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Rubrum
368 Entscheidungen der Schuidbetreibungssep. 14 pag. 177*): ma questo principio non può trovare applicazione nella specie, poiché a decidere delFapplicabilità dell’art. 92 è delerminaate il domicilio del debitore nel momento del pignoramento o della dichiarazione di fallimento. Nel caso in esame il debitore dimorava certamente ancora a Lugano quando fu dichiarato il fallimento, perchè, se ciò non fosse, il fallimento non avrebbe potuto venir aperto in quel luogo. Del resto Fistanza cantonale accerta che il fallito abbandonò if paese dopo il decreto di fallimento.
9. — Dubbio sarà invece se il beneficio di cui all’arl. 92 LEF non debba venir rifiutato a chi Jo domanda per mezzo di un mandatario, ove risulti dalle circostanze in cui il debitore sí trova che nè lui nè la sua famiglia nou potranno servirsi persoñnalmente dei beni asserti impiguorabili. Ma nella fattispecie non è stabilito che coucorrano queste circostanze, poichè, quantunque il debitore abbia abbandonato il suo domicilio e che il nuovo non sìa noto alle Autorità, non è escluso che abbia affidato al suo rappresentante in Lugano il compito di trasmettere al suo nuovo indirizzo i mobili impignorabili. Comunque, non fu neanche asserito che nelle condizioni in cui il debitore sì trova questi beni gli sîano inutili o che ess0 non Po088A Servirsene.
Sachverhalt
Se l'ufficio non ha ancora designato gli oggetti impignorabili, esso0 dovrà farlo- a mente dell’art. 32 del regolamento concernente l’amministrazione degli Uffici dei fallimenti 13 luglio 1911. Questo provvedimento, impugnabile dal debitore e dai creditori, dovrà venir loro comunicato nel modo prescritto dagli art. 31 e 32 di detto regolamento.
Pronuncia: Il ricorso è ammesso nel sens0 dei considerandi.
* Ed. gen, 37 N° 71.
79. Entecheid vom 2. November 1915 i. S. Kunz.
Recht des Konkursbeamten, einem Gläubigervertreter nur gegen Ausweis über die Bevollmächtigung Geldbeträge auszuzahlen.
A4. — Der Rekurrent Friedrich Kunz, Notar in Biel, handelte im Konkurse des G. Single als Vertreter der Ehefrau des Gemeinschuldners, ohne eine schriftliche Vollmacht vorzulegen. Das Konkursamt Biel sandte ihm alle für Frau Single bestimmten Mitteilungen zu, weigerte sich aber, ihm ohne Voriegung einer schriftlichen Vollmacht die Konkursdividende im Betrage von 951 Fr. 45 Cts. auszuzahlen.
B.
— Hiegegen erhob der Rekurrent Beschwerde mit dem Begehren, das Konkursamt sei anzuhalten, ihm den Betrag gegen gehörige Quittung auszuhändigen oder durch die Post zuzustellen.
Er machte geltend, das Konkursamt habe durch sein bisheriges Verhalten die Bevollmächtigung anerkannt und zudem sei das Verlangen nach der Vorlegung einer schriftlichen Vollmacht ungesetzlich.
Die Aufsichtsbehörde des Kantons Bern wies die Beschwerde durch Entscheid vom 9. Oktober 1915 mit folgender Begründung ab: «Wenn auch zuzugeben ist, » dass das Bundesgericht (— unter Einschränkung der »m der frühern bundesrätlichen Praxis (vgl. Archiv I » N° 1, IT N° 31) vertretenen, auch von BLUMENSTEIN, » Handbuch p. 149 befürworteten Auffassung, dass die » Vorlage einer Vollmacht seitens des vertraglichen Ver- » treters eines Gläubigers vom Betreibungsbeamten jeder- » zeit verlangt werden könne und von ihrer Beibringung » die Fortsetzung des Verfahrens abhängig gemacht » werden könne —) in einem neueren Entscheid (Pra- » xis TT pag. 25) entschieden hat, es würde dem » Sinne und Geist des Gesetzes widersprechen, wenn » man von einem « agent d’affaires » verlangen würde, 3870 Entseheidungen der Schuldbetreibungs- » dass er sich jedesmal zur Stellung eines Betreibungs- » begehrens für einen Klienten durch die Vorlage einer » Vollmacht legitimiere, s0 ist doch zu beachten, dass >» die Berechtigung des Amtes vom vertragsmässig be- » stellten Gläubigervertreter die Beibringung einer Voll- » macht zu verlangen in den Fällen nie in Zweifel geè zogen worden ist, in denen es sich wie vorliegend, um » am Sechluss; Archiv ILT No 89, Anmerkung der Re- » daktion, Schlusssatz;, Praxis II pag. 26 Erw. 4 am » Schluss und Erw. 5 am Anfang.) »
C.
— Diesen Entseheid hat der Rekurrent am 27. Oktober 1915 unter Erneuerung seines Begehrens an das Bundesgerieht weitergezogen.
Die Schuldbetreibungs-- und Konkurskammer zieht
Erwägungen
Das Bundesgericht hat allerdings, wie schon die Vorinstanz hervorgehoben hat, im Entscheid in Sachen de Broches des Combes vom 83. Oktober 1912 (AS Sep.-Ausg. 15 N° 72*) erklärt, dass das Betreibungsamt nicht allgemein von gewerbsmässigen Gläubigervertretern für jede von ihhen verlangte Betreibungshandlung die Vorlegung einer schriftlichen Vollmacht des Auftraggebers fordern dürfe. Allein aus diesem Grundsatz folgt keineswegs, dass die Betreibungs- und Konkursämter verpflichtet seien, ohne Ausweis über die Bevollmächtigung Geldbeträge für Gläubiger an deren Vertreter zu zahlen. Der angegebene Grundsatz beruht auf der Erwägung, dass der Beamte, wenn er einem von einem nichtbevollmächtigten Vertreter gestellten Betreibungsbegehren in gutem Glauben Folge gibt, damit micht schadenersatzpflichtig wird, weil es Sache des Schuldners ist, eine Betreibungshandlung wegen mangelnder Bevollmächtigung des Gläubigervertreters anzu- — * Ges.-Ausg. 38 I No 116, fechten. Wenn dagegen ein Konkursbeamter die Konkursdividende für einen Gläubiger an einen nicht bevollmächtigten Vertreter auszablt, wird er hiedurch nicht befreit, sondern läuft Gefahr, den Betrag nochmals — an den Berechtigten“ — zahlen zu müssen. Es muss daher im Ermessen des Konkursbeamten liegen, zu bestimmen, ob er die Zahlung einer Dividende an “den Vertreter eines Gläubigers von einer besondern schriftlichen Vollmacht abhängig machen wolle. Weder der Wortlaut, noch Sinn und Geist des Betreibungsgesetzes spricht dafür, dass die Ämter bei der Auszahlung von Geldbeträgen nicht ebenso vorsichtig sein dürften, wie jeder Privatmann. Die Aufsichtsbehörden können daher einen Konkursbeamten nicht enigegen seinem Willen zwingen, Zahlungen an einen Vertreter ohne Ausweis über die Bevollmächtigung zu machen. Daraus, dass das Konkursamt die für Frau Single bestimmten Mitteilungen dem Rekurrenten zugehen liess, ohne von seinem Rechte, einen Ausweis über die Bevollmächtigung zu verlangen, Gebrauch zu machen, kann nach dem Gesagten nicht geschlossen werden, der Konkursbeamte habe ein für allemal, also auch für alle andern Konkursstadien ohne Rücksicht auf seine eigene persönliche Verantwortlichkeit, den Rekurrenten als Vertreter der Frau Single anerkannt und auf eine schriftliche Vollmacht zu seiner eigenen Deckung verzichtet.
Dispositiv
Demnach hat die Schuldbetreibungs- u. Konkurskammer Der Rekurs wird abgewlesen.