Standing: How later courts treated this decision has not been analysed.

5A_321/2023

5A_321/2023

Rubrum

Urteil vom 3. Mai 2023

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt Baden,

Mellingerstrasse 19, 5400 Baden.

Gegenstand

Liegenschaftsversteigerung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als obere betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde, vom 13. April 2023 (KBE.2023.9).

Sachverhalt

Das Betreibungsamt Baden versteigerte am 9. November 2022 drei Grundstücke, welche der Beschwerdeführer und sein Bruder von ihrer Mutter geerbt hatten. Die hiergegen eingereichte Beschwerde wies das Bezirksgericht Baden als untere Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs mit Entscheid vom 20. Dezember 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Dieser Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 21. Dezember 2022 zur Abholung bis am 28. Dezember 2022 gemeldet.

Am 4. März 2023 (Postaufgabe) zog der Beschwerdeführer diesen Entscheid gemäss Art. 18 SchKG an das Obergericht des Kantons Aargau als obere Aufsichtsbehörde weiter, welches darauf mit Entscheid vom 13. April 2023 zufolge abgelaufener Beschwerdefrist nicht eintrat.

Mit Eingabe vom 1. Mai 2023 wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren und eine Begründung zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG), in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (BGE 140 III 115 E. 2; 142 III 364 E. 2.4).

2.

Die Beschwerde lässt ein Rechtsbegehren vermissen und sie enthält auch keine Ausführungen, welche in irgendeiner Weise auf die ausführlichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid zum Fristenlauf Bezug nehmen würden. Vielmehr äussert sich der Beschwerdeführer weitschweifig zur Arbeitstätigkeit seines Vaters, zu seinem eigenen Leben, zu seinen Verletzungen in der Kindheit, zur erbrechtlichen Situation, zu den Hypotheken u.ä.m.

3.

Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist.

4.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Dispositiv

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Baden und dem Obergericht des Kantons Aargau, Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als obere betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde, mitgeteilt.

Lausanne, 3. Mai 2023

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Möckli

Provisions amended since

This decision construes provisions whose act has since been consolidated again. Whether the article itself changed is not recorded.

  • Bundesgesetz über das Bundesgericht, Art. 42, Art. 66, and Art. 108 — read in the version of July 1, 2022; the act was consolidated again on January 1, 2024, February 1, 2024, July 1, 2024, January 1, 2025, April 1, 2026, and May 13, 2026.
  • Federal Act on Debt Enforcement and Bankruptcy, Art. 18 — read in the version of January 1, 2023; the act was consolidated again on July 1, 2024, January 1, 2025, January 1, 2026, and January 1, 2026.