei sie geltend machten : Sie hätten als Dritteigentümer der fraglichen Liegenschaften ein Recht auf Durchsührung des Widerspruchsverfahrens ; es habe auch der frühere Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde vom 31. März 1905 den Gerichten anheimgegeben, die Verbindlichkeit des in Frage stehenden Betreibungspfandrechtes zu beurteilen, und der bundesgeritliche Entscheid vom 17. Mai schliesse eine gerichtliche Erörierung dieser Streitfrage ebenfalls nicht aus, TI, Die kantonale Aufsichtsbehörde erkannte unterm 4. August 1905 : es fei die Beschwerde in dem Sinne begründet erklärt, dass die Fristansetzung nach „Art. 106 und 107“ SchKG statt nah Art, 109 zu erfolgen habe. Dieser Entfcheid gründet \ich lediglich auf eine Erörterung der Gewahrsamsfrage.

III.

Mit ihrem nunmehrigen innert Frist eingereichten Rekurse stellen die Beschwerdeführer Trachsel und Konsorten das Begehren :

* S. o. Nr. 64, S, 344 ff, = Sep.-Ausg. VUHI, Nr. 34, S. 136 Œ. (Anm. d. Red. f. Pabl.) das Dispositiv des Entscheides vom À. Auguît 1905 fei aufzuheben. Sie führen des längern aus, dass die Einleitung des Widerspruchsverfahrens unzulässig gewesen sei.

Die kantonale Aufsichtsbehörde hat von Gegenbenterkungen zum Rekurse abgesehen.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zicht

Considérants

Die Rekursgegner haben die Durchführung des Verfahrens sliesslich deshalb verlangt, weil sie das „Pfsändungspfandreht“ der Rekurrenten an den verkauften Liegenschaften bestreiten. Nun hat aber diese Bestreitung bereits durch den Bundesgerichtsentscheid vom 417. Mai 1905 ihre definitive Erledigung gefunden, Entgegen den damals von den heutigen Rekursgegnern aufgestellten Behauptungen erklärt das Bundesgericht in jenem Entscheide unter eingehender Begründung, dass die in Frage stehende Pfändung vom 20. April 1904 nicht nur rechtsgültig vorgenommen, sonindem ihre Wirksamkeit durch die naher erfolgte Zufertigung der gepfändeten Liegenschaften an die Rekursgegner diefen gegenüber uicht habe beeinträchtigt werden können. Eine erneute Prüfung dieses Punktes in einem gerichtlichen Verfahren ist ausgeschlossen. Es handelt sich um die betreibungsrechtliche Frage, ob das Pfändungsrecht des betreibenden Gläubigers gegenüber einem gutgläubigen (zivilrechtlichen) ODritterwerb am Exekutionsobjekte Stand halte, d. h. um eine Frage betreffend die rechtlihe Bedeutung und Wirkung des Pfändungsrechtes, während im übrigen die zivilretliche Gültigkeit des Dritterwerbes (— der fertigungsweise Eigentumserwerb der Nekursgegner —) nicht im Streite liegt, Deshalb kann der Entscheid der genannten Frage nur den Aufsichtsbehörden und nicht den Gerichten zukommen und ist es also unzulässig, sie durch Eröffnung des Widerspruchsverfahrens der richterlichen Beurteilung zuleiten zu wollen, wie dies auh vom Bundesgericht in seinem Erkenntnis vom 17. Mai (Erw. 2 in fine) gegenüber der gegenteiligen Auffassung der Vorinstanz bereits bemerkt worden ist. Nicht geprüft zu werden braucht hier, welche Bedeutung die erfolgte Übertragung der gepfändeten Liegenschaften für die Realisation des den Rekurrenten zustehenden Pfändungsrechtes hat.

Nach dem gesagten ist der Rekurs begründet. Denn die Rekurrenten haben sowohl vor BundeZgericht, als au vor der kantonalen Justanz — wenn auch hier nicht mit entsprechender Motivierung — im Sinne der Unzulässigkeit des Widerspruchsverfahrens Anträge gestellt. Die Vorinstanz musste also, statt lediglich eine Vertauschung der Parteirollen anzuordnen, die betreibungsamtliche Fristanfezung schlechthin als gesehwidrig aufheben.

Bemerkt mag noch werden, dass sich die Rekurrenten zu Unrecht auf den Schlussabsass der Erwägung 1 des bundesgerichtlichen Entscheides berufen, Wenn daselbst die Frage der Anordnung des Widerspruchsverfahrens offen gelassen wird, so bezieht das si auf die Eventualität, dass die Rekursgegner die Gültigkeit der Pfändung deshalb bestreiten, weil sie bereits vor derselben, nämlich durch den Kaufvertrag vom 15. April 1904 Eigentümer geworden seien, der Pfändungsakt sich also gegen Dritteigentum gerichtet habe. Eine solche Behauptung wäre freilich nach Massgabe des fantonalen Rechtes (das den Eigentumserwerb erst mit der — hier nah der Pfändung erfolgten — Fertigung eintreten lässt) sahlich unzutreffend ; sie würde sich aber formell als Gel tendmachung eines Drittanspruches im Sinne von Art, 106 ffff. charakterisieren.

Dispositif

Demnach hat die Schuldbetreibungs- und Konfurskammer erkannt: Der Rekurs wird begründet erklärt und damit der Vorentscheid und die Fristansetzung des Betreibungsamtes Frutigen vom 6. Juli 1905 aufgehoben.

92.

Enisheid vom 26. Sepfember 1905 in Sachen Beimanu, Fortsetzung der Betreibung; Kompetenz zum Erlass einer gerichtlichen Verfügung, die die Betreibung einstellt, Art. 85 SchKG.

93.

Durch Kontumazialurteil des Bezirksgerichis Laufenburg vom 6. Juli 1899 wurde der heutige, damals son in Amerika befindliche Rekurrent August Reimann von feiner Ehefrau, nunmehriger Frau Hauser, auf deren Begehren geschieden. Das Urteil spricht aus, der Beklagte habe der Klägerin das von ihr zugebrachte Gut mit 3000 Fr. zu ersegen. Jn der Folge fiel Reimann ein Erbteil von seiner in Basel wohnhaft gewesenen Mutter zu. Auf dieses Vermögensstückk erwirkte der Ehemann Albert Hausser namens seiner Frau am 11. Januar 1905 von der Arrestbehörde Baselstadt einen Arrest zur Sicherung jener richterlich zugesprohenen Frauengutsforderung. Gegenüber der im Januar 4905 beim Betreibungsamt Baselstadt angehobenen Arrestbetreibung erklärte Reimann Rechtsvorschlag und reichte am 6./7. Mai dem Bezirksgerichte Laufenburg gegen das Scheidungsurteil, speziell soweit es ihn zur Zahlung der 3000 Fr. verhält, eine Nestitutionsklage ein. Am 29. Mai erhielt Hauser auf Vorlage des erwähnien Urteils vom Dreier-Gericht Baselstadt in contumaciam des Beklagten die definitive Rechtsöffnung und am 3. Juni liess er ein bei der Liquidation des verarrestierten Erhteils zugeschiedenes Sparkassenbüchlein der Basler Kantonalbank in Psändung nehmen, Dem gegenüber wandte sich BReimann unterm 4. Juli an den Gerichtspräsidenten von Lausenburg, indem er, unter Hinweis darauf, dass die Verwerlung des Erbteils und die Auszahlung des bezüglichen Erlöses zu gewärtigen stehe, im angehobenen Restitutionsprozesse den Erlass einer ihn schüssenden provisorischen Verfügung verlangte. Am 6. Juli erliess der Gerichtspräsident, gesiüzt auf §8 245 ſtff. der kantonalen Prozessordnung, eine folche Verfügung, dahin lautend: es werde dem Betreibung2amt Baselstadt bei eigener Verantwortlichkeit untersagt, in der fraglichen Betreibung den Verwertung83erlös herauszugeben ; vielmehr solle es denselben, eventuell das gepfändete Kassabüchlein EA

Provisions amended since

This decision construes provisions whose act has since been consolidated again. Whether the article itself changed is not recorded.

  • Federal Act on Debt Enforcement and Bankruptcy, Art. 18, Art. 85, Art. 106, and Art. 109 — the act was consolidated again on January 1, 1997, January 1, 2001, April 1, 2003, July 1, 2004, January 1, 2005, January 1, 2007, July 1, 2007, January 1, 2008, January 1, 2010, December 1, 2010, January 1, 2011, February 1, 2011, September 1, 2011, January 1, 2012, January 1, 2013, January 1, 2014, January 1, 2016, July 1, 2016, January 1, 2017, March 28, 2017, January 1, 2018, January 1, 2019, January 1, 2020, October 20, 2020, August 1, 2021, January 1, 2023, July 1, 2024, January 1, 2025, January 1, 2026, and January 1, 2026.