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517.41

Verordnung über den Psychologisch-Pädagogischen Dienst der Armee
(VPPD)

vom 29. März 1995 (Stand am 1. Januar 2010)

Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf Artikel 61 des Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 19. September 19781 und auf Artikel 147 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 12. April 1907 über die Militärorganisation2, verordnet:

Art. 1 Gegenstand

Der Psychologisch-Pädagogische Dienst (PPD) ist die Fachstelle der Armee und der Militärverwaltung für:

  1. die Einzelfall-Hilfe und die Beratung im Zusammenhang mit militärspezifischen psychologisch-pädagogischen Problemen;

  2. die Forschung in diesem Bereich.

Art. 2 Aufgaben

Der PPD hat namentlich folgende Aufgaben:

  1. Hilfe zur Integration in den Truppenverband für Angehörige der Armee mit persönlichen, diensterschwerenden Problemen, soweit ihre Diensttauglichkeit dies zulässt (Hilfe zur Selbsthilfe);

  2. Beratung der Kader bei Führungsproblemen im Zusammenhang mit persönlichen Problemen bei einzelnen Angehörigen der Armee (Führungsberatung);

  3. Unterstützung der Militärärzte bei der Beurteilung der Dienstfähigkeit und der Diensttauglichkeit;

AS 1995 3514

[AS 1979 114, 1983 170 931 Art. 59 Ziff. 2, 1985 699, 1987 226 Ziff. II 2 808, 1989 2116, 1990 3 Art. 1 1530 Ziff. II 1 1587 Art. 1, 1991 362 Ziff. I, 1992 2 Art. 1 288 Anhang Ziff. 2 510 581 Anhang Ziff. 2, 1993 1770, 1995 978 4093 Anhang Ziff. 2 4362 Art.

5050 Anhang Ziff. 1, 1996 546 Anhang Ziff. 1 1486 1498 Anhang Ziff. 1. AS 1997 2022 Art. 63]. Siehe heute: das Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz vom 21. März 1997 (SR 172.010).

[BS 5 3; AS 1948 425, 1949 1491 Art. 1-3, 5 Bst. a-d, 1952 331 338 Art. 2, 1961 231, 1968 73 Ziff. I, III, 1970 43, 1975 11, 1984 1324, 1990 1882, 1991 1412, 1992 288 Anhang Ziff. 20 2392 Ziff. I 2; SR 172.010 Art. 72 Bst. e, 173.51 Anhang Ziff. 5, 415.0 Art. 15 Ziff. 3, 510.100 Art. 22 Abs. 2, 616.1 Anhang Ziff. 10, 661 Art. 48 Abs. 2 Bst. d, 833.1 Anhang Ziff. 2, 921.0 Art. 55 Ziff. 3. SR 510.10 Anhang Ziff. 7]. Siehe heute das Militärgesetz vom 3. Febr. 1995 (SR 510.10).

  1. Auswertung der Erfahrungen und Kenntnisse zugunsten der Führungsausbildung der Kader;

  2. Suchtprävention im militärischen Rahmen;

  3. Forschung im militärspezifischen psychologisch-pädagogischen Bereich.

Die Inanspruchnahme der Hilfe des PPD ist freiwillig.

Der PPD berät in erster Linie Angehörige der Armee in Rekrutenschulen.

Art. 3 Organisation

Die Dienststelle PPD ist die vorgesetzte Fachinstanz der Angehörigen des PPD. Sie ist dem Ausbildungschef unterstellt.

Der PPD besteht aus den Bediensteten der Dienststelle PPD sowie aus Milizoffizieren.

Für die Aufnahme in den PPD müssen Milizoffiziere die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  1. Truppenerfahrung;

  2. psychologische/sozialpsychologische/sozialpädagogische Ausbildung und Berufserfahrung.

Die Angehörigen des PPD werden in die Personalreserve der Armee (41.2) eingeteilt und erfüllen ihre Instruktionsdienstpflicht nach der Verordnung vom 31. August 19943 über die Ausbildungsdienste.

Art. 4 Wahrung der Privatsphäre

Wer den PPD beizieht, hat Anspruch auf die Wahrung seiner Privatsphäre.

Art. 5 Dienst-, Amts- und Berufsgeheimnis

Die Angehörigen des PPD sind verpflichtet, alle Wahrnehmungen als Dienst- oder Amtsgeheimnis zu wahren.

Widerhandlungen werden nach Artikel 77 des Militärstrafgesetzes4 geahndet.

Für Ärzte bleibt die Ahndung der Verletzung des Berufsgeheimnisses nach Artikel 321 des Schweizerischen Strafgesetzbuches5 vorbehalten.

[AS 1995 290, 1996 399, 1997 347, 1998 1866. AS 1999 2903 Art. 120 Bst. d]. Siehe heute: die V vom 19. Nov. 2003 über die Militärdienstpflicht (SR 512.21).

Art. 6 Datenschutz und Archivierung

Die Angehörigen des PPD schützen ihre persönlichen Handakten vor unbefugtem Zugriff Dritter.

Die Daten über die untersuchten Personen werden als besonders schützenswerte Daten durch den PPD verwaltet und gesondert aufbewahrt. 3–5 …6

Art. 7 Schlussbestimmungen

Die Gruppe für Ausbildung vollzieht diese Verordnung.

Diese Verordnung tritt am 1. Mai 1995 in Kraft.