RRB Nr. 1070/2017
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2017, 4. Serie
November 15, 2017German24 min
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Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 15. November 2017
1070. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2017, 4. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mit- teln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2017 wurden bis anhin Beiträge von Fr. 5 047 700 bewilligt. Somit stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2017 noch Fr. 14 952 300 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 4. Serie 2017 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:
1. Publikation «Türli & Flidari am Rheinfall» Bereich Bildung Gesuchstellende Türli-Verlag, Altstätten; Der Verlag veröffent- Organisation licht Kinder-Bilderbücher, mit denen Wissen über einzelne Regionen der Schweiz vermit- telt werden soll. Ausgangslage Unter dem Titel «Türli & Flidari» gibt der Ver- lag eine Kinderbuchreihe heraus, in der zwei Freunde (Türli und Flidari) gemeinsam Aben- teuer erleben. Bis anhin sind Bände zum Rhein- tal, zur Albula-Strecke der Rhätischen Bahn und zur Romandie erschienen. Der nächste Band dieser Reihe spielt in der Region Schaffhau- sen–Rheinfall–Zürcher Weinland. Projektziel Fördern des Wissens bei Kindern über die Region Schaffhausen–Rheinfall–Zürcher Wein- land Projektbeschrieb Die geplante Publikation zeigt auf 24 Seiten die Region im Stil eines Wimmelbuchs. Sie enthält knappe Texte und im hintersten Teil unter dem Titel «Wusstest du, dass …» Informationen zur Region. Die vorgesehene Auflage beträgt 5000 Exemplare. Der angestrebte Verkaufspreis be- trägt Fr. 27.90.
Kosten Fr. 73 000 Gewünschter Beitrag Fr. 8 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 3000. Vom Kan- ton Schaffhausen wird ein Beitrag von Fr. 8000 gewünscht, von einzelnen Gemeinden insgesamt Fr. 5000. Die Einnahmen aus dem Verkauf sind mit Fr. 30 000 budgetiert. Der Restbetrag soll durch Leistungen von Stiftungen, Privaten und dem Kanton Zürich erbracht werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Buch überzeugt durch seine sorgfältigen Illustrationen. Es eignet sich zwar nur bedingt für den schulischen Unterricht, kann jedoch im privaten Bereich gut einge- setzt werden. Bewilligter Beitrag Fr. 5 000 Auflagen Die Bewilligung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Dem Lotteriefonds werden gratis fünf Beleg- exemplare zugestellt. – Der Kanton Schaffhausen beteiligt sich am Vorhaben mit mindestens Fr. 5000. Sollte er einen geringeren Beitrag gewähren, würde die Leistung des Kantons Zürich entsprechend gekürzt.
2. Überführung der ethnografischen Sammlung in das Völkerkunde- museum Zürich Bereich Bildung Gesuchstellende Verein Missionshaus Bethlehem: Der Verein mit Organisation Sitz in Immensee ist Träger des Vermögens der Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB) und verwaltet auch die Mobilien der SMB. Ausgangslage Die SMB hat in vielen Kontinenten gewirkt und besitzt in Immensee eine Sammlung von rund 300 ethnografischen Objekten. Ihr kommt überregionale Bedeutung zu. Die immer klei- ner werdende SMB kann diese Sammlung so- wohl personell als auch finanziell nicht mehr selber betreuen und für die Öffentlichkeit be- wahren. Damit die Sammlung erhalten bleibt, muss eine langfristige Lösung gefunden wer- den. Das Gesellschaftsarchiv (Akten, Fotos und
Pläne) der SMB wurde 2014 im Staatsarchiv Luzern deponiert. Für die Archivierung der Ob- jekte wird hingegen eine Lösung mit dem Völ- kerkundemuseum der Universität Zürich an- gestrebt. Projektziel Überführung der ethnografischen Sammlung der SMB in das Völkerkundemuseum der Uni- versität Zürich Projektbeschrieb Das Völkerkundemuseum der Universität Zü- rich besitzt eine reiche Dokumentation religiö- sen, künstlerischen und handwerklichen Schaf- fens aus aller Welt und wäre bereit, die ethno- grafische Sammlung zu übernehmen, falls die Finanzierung der Übernahme, Konservierung und Erschliessung der Sammlung in weiten Tei- len gesichert ist. Die Sammlung würde durch das Völkerkundemuseums transportiert, kon- serviert, inventarisiert, eingelagert und der Öf- fentlichkeit zugänglich gemacht. Kosten Fr. 665 000 Gewünschter Beitrag Fr. 70 000 Übrige Finanzierung Die Gesuchstellerin erbringt eine Eigenleistung von Fr. 205 000. Das Völkerkundemuseum be- teiligt sich mit Fr. 75 000. Von Stiftungen und Sponsoren werden Fr. 245 000 und vom Kan- ton Schwyz Fr. 70 000 erwartet. Der Rest soll vom Lotteriefonds übernommen werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Durch die geplante Übergabe der Objekte in die ethnografische Sammlung erfah- ren die Universität und damit auch der Kan- ton Zürich einen bedeutenden Zuwachs an kul- turellen Gütern, was nicht nur dem Forschungs- platz Zürich bzw. der Ethnologie-, Religions- und Geschichtswissenschaft, sondern auch einem breiten Publikum (Museumsbesucher) zugutekommt. Der gewünschte Betrag ist an- gemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 70 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages erfolgt, sobald dem Lotteriefonds eine Bestätigung des Völker- kundemuseums vorliegt, dass die übernomme- nen Objekte der Öffentlichkeit zugänglich ge- macht werden.
