RRB Nr. 380/2018
Zustandserhebungen kantonale Liegenschaften, Vergabe
April 25, 2018German3 min
Source zh.ch
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 25. April 2018
380. Zustandserhebungen kantonale Liegenschaften (Vergabe)
Erwägungen
Im Zusammenhang mit der Umsetzung des Projekts Weiterentwicklung Immobilienmanagement (WIM) soll eine systematische Zustandserhe- bung der kantonalen Liegenschaften im Verwaltungsvermögen erfolgen. Die Zustandswerte der Objekte sind Bestandteil des Verrechnungskon- zepts (Kostenmiete) im Mietermodell. Um eine beständige Qualität der erfassten Daten zu gewährleisten, umfasst die Erhebung der massgebli- chen Daten neben einer Ersterfassung des Gebäudezustandes aller be- stehenden Liegenschaften und von Neuzugängen auch periodische Über- prüfungen alle sechs Jahre sowie Projekterfassungen (z. B. Erfassungen nach einem abgeschlossenen Umbau). Zu welchem Zeitpunkt die Projekt- erfassungen vorzunehmen sind, wird für jedes einzelne Projekt festgelegt. Die Zustandserhebung der kantonalen Liegenschaften soll durch ein spezialisiertes Unternehmen vorgenommen werden. Gegenstand der Zu- standserhebung sind alle Liegenschaften, die sich nach der Umsetzung des Projekts WIM im Portfolio der Baudirektion befinden, und die Lie- genschaften, die von der Universität Zürich genutzt werden. Das Immobilienamt hat für die Zustandserhebung der kantonalen Lie- genschaften ein offenes Ausschreibungsverfahren im Staatsvertragsbe- reich durchgeführt. Es sind sechs Angebote eingegangen. Die Preisspanne der eingereichten Angebote liegt zwischen Fr. 1 345 496 und Fr. 6 196 358 für die gesamte Vertragsdauer (je einschliesslich MWSt). Diese Angebote um- fassen die Ersterfassungen, die periodischen Überprüfungen und die Pro- jekterfassungen. Die Auswertung der Angebote ergab, dass die Amstein + Walthert AG, Zürich, die Zuschlagskriterien insgesamt am besten erfüllt, weshalb der Auftrag für die Zustandserhebung der kantonalen Liegenschaften der Amstein + Walthert AG, Zürich, zu vergeben ist. Der Vertrag wird befris- tet auf sieben Jahre abgeschlossen und kann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten auf Ende jeden Monats, erstmals auf den 31. Dezem- ber 2019, gekündigt werden. Integrierender Bestandteil des Vertrags ist eine Preisliste für die verschiedenen Leistungen (Ersterfassungen, Pro- jekterfassungen, periodische Überprüfungen). Gemäss Angebot der Amstein + Walthert AG, Zürich, vom 26. Januar 2018 beträgt die Vergabesumme für die ausgeschriebenen Dienstleistun- gen (Ersterfassungen, Projekterfassungen, periodische Überprüfungen) für die Dauer von sieben Jahren gesamthaft Fr. 1 451 386 (einschliess- lich MWSt). Die Vergabesumme kann sich für Unvorhergesehenes auf Fr. 1 596 524 erhöhen.
Mit Beschluss Nr. 207/2018 bewilligte der Regierungsrat eine gebun- dene Ausgabe von insgesamt Fr. 3 150 000 für den Ausbau des Mietermo- dells und den Betrieb des Immobilienmanagements, davon Fr. 800 000 für die Ersterfassungen der kantonalen Liegenschaften. Am 12. Dezem- ber 2017 bewilligte zudem die Universitätsleitung Ausgaben von Fr. 223 772 für die Ersterfassung. Die Vergabe für die Ersterfassung sind durch die Ausgabenbewilligung gedeckt. Die Bewilligung der Ausgaben für die Projekterfassungen und die periodischen Überprüfungen erfolgt im Einzelfall mittels Objektkredit für das einzelne Vorhaben. Die wiederkehrende Raumdatenpflege gemäss RRB Nr. 207/2018 betrifft nur Belegungen, Flächen und technische An- lagen, nicht aber die Pflege der Zustandsdaten des Objekts.
Dispositiv
Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Der Auftrag für die Zustandserhebungen der kantonalen Liegen- schaften (Ersterfassungen, Projekterfassungen, periodische Überprü- fungen) wird gemäss Angebot vom 26. Januar 2018 zu Fr. 1 451 386 (ein- schliesslich MWSt) an die Amstein + Walthert AG, Zürich, vergeben. Die Vergabesumme kann sich für Unvorhergesehenes auf Fr. 1 596 524 er- höhen.
II. Dieser Beschluss ist bis zur Veröffentlichung des Zuschlages auf simap.ch nicht öffentlich.
III. Mitteilung an die Baudirektion.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli