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Decision

RRB Nr. 1020/2018

Lotteriefonds, Inlandhilfe 2018, Ermächtigung

October 31, 2018German22 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 31. Oktober 2018

1020. Lotteriefonds des Kantons Zürich, Inlandhilfe 2018

Erwägungen

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung Zweck der Inlandhilfe (IH) ist es, mitzuhelfen, die Lebensgrundlage der Bevölkerung in ausgewählten Berggebieten zu sichern. Dies erfolgt durch die gezielte Unterstützung von Projekten in finanzschwachen Ge- bieten der Kantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis. Insbesondere unterstützt der Kanton dabei – Präventionsmassnahmen, um dadurch mögliche Schadenereignisse zu verhindern oder mindestens zu verringern, – Massnahmen zum Beheben von Unwetterschäden, – regional wichtige Natur- und Umweltschutzprojekte sowie bedeutende Kultur- und Alpwirtschaftsvorhaben.

1.2 Allgemeines Der Kanton arbeitet für die IH mit folgenden Hauptpartnern zusam- men: – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB) und – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL). Diese Organisationen unterbreiten dem Kanton jeweils vor der eigent- lichen Gesuchseingabe mehrere Projekte, aus denen in Absprache mit dem Lotteriefonds eine Auswahl für die Gesuchseingabe getroffen wird. Andere Organisationen reichen dem Kanton einzelfallweise IH-Ge- suche ein. Dazu zählen insbesondere Organisationen, die Arbeitseinsätze (Arbeitswochen) im Berggebiet durchführen. In diesem Jahr erfolgte je- doch keine entsprechende Eingabe. Hingegen umfasst der vorliegende Beschluss je ein Gesuch der Gemeinde Val Müstair und der Stiftung Klos- ter St. Johann, Müstair, die direkt eingereicht wurden.

1.3 Vorlage 5361a: Rahmenkredit Mit Beschluss vom 12. Februar 2018 bewilligte der Kantonsrat einen Rahmenkredit von insgesamt 32 Mio. Franken für die Entwicklungszu- sammenarbeit (EZA) und die IH 2018 bis längstens 2021 (Vorlage 5361a). Dabei ist vorgegeben, dass der jährliche Beitrag zugunsten der IH die Summe von jeweils 4 Mio. Franken nicht überschreiten darf.

1.4 Vergabekriterien Die Vergabekriterien betreffend IH wurden im Zusammenhang mit dem neuen Rahmenkredit (Vorlage 5361a) nicht geändert.

2. Gesuchseingaben 2018

2.1 Allgemeines 2018 wurden dem Kanton insgesamt 18 Gesuche um IH-Beiträge in der Gesamtsumme von Fr. 4 729 600 eingereicht (2017: 17 Gesuche im Ge- samtbetrag von Fr. 4 309 800). Die Dossiers gehen in der Regel zur Prü- fung an die jeweils fachlich zuständige Direktion. Deren Beurteilungen sind entscheidend für die Berücksichtigung der Projekte bzw. für das Fest- legen der jeweiligen Beitragshöhe.

2.2 Abgelehnte und zurückgestellte Gesuche Von den insgesamt 18 Eingaben wurde fünf Gesuchen nicht entspro- chen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der jährlich zur Verfügung ste- hende IH-Betrag jeweils nicht ausgeschöpft werden muss. Drei Gesuche betreffen den Kanton Wallis. Die Behandlung dieser drei Gesuche ist sistiert, bis das Ergebnis der gegenwärtig laufenden Reform des Nationalen Finanzausgleichs vorliegt. Gesuchstellende Organisation, Begründung Projektbezeichnung SPB: Sanierung Forststrassen, zurückgestellt, erneute Prüfung 2019 Val Müstair SPB: Instandstellung der Alten zurückgestellt, erneute Prüfung 2019 Suon, Bürchen SPB: Sanierung der «Ginalswasser­ zurückgestellt, erneute Prüfung 2019 leita», Zenegen SPB: Hochwasserschutz Tschingel­ zurückgestellt, erneute Prüfung 2019 bach, Niedergampel SL: Aufwertung von alten Wegen Das Amt für Natur und Landschaft des Kantons Tessin und Landwirtschaftsflächen, und die SL engagieren sich im Valle Malvaglia mit Val Malvaglia Projekten, denen gute Qualität zukommt. In den ver­ gangenen Jahren bewilligte der Regierungsrat be­ reits drei Beiträge zugunsten entsprechender Pro­ jekte (RRB Nrn. 1609/2002; 1521/2005 und 978/ 2013). Deshalb ist es gerechtfertigt, vorderhand auf die Unterstützung von Vorhaben in diesem verhält­ nismässig kleinen Tal zu verzichten und frühestens nach Ablauf von zehn Jahren nach Gewährung des letzten Beitrages wieder ein Gesuch zu prüfen.

3. Ausgewählte Einzelprojekte In mehreren Fällen kürzt der Kanton auf Antrag der zuständigen Fach- direktion den nachgesuchten Betrag. Die dadurch entstehenden zusätz- lichen Fehlbeträge haben die betroffenen Gemeinden bzw. die gesuchstel- lenden Organisationen entweder durch (zusätzliche) eigene Leistungen bzw. Spendengelder, durch eine zeitliche Staffelung oder Verringerung des Projektes aufzufangen. Zudem ist die Auszahlung in mehreren Fällen praxisgemäss an die Erfüllung von Auf‌lagen geknüpft. Die folgende Auf‌listung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält die notwendigen Kurzinformationen zum jeweiligen Projekt. Angegeben sind dabei auch die Projektbegleitkosten (PBK), welche die jeweiligen Organisationen vom Kanton wünschen.

3.1 Projekte der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB) (Projekte Nrn. 1–5) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 9 2 984 000 Berücksichtigte Projekte 5 1 390 000

1) Ausbau der Walderschliessung Sulom – Lueras, Albula Region/Kanton Albulatal, GR Verantwortlich Gemeinde Albula/Alvra für das Projekt Projektziel Ausbau und Instandstellung eines bestehenden Weges zur verbesserten Pflege des Schutzwaldes und der Alpwiesen Projektbeschrieb Die Erschliessungsstrasse zu den Schutzwäldern von Alvaschein ist sanierungsbedürftig. Der bisherige Belagsweg muss über eine Länge von 1320 m ausgebaut bzw. den heutigen technischen Anforderungen angepasst werden. Das Vorha- ben umfasst auch den Bau einer Wendeplatte und von fünf Holzlagerplätzen. Begünstigte Bewohnerinnen und Bewohner von Alvaschein Kosten Fr. 2 128 300 Finanzierung Bund Fr. 333 125 Standortkanton/-region Fr. 967 950 (Bürger-)Gemeinde Fr. 25 000 Dritte Fr.–

Restfinanzierung Der offene Restbetrag von Fr. 802 225 soll durch die Gemeinde, Beiträge Dritter und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Beurteilung Sanierungsbedarf und Ausbauprojekt der Be- lagsstrasse sind gut dokumentiert. Die Totalsa- nierung ist aus Gründen der Verkehrssicherheit wünschenswert und gewährleistet eine nach- haltige Pflege der betroffenen Schutzwälder. Die Kosten werden jedoch als verhältnismässig hoch beurteilt. Zudem wurde die Gemeinde bereits in den Vorjahren aus dem Lotteriefonds unterstützt. Eine herabgesetzte Beitragsleis- tung ist deshalb angemessen. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 300 000 2) Erneuerung Güterstrassennetz Fanas Region/Kanton Prättigau, GR Verantwortlich Meliorationsgenossenschaft Fanas, Gemeinde für das Projekt Grüsch Projektziel Bereitstellen einer geeigneten Infrastruktur zur Bewirtschaftung des Gebietes und zum Er- halt der Kulturlandschaft Projektbeschrieb In der Gemeinde Grüsch wird für die landwirt- schaftlich genutzte Fläche von 475 ha eine Ge- samtmelioration durchgeführt, die acht Haupt- erwerbs- und drei Nebenerwerbsbetriebe be- trifft. Eine eigentliche Landumlegung findet nur in Teilbereichen statt, da einzelne Landwirtinnen und Landwirte die Pachtverhältnisse unterein- ander anpassen konnten und die Bewirtschaf- tungseinheiten dadurch bereits gut arrondiert sind. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen sind insgesamt ungenügend erschlossen. Deshalb um- fasst das Projekt den Bau bzw. Ausbau von 16 km Güterstrassen und von 3 km Alperschliessungs- wegen. Begünstigte Bauernbetriebe/Kulturlandschaft, Wanderinnen und Wanderer (Entflechtung von Güterstrassen- und Fusswegnetz) Kosten Fr. 13 188 300

Finanzierung Bund Fr. 3 847 258 Standortkanton/-region Fr. 5 329 675 (Bürger-)Gemeinde Fr. 2 096 625 Dritte Fr. 75 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 1 839 742 sollen durch den Kanton Zürich und Dritte gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt wurde gemeinsam mit den verschiedenen Interessenvertretungen ausgearbeitet. Mit der Gesamtmelioration wird die Existenzfähigkeit der Landwirtschaft in Grüsch verbessert und die Pflege zum Erhalt der Kulturlandschaft erleichtert. Das Gebiet weist 44 nichtlandwirtschaftliche Gebäude (Wohnhäuser, Restaurants, Garagen usw.) so- wie 91 Maiensässe, Jagdhütten und Ferienhäuser auf. Die Besitzerinnen und Besitzer dieser Lie- genschaften profitieren stark von der verbesser- ten Erschliessung. Im Finanzierungsmodell ist keine Kostenbeteiligung der Eigentümerinnen und Eigentümer von nichtlandwirtschaftlichen Gebäuden enthalten. Von diesen kann eine an- gemessene finanzielle Beteiligung erwartet wer- den. Der nachgesuchte Beitrag ist deshalb um die erwartete Beteiligung zu kürzen. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 330 000 Auf‌lage Der bewilligte Beitrag wird erst ausbezahlt, wenn eine angemessene finanzielle Projektbe- teiligung der Eigentümerinnen und Eigentümer der nichtlandwirtschaftlichen Liegenschaften sichergestellt ist. 3) Hochwasserschutz Clozza Region/Kanton Unterengadin, GR Verantwortlich Gemeinde Scuol für das Projekt Projektziel Sicherstellen eines angemessenen Hochwasser- schutzes, insbesondere Schutz des gesamten Sied- lungsgebietes vor Murgang

Projektbeschrieb Am 23. Juli 2015 löste ein heftiges Unwetter im Bachbett der Clozza einen Murgang aus mit Schäden an den Bachverbauungen und an Ge- bäuden. Im Rahmen einer Ereignisanalyse wurden zahlreiche Verbesserungsmassnahmen definiert. Das vorliegende Projekt ist auf einen Murgang ausgerichtet, der sich gemäss Wahr- scheinlichkeit einmal im Zeitraum von 300 Jah- ren ereignen kann. Die zentrale Massnahme bil- det der Bau einer Dosiersperre, mit der bis zu 10 000 m3 Geschiebe und Schwemmholz zurück- gehalten werden können. Weitere Massnahmen sind der Ersatz von Schwellen durch Sohlram- pen, Geländeerhöhungen, Uferverbauungen und die Absenkung des Bachbetts. Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 1 554 000 sollen über Dritte, die Gemeinde und den Kanton Zürich gedeckt werden. Begünstigte Bevölkerung von Scuol Kosten Fr. 3 424 000 Finanzierung Bund Fr. 1 190 000 Standortkanton/-region Fr. 680 000 (Bürger-)Gemeinde Fr.– Dritte Fr.– Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 424 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt wird als vollständig, zeitgemäss und wirtschaftlich beurteilt. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 424 000 Auf‌lage Die Bewilligungs- und Subventionsentscheide des Kantons Graubünden und des Bundes sind dem Kanton Zürich in Kopie zuzustellen. 4) Gesamtmelioration Surses Region/Kanton Oberhalbstein, GR Verantwortlich Gemeinde Surses für das Projekt Projektziel Verbesserung der Betriebsbedingungen der Landwirtschaft und nachhaltige Nutzung und Pflege der Kulturlandschaft

Projektbeschrieb In der Fraktion Sur wird eine Gesamtmeliora- tion auf einer Fläche von 389 ha durchgeführt, die zwölf Haupterwerbs- und zwei Nebener- werbsbetriebe betrifft. Die landwirtschaftlichen Erschliessungsstrassen genügen den heutigen land-, alp- und forstwirtschaftlichen Anforde- rungen nicht mehr. Mit dem Projekt werden deshalb 7,3 km bestehende Wege ausgebaut so- wie 5,1 km Wege neu erstellt. Dadurch kann die Unfallgefahr beim Befahren des heutigen Wegnetzes verringert und die Bewirtschaftung bzw. Pflege der heutigen Kulturlandschaft ge- stärkt werden. Das Projekt sieht vor, die Parzel- lenzahl von 1100 auf rund 500 zu verkleinern. Mit der Arrondierung des Grundeigentums wer- den die Arbeitsbedingungen verbessert, die Be- triebskosten gesenkt und demzufolge die Land- wirtschaftsbetriebe gestärkt. Begünstigte Landwirtschaft Kosten Fr. 9 584 000 Finanzierung Bund Fr. 4 550 000 Standortkanton/-region Fr. 4 291 000 (Bürger-)Gemeinde Fr.– Dritte Fr. 120 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 623 000 sollen über Dritte, die Gemeinde und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 424 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der Gesamtmelioration wer- den die Existenzfähigkeit der Landwirtschaft in der Fraktion Sur verbessert und die Pflege zum Erhalt der Kulturlandschaft erleichtert. Das Vorhaben kommt auch 62 Eigentümerinnen und Eigentümern von Ferienhäusern zugute. Im Kostenvoranschlag ist keine Beteiligung die- ser Eigentümerinnen und Eigentümer enthalten. Von diesen kann eine angemessene finanzielle Beteiligung erwartet werden. Der nachgesuchte Beitrag ist deshalb um die erwartete Beteiligung zu kürzen. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 124 000

Auf‌lage Der bewilligte Beitrag wird erst ausbezahlt, wenn eine angemessene finanzielle Beteiligung der Eigentümerinnen und Eigentümer von nicht- landwirtschaftlichen Liegenschaften sicherge- stellt ist. 5) Instandsetzung Murgangkanal Val Schais Region/Kanton Münstertal, GR Verantwortlich Gemeinde Val Müstair für das Projekt Projektziel Verbesserung des Schutzes mit Blick auf künf- tige Murgänge Projektbeschrieb Der Wildbach Aua da Schais weist zahlreiche Verbauungen auf, die immer wieder durch Mur- gänge beschädigt werden. Das vorliegende Pro- jekt umfasst die Instandstellung der bestehen- den Schutzbauten, insbesondere eines 1930 er- stellten und 1975 erweiterten Murgangkanals. Begünstigte Bewohnerinnen und Bewohner von Sta. Maria, Touristinnen und Touristen Kosten Fr. 812 000 Finanzierung Bund Fr. 280 000 Standortkanton/-region Fr. 280 000 (Bürger-)Gemeinde Fr. – Andere Fr. – Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 252 000 sollen über Dritte, die Gemeinde und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 212 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der Instandstellung des Mur- gangkanals wird der Schutz von Sta. Maria vor einem theoretisch alle 100 Jahre einmal eintre- tenden Grossereignis gewährleistet. Das Pro- jekt erfüllt alle Anforderungen des Bundes und des Kantons Graubünden. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 212 000 Auf‌lage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- ‌lage verbunden, dass dem Kanton Zürich die Genehmigung der Schlussabrechnung des aus- geführten Bauwerks durch den Kanton Grau- bünden zugestellt wird.

3.2 Projekte der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) (Projekte Nrn. 6–11) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 7 1 545 600 Berücksichtigte Projekte 6 1 261 100

6) Aufwertung der geschützten Landschaft des Valle Bavona Region/Kanton Valle Bavona, TI Verantwortlich Fondazione Valle Bavona und SL für das Projekt Projektziel Fortführung der Landschaftspflegemassnah- men im Valle Bavona Projektbeschrieb Die Fondazione Valle Bavona ist seit 1990 ver- antwortlich für das «kulturhistorische Gesamt- projekt» Valle Bavona, das dem Erhalt des Hochtals mit zwölf Dörfern dient. Der Kanton Tessin hat das Tal, das zu den Landschaften von nationaler Bedeutung zählt, als ein Schwer- punktgebiet seiner Landschaftsstrategie defi- niert. Der Regierungsrat hat frühere Etappen des Projektes (RRB Nrn. 1401/2006: Fr. 255 000, und 995/2012: Fr. 495 000) unterstützt. Die jetzt anstehende Projektphase baut auf den Vorgän- gerprogrammen auf. Sie umfasst drei Teilbe- reiche: – Kulturgüter: u. a. Restaurierung von alten Landwirtschaftsgebäuden, einer alten Mühle, Instandsetzung von Wegen, Treppen, Mauern und Trockenmauern – Natur als Landschaft: Aufwertung von Wald- weiden, Waldflächen und Waldrändern, Be- seitigung von invasiven Arten in Auen – Didaktik: Sanierung eines Gebäudes für den Aufenthalt von Schulklassen und Landschafts- pflegegruppen Begünstigte Landwirtschaft, Bevölkerung, Jugendliche der Region Kosten Fr. 1 710 400