3. Neuer Personentransporter für Verkehrskadettinnen und -kadetten Bereiche Sicherheit, Freizeit Gesuchstellende Verein Verkehrskadetten-Abteilung Zürichsee: Organisation Der Verein besteht seit 1972. Er bezweckt die Unterstützung von Behörden, Polizei, Feuer- wehr und Veranstaltern von Anlässen. Ausgangslage Jugendliche können sich ab dem 12. Altersjahr zu Verkehrskadettinnen und -kadetten ausbil- den lassen. Ihr Einsatz als Verkehrsreglerinnen und -regler bzw. als Parkplatzeinweisende er- folgt bei Grossanlässen bzw. -ereignissen (wie z. B. slowUp, Eishockey- und Fussballturnie- ren). Die Einsätze der Kadettinnen und Kadet- ten der Abteilung Zürichsee erfolgen haupt- sächlich im Bezirk Meilen, können in Einzel- fällen aber innerhalb des gesamten Kantons- gebietes stattfinden. Zum Transport der Jugend- lichen an den Einsatzort benötigt der Verein in der Regel zwei Busse. Einer dieser Busse musste altershalber 2015 ersetzt werden. Der zweite Bus ist nun wegen Motorenschadens aus- gefallen. Zurzeit muss der Verein deshalb bei Einsätzen einen Bus anmieten. Projektziel Durchführung von Transporten ohne Nutzung von Mietfahrzeugen Projektbeschrieb Vorgesehen ist die Beschaffung eines Merce- des-Personentransporters mit neun Plätzen. Das Fahrzeug wird mit einer Funkanlage nachgerüs- tet und erhält ein Heckgestell für Material, das bei den Einsätzen benötigt wird. Kosten Fr. 38 000 Gewünschter Beitrag Fr. 17 720 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 12 540. Von den Standortgemeinden wird ein Beitrag von Fr. 5740 erwartet, von Sponsoren eine Leistung von Fr. 2000. Der offene Betrag soll über den Lot- teriefonds finanziert werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Verkehrskadettinnen und -kadetten leisten einen wertvollen Beitrag für die Verkehrsregelung bei Anlässen und entlas- ten dadurch die Polizeiorgane. Da die Kadet-
tinnen und Kadetten im Bedarfsfall im weiteren Kantonsgebiet eingesetzt werden, ist es gerecht- fertigt, dass der Kanton einen höheren Beitrag als die Standortgemeinden leistet. Nichtsdesto- trotz ist eine geringe Kürzung (im Sinne einer Rundung) am nachgesuchten Beitrag gerecht- fertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 17 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass die Gemeinden sich mit Fr. 5700 am Vorhaben beteiligen müssen. Soll- ten die Gemeinden insgesamt einen tieferen Beitrag leisten, wird der Beitrag des Lotterie- fonds entsprechend gekürzt.
4. Publikation «Das Jahr mit den Blumen im Haar – Der Summer of Love 1967 in Zürich» Bereich Kulturgeschichte Gesuchstellende Seismo-Verlag, Zürich: Der Verlag besteht seit Organisation 1989 als nicht gewinnorientierte AG. Er hat sich auf die Herausgabe sozialwissenschaftlicher Li- teratur spezialisiert. Ausgangslage Im Januar 1967 wurde in San Francisco die Hippie-Bewegung «Summer of Love» sicht- bar, die mit ihrem Ruf nach «Frieden und frei- er Liebe» weltweit ausstrahlte. In Zürich kam der Liebessommer nur zögerlich an. Zwar schwappten Musik und Mode aus Amerika rasch über den Atlantik, doch die Philosophie von Love & Peace musste sich erst entwickeln. Von Bedeutung in diesem Zusammenhang war im April 1967 ein erstes Konzert der britischen Rolling Stones im Hallenstadion, im Sommer wurde in Zürich gegen den Vietnamkrieg de- monstriert, im September fanden in Hirzel und auf der Allmend zwei Love-Ins statt. Zu die- sem Thema veröffentlicht der Seismo Verlag eine Publikation. Projektziel Herausgabe eines Bildbandes Projektbeschrieb Der chronologisch aufgebaute Bildband bie- tet eine sozialhistorische Analyse, die auf kul- turwissenschaftlicher Recherche beruht und aus einer kommentierten Aufbereitung der dama-
ligen Ereignisse besteht. Verfasser des Buches ist Beat Grossrieder, Journalist und Kulturwis- senschaftler. Das illustrierte Buch hat einen Umfang von rund 200 Seiten und erscheint in einer Auflage von 800 Exemplaren. Der Ver- kaufspreis beträgt Fr. 38. Das Buch richtet sich an ein breites Lesepublikum. Kosten Fr. 45 552 Gewünschter Beitrag Fr. 5 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Verlags beträgt Fr. 1202. Aus dem Verkauf wird ein Erlös von Fr. 12 312 erwartet. Die Stadt Zürich leistet einen Druck- kostenbeitrag von Fr. 5000. Von Stiftungen und über Crowdfunding wird eine Unterstützung von Fr. 22 038 erwartet. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Ein breiter inhaltlicher Bezug zum Kanton Zürich ist gegeben. Das Buch zeigt die regionale Ausformung einer weltweiten Be- wegung. Bewilligter Beitrag Fr. 5 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages erfolgt unter der Auflage, dass dem Kanton fünf Belegexemplare zugestellt werden.
5. Neuer Säugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins Bereiche Biologie, Bildung Gesuchstellende Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiolo- Organisation gie (SGW): Die SGW mit Sitz in Wädenswil be- steht seit 1980. Sie fördert die Wildtierforschung, insbesondere über Säugetiere und Vögel, sowie die Verbreitung der Forschungsergebnisse in Lehre und Praxis. Ausgangslage Ein erster Atlas der Säugetiere der Schweiz von 1995 ist vergriffen. In den letzten Jahren fan- den Erhebungen zur Aktualisierung der Roten Liste der Säugetiere statt. Diese Erhebungen bilden den Grundstock aktueller Daten für einen neuen Atlas. Eine Arbeitsgruppe aus Fachper- sonen aus allen Regionen der Schweiz ist zur- zeit daran, entsprechende Daten im Auftrag der SGW zusammenzutragen.
Projektziel Herausgabe eines neuen Säugetieratlasses als Referenzpublikation für zukünftige Arbeiten Projektbeschrieb Der neue, reich bebilderte Säugetieratlas wird in Deutsch, Französisch und Italienisch erschei- nen und rund 90 einheimische Säugetierarten und ihre Verbreitung vorstellen. Im Buch wird somit auch das Vorkommen der Säugetiere im Kanton Zürich behandelt und in einen überre- gionalen Zusammenhang gestellt. Der Atlas wird im Haupt-Verlag Bern voraussichtlich 2020 in einer Auflage von 4500 Exemplaren erschei- nen. Das rund 430 Seiten starke Buch umfasst rund 360 Farbfotos und rund 130 Karten, Gra- fiken und Tabellen. Der angestrebte Verkaufs- preis beträgt Fr. 78. Die Publikation richtet sich an Fachpersonen und die interessierte Öffent- lichkeit sowie an Lehrpersonen. Kosten Fr. 776 975 Gewünschter Beitrag Fr. 95 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der SGW beträgt Fr. 25 000. Aus dem Verkauf wird ein Beitrag von Fr. 78 975 erwartet, von Stiftungen und Privaten Zuwen- dungen von Fr. 333 000. Von den Kantonen (ohne Zürich) wird ein Beitrag von Fr. 245 000 gewünscht. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Vorgaben des Lotteriefonds. Ein neuer Säugetieratlas ermög- licht eine aktuelle Standortbestimmung, auch hinsichtlich der Säugetiere im Kanton Zürich. Zudem ist ein neuer Atlas wertvoll aus Grün- den des Wildtiermanagements und des Umwelt- schutzes. Das Werk dürfte über Jahre als ein- fach zu nutzende Grundlage für Forschung und Praxis dienen. Allerdings ist das Projekt sehr teuer. Über den Lotteriefonds kann nur ein Druckkostenbeitrag gewährt werden, die Mit- finanzierung der Buch-Erarbeitung ist nicht möglich. Eine wesentliche Kürzung am nach- gesuchten Beitrag ist daher angezeigt. Bewilligter Beitrag Fr. 25 000
Auflagen Die Auszahlung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Sie erfolgt erst, nachdem die anderen Kan- tone und das Fürstentum Liechtenstein einen Beitrag von mindestens Fr. 150 000 zugespro- chen haben und die Finanzierung des ge- samten Projektes gesichert ist. Fällt der Bei- trag der anderen Kantone und Liechtensteins geringer aus, wird der Beitrag des Kantons anteilmässig gekürzt. – Dem Kanton sind fünf Belegexemplare zu- zustellen. – Zusätzliche Exemplare sind dem Kanton zu einem Vorzugspreis abzugeben.
6. Umbau Wohnbetriebe Neugut- und Waffenplatzstrasse der Zürcher Stiftung für Gefangenen- und Entlassenenfürsorge Bereich Soziales Gesuchstellende Zürcher Stiftung für Gefangenen- und Entlas- Organisation senenfürsorge (zsge): Die Stiftung besteht seit 1975. Sie unterstützt Strafgefangene und Ent- lassene auf dem Weg zur gesellschaftlichen, beruflichen und sozialen Reintegration durch fachliche Begleitung, Gewährung von Wohn- raum und Angebote zur geregelten Beschäfti- gung. Die Bewährungs- und Vollzugsdienste der Direktion der Justiz und des Innern haben verschiedene Kooperationen und Leistungs- verträge mit der zsge abgeschlossen. Ausgangslage Die Stiftung betreibt einen Arbeitsbetrieb an der Kanonengasse und zwei Wohnhäuser (Wohnbetrieb Waffenplatz, Wohnbetrieb und Arbeitsexternat Neugut). Auf Ende Juli 2017 hat das Amt für Justizvollzug des Kantons Zü- rich die Zusammenarbeit für das Arbeitsexter- nat Neugut – eine Sonderdienstleistung der zsge für einen kleinen Klientenkreis aus dem Justizvollzug – aufgekündigt. Die zsge will die Räumlichkeiten Neugut durch bauliche Anpas- sungen so rasch als möglich einer neuen Nut- zung zuführen, die mit weniger Betreuungs- aufwand verbunden ist. Dadurch eröffnet sich
die Möglichkeit, auch im Betrieb Waffenplatz- strasse frei werdende, erdgeschossige Aufent- halts- und Büroräumlichkeiten zu einer Woh- nung umzunutzen. Projektziel Bauliche Anpassung in den Liegenschaften Neu- gut- und Waffenplatzstrasse für eine neue Wohn- nutzung durch eine Klientel mit geringem Be- treuungsaufwand Projektbeschrieb Mit dem vorliegenden Projekt soll der Wohn- betrieb Neugut umstrukturiert werden: Im zwei- ten und dritten Obergeschoss und im Dachge- schoss sollen die bestehenden Klienten-Ein- zelzimmer in je eine eigenständige Wohnung für jeweils drei Klientinnen und Klienten um- gebaut werden. Dieser Wohnraum soll an Klien- tinnen und Klienten vermietet werden, die selbstständig wohnen können und nur noch im Rahmen einer losen Wohnbegleitung betreut werden müssen. Durch die Verringerung des Aufwandes entfällt die Notwendigkeit, im na- hegelegenen Betrieb Waffenplatzstrasse Auf- enthalts- und Büroräume zu betreiben. Des- halb können diese Räume in eine weitere Woh- nung umgebaut werden. Die neuen Wohnräume sollen Personen zur Verfügung gestellt werden, die nach dem Straf- und Massnahmenvollzug die erforderliche Wohnkompetenz mit sich brin- gen, jedoch teilweise noch eine gewisse Unter- stützung in der Bewältigung ihres Alltags be- nötigen. Kosten Fr. 520 000 Gewünschter Beitrag Fr. 320 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Stiftung beträgt Fr. 100 000. Von Stiftungen und Privaten wird eine Beitragsleitung von Fr. 100 000 erwartet. Der Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die veranschlagten Kosten sind plausibel. Aus baufachlicher und sozialer Sicht ist das Projekt sinnvoll und zweckmässig. Mit dem vorliegenden Projekt wird die Resoziali-
sierung unterstützt und weiterentwickelt. Das Vorhaben kommt einem Personensegment zu- gute, das grösste Schwierigkeiten hat, geeigne- ten Wohnraum zu finden. Bewilligter Beitrag Fr. 320 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Die im Gesuch erwähnte Zielgruppe mit Entlassenen aus dem Straf- und Massnahmenvollzug muss erweitert werden mit Personen, die sich im Vollzug von nicht frei- heitsentziehenden Strafen und Massnahmen befinden.
7. Th. Gut Verlag: Publikation «Weinlandschaft Zürichsee – Geschichte und Gesichter» Bereich Landwirtschaft Gesuchstellende Th. Gut Verlag: Der Verlag wurde 2012 vom Organisation Buchverlag Baeschlin übernommen, wird aber unter dem bisherigen Namen weitergeführt. Schwergewichtig veröffentlicht er Publikatio- nen mit inhaltlichem Bezug zur Region Zürich- see bzw. zum Kanton. Ausgangslage Vor rund 35 Jahren erschien die letzte umfas- sende Darstellung «Vom Weinbau am Zürich- see». Seither hat sich die Situation wesentlich verändert: Alte Reblagen wurden wieder be- pflanzt und gut ausgebildete Winzerinnen und Winzer sowie Önologinnen und Önologen pro- duzieren Weine mit internationaler Beachtung. Projektziel Herausgabe eines grundlegenden Quellenwerks mit Dokumentation zur Geschichte des Wein- baus (insbesondere der letzten 40 Jahre) am Zürichsee Projektbeschrieb Im ersten Teil des Buches wird die Geschichte des Weinbaus am Zürichsee von den Anfängen bis in die Gegenwart aufgezeigt. Der Blick- punkt liegt dabei auf den neuen Entwicklun- gen seit 1980. Der Weinbau am Zürichsee ist eng eingebunden in den Weinbau im Kanton und in der deutschen Schweiz, weshalb in der Publikation auch die weinbauliche Entwick- lung der gesamten Deutschschweiz seit 1980 auf-
gezeigt wird. Im Weiteren werden rund 20 Wein- baubetriebe porträtiert, was einen guten Über- blick zum gegenwärtigen Weinbau am Zürich- see ermöglicht. Hinzu kommen allgemeine Ka- pitel wie z. B. «Das Jahr der Rebe» und «Wie der Wein entsteht». Der Textteil wird ergänzt durch ein umfangreiches Glossar. Als Verfasser der Publikation konnte der Wein- baufachmann Andreas Altwegg gewonnen werden. In das Vorhaben eingebunden ist auch das Strickhof Rebbaukommissariat. Zielgruppe der Publikation ist die interessierte Öffentlich- keit. Die vorgesehene Auflage der rund 220- seitigen, umfassend bebilderten Publikation be- trägt 1500 Exemplare, der angestrebte Verkaufs- preis Fr. 40. Kosten Fr. 74 200 Gewünschter Beitrag Fr. 15 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beläuft sich auf Fr. 11 700. Aus dem Verkauf werden Fr. 28 000 erwartet. Von den Standortgemeinden wird ein Beitrag von Fr. 15 500 gewünscht, von Stiftungen eine Beitragsleistung von Fr. 4000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das vorliegende Projekt schliesst eine Informationslücke von rund 40 Jahren. Mit der Veröffentlichung dürfte ein attraktives und kompetentes Werk mit Handbuchcharakter vor- liegen. Bewilligter Beitrag Fr. 15 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass die Gemeinden sich ebenfalls mit einem Beitrag von Fr. 15 000 am Vorhaben beteiligen. Fällt der Beitrag der Gemeinden geringer aus, wird der Fondsbeitrag anteilmäs- sig gekürzt.
8. Verein LEA, Software-Applikation für alters- und generationen- gerechtes Bauen Bereich Soziales Gesuchstellende Verein LEA (Living Every Age): Der Verein Organisation besteht seit 2013. Er bezweckt die Förderung des alters- und generationengerechten Bauens bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität in allen Lebensbereichen. Ausgangslage Der hindernisfreie und altersgerechte Woh- nungsbau gewinnt – u. a. aufgrund des demo- grafischen Wandels – zunehmend an Bedeu- tung. Bauliche Vorgaben zum hindernisfreien und altersgerechten Bauen sind in einschlägi- gen Publikationen zwar genügend dokumen- tiert, allerdings sind diese Publikationen in der Regel nicht sehr anwenderfreundlich gestal- tet. Daher werden sie fast ausschliesslich von Fachleuten genutzt. Der Verein LEA beab- sichtigt die Entwicklung einer webbasierten, interaktiven App, die rasch und unkompliziert die richtigen Masse und Detailangaben liefert. Projektziel Entwicklung einer webbasierten Planungs-App als einfaches und handliches Tool für Planung und Ausführung von hindernisfreien Wohn- bauten für sämtliche Akteure, die am Bau be- teiligt sind Projektbeschrieb Die neue App richtet sich an alle am Woh- nungsmarkt Beteiligten (Architektinnen und Architekten, Herstellerinnen und Hersteller von Bau- und Anlageteilen, Käuferinnen und Käu- fer sowie Mieterinnen und Mieter von Woh- nungen usw.). Der Kriterienkatalog für die App liegt vor. An seiner Erarbeitung haben neben dem Bundesamt für Wohnungswesen u. a. auch die Stiftung Denk an mich, die Beratungsstelle für Unfallverhütung, die Procap Schweiz, die Pro Infirmis sowie die Schweizerische Fach- stelle für behindertengerechtes Bauen mitge- wirkt. Anfang 2018 soll ein Prototyp vorliegen, dann wird auch eine Übersetzung ins Franzö- sische angegangen. Es ist vorgesehen, das Pro- dukt ein Jahr nach Markteintritt einer umfas- senden Überprüfung zu unterziehen.
Kosten Fr. 181 350 Gewünschter Beitrag Fr. 31 825 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 59 200. Von Stif- tungen werden Fr. 24 000 erwartet, vom Bund Fr. 31 825 und von anderen Kantonen Fr. 34 500. Hinweis Der Verein erfüllt die vom Lotteriefonds ver- langte Erbringung eines Leistungsausweises über fünf Jahre noch nicht vollumfänglich. Der Kanton will jedoch das bereits begonnene, na- tionale Vorhaben durch ein Zuwarten nicht verzögern. Würdigung Das Vorhaben entspricht inhaltlich den Richt- linien des Lotteriefonds. Die Entwicklung der vorgesehenen App ist sinnvoll. Sie dürfte mit- telfristig zu einer Qualitätsverbesserung im Bau- bzw. Wohnbereich führen. Zurzeit ist noch offen, ob allenfalls bestimmte Funktionen der App gratis angeboten werden. Ein Teil der für das Projekt veranschlagten Kosten ist jedoch amor- tisierbar. Eine Kürzung des nachgesuchten Bei- trages ist deshalb gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Nach Vorliegen der Planungs-App muss diese der Beratungsstelle für behindertengerech- tes Bauen beim Hochbauamt der Baudirek- tion kostenlos zur Verfügung gestellt werden. – Der Beitrag wird erst ausbezahlt, wenn sich der Bund mindestens mit Fr. 31 000 und die anderen Kantone mit mindestens Fr. 24 000 am Vorhaben beteiligt haben. Fällt der Bei- trag des Bundes und der anderen Kantone geringer aus, erfolgt eine entsprechende Kür- zung am Beitrag des Kantons.
9. Kauf eines Konzertflügels, Verein Spontankonzerte Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Spontankonzerte: Der 2012 gegründete Organisation Verein bezweckt die Organisation und Durch- führung von Konzerten und anderen kulturel- len Veranstaltungen.
Ausgangslage Der von den Kulturpreisträgern des Kantons Zürich 2016 gegründete Verein veranstaltet qualitativ hochstehende Konzerte an ausgefal- lenen Orten (Brockenhaus, Hallenbad usw.) und seit Herbst 2015 vermehrt in Hombis Sa- lon im Hunziker Areal in Zürich Leutschen- bach. Rund viermal wöchentlich wird jungen, talentierten Musikschaffenden (darunter vie- len Studierenden der ZHdK) die Gelegenheit geboten, vor einem interessierten Publikum auf- zutreten. Das frei zugängliche Angebot in den Bereichen klassische Musik und Jazz/Cross- over richtet sich auch an Bevölkerungskreise, die aus finanziellen oder sozialen Gründen nicht am sonstigen Konzertleben teilnehmen. Projektziel Kauf eines Konzertflügels Steinway Modell D Projektbeschrieb Bis 2015 fanden die Veranstaltungen des Ver- eins als Spontankonzerte jeweils an wechseln- den Orten statt, weshalb in der Regel ein Kon- zertflügel angemietet worden war. Seit 2015 finden die Konzerte jedoch zur Hauptsache in Hombis Salon statt. Der Verein hat die Möglich- keit, einen Steinway&Sons-Flügel aus dem Jahre 1962, im vergangenen Jahr totalüberholt, zu erwerben. Qualitativ entspricht er einem neu- wertigen Instrument. Kosten Fr. 114 685 Gewünschter Beitrag Fr. 65 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 4685. Die Stand- ortgemeinde beteiligt sich mit Fr. 30 000, Stif- tungen und Private mit Fr. 15 000. Der Kanton Zürich soll den Rest übernehmen. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Um die hohe Qualität der Ver- anstaltungen aufrechterhalten zu können, ist die Anschaffung eines Occasion-Konzertflügels nö- tig. Die Kosten sind nachvollziehbar und realis- tisch. Die Veranstaltungen strahlen in Anbe- tracht ihrer kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung über die Stadt Zürich hinaus. Da die Standortgemeinde zusammen mit zwei stadt- nahen Stiftungen insgesamt Fr. 40 000 leistet, er- scheint ein Beitrag von Fr. 40 000 angemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 40 000
10. Notfall-Telefon-App für Menschen mit einer Gehörbeeinträchtigung Bereich Soziales Gesuchstellende Stiftung Alexander Graham Bell: Die Stiftung Organisation besteht seit 1989 mit Sitz in Rickenbach SZ. Sie bezweckt die Integration von Hörbehinder- ten in die Welt der Hörenden, u. a. indem sie einen kostenlosen Telefonvermittlungsdienst mit Schreibtelefon anbietet. Ausgangslage In der Schweiz besteht für Gehörlose und hoch- gradig Schwerhörige kein direkter barriere- freier Zugang zu Notfalldiensten (Sanitätsnot- ruf, Polizei, Feuerwehr). Dies ist ein für die Be- troffenen potenziell lebensgefährlicher Zustand. Projektziel Entwicklung einer direkten und barrierefreien Notfall-App für gehörlose Menschen Projektbeschrieb Gehörlosen und hochgradig schwerhörigen Menschen soll ab Ende 2017 mit einer Notfall- Telefon-App ein direkter und barrierefreier Zu- gang zu Notfalldiensten wie Sanität, Polizei und Feuerwehr eröffnet werden. Das Hilfsmittel wird vorerst für Nutzerinnen und Nutzer in der deutschsprachigen Schweiz entwickelt. Im Kanton Zürich können rund 1500 Gehörlose von dieser App profitieren. Die App soll ihnen gratis zur Verfügung gestellt werden. Kosten Fr. 150 000 Gewünschter Beitrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die Stiftung rechnet mit Fr. 100 000 privaten Mitteln, wovon eine Stiftung bereits Fr. 90 000 zugesichert hat. Für die restlichen Fr. 50 000 sol- len die Kantone aufkommen. Schwyz als Stand- ortkanton der Stiftung hat einen Beitrag von Fr. 5000 zugesichert. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der geplanten Notfall-App können die betroffenen Menschen im Notfall sofort die entsprechenden Notfalldienste anfor- dern. Das verbessert Sicherheit und Lebens- qualität. Das Projekt fördert somit auch die Eigenständigkeit der gehörlosen Menschen. Bewilligter Beitrag Fr. 10 000
Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Die anderen Kantone haben insgesamt einen Beitrag von Fr. 30 000 zu leis- ten, fällt dieser geringer aus, wird der Anteil des Kantons gekürzt.
11. Produktion von zwei Kurzfilmen zu Johann Caspar Lavater Bereich Kultur Gesuchstellende Stiftung Johann Caspar Lavater: Die Stiftung Organisation besteht seit 1997. Ihr Zweck ist die Erforschung und öffentliche Förderung des Werkes von Jo- hann Caspar Lavater (1741–1801); insbeson- dere unterstützt sie die Edition einer Historisch- kritischen Werk- und Briefwechsel-Ausgabe. Ausgangslage Die Stiftung betreibt gemeinsam mit der Kirch- gemeinde St. Peter, Zürich, in der Lavater als Pfarrer tätig war, im Kirchgemeindehaus eine Ausstellung. Im Haus, das nach dem erfolgten Umbau offiziell «Lavaterhaus» genannt wird, sollen den Besucherinnen und Besuchern im Rahmen der Besichtigung zwei Kurzfilme über Lavater gezeigt werden. Projektziel Produktion von zwei Kurzfilmen zu Leben und Werk von Johann Caspar Lavater Projektbeschrieb Im Parterre des Hauses wird den Besuchen- den ein erster Film gezeigt, wodurch sie Infor- mationen zum Leben von Lavater erhalten sollen. In einem der Obergeschosse wird der zweite Film präsentiert, der in die lavatersche Physiognomik einführen soll. Die Drehbücher beider Filme werden von Dominik Bernet und Rolf Lyssy verfasst, Lyssy wird auch die Regie übernehmen. Als Komparsen treten im Film Studentinnen und Studenten der Zürcher Hoch- schule der Künste auf. Kosten Fr. 35 916 Gewünschter Beitrag Fr. 21 916 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 3000. Von der Stadt Zürich wird ein Beitrag von Fr. 8000 er- wartet. Die Kirchgemeinde beteiligt sich mit einem Beitrag von Fr. 3000 am Projekt (mit einer Option bis Fr. 10 000). Der offene Betrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden.
Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Herstellung der Kurzfilme ist zu begrüssen, zumal dadurch Leben und Werk Lavaters den Besucherinnen und Besu- chern des Lavaterhauses nähergebracht wer- den können. Die Drehbuchautoren bzw. der Re- gisseur bieten Gewähr für eine qualitativ gute Inszenierung. Die budgetierten Kosten sind massvoll. Der vom Lotteriefonds gewünschte Beitragsanteil ist aber zu hoch. Es kann der Gesuchstellerin zugemutet werden, mehr Dritt- mittel zu akquirieren. Deshalb ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag angebracht. Bewilligter Beitrag Fr. 12 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass die Stadt Zürich und die Kirch- gemeinde zusammen einen Beitrag von mindes- tens Fr. 12 000 leisten. Fällt der Beitrag insge- samt geringer aus, erfolgt eine anteilmässige Kürzung am bewilligten Beitrag.
12. Informationsplattform Autismus Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Autismus Deutsche Schweiz (ads): Der Organisation Verein besteht seit 1975. Er bezweckt, die Le- benssituation der Menschen mit einer Autismus- Spektrum-Störung (ASS) und ihren Angehöri- gen in der Schweiz zu verbessern. Ausgangslage Rund 1% der Bevölkerung leidet unter einer ASS. Betroffene und ihre Angehörigen sind täg- lich mit besonderen Herausforderungen kon- frontiert. Zusätzliche Informationen bzw. mehr Wissen kann helfen, diese Herausforderungen besser zu meistern. Bisher stellte der Verein ads einzelne, situationsbezogene Unterlagen her. Umfassende Information fehlte. Eine Informa- tionsplattform soll hier Abhilfe schaffen. Projektziel Aufbau einer Plattform, die einfach nutzbar ist und gut aufbereitete Informationsmaterialien für verschiedene Lebenssituationen von Men- schen mit einer ASS enthält
Projektbeschrieb Mit der neuen Plattform werden Informatio- nen für Betroffene, ihre Angehörigen, Schulen, das berufliche Umfeld, Ärztinnen und Ärzte usw. und die Öffentlichkeit bereitgestellt. Das Angebot umfasst neun Hauptthemen (Autismus, Diagnose, Unterstützungsmassnahmen, Verhal- tenstherapien usw.). Jedes Thema ist wiederum aufgeteilt (z. B. Autismus in Autismus-Spektrum- Störungen, Aspergersyndrom, Wie das Thema ansprechen?, Wie über das Thema informieren?, Autismus-Forschung usw.). Der gesuchstellende Verein geht davon aus, dass es rund zwei Jahre dauert, bis die Plattform aufgebaut ist. Kosten Fr. 102 000 Gewünschter Beitrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Der Verein leistet (nicht budgetierte) Gratis- arbeit von rund 200 Stunden. Von Gemeinden und Stiftungen wird ein Beitrag von Fr. 27 000, von anderen Kantonen (BE, BS, SG und ZG) ein Beitrag von Fr. 45 000 gewünscht. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ermöglicht eine professio- nelle Bereitstellung von Unterlagen und Ma- terialien. Damit kann bei verschiedenen Ziel- gruppen sowohl das Wissen über Autismus als auch das Verständnis für ASS gefördert werden. Bewilligter Beitrag Fr. 30 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass sich die anderen Kantone mit mindestens Fr. 40 000 am Vorhaben beteiligen. Falls dieser Beitrag geringer ausfällt, wird der Beitrag aus dem Lotteriefonds entsprechend gekürzt.
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 00000): in Franken
1. Türli-Verlag, Altstätten SG Druckkostenbeitrag an Bilderbuch «Türli & Flidürli am Rheinfall» 5 000
2. Verein Missionshaus Bethlehem Investitionsbeitrag an die Überführung der ethnografischen Sammlung in das Völkerkundemuseum Zürich bzw. zur Inventarisierung der Sammlung 70 000
3. Verein Verkehrskadetten-Abteilung Zürichsee Investitionsbeitrag zum Kauf eines neuen Transporters 17 000
4. Seismo-Verlag Druckkostenbeitrag für Publikation «Summer of Love 1967 in Zürich» 5 000
5. Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie Druckkostenbeitrag für neuen Säugetieratlas der Schweiz 25 000
6. Zürcher Stiftung für Gefangenen- und Entlassenenfürsorge Investitionsbeitrag zum Umbau der Wohnbetriebe Neugut und Waffenplatz 320 000
7. Th. Gut Verlag Druckkostenbeitrag für die Publikation «Weinlandschaft Zürichsee» 15 000
8. Verein LEA Investitionsbeitrag zur Entwicklung einer Software-Applikation zur Förderung des alters- und generationengerechten Bauens 20 000
9. Verein Spontankonzerte Investitionsbeitrag zum Kauf eines Konzertflügels 40 000
10. Stiftung Alexander Graham Bell Investitionsbeitrag für neue Notfall-App 10 000
11. Stiftung Johann Caspar Lavater Beitrag für die Produktion von zwei Kurzfilmen 12 000
12. Verein Autismus Deutsche Schweiz Investitionsbeitrag für den Aufbau einer Informationsplattform Autismus 30 000 Total 569 000
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi