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EO-Gesetz. Änderung Rekrutenentschädigung

4165 · Amtliches Bulletin

Dated Jun 6, 2002

https://lexipedia.io/en/docs/ch/ab-bo-bu/4165/de/eo-gesetz-anderung-rekrutenentschadigung

Retrieved on Sep 4, 2026

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Source

Parliamentary business: EO-Gesetz. Änderung Rekrutenentschädigung (01.3522)

01.3522

EO-Gesetz. Änderung Rekrutenentschädigung

Engelberger Eduard · Nationalrat · Nidwalden · Freisinnig-demokratische Fraktion

Frau Bundesrätin, ich danke Ihnen für die Stellungnahme des Bundesrates zu meiner Motion und für die Bereitschaft, sie als Postulat entgegenzunehmen. Damit anerkennen Sie das geschilderte Anliegen der höheren Rekrutenentschädigung.

Trotzdem befriedigt mich die Stellungnahme des Bundesrates nicht ganz; ich kann die Haltung des Bundesrates nicht teilen, dass eine Erhöhung der Rekrutenentschädigung verfrüht sei. Sie war es schon das letzte Mal, bei der EO-Revision im Jahre 1998, und sie ist es jetzt, vier Jahre später, immer noch - oder schon wieder -, obwohl man weiss, dass mit der "Armee XXI" 100 Millionen Franken eingespart werden. Die geforderte Rekrutenentschädigung würde aber höchstens etwa 25 bis 26 Millionen Franken ausmachen und in der "Armee XXI" ab 2004 eher noch etwas weniger kosten. Damit wäre eine Finanzierung bedenkenlos möglich, denn die restlichen 75 Millionen würden schlussendlich im Fonds verbleiben. Ich hoffe, Frau Bundesrätin, Sie gehen mit mir einig, dass diese Erhöhung der Rekrutenentschädigung - wie hoch sie denn auch ausfällt - auf den Start der "Armee XXI" im Jahre 2004 in Kraft treten muss, und zwar aus den verschiedensten Gründen, wie z. B. eine veränderte gesellschafts- und familienpolitische Situation der Angehörigen der heutigen jungen Generation, die in die Rekrutenschule müssen, aber nicht mehr zu Hause wohnen und sehr oft noch andere, belastende Verpflichtungen eingegangen sind.

Frau Bundesrätin, für mich ist es klar, dass eine vertiefte Analyse der künftigen Ausgabenentwicklung sowie des Finanzbedarfs der EO notwendig ist. Aber der Finanzbedarf hat sich meiner Ansicht nach an den ureigensten gesetzlichen Bestimmungen in Artikel 1 des EOG und dem damit verbundenen Finanzbedarf zu messen und nicht an allen anderen Begehrlichkeiten, die an diesen Fonds mit zweckgebundenen Mitteln herangetragen werden.

Ich möchte Sie aber noch daran erinnern: Wir haben der Überführung von 2,2 Milliarden Franken in die Invalidenversicherung zugestimmt; wir haben uns hierin sehr offen und auch solidarisch gezeigt. Wir erwarten nun eben, dass zuerst die Bedürfnisse von "Armee XXI" - und dazu gehört auch die Erhöhung der Rekrutenentschädigung - zu analysieren sind und aufgrund der gesetzlichen Vorgaben auch befriedigt werden. Nach der Deckung dieses ureigensten Finanzbedarfs für die Armee und die Armeeangehörigen durch die EO ist zu entscheiden, wie viel der AHV oder IV und einer Mutterschaftslösung zufliessen sollen. Die dafür vorgesehenen rund zwei Milliarden Franken vom Fonds sollten drinliegen. Das sind 1,5 Milliarden Franken für die IV, über die der Ständerat schon beraten hat, und etwa 500 bis 550 Millionen Franken für Herrn Triponez - d. h. nicht für Herrn Triponez, sondern eben für die Mütter. Deshalb verstehe ich diese Verzögerung für die Rekrutenentschädigung nicht, nachdem man weiss, dass Ende 2001 wieder 3,6 Milliarden Franken im Fonds waren, und jetzt, nach gut einem halben Jahr, sind das vielleicht wieder 200 Millionen Franken mehr. Ich möchte Ihnen einfach noch sagen, dass es unserer Ansicht nach eine Missachtung der damaligen Meinung des Gesetzgebers wäre, wenn man da jetzt nicht vorwärts machen würde.

Ich möchte Ihnen abschliessend zwei Fragen stellen:

1. Ich möchte von Ihnen wissen, wie weit die Analyse jetzt schon gediehen ist, die in der Beantwortung angesprochen wird. Es ist nun seither fast ein Jahr vergangen.

2. Sind Sie bereit mitzuwirken, dass diese Rekrutenentschädigungsregelung effektiv auf den 1. Januar 2004 in Kraft gesetzt werden kann? Das ist für die Zukunft der Armee im Zusammenhang mit der Miliz notwendig.

Ich bin noch nicht ganz befriedigt von der Antwort und halte, Frau Bundesrätin, vorläufig an der Motion fest.

Dreifuss Ruth · BR-F · Bundesrat · Genf

Je regrette que vous mainteniez votre motion, Monsieur Engelberger, parce que vous allez ralentir et non pas accélérer le processus. Je crois qu'il vaut beaucoup mieux, effectivement, que vous acceptiez de transformer votre motion en postulat, de façon que la commission qui, je crois, doit siéger encore au mois de juin ou au début juillet, puisse intégrer vos voeux et les propositions évoquées tout à l'heure dans une seule réflexion.

Dans ce sens-là, je peux répondre très facilement à votre question. Si vous voulez passer par la voie de la motion, alors le Conseil fédéral doit présenter un message au Parlement, cela signifie qu'on perd du temps. Si vous voulez passer par cette voie-là, je ne peux pas vous dire que nous arriverons au 1er janvier 2004, loin de là, puisque la longueur de la procédure devra être prise en considération. Par contre, si cette idée vous tient à coeur, si vous voulez qu'elle soit discutée par la commission et que par votre postulat, vous demandez à l'administration de préparer tous les calculs - au Conseil fédéral, bien sûr, de donner aussi un coup de pouce positif à cette demande -, alors, vous pourrez en discuter cet été. Je crois que la cause des recrues que vous défendez ici sera mieux défendue par la transmission d'un postulat, et je dis cela vraiment du fond du coeur.

Vous m'avez posé la question précise de savoir où en sont les travaux. Premièrement, grâce à l'initiative parlementaire Triponez, ces travaux sont très avancés. Un projet a été adressé à la commission. Je ne me rappelle pas exactement le détail, mais je sais que nous avons toujours fait la comparaison entre les prestations données aux assurés APG et les prestations qui seraient données à des femmes ayant accouché. Donc, on examine en parallèle les deux questions. Ce travail est déjà fait, et il est déjà à la disposition du Parlement.

Deuxièmement, si les travaux vont bien de l'avant, alors, effectivement, la loi sur les allocations pour perte de gain révisée pourra entrer en vigueur au 1er janvier 2004. S'il n'y a pas de référendum, ce programme est tout à fait possible et, Monsieur Engelberger, cela correspondrait à mes voeux les plus profonds. Je peux dire que votre postulat est un de ces postulats que l'on traite avec une certaine anticipation et que le travail est déjà fait. C'est maintenant au Parlement de travailler.

Engelberger Eduard · Nationalrat · Nidwalden · Freisinnig-demokratische Fraktion

Frau Bundesrätin, ich kann Ihnen sagen, dass mir dieses Problem, dieses Thema effektiv am Herzen liegt und es mir und uns um die Rekruten der Jahre ab 2004 geht. Ich danke Ihnen für Ihre Auskunft über die Vorbereitungen, die wegen der Parlamentarischen Initiative Triponez 01.426 getroffen werden mussten. Ich danke Ihnen auch für die Antwort, dass Sie bereit sind, diese Punkte aus dem Postulat aufzunehmen und in die Kommissionsarbeit einzubringen.

In diesem Sinne erkläre ich mich mit einer Umwandlung der Motion in ein Postulat einverstanden.

Maury Pasquier Liliane · P-F · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat