12.041
Voranschlag 2013
Graf Maya · P-F · Nationalrat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion
1. Voranschlag der Verwaltungseinheiten
1. Budget des unités administratives
Volkswirtschaftsdepartement
Département de l'économie
708 Bundesamt für Landwirtschaft
708 Office fédéral de l'agriculture
Antrag der Einigungskonferenz
Mehrheit
A2310.0149 Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Minderheit
(Freitag, Gysi, Abate, Altherr, Aubert, Fetz, Fischer Roland, Hadorn, Levrat, Schneeberger, Stöckli, Theiler, Vischer Daniel)
A2310.0149 Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft
Ablehnung des Antrages der Einigungskonferenz
Proposition de la Conférence de conciliation
Majorité
A2310.0149 Paiements directs généraux, agriculture
Adhérer à la décision du Conseil national
Minorité
(Freitag, Gysi, Abate, Altherr, Aubert, Fetz, Fischer Roland, Hadorn, Levrat, Schneeberger, Stöckli, Theiler, Vischer Daniel)
A2310.0149 Paiements directs généraux, agriculture
Rejeter la proposition de la Conférence de conciliation
Gysi Barbara · Mit-F · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion
Sie können es der Fahne entnehmen: Die Minderheit beantragt Ihnen, den Antrag der Einigungskonferenz abzulehnen, also keine Aufstockung bei der Position 708.A2310.0149, "Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft", vorzunehmen. Die Aufstockung - es waren einmal zusätzliche 30 Millionen Franken beantragt; nun, nach der Einigungskonferenz, sind es noch 15 Millionen - ist umstritten. Die Entscheidung ist mit 13 zu 13 Stimmen mit Stichentscheid des Präsidenten zustande gekommen.
Wenn Sie der Minderheit zustimmen, bleiben Sie beim ursprünglichen Budgetentwurf. Es macht keinen Sinn, die Mittel für die Landwirtschaft aufzustocken; wir sollten bei dem bleiben, was der Bundesrat ursprünglich vorgesehen hatte. Wir sollten finanzpolitisch masshalten und dem Druck der Bauernlobby nicht nachgeben. Die Agrarpolitik definiert die Leitplanken und steckt den Finanzrahmen klar ab. Dass bei den Milchbauern die Milchmenge nicht stimmt und man sie nicht im Griff hat, kann kein Grund sein, das Budget aufzustocken.
Ich bitte Sie darum, die Minderheit zu unterstützen und die Mittel im Agrarbereich nicht aufzustocken. Wir haben über die Agrarpolitik klare Vorgaben.
Grin Jean-Pierre · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
La majorité de la Conférence de conciliation vous propose d'accepter le compromis qui a été trouvé, soit une augmentation de 15 millions de francs à la position 708.A2310.0149, "Paiements directs généraux, agriculture" - que notre conseil a déjà acceptée mardi dernier.
Je vous rappelle que pour l'élevage du bétail laitier, l'équilibre entre le prix reçu pour la production de la matière première et les coûts de cette production est rompu. Le prix du litre de lait est passé, ces dernières années, de 1,07 franc à 54 centimes. Cette baisse a été partiellement - mais pas totalement - compensée par les paiements directs. Si parallèlement à la baisse du prix du marché, les paiements directs baissent aussi, le secteur agricole, en particulier le secteur laitier, va se décourager et renoncer à la production laitière et à la garde du bétail. L'exploitation des prairies et des pâturages en plaine comme en montagne conditionne aussi l'attractivité touristique de notre pays: sans verts pâturages nos montagnes seraient bien tristes.
15 millions de francs, ce n'est pas trop demander. Ce serait un modeste encouragement pour le monde agricole en 2013, dans l'attente de la future Politique agricole 2014-2017.
Au nom du groupe UDC, je vous demande d'accepter la proposition de la Conférence de conciliation.
Müller Leo · Mit-M · Nationalrat · Luzern · Fraktion CVP-EVP
Im Namen der CVP/EVP-Fraktion bitte ich Sie, dem Antrag der Einigungskonferenz zuzustimmen. Es hat ja verschiedene Differenzen gegeben, die jetzt bereinigt wurden. Das ist noch die einzige Differenz, und es geht hier um die Aufstockung der allgemeinen Direktzahlungen an die Landwirtschaft, Position 708.A2310.0149, um 15 Millionen Franken gegenüber dem Entwurf des Bundesrates respektive um eine kleinere Kürzung gegenüber dem Vorjahr. Ich wiederhole nochmals: Der Bundesrat schlug vor, die Direktzahlungen um 30 Millionen zu kürzen; sofern Sie dem Antrag der Einigungskonferenz zustimmen, beträgt die Kürzung noch 15 Millionen Franken.
Es wird immer argumentiert, man habe letztes Jahr bei den Zulagen für verkäste Milch aufgestockt. Ich halte hier fest: Die 15 Rappen sind immer gleich geblieben, man wollte sie einmal kürzen, aber sie sind gleich geblieben. Es hat eine etwas grössere Milchmenge gegeben, deshalb ist der Gesamtbetrag gestiegen. Aber insgesamt ist es vertretbar, dass hier diese 15 Millionen Franken gesprochen werden.
Ich halte nochmals fest: Der Zahlungsrahmen wird nicht überschritten. Die 15 Millionen Franken haben Platz innerhalb des Zahlungsrahmens für die Landwirtschaft. Wir müssen hier auch eine gewisse Verlässlichkeit im Parlament demonstrieren: Man hat das Geld für die Landwirtschaft gesprochen, man hat den Zahlungsrahmen zur Verfügung gestellt. Jetzt wird mit dieser Aufstockung der Zahlungsrahmen nicht überschritten.
Auch aus diesem Grund bitte ich Sie, dem Antrag der Einigungskonferenz zuzustimmen.
Vischer Daniel · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion
Ich ersuche Sie, dem Antrag der Minderheit Freitag zuzustimmen. Ausschlaggebend war wie gesagt der Stichentscheid des Präsidenten. Der Ständerat ist dem Bundesrat gefolgt. Wir können hoffen, dass er es heute alsbald erneut tun wird. Die Frau Bundespräsidentin hat hinlänglich dargelegt, auf welcher Basis diese Milchabgeltung im letzten Jahr erfolgt ist, warum der heutige Betrag gemäss Bundesrat so im Budget steht. Im Grunde genommen haben wir jetzt eine absurde Situation: Wir hatten nur noch eine Differenz. Diese Differenz betrifft aber eigentlich den zentralsten Punkt, an dem die Erhöhung eigentlich am ungerechtfertigtsten ist.
Ich ersuche Sie hier, von diesem Sonderzug, der im Grunde genommen auch eine falsche Ausrichtung der Landwirtschaftspolitik begünstigt, abzukommen, dem Spuk ein Ende zu setzen und dem Bundesrat zu folgen.
Widmer-Schlumpf Eveline · BPR-F · Bundesrat · Graubünden
Ich möchte Sie bitten, diese Budgetaufstockung nicht vorzunehmen. Es ist richtig, wie gesagt wurde: Der Zahlungsrahmen würde damit nicht überschritten. Man hat heute gehört, es gehe um Verlässlichkeit. Ja, es geht um Verlässlichkeit in der Politik. Letztes Jahr haben wir 60 Millionen Franken mehr Milchzulage gegeben mit dem Hinweis, dass es einen Ausgleich bei den Direktzahlungen geben würde. Verlässlichkeit in der Politik ist, dass man dann im Jahr darauf das macht, was man im Jahr vorher beschlossen hat. Es geht hier nicht um die Frage der Höhe. Das wurde auch immer wieder festgestellt. Bei diesen grossen Beträgen - hier sind es 15 Millionen Franken - ist es nicht eine Frage der Höhe. Es ist eine Frage des Prinzips, eine Frage der Konsequenz, auch in der Landwirtschaft, in der Agrarpolitik.
Ich möchte Sie bitten, dem Antrag der Minderheit zuzustimmen und damit beim Entwurf des Bundesrates zu bleiben.
Hausammann Markus · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Frau Bundespräsidentin, können Sie mir in absoluten Zahlen sagen, wie sich die Position 708.A2310.0149, "Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft", anhand des Budgets des Bundesrates gegenüber 2012 entwickelt, wenn wir jetzt der Mehrheit folgen?
Widmer-Schlumpf Eveline · BPR-F · Bundesrat · Graubünden
Herr Nationalrat Hausammann, ich werde Ihnen diese Zahlen gerne nachliefern, und zwar auf den Punkt genau. Ich kann Ihnen so viel sagen: Wir haben letztes Jahr die Milchzulagen um 60 Millionen Franken aufgestockt; das ist im Budget zu sehen. Wir haben die Verkäsungszulage diskutiert, und wir haben damals gesagt, dass wir das ausgleichen werden. Genau das haben wir jetzt vorgeschlagen.
Gschwind Jean-Paul · Mit-M · Nationalrat · Jura · Fraktion CVP-EVP
Ce matin, la Conférence de conciliation des deux Commissions des finances s'est réunie afin de statuer sur la dernière divergence concernant le budget 2013 et de préparer une proposition de conciliation.
La dernière divergence porte sur la position 708.A2310.0149, "Paiements directs généraux, agriculture", à laquelle le Conseil fédéral a inscrit un crédit de 2 134 350 100 francs. Pour mémoire, notre conseil, conseil prioritaire d'ailleurs, a par trois fois accepté une augmentation du montant des paiements directs: deux fois de 30 millions de francs; enfin, dans un esprit de conciliation, de 15 millions de francs. Par contre, le Conseil des Etats a repoussé à trois reprises la décision de notre conseil, en restant notamment insensible à la solution de compromis d'une augmentation de 15 millions de francs du crédit prévu.
Notons encore que, sur les 60 millions de francs supplémentaires accordés à l'agriculture en première lecture par notre conseil, seuls 10 millions de francs ont été acceptés par le Conseil des Etats, soit 10 millions d'augmentation à la position 708.A2310.0148, "Aide à la production végétale". Ce montant est destiné à désengorger les caves de certains producteurs en déclassant certains vins.
Pour en revenir à la divergence qui nous occupe, une minorité Freitag demande de refuser l'augmentation de 15 millions de francs. Sans vouloir reprendre les arguments des uns et des autres, mais en relevant toutefois la situation difficile que connaissent les producteurs de lait d'industrie, et compte tenu de la baisse annoncée du revenu agricole pour 2012 - on parle de 8 à 9 pour cent -, la majorité de la Conférence de conciliation a accepté une solution de conciliation qui accorde une augmentation de 15 millions de francs pour les paiements directs dans l'agriculture en 2013. Cette décision a été prise, par 13 voix contre 13 et aucune abstention, avec la voix prépondérante du président de la Conférence de conciliation.
Hadorn Philipp · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Das vorliegende Geschäft ermöglichte mir, das ganze Prozedere innerhalb des Parlamentes zu erleben. Dreimal ging es zwischen den Kammern hin und her, und heute Morgen hatten wir die Einigungskonferenz. Worum geht es im vorliegenden Geschäft? Es geht um die Aufstockung des Kredites 708.A2310.0149, "Allgemeine Direktzahlungen Landwirtschaft". Wofür das Geld ist, haben wir bereits gehört. Es geht inzwischen noch um die Aufstockung um 15 Millionen Franken. Es gilt festzuhalten, dass in diesem Rat Aufstockungen dreimal zugestimmt wurde, im Ständerat wurden sie dreimal abgelehnt. Die Einigungskonferenz hat heute Morgen zuerst mit 13 zu 13 Stimmen und dann mit Stichentscheid des Präsidenten mit 14 zu 13 Stimmen beschlossen, dass die Aufstockung um 15 Millionen Franken gewährt werden soll.
Abstimmung
Präsidentin (Graf Maya, Präsidentin): Die FDP-Fraktion, die SP-Fraktion und die grünliberale Fraktion unterstützen den Antrag der Minderheit.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 96 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 87 Stimmen