13.2054
Für die Besserstellung von schwangeren Frauen im öffentlichen Dienst
Verfahrensbeitrag
Antrag der Mehrheit
Der Petition keine Folge geben
Antrag der Minderheit
(Pardini, Birrer-Heimo, de Buman, Flückiger Sylvia, Kiener Nellen, Leutenegger Oberholzer, Maire Jacques-André, Meier-Schatz, Ritter, Schelbert, Wermuth)
Rückweisung an die Kommission
mit dem Auftrag, eine Initiative oder einen Vorstoss im Sinne der Petition auszuarbeiten.
Proposition de la majorité
Ne pas donner suite à la pétition
Proposition de la minorité
(Pardini, Birrer-Heimo, de Buman, Flückiger Sylvia, Kiener Nellen, Leutenegger Oberholzer, Maire Jacques-André, Meier-Schatz, Ritter, Schelbert, Wermuth)
Renvoyer la pétition à la commission
avec mandat d'élaborer une initiative ou une intervention parlementaire allant dans le sens de la pétition.
Germanier Jean-René · Mit-M · Nationalrat · Wallis · FDP-Liberale Fraktion
La commission propose, avec la voix prépondérante de son président, de ne pas donner suite à la pétition.
Cette pétition a pour objectif de faire en sorte que l'article 35a de la loi sur le travail soit appliqué aux administrations publiques, l'objectif étant de permettre aux femmes enceintes qui travaillent dans des administrations publiques de se dispenser d'aller au travail ou de quitter leur poste de travail sur simple avis.
En effet, l'article 35a ne s'applique pas aux employées des administrations fédérale, cantonales et communales. Dans l'administration fédérale, lorsqu'une employée enceinte doit quitter sa place de travail ou qu'elle ne se présente pas à son travail pour des raisons de santé, ce sont les règles générales d'incapacité de travail pour cause de maladie qui s'appliquent. Selon ces règles, la femme enceinte a droit au versement de son salaire durant ce type d'absence. Après cinq jours consécutifs, elle doit présenter un certificat médical.
La commission constate que l'Office fédéral du personnel n'a eu connaissance d'aucune difficulté concernant les absences liées à la grossesse. Cet élément a été particulièrement pris en compte. La commission a surtout été convaincue par le fait que toute intervention au niveau des législations cantonales, voire communales, constituerait une atteinte à la souveraineté des cantons, ce qu'elle juge problématique.
Au nom de la majorité de la commission, je vous invite donc à ne pas donner suite à la pétition.
Walter Hansjörg · Mit-M · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Die Petition Zürcher Florian 13.2054, "Für die Besserstellung von schwangeren Frauen im öffentlichen Dienst", vom 26. Oktober 2013 verlangt, dass Artikel 35a des Arbeitsgesetzes auch in den öffentlichen Verwaltungen angewendet werden soll. Schwangere Arbeitnehmerinnen in öffentlichen Verwaltungen sollen auf blosse Anzeige hin der Arbeit fernbleiben oder die Arbeit verlassen können. Die WAK des Nationalrates hat am 23. Juni 2014 die Petition beraten. Die Kommission beantragt bei 11 zu 11 Stimmen mit Stichentscheid des Präsidenten, der Petition keine Folge zu geben.
Artikel 35a des Arbeitsgesetzes sieht vor, dass schwangere Arbeitnehmerinnen auf blosse Anzeige hin von der Arbeit fernbleiben oder die Arbeit verlassen können. Die öffentlichen Verwaltungen des Bundes, aber auch der Kantone und der Gemeinden kennen keinen solchen Artikel. Wenn eine schwangere Angestellte aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit niederlegen muss oder nicht zur Arbeit erscheinen kann, so gelten bei der öffentlichen Verwaltung die Regelungen zur Arbeitsverhinderung infolge Krankheit. Es besteht ein Lohnanspruch, und ab dem fünften Tag ist ein ärztliches Zeugnis erforderlich. Der Kommission wurde dargelegt, dass dem Eidgenössischen Personalamt im Zusammenhang mit Absenzen bei Schwangerschaft keine Schwierigkeiten in öffentlichen Verwaltungen bekannt sind; dies insbesondere bei einem normalen Einvernehmen mit den betroffenen Frauen. Die Kommissionsmehrheit erachtet zudem eine Gesetzesvorgabe als einen problematischen Eingriff in die Souveränität der Kantone.
Eine Kommissionsminderheit bemängelt, dass private Betriebe und öffentliche Verwaltungen das unterschiedlich regeln, und erkennt Handlungsbedarf. Sie beantragt, die Petition an die Kommission zurückzuweisen, mit dem Auftrag, eine Initiative oder einen Vorstoss im Sinne der Petition auszuarbeiten. Damit sollen die Ruhezeitenregelungen für schwangere Arbeitnehmerinnen nach Artikel 35a Absatz 2 des Arbeitsgesetzes auch auf die Verwaltungen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden ausgeweitet werden.
Im Namen der Kommission beantrage ich Ihnen, der Petition keine Folge zu geben.
Pardini Corrado · Mit-M · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Das Arbeitsgesetz sieht einen speziellen Schutz der schwangeren Beschäftigten vor. Dazu zählen Vorschriften über den Gesundheitsschutz sowie Arbeits- und Ruhezeitvorschriften. Letztere gelten aber nur für privatrechtliche Arbeitnehmerinnen. Konkret bedeutet dies, dass schwangere Mitarbeiterinnen einer öffentlichen Verwaltung diesen Schutz nicht geniessen bzw. dass dieser in einer kantonalen oder kommunalen Regelung ergänzt werden muss.
Die Petition verlangt deshalb, dass das Arbeitsgesetz entsprechend angepasst wird.
Das Anliegen ist absolut berechtigt. Vermutlich hat es der Gesetzgeber bei der Ergänzung von Artikel 35a aufgrund der wenig übersichtlichen Ausgestaltung des Arbeitsgesetzes ungewollt versäumt, auch die Mitarbeiterinnen der öffentlichen Verwaltung in die Regelung einzubeziehen. Ich denke nicht, dass es der politische Wille einer Mehrheit ist, die Rechte von schwangeren Frauen unterschiedlich zu regeln, was das öffentliche bzw. das privatrechtliche Anstellungsverhältnis betrifft. Eine Vereinheitlichung der Situation und die Aufhebung dieser Diskriminierung für schwangere Frauen im öffentlichen Dienst ist daher mehr als angesagt.
Darum bitten wir Sie, der Petition Folge zu geben.
Rossini Stéphane · P-M · Nationalrat · Wallis · Sozialdemokratische Fraktion
Le président (Rossini Stéphane, président): Vous avez reçu un rapport écrit de la commission. La commission propose de ne pas donner suite à la pétition. Une minorité Pardini - vous venez d'entendre son porte-parole - propose de renvoyer la pétition à la commission avec mandat d'élaborer une initiative ou une intervention parlementaire allant dans le sens de la pétition.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 120 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 74 Stimmen
(2 Enthaltungen)