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RRB Nr. 676/2015

Fachstelle für Schulbeurteilung, Jahresbericht 2013/2014, Kenntnisnahme

June 24, 2015German3 min

Source zh.ch

Fachstelle für Schulbeurteilung, Jahresbericht 2013/2014, Kenntnisnahme

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 24. Juni 2015

676. Fachstelle für Schulbeurteilung (Jahresbericht 2013/2014)

Erwägungen

1. Ausgangslage Gemäss § 48 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG) über- prüft die Fachstelle für Schulbeurteilung mindestens alle fünf Jahre die Qualität der Schulen in pädagogischer und organisatorischer Hinsicht. Sie erstattet der Schule und der Schulpflege Bericht. Gemäss § 49 VSG erstattet die Fachstelle dem Regierungsrat jährlich einen Gesamtbericht über den Stand der Schulen. Die Gesamtbeurteilung stützt sich auf die Auswertung der Einzelschulberichte sowie die Daten aus den schriftlichen Umfragen. Der vorliegende siebte Gesamtbericht 2013/2014 bezieht sich auf das dritte Jahr des zweiten Beurteilungszyklus. Der Bildungsrat hat den Gesamtbericht an seiner Sitzung vom 27. April 2015 zur Kenntnis genommen.

2. Zusammenfassende Ergebnisse Die Zürcher Volksschule weist insgesamt in fast allen Qualitätsmerk- malen eine hohe Qualität auf. Dies zeigt sich in der Beurteilung durch die professionellen Evaluationsteams, aber auch in den Qualitätseinschätzun- gen durch die Lehrpersonen, die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzel- nen Schulen. In den Qualitätsmerkmalen Schulgemeinschaft, Lehr- und Lernarran- gements, Klassenführung und Zusammenarbeit mit den Eltern wiesen im Berichtsjahr rund 90% der evaluierten Schulen eine gute oder sogar sehr gute Qualität auf. In den Qualitätsmerkmalen individuelle Lernbe- gleitung, Schulführung und schulinterne Zusammenarbeit lag der Anteil als gut oder sehr gut beurteilter Schulen bei rund zwei Dritteln. Schluss- licht waren auch in diesem Berichtsjahr die Qualitätsmerkmale Beurtei- lung der Schülerleistungen sowie Qualitätssicherung und -entwicklung mit rund 25% bzw. 30% Schulen, die eine Beurteilung als gut oder sehr gut erhielten.

Qualitätsausprägungen Berichtsjahr 2013/2014

Schulgemeinschaft

Lehr- und Lernarrangements

Individuelle Lernbegleitung

Klassenführung

Beurteilung

Schulführung

Qualitätssicherung und -entwicklung

Schulinterne Zusammenarbeit

Zusammenarbeit mit den Eltern

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

sehr gut gut genügend schlecht

Abbildung 1: Verteilung der Qualitätsausprägungen der beurteilten Qualitätsbereiche, Schuljahr 2013/2014

Über die Hälfte aller Zürcher Volksschulen wurden bereits ein zweites Mal beurteilt. Dabei konnten vielen Schulen erfreuliche Fortschritte zu- rückgemeldet werden. Im Bereich Schulgemeinschaft zeigen das Wohlbe- finden und die Integrationskraft aus der Sicht der Anspruchsgruppen eine positive Entwicklung, aber im Bereich Schulregeln zeigt sich eine kritische Entwicklung. Im Unterricht zeigen sich die Schülerinnen und Schüler besser über die Lernziele informiert, die Förderung erfolgt individueller und die Lehrpersonen engagieren sich stärker für faire Lösungen bei Klassenproblemen. Aus Elternsicht werden aber die Schülerinnen und Schüler weniger gefordert und der Unterricht wird als störungsanfälliger eingeschätzt. Aus Sicht der Lehrpersonen werden verschiedene Schul- führungsfunktionen positiver bewertet als zum Zeitpunkt der Ersteva- luation. Die Feedbackkultur hat Fortschritte gemacht, die schulinterne Zusammenarbeit wird als positiver und wirksamer eingeschätzt. In der Zusammenarbeit mit den Eltern zeigt sich aufseiten der Eltern wie der Lehrpersonen eine deutliche grössere Zufriedenheit. Lediglich die Infor- mationspraxis der Schulen wird von den Eltern etwas kritischer beurteilt. Erfreuliche Fortschritte zwischen Erst- und Zweitevaluation sind auch bei der Beurteilung der fachlichen und überfachlichen Schülerleis- tungen zu verzeichnen. In der Zeit zwischen Erst- und Zweitevaluation haben sich einige Schulteams mit Fragen zur Beurteilung auseinander-

gesetzt. Rund die Hälfte dieser Schulen nennt eine entsprechende Emp- fehlung der Fachstelle für Schulbeurteilung als Anstoss. Im vorliegenden Bericht wird die Beurteilungspraxis in der Zürcher Volksschule aufgrund einer Zusatzerhebung der Evaluationsteams detailliert beschrieben.

Dispositiv

Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Vom Gesamtbericht der Fachstelle für Schulbeurteilung über die Evaluationen des Schuljahres 2013/2014 wird Kenntnis genommen.

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates sowie an die Bil- dungsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi