06.092
Berufliche Vorsorge. Mindestumwandlungssatz
Rechsteiner Rudolf · Mit-M · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Die SP-Fraktion lehnt die von Ihnen beschlossenen Rentenkürzungen ab. Wir sind gegen Rentenklau in der zweiten Säule und gegen die überstürzte Revision des Umwandlungssatzes, solange die Konstruktionsfehler bei der Gewinnverteilung der Lebensversicherungen nicht korrigiert sind. Die zweite Säule ist heute ein Sieb. Hohe Prämien versickern ohne echte Leistungsgarantie in einer teuren und intransparenten Versicherungsbürokratie. Der Bundesrat und das Bundesamt für Privatversicherungen haben die gesetzliche Gewinnbeteiligung systematisch unterwandert und verwässert. Statt maximal 10 Prozent der Überschüsse, wie es im Gesetz steht, behalten die Lebensversicherungen zusätzlich zu den bereits hohen Verwaltungskosten 10 Prozent des Umsatzes. Dieser Rentenklau kostet die Versicherten jährlich Hunderte von Millionen Franken und trifft besonders die kleinen Versicherten, die zu den Lebensversicherungen gehen, wo die Löhne ohnehin tief sind und die Vorsorge knapp ist.
Wir verlangen eine durchgehende Reform der zweiten Säule mit selbstständigen Bilanzen und Erfolgsrechnungen mit voller Transparenz auch bei den Lebensversicherungen, so, wie sie bei den autonomen Kassen längst verwirklicht ist. Die jetzige Reform garantiert den Versicherten bloss die Verluste an der Börse und bei den Zinsen. Wenn die Aktienkurse und die Zinsen wieder steigen, so haben sie keinen Anspruch auf die dann erwirtschafteten Überschüsse. Dieser gesetzlich geschützte Wucher muss aufhören! Die zweite Säule ist eine Sozialversicherung und kein Selbstbedienungsladen für Versicherungsgesellschaften!
Wir lehnen diese Revision ab.
Zisyadis Josef · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion
Lorsqu'on est touché personnellement dans le deuxième pilier, on se demande comment un parlement peut, dans la même session, donner 68 milliards de francs à l'UBS et en même temps réduire de 10 pour cent le montant des rentes du deuxième pilier. De toute façon, cela fera que les gens les plus modestes demanderont des prestations complémentaires, ou qu'ils solliciteront les communes pour toucher des aides sociales.
Le Conseil national a voté avant le Conseil des Etats, mais il a surtout voté avant la crise financière. Vous savez bien qu'il y aura un référendum qui sera lancé par le Parti suisse du travail, Unia, l'Avivo et certainement bien d'autres forces politiques.
Je vous lance un appel, non pas seulement à vous de la gauche, mais aussi à vous de la droite de ce conseil. Vous savez bien que, devant le peuple, ce projet n'a aucune chance de passer dans la situation financière et politique que nous connaissons. Il vaut donc mieux aujourd'hui dire non à ce projet, pour reprendre le travail depuis le début.
Abstimmung
Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Mindestumwandlungssatz)
Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité (Taux de conversion minimal)
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Entwurfes ... 126 Stimmen
Dagegen ... 62 Stimmen