Finanzierung Eigenleistung Fr. 122 850 Bund Fr. 184 000 Standortkanton/-region Fr. 420 000 (Bürger-)Gemeinde Fr. 160 000 Andere Fr. 245 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 578 550 sollen durch Dritte und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 500 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist sorgfältig ausgearbeitet und überzeugt auch durch seine Prioritätensetzung bei den vorgesehenen Massnahmen. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 500 000 7) Aufwertung der Kulturlandschaft in Monti di Rima Region/Kanton Val Lavizzara (Maggia), TI Verantwortlich Associazione Monti di Rima und SL für das Projekt Hinweis Das Projekt wurde bereits 2016 eingereicht, musste aber aufgrund der Vorgaben des Kan- tons Zürich überarbeitet werden und wurde er- neut eingereicht. Projektziel Erhalt und Aufwertung der Kulturlandschaft im Gebiet Monti di Rima Projektbeschrieb Die Alpen Monti di Rima liegen auf einer Ge- ländeterrasse im Val Lavizzara. Sie weisen eine hohe Dichte wertvoller Landschaften und von Kulturgütern und Gebäuden kantonaler Bedeu- tung auf, ebenso ein weitverzweigtes Netz von mauergesäumten Wegen. Mit dem vorliegen- den Gesuch soll an die Pilotphase von 2015/2016 angeschlossen werden. Das Gesuch umfasst u. a. die Wiederinstandstellung von Caraa (Wege mit Längsmauern), Hangterrassen und eines histo- rischen Getreidespeichers sowie die Rekultivie- rung von Wiesen und Selven. Mit Informations- mitteln (Tafeln, Website, Leporello) wird auf die landschaftlichen und kulturellen Werte aufmerk- sam gemacht. Begünstigte Bevölkerung, Besucherinnen und Besucher, Kul- turlandschaft

Kosten Fr. 515 982 Finanzierung Bund Fr. 126 000 Standortkanton/-region Fr. 70 400 (Bürger-)Gemeinde Fr. 61 400 Andere Fr. 45 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 213 182 sollen über Dritte und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 131 800 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Vorhaben ist sorgfältig aus- gearbeitet und gut dokumentiert. Die Alpen Monti di Rima haben mit ihren Gebäuden auf- grund ihrer Grösse und des intakten Charakters grosse kulturhistorische Bedeutung. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 131 800 8) Ökologische Aufwertung der Terrassenlandschaft von Mergoscia Region/Kanton Valle di Verzasca, TI Verantwortlich Verein Pro Mergoscia, Verein zur Erhaltung und für das Projekt Aufwertung von Kulturlandschaften mit hoher Artenvielfalt, SL Hinweis Das Vorhaben wurde bereits 2017 eingereicht, konnte aber nicht berücksichtigt werden. Die SL wurde über die Möglichkeit informiert, das Projekt für 2018 nochmals einzureichen. Projektziel Kultur- und naturlandschaftliche Aufwertung der Region und damit verbunden die Förderung von gefährdeten Arten und Lebensräumen, Wei- terführung der Bewirtschaftung Projektbeschrieb Mit Beschluss Nr. 1531/2010 unterstützte der Re- gierungsrat das Projekt «Kultur- und Naturweg in Mergoscia» (Aufwertung von historischen Gebäuden, Terrassen und Trockenmauern) mit einem Beitrag von Fr. 196 000. Das vorliegende Projekt bildet die Fortsetzung der damaligen Massnahmen. Es weist folgende Schwerpunkte auf: waldbauliche Massnahmen zur Aufwer- tung einer Kastanienselve, die Aufwertung eines Feuchtgebietes um einen bereits sanierten Wei- her, die Sanierung von landwirtschaftlich genutz- ten Terrassen, die Sanierung von Trockenmau- ern und die Förderung des Artenreichtums. Die Bewirtschaftung der landwirtschaftlich nutzbaren Terrassen ist sichergestellt.

Begünstigte Bevölkerung, Kulturlandschaft Kosten Fr. 481 359 Finanzierung Eigenleistung Fr. 10 000 Bund Fr. 105 382 Standortkanton/-region Fr. 84 647 (Bürger-)Gemeinde Fr. 4 800 Andere Fr. 158 050 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 118 480 sollen über Dritte und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 101 500 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Erfolg der ersten Projekt- phase ist augenfällig. Die Auswahl der vorge- sehenen Massnahmen ist überzeugend; das Pro- jekt ist auf wesentliche Massnahmen ausgerichtet. Die Pflege und Instandstellung der Trocken- steinmauern erfolgt in eingespielter Zusammen- arbeit mit den Lernenden von GrünStadtZürich, die zu Ausbildungszwecken jedes Jahr in Mer- goscia weilen. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 101 500 9) Erhalt der Landschaft Val Porta Region/Kanton Valle di Verzasca, TI Verantwortlich Patriziato di Vogorno, SL für das Projekt Projektziel Erhalt und Aufwertung der Kulturlandschaft im Gebiet Val Porta Projektbeschrieb Das Val Porta ist ein Seitental des Verzascatals. Es umfasst ein Waldreservat von kantonaler Bedeutung, in welchem eine natürliche Entwick- lung ohne grosse Eingriffe angestrebt wird. Der Raum ausserhalb des Reservats wird alpwirt- schaftlich genutzt, er ist kulturhistorisch und ökologisch sehr wertvoll. Im Rahmen des Pro- jektes sollen die Zugänge zu den Alpen (Wege, Zugänge, Treppen) wieder instand gestellt, ein- gewachsene Flächen entbuscht und Kastanien- selven und Feuchtgebiete aufgewertet werden. Begünstigte Bevölkerung, Kulturlandschaft

Kosten Fr. 815 450 Finanzierung Bund Fr. 77 500 Standortkanton/-region Fr. 254 750 (Bürger-)Gemeinde Fr. 118 500 Andere Fr. 84 400 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 280 300 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 280 300 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Massnahmen sind sinnvoll, um die vorhandene Kulturlandschaft ausserhalb des Waldreservats zu erhalten und zu fördern. Das Mosaik der landwirtschaftlich ge- nutzten Flächen ist von ökologischem Wert. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 280 300 10) Sicherung der Burgruine Tschanüff und Landschaftsaufwertung, Ramosch, Valsot Region/Kanton Unterengadin, GR Verantwortlich Fundaziun Tschanüff für das Projekt Projektziel Sanierung der Ruine und Aufwertung der Land- schaft Projektbeschrieb Die Burgruine ist baugeschichtlich von hoher Bedeutung. Sie zählt zu den wenigen Profan- bauten in der Schweiz, welche Bausubstanz aus dem 10. Jahrhundert enthalten. Die Ruine ist im Kulturgüterschutz-Inventar des Bundes als Objekt von nationaler Bedeutung verzeichnet. Das Vorhaben umfasst zwei Teilbereiche, die Sicherung der Burgruine und die Landschafts- aufwertung in deren Umfeld. Die Aufwertung hat das Ziel, die besondere Trockenvegetation im Umfeld der Ruine zu erhalten. Begünstigte Kulturlandschaft, Besucherinnen und Besucher des Unterengadins Kosten Fr. 798 000 Finanzierung Eigenleistung Fr. – Bund Fr. – Standortkanton/-region Fr. 225 000 Gemeinde (Defizitgarantie) Fr. 5 000 Andere Fr. 425 000

Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 143 000 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 143 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Sicherung der Burgruine ist vorrangig. Die vorgesehenen Pflegemassnahmen für die Landschaftsaufwertung sind zielführend, allerdings sind noch Abstimmungen mit einzel- nen Beteiligten notwendig. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 143 000 Auf‌lagen Die Auszahlung des Beitrages ist an folgende Auf‌lagen gebunden: – Ein Beitrag von Fr. 108 000 zugunsten bauli- cher Massnahmen kann ausbezahlt werden, sofern die SL sicherstellt, dass die archäologi- sche Substanz im Ruinenareal und Umfeld der Burg durch die Landschaftsaufwertung, Rodungsarbeiten und Wegbauten nicht be- einträchtigt wird. Die Arbeiten sind mit dem Archäologischen Dienst des Kantons Grau- bünden abzusprechen. – Ein zusätzlicher Beitrag von höchstens Fr. 35 000 zugunsten von Pflegemassnahmen kann ausbezahlt werden, wenn folgende Auf- ‌lagen erfüllt sind: – Das Pflegekonzept und die Pflegemassnah- men sind mit den verschiedenen weiteren Aktivitäten im gleichen Gebiet abzustim- men. Dazu erscheint eine detaillierte Ab- sprache zwischen der Projektträgerschaft, dem Landwirtschaftsbetrieb, der das Ge- biet bewirtschaftet, und den weiteren Be- teiligten angezeigt. Es müssen Möglichkei- ten einer Zusammenarbeit, Arbeitsteilung und Kostenteilung geprüft und ein abge- stimmtes Pflegekonzept ausgearbeitet wer- den. – Die Baudirektion prüft das Pflegekonzept und beantragt dem Lotteriefonds die Aus- zahlung des vollen oder eines Teilbetrages.

11) Sanierung traditioneller Holzzäune Meiental Region/Kanton Meiental, UR Verantwortlich Pro Natura Uri, Gemeinde Wassen für das Projekt Projektziel Aufwertung der Kulturlandschaft des Meien- tals sowie Erleichterung der landwirtschaftli- chen Bewirtschaftung des Tals Projektbeschrieb Im Meiental prägten traditionelle Holzzäune über einen langen Zeitraum die Kulturland- schaft. Heute sind nur noch wenige Relikte die- ser traditionellen Weg- und Flurbegrenzungen erhalten. Pro Natura Uri möchte diese Zäune entlang des alten Sustenwegs auf einer Länge von rund 1,3 km an ihrer ursprünglichen Lage und in überlieferter Machart wieder herstellen und ihren Unterhalt sichern. Damit soll das Landschaftsbild um historische Elemente be- reichert werden. Grundeigentümerinnen und -eigentümer, die Talbevölkerung und einheimi- sche Betriebe stellen den jährlichen Unterhalt sicher. Die Information der Wanderinnen und Wanderer erfolgt über eine Informationstafel. Begünstigte Landwirtschaft, Kulturlandschaft Kosten Fr. 638 273 Finanzierung Eigenleistung Fr. 20 000 Bund Fr. 136 000 Standortkanton/-region Fr. 107 773 (Bürger-)Gemeinde Fr. – Andere Fr. 270 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 104 300 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 9% PBK Fr. 104 500 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit dem Projekt wird ein prägen- des Kulturlandschaftselement wieder stärker betont, das einerseits der Landwirtschaft als Begrenzung der Weideflächen dient, anderseits ein charakteristisches Merkmal der alten Stras- se über den Sustenpass (im Bundesinventar der historischen Verkehrswege erwähnt) bildet. Mustergültig ist die lokale Verankerung des Vor- habens bzw. die Zusammenarbeit von Eigen-

tümerinnen und Eigentümern und Gemeinde sowie die Berücksichtigung der ortsansässigen Betriebe. Der Unterhalt der Zäune ist gesichert. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 104 500 Auf‌lage Die Auszahlung des Beitrages ist an die Auf‌lage gebunden, dass der alte Sustenweg in das Wan- derwegnetz eingebunden bleibt.

3.3 Projekt der Gemeinde Val Müstair (Projekt Nr. 12) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 1 100 000 Berücksichtigte Projekte 1 100 000

12) Masterplan Val Müstair 2025 Region Münstertal, GR Verantwortlich Gemeinde Val Müstair für das Projekt Projektziel Die Gemeinde strebt eine nachhaltige und um- weltschonende Entwicklung des Tals an. Mit einem Masterplan soll ein strategischer Rahmen erarbeitet werden, aus dem konkrete Massnah- men für die kurz-, mittel- und langfristige Um- setzung abgeleitet werden können. Projektbeschrieb Die Gemeindebehörden möchten Klarheit über die zukünftige Positionierung und Strategie des Tals erlangen, um konkrete Vorhaben auf ein ge- meinsames Ziel ausrichten zu können. Damit verbunden ist die Erarbeitung eines Leitfadens «Markensystem Val Müstair», mit dem Marken- fragen zum Val Müstair, der Biosfera Val Müs- tair und dem UNESCO Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair geklärt werden. Ebenso umfasst der Masterplan die Ausarbeitung eines Kommunikationskonzeptes für die Vermittlung der zukünftigen Entwicklung gegenüber den Anspruchsgruppen im Tal und im Kanton. Die Ausarbeitung des Plans wird von einem Kern- team geleistet, dem Vertretungen der Gemeinde- behörde, des Tourismusverbands, von Biosfera Val Müstair, des Handels- und Gewerbever- eins, der Stiftung Pro Kloster St. Johann und von Unternehmen angehören.

Begünstigte Bevölkerung des Tals Kosten Fr. 245 000 Finanzierung Eigenleistung Fr. 60 000 Kanton Fr. 45 000 Beiträge Dritter Fr. 40 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 100 000 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beurteilung Das Vorhaben ist Grundlage für eine ganzheitli- che und gemeinsame Positionierung von Touris- mus, Wirtschaft und UNESCO Biosphärenre- servat und kann für eine nachhaltige Entwick- lung im Val Müstair stehen. Beitrag des Kantons Fr. 100 000

3.4 Projekt der Stiftung Kloster St. Johann, Müstair (Projekt Nr. 13) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 1 100 000 Berücksichtigte Projekte 1 100 000

13) Erarbeitung neues Museumskonzept und Neugestaltung Museum Region Münstertal, GR Verantwortlich Stiftung Pro Kloster St. Johann, Müstair für das Projekt Projektziel Ausarbeitung eines neuen Museumskonzeptes (eingabereifes Bau- und Umsetzungsprojekt) und Neugestaltung des Klostermuseums St. Johann, Müstair Projektbeschrieb Das Klostermuseum leistet einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der Kenntnisse über das UNESCO Weltkulturerbe Müstair. Das heutige Museum wurde 2003 eröffnet. Die Möglichkei- ten der Wissensvermittlung haben sich inzwi- schen gewandelt. Insbesondere um ein jüngeres Publikum ansprechen zu können, ist der Ein- satz von elektronischen Hilfsmitteln notwendig. Die Stiftung will ein detailliertes Museums- konzept ausarbeiten lassen, das als Grundlage

für die Umsetzung der Neugestaltung und für die Mittelbeschaffung dienen wird. Das Museum soll durch Beiträge des Standortkantons, durch verschiedene private Spenderinnen und Spender sowie Eigenmittel der Stiftung finanziert werden. Begünstigte Kloster, Talgemeinde, Besucherinnen und Be- sucher Kosten Konzept und Neugestaltung Fr. 1 050 000 Finanzierung Eigenleistung, Beiträge Standortkanton und Private Fr. 950 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 100 000 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beurteilung Die Erarbeitung eines qualitativ guten Detail- konzeptes ist die Grundlage für eine erfolgrei- che Neugestaltung des Museums. Da dem Vor- haben nationale Bedeutung zukommt, ist ein Beitrag des Kantons Zürich an das Projekt ge- rechtfertigt. Weitere Beiträge an dieses Gross- projekt sind jedoch ausgeschlossen. Beitrag des Kantons Fr. 100 000

4. Überblick Im Rahmen der IH 2018 werden in den Kantonen GR, TI und UR die folgenden Vorhaben unterstützt: Kanton Organisation Nr. Projekt in Franken in Franken GR SPB 1 Ausbau Walderschliessung 300 000 Sulom – Lueras, Albula SPB 2 Erneuerung Güterstrassennetz 330 000 Fanas SPB 3 Hochwasserschutz Clozza, Scuol 424 000 SPB 4 Gesamtmelioration Surses 124 000 SPB 5 Instandsetzung Murgangkanal 212 000 Val Schais, Müstair SL 10 Sicherung Burgruine Tschanüff, 143 000 Landschaftsaufwertung, Valsot Gemeinde 12 Masterplan Val Müstair 100 000 Stiftung 13 Museumskonzept Kloster 100 000 St. Johann, Müstair Total Graubünden 1 733 000 1 733 000

Kanton Organisation Nr. Projekt in Franken in Franken TI SL 6 Aufwertung der geschützten 500 000 Landschaft des Valle Bavona SL 7 Aufwertung der Kulturlandschaft 131 800 in Monti di Rima SL 8 Ökologische Aufwertung der 101 500 Terrassenlandschaft von Mergoscia SL 9 Erhalt der Landschaft Val Porta, 280 300 Vogorno Total Tessin 1 013 600 1 013 600 UR SL 11 Sanierung traditioneller Holz­ 104 500 zäune Meiental Total Uri 104 500 104 500 Total alle Kantone 2 851 100

Dispositiv

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Inlandhilfebeiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3650 4980): in Franken – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden 1 390 000 – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz 1 261 100 – der Gemeinde Val Müstair 100 000 – der Stiftung Kloster St. Johann, Müstair 100 000 Total 2 851 100

II. Die Beitragsempfängerinnen und Beitragsempfänger verpflichten sich, geeignete Massnahmen zur Verhinderung einer Zweckentfremdung der Mittel, insbesondere durch Korruption, Annahme von unrechtmässi- gen Leistungen zwecks Erzielens von Vorteilen oder den Rückfluss von Teilen einer vertraglichen Zahlung («Kick-back»), zu treffen.

III. Der Lotteriefonds ist an geeigneter Stelle als Geldgeber zu erwäh- nen (wenn möglich unter Verwendung des Logos des Lotteriefonds).

IV. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, die Finanzkom- mission des Kantonsrates sowie an die Finanzdirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli