Standing: How later courts treated this decision has not been analysed.

57 III 122

57 III 122

Rubrum

34. Entscheid vom 14. September 1931 i. Ss. Venturini.

Lohnpfändung. Art. 93 SchKG.

Sachverhalt

Ist der Lohn, wie im Maurergewerbe, unregelmässigen Schwankungen unterworfen, s0 muss der jeweilige Überschuss über das Existenzminimum gepfändet und das FExistenzminimum s0 berechnet werden, dass der Schuldner in den guten Verdienstzeiten die nötigen Rücklagen für die schlechtern machen kann.

Saisie de salaire. Art. 93 LP.

Lorsque le salaire est soumis à des variations irrégulières, comme dans l’industrie du bâtiment, il y a lieu de saisir tout ce qui dépasse le minimum indispensable et de calculer ce minimum de telle manière que le débiteur puisse pendant les époques favorables constituer les réserves nécessaires pour les mauvais jours.

Pignoramento di salario. Art. 93 LEF.

Ove il salario siù soggetto a variazioni irregolari, come nell’industria edile, si pignorerà Pirmporto eccedente l’indispensabile calcolando quest’ultimo in modo che il debitore possa nell’epoca favorevole costituire un fondo per la meno propizia.

A.

— In einer Betreibung von G. Parolini, Luzern, gegen den Rekurrenten pfändete das Betreibungsamt am 5. Juni 1931 vom vierzebntätigen Lohne des Schuldners je einen Betrag von 15 Fr. auf die Dauer eines Jahres. Auf Beschwerde des Schuldners hob die erstinstanzliche Aufsichtsbehörde die Pfändung auf Diesen Entscheid zog der Gläubiger an die kantonale Aufsichtsbehörde weiter.

B.

— Die kantonale Instanz ging in ihrem Entscheide vom 12. August 1931 davon aus, dass der Schuldner im letzten Jahr insgesamt 3882 Fr. oder pro vierzehntägigen Zahltag (unter Abzug der Unfallversicherungsprämien) 148 Fr. 40 Cts. verdient habe. Es lasse nun nichts darauf schliessen, dass er in diesem Jahre nicht mindestens den gleichen Erwerb erzielen werde. Sein Existenzminimum betrage zusammen mit demjenigen der Ehefrau 10 Fr. pro Tag oder 140 Fe. in zwei Wochen. Dermgemüäss wurde eine Lohnquote von 8 Fr. 40 Cts. pro vierzehntägigen Zahltag als pfändbar erklärt.

C.

— Gegen diesen Entscheid richtet sich der vorliegende Rekurs des Schuldners, mit welchem er seinen Antrag auf Aufhebung der Pfändung wiederholt. Er ficht die vorinstanzliche Lohnberechnung ale willkürlich an und macht insbesondere geltend, daes die Verdienstmöglichkeiten im Maurergewerbe je nach Jahreszeit und Witterung stark schwanken. Im weitern bestreitet er, dass er und seine Ebefrau, die kränklich sei und in ärztlicher Behandlung stehe, mit 10 Fr. pro Tag auskommen.

Die Sclaldbetreibungs- und Konkurskammer

Erwägungen

Die Lohnberechnung der Vorinstanz ist nicht haltbar. Sie schliesst vom bisherigen Lohne auf den künftigen.

Provisions amended since

This decision construes provisions whose act has since been consolidated again. Whether the article itself changed is not recorded.

  • Federal Act on Debt Enforcement and Bankruptcy, Art. 93 — the act was consolidated again on January 1, 1997, January 1, 2001, April 1, 2003, July 1, 2004, January 1, 2005, January 1, 2007, July 1, 2007, January 1, 2008, January 1, 2010, December 1, 2010, January 1, 2011, February 1, 2011, September 1, 2011, January 1, 2012, January 1, 2013, January 1, 2014, January 1, 2016, July 1, 2016, January 1, 2017, March 28, 2017, January 1, 2018, January 1, 2019, January 1, 2020, October 20, 2020, August 1, 2021, January 1, 2023, July 1, 2024, January 1, 2025, January 1, 2026, and January 1, 2026.