17.059
Datenschutzgesetz. Totalrevision und Änderung weiterer Erlasse zum Datenschutz
de Buman Dominique · P-M · Nationalrat · Freiburg · CVP-Fraktion
1. Bundesgesetz über die Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung oder Verfolgung von Straftaten oder der Strafvollstreckung (Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands)
1. Loi fédérale mettant en oeuvre la directive (UE) 2016/680 relative à la protection des personnes physiques à l'égard du traitement des données à caractère personnel à des fins de prévention et de détection des infractions pénales, d'enquêtes et de poursuites en la matière ou d'exécution de sanctions pénales (Développement de l'acquis de Schengen)
Ziff. II Ziff. 1 0 Art. 26b
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. II ch. 1 0 art. 26b
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Jauslin Matthias Samuel · Mit-M · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion
Wir sind bei der Differenzbereinigung zum Bundesgesetz über die Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/680. Hier möchte ich noch einmal vorausschicken: Den Entwurf des Datenschutzgesetzes vom 15. September 2017 hat die SPK-NR in zwei Etappen aufgeteilt. Wir diskutieren hier und heute über die erste Etappe und nicht über die Gesamtrevision des Datenschutzgesetzes. Das ist wichtig, weil die Interpretation des Gesetzes eben mit Ablaufdatum behaftet ist.
In der ersten Etappe werden nur jene Schengen-Datenschutzgesetz-Richtlinien neu ausgearbeitet, die wichtig sind, um die polizeiliche und justizielle Schengen-Zusammenarbeit in Strafsachen zu regeln. Daher ist auch der Druck auf dieses Gesetz deutlich grösser als auf die Gesamtrevision des Datenschutzgesetzes. Hier möchte ich ebenfalls noch anfügen, dass die SPK-NR bereits mit der Detailberatung der Gesamtrevision angefangen hat und intensiv am Gesetz arbeitet. Aber es wird sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir die ganze Datenschutzgesetz-Revision im Rat behandeln können werden.
Nun, in der ersten Etappe ist noch eine Differenz offen. Die Differenz betrifft das Bundesgesetz über den Datenschutz vom 19. Juni 1992. Dort geht es eigentlich um die Problematik des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Edöb). Die Frage ist, welche Nebenbeschäftigungen diese Person ausüben darf. Wir haben dazumal im Nationalrat eine doch ausführliche Auflistung vorgenommen. Der Ständerat hat sich hier auf eine kürzere Version geeinigt, nämlich darauf, dass der Edöb gar keine Nebenbeschäftigungen ausüben darf. In Artikel 2 wird dem Bundesrat noch die Möglichkeit gegeben, Ausnahmen anzufügen. In der Kommission wurde heftig diskutiert: Was sind denn "Nebenbeschäftigungen"? Sind sie bezahlt oder nicht bezahlt? Dazu wurde uns versichert, dass sämtliche Nebenbeschäftigungen gemeint sind, welche die Handlungsfähigkeit des Edöb in irgendeiner Art und Weise einschränken oder beeinflussen könnten. Daher ist es praktisch nicht möglich, dass der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte irgendeiner anderen Tätigkeit nachkommen könnte, ausser der Bundesrat bewilligt eine Ausnahme.
Wir werden diesen Artikel sicher auch in der Gesamtüberarbeitung des Gesetzes noch einmal auf dem Tisch haben. Es wurde nämlich die Frage gestellt, ob es richtig ist, dass der Bundesrat Ausnahmen bestimmen kann, oder ob hier irgendeine andere Regelung gefunden werden müsste. Es kam auch die Frage auf den Tisch, ob es nicht eine bessere Auflistung bräuchte, damit klar ist, welche Nebenbeschäftigungen gemeint sind.
Die Kommission ist aber ohne Gegenstimme der Ansicht, dass der Beschluss des Ständerates für die erste Etappe durchaus richtig ist, und empfiehlt Ihnen einstimmig, dem Ständerat zu folgen und diese Differenz zu bereinigen, damit wir das Geschäft in der ersten Etappe mit der Schlussabstimmung abschliessen können.
Addor Jean-Luc · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Il est important de rappeler que, pour cet objet, il avait été décidé ici, dans cette chambre, de scinder le processus de révision de la loi sur la protection des données en deux projets. Le premier, celui qui nous occupe, se concentre exclusivement sur la mise en oeuvre d'une directive de l'Union européenne, qui est un cas particulier de développement de l'acquis de Schengen. En parallèle, il y a la révision générale de la loi sur la protection des données, qui est toujours en cours devant la commission de notre conseil; c'est le deuxième projet.
Nous sommes maintenant pratiquement au terme - il reste juste une unique divergence avec le Conseil des Etats - du processus de traitement du premier projet, celui qui concerne la mise en oeuvre de la directive de l'Union européenne.
L'objet de cette divergence concerne les activités accessoires du préposé fédéral à la protection des données. L'enjeu est évidemment d'éviter autant que possible des conflits d'intérêts qui pourraient exister entre le travail du préposé et ses activités accessoires. Il en va, tout le monde le comprend, de la crédibilité de son travail. Le Conseil des Etats est arrivé à une formulation de cette restriction, qu'on pourrait qualifier de plus synthétique que celle de notre conseil auparavant. On nous dit simplement: "Le préposé ne peut exercer aucune activité accessoire." On ne fait plus de distinction selon que cette activité serait rémunérée ou non.
Ce sont donc l'ensemble des activités accessoires susceptibles de créer des conflits d'intérêts qui sont visées, et la commission de notre conseil s'est ralliée à l'unanimité à la décision du Conseil des Etats.
Comme le rapporteur de langue allemande l'a dit à l'instant, il y a aussi eu des discