Standing: How later courts treated this decision has not been analysed.

39 I 295

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Rubrum

difesa nell’afare Binaghi-Perucchi. Egli rileva anzitutto linopportunità ed il carattere vessatorio del provvedimento querelato, col quale, per un vantato credito di qualche centinaia di franchi, si spossesserebbe i proprietari e consueti amministratori di uno stabile del valore di oltre 25 000 fr.

Considerando in diritto :

Sachverhalt

L’ammissione dell’istanza cantonale che l'Ufficio posa asumere l’amministrazione dei beni pignorati anche quando trovansi in posse880 di terzi è contraria alla giurisprudenza federale.

Dalla circostanza che la legge (art. 91) dichiara pignorabili anche gli oggetti che non sono in posses80 del debitore, e che l’art. 98 capov. 3 autorizza I’Ufficio a prendere in custodia gli oggetti staggiti e da quella che, secondo il disposto dell’art. 102, « il pignoramento di un immobile comprende » anche i suoi frutti e gli altri redditi », non sì deve necessariamente inferire che gli effetti del pignoramento di oggetti rivendicati da un terzo possano estendersiì, in ogni casoo indistintamente, fino al punto da autorizzare la custodia e l’amministrazione di questi beni da parte dell’Ufficio e quindi lo spose880 del rivendicante. À questa ingerenza dell'Ufficio, che potrebbe riuscire gravemente vessatoria e lesiva dei diritti di un terzo estraneo all’escuzione ogni qualvolta le di lui pretese sugli enti staggiti fossero fondate, mette un 8egno il disposto dell’art. 98 capov. 4 LEF il quale, dichiarando che l'Ufficio può « impossessarsí « anche » delle cose sulle quali un terzo ha diritto di pegno », ha voluto evidentemente indicare l’ultimo limite cui possa arrivare la facoltà di custodia e di amministrazione dell'Ufficio nel caso in cui il possessore degli enti pignorati vi vanti delle pretese. È dungue lecito dedurre da questo disposto che l’Ufficio non avrà la facoltà di prendere in custodia e di amministrare la cosa pignorata ogni qualvolta il terzo possesso7re non accampa solamente il diritto di pegno, ma il diritto completo ed assoluto sulla cosa, quello della proprietà.

È questa la distinzione stabilita dal Tribunale federale pag. 900 e seg.; vedi anche JAEGER, Comm. terza edizione, oservazione n° 13 all’art. 98), che regge la materia d’allora in poi e che vale tanto in proposito di mobili che di stabili.

E poichè l’istanza cantonale ha espressamente accertato che il ricorrente è in posses880 degli enti pignorati, essa ha interpretato erroneamente la legge confermando i querelati provvedimenti dell’Ufficio Esecuzioni di Mendrisio ;

la Camera Esecuzioni e Fallimenti pronuncia : ' .

Tl ricorso è ammess0 e 80no quindi annullati i provvedìimenti 19 aprile e 29 maggio 1913 dell’Ufficio Esecuzioni di Mendrisio.

52. Eufscheid vom 5. Juni 1913 in Sachen Willi.

Art. 177 SohKG: Voraussetzungen für die Einleitung der Weechselbetreibung. Auf Grund eines namens einer Kollektivgeselischaft unterzeichneten Wechsels kann nach Auflösung der Gesellschaft gegen einen der Konkursbetreibung unterliegenden Gesellschafter die Wechselbetreibung eingeleitet werden.

A.

— Der Rekurrent Willi war Teilhaber der Kollektiv zesellschaft Peyold & Willi, Agentur in Kolonialwaren und Wein und Wein-Import en gros in Zürich. Laut Publikation im schweizerischen Handelsamtsblatt vom 18. Dezember 1912 löste sih die genannte Gesellschaft mit Wirkung vom 16. Dezember 1912 auf: Aktiven und Passiven gingen auf den anderen Teilhaber Eugen Petzold über. Jm März 4913 verlangten das Comptoir d’Escompte de Mulhouse, Filiale Züri, und drei andere Gläubiger — die Banque de Dépôt et de Crédit in Genf, Vicente Carsi y Ca. in Grao Valencia und Bonsoms y Ca. in Tarragona — gestügt auf eine Anzahl vor Auflösung der Gesellschaft von Pebold namens dieser gezeichneter Akzepte beim Betreibungsamt Zürich 11 die Einleitung der Wechselbetreibung gegen den Rekurrenten. Das Betreibungsamt weigerte sich indessen, den Begehren Folge zu geben, indem es unter Berufung auf dea Entscheid des Bundesgerichts in Sachen Bodenheimer & Schubarth (AS Sep.-Ausg. 9 Nr. 46 *) den Standpunkt einnahm, dass die Annahme eines Wechsels namens der Gesellschaft keine wechsel-- mässige Haftung der einzelnen Gesellschafter erzeuge. Dementsprechend stellte es in den Fällen der Banque de Dépôt et de Crédit, Carsi y Ca. und Bonsoms y Ca. dem Rekurrenten lediglih Zahlungsbefehle in der gewöhnlichen Betreibung auf Konkurs zu: im Falle des Comptoir d’Escompte de Mulhouse, wo die Gläubigerin ursprünglich selbst die gewöhnliche Betreibung angehoben und erst nachträglich unter Revokation der lesszteren die Wechselbetreibung verlangt hatte, unterliess es Überhaupt jede Amtshandlung.

Hierüber beschwerten sih die betreffenden Gläubiger bei der unteren Aussichtsbehörde und diese wies in Gutheissung der Beschwerde das Betreibungsamt an, gemäss den gestellten Begehren die Wechselbetreibung gegen Willi einzuleiten. Willi zog diesen Entscheid an die kantonale Aufsichtsbehörde weiter, indem er ausser der bereits vom Betreibungsamt geltend gemachten noch folgende Einwendungen erhob: Petzold habe die Wechsel ohne sein Wissen und in Überschreitung der ihm nach Art. 564 OR zustehenden Befugnisse zur Deckung privater Spekulationsverbindlichkeiten akzeptiert, es handle sich also nicht um Schulden der Gesellschaft, sondern um Privatschulden des Petzold. Die Einleitung der Wechfelbetreibung sei auh deshalb unzulässig, weil inzwischen die ordentlihe Betreibung angehoben worden sei und für die nämliche Forderung nicht zweimal betrieben werden könne. Durch Entscheid vom 2. Mai 1913 wies die kantonale Aufsichtsbehörde den Rekurs mit der Begründung ab: die Kollektivgesellschaft sei keine juristische Person: unter dem Namen der Gesellschaft seien vielmehr die einzelnen Gesellschafter zu verstehen und es seien daher auch die unter dem Namen der Gesellschaft übernommenen Verpflichtungen in Wahrheit solche der einzelnen Gesellschafter. Daran ändere der Umstand nichts, dass der Gesellschafter zunächst unter dem Namen der Gesellschaft zu belangen sei und erst, nachdem diese aufgelöst oder erfolglos betrieben worden sei, unter seinem eigenen Namen belangt werden fönne. Folglih verpflichte das namens der Gesell- * Ges.-Ausg. 32 I Nr. 90.

schaft abgegebene Akzept die einzelnen Gesellschafter : die zürcherischen Gerichte hätten denn auch im Gegensass zu dem vom Rekurrenten angerufenen bundesgerichtlihen Entscheide stets ange- - nommen, dass die Teilhaber der Kollektivgesellschaft für die Wechselschulden der Gesellschaft wechselmässig hafteten. Es bestehe kein Grund, von dieser Praxis abzuweichen. Ob der Mitgesellschafter Pegold durch die Zeichnung der streitigen Akzepte die ihm zustehende Vertretungsbefugnis überschritten habe, sei eine Frage, die sich der Kognition des Betreibungsamtes und der Aufsichtsbehörde entziehe. Der weitere Einwand aber, dass bereits gewöhnliche Betreibung angehoben sei, sei deshalb unerheblich, weil der Rekurrent nicht dartun könne, dass die Rekursgegner je auf das Begehren um Einleitung der Wechselbetreibung verzichtet hätten.

B.

— Gegen diesen Entscheid hat Willi den Rekurs an das Bundesgericht ergriffen unter Erneuerung seiner früheren Anträge und Vorbringen.

Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zieht

Erwägungen

1.

Wie aus den Akten hervorgeht, hat das Comptoir d'Escompte de Mulhouse bei Einreihung des Wechselbetreibungsbegehrens und im Beschwerdeverfahren die verbindliche Erklärung abgegeben, dass es die zuerst eingeleitete gewöhnliche Betreibung fallen lasse. Desgleichen haben die drei übrigen Gläubiger erklärt, dass sie auf die vom Betreibungsamt angeordnete ordentliche Betreibung verzichten, sofern ihrem Begehren um Einleitung der Wechselbetreibung entsprochen werde. Der Einwand des Rekurrenten, dass er bei Zulassung der letzteren für die nämlichen Forderungen doppelt betrieben würde, ist somit - nnbegründet und zu verwerfen. E

2.

Ebenso ist die weitere Einrede, dass Petzold bei Ausstellung der Akzepte die ihm zustehende Vertretungsbéfugnis überschritten habe und diese daher keine Gesellschafts\hulden darstellten, von der Vorinstanz ‘mit Ret von der Hand gewiesen worden. Zur Bewilligung der Wechselbetreibung durch das Betreibungsamt und die Aufsichtsbehörden muss es genügen, dass die formellen Voraussetzungen , an die das Gesey die wechselmässige Verpflichtung knüpft, vorhanden sind, d. h. dass eine den Erfordernissen -998 C. Entscheidungen der Schuldbetreibungsdes Art. 722 ON enisprechende, mit dem Namen des zu Betreibenden unterzeichnete Urkunde vorliegt. Alle weiteren Einreden gegen den Bestand der Wechselschuld sind durch Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl geltend zu machen und nicht von den Aufsichtsbehörden, sondern vom Richter zu beurteilen (vergl. Jaeger, Komm. zu Art. 178 SchKG N. 1 auf S. 572 und die dort angeführten Entscheide).

3.

Das Schicksal des Rekuxses hängt somit davon ab, ob die aus Art. 564 OR sich ergebende Haftung der Kollektivgesellschafter für die Wechselverbindlichkeiten der Gesellschaft eine weselmässige sei. Jn dem vom Betreibungsamt und vom Rekurrenten ‘angerufenen Entscheide in Sachen Bodenheimer & Schubarth hat das Bundesgericht diese Frage mit der Begründung verneint: die weselmässige Verpflichlung treffe nah Art. 808 OR nur solche Personen, deren Unterschrift auf der Urkunde stehe, zu diesen zählten aber die Kollektivgesellschafter , wenn der Wechsel nur die Unterschrift der Firma trage, nicht, ebensowenig gehe aus anderen Gesetesbestimmungen hervor, dass sie tropdem wechselmässig hafteten. Diese Ansicht kann jedoch bei erneuter Prüfung nicht aufrecht erhalten werden. Nach allgemein herrschender Meinung, der sich auch das Bundesgericht angeschlossen hat (vergl. AS 17 S. 559 Erw. 1, 24 S. 734 Erw. 2), ist die Kollektivgesellschast kein besonderes, von der Person der Gesellschafter unabhängiges Rechtssubjekt : Träger der unter der Gefellschaftsfirma begründeten Rechte und Verbindlichkeiten sind vielmehr die einzelnen Gesellschafter. Der Teilhaber, der auf Grund der ihm nah Art. 561 OR zustehenden Vertretungsbefugnis Verbindlichkeiten für die Firma eingeht, handelt dabei als Vertreter der einzelnen Gesellschafter : die Firma selbst ist nichts weiteres als der Name, unter dem die Gesellschafter in den Angelegenheiten der Gesellschaft auftreten. Aus dieser Auffassung des Wesens der Kolleklivgesellschaft folgt aber zwingend, dass die einzelnen Kollektivgesellschafter für die von einem Mitgesellschafter im Namen seiner Vertretungsmacht unter der Gesellschaftsfirma eingegangenen Wechselverbindlichkeiten wechselmässig haften und daher nah vorangegangener erfolgloser Exekution in das Gesellschaftsvermögen oder Auflösung der Gesellschaft — sofern die übrigen Voraussetzungen der Konkursbetreibung vorliegen — dafür auch im Wege der Wechselbeireibung belangt werden können. Denn wenn Art. 808 OR die wechselmässige Verpflichtung an die Unterzeichnung des Wechsels knüpft, so will dies nicht heissen, dass der Wechsel vom Verpflichteten persönlich unterschrieben sein müsse. Die Wechselzeihnung kann auh durch einen Vertreter des Verpflichteten in dessen Namen erfolgen, wie sich

aus den Vorschriften der Art. 396, 459 und 462, über die Befugnisse des Mandatars, Prokuristen und Handlungsbevollmächtigten zur Wechselzeihnung für den Geschäftsherrn ohne weiteres ergibt und einer näheren Erörterung nicht bedarf. Jn der Unterzeichnung des Wechsels durch den veriretungsberectigten Gesellschafter mit der Firma liegt aber nihis anderes als ein solcher Fall der Wechselzeichnung durch Stellvertretung, dessen Besonderheit lediglich darin besteht, dass an Stelle der Bezeichnung der Gesellschafter mit ihrem gewöhnlichen, bürgerlichen Namen diejenige mit ihrem kaufmännischen Namen, der Firma tritt, Es ist also nicht richtig, dass es zur Begründung der wechselmässigen Haftung der Gesellschafter einer besonderen Gesessesbestimmung bedürfte. Diese Haftung ergibt sich vielmehr shon auf Grund des Art. 808, sobald man einmal davon ausgeht, dass die hier vorgeschriebene Unterzeichnung des Wechsels auG dur Stellvertretung geschehen kann. So ist denn auh in Deutschland allgemein anerkannt, dass die besondere Wechselklage der §8 602 ff. ZPO nicht nur gegen die offene Handelsgesellschaft selbst, sondern auh gegen die einzelnen Gesellschafter angestrengt werden kann (vergl. Gaupp-Stein, Komm. zur ZPO 7. Aufl. Bd, IT S. 189 d und die dortigen Zitate).

Dispositiv

Demnach hat die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer erkannt:

Der Rekurs wird abgewiesen.

Provisions amended since

This decision construes provisions whose act has since been consolidated again. Whether the article itself changed is not recorded.

  • Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code, Art. 561, Art. 564, and Art. 808 — the act was consolidated again on January 1, 2000, May 1, 2000, January 1, 2001, May 1, 2001, June 1, 2001, June 1, 2002, July 1, 2002, January 1, 2003, April 1, 2003, June 1, 2003, January 1, 2004, May 1, 2004, July 1, 2004, January 1, 2005, June 1, 2005, July 1, 2005, December 1, 2005, January 1, 2006, April 1, 2006, January 1, 2007, May 1, 2007, January 1, 2008, August 1, 2008, October 1, 2009, January 1, 2010, January 1, 2011, January 1, 2012, March 1, 2012, October 1, 2012, January 1, 2013, May 28, 2013, January 1, 2014, July 1, 2014, July 1, 2015, January 1, 2016, July 1, 2016, January 1, 2017, April 1, 2017, November 1, 2019, January 1, 2020, April 1, 2020, January 1, 2021, February 1, 2021, May 1, 2021, July 1, 2021, January 1, 2022, January 1, 2023, February 9, 2023, September 1, 2023, January 1, 2024, January 1, 2025, July 8, 2025, October 1, 2025, and January 1, 2026.
  • Verordnung über die Notifikation technischer Vorschriften und Normen sowie die Aufgaben der Schweizerischen Normen-Vereinigung, Art. 722 — the act was consolidated again on June 1, 2002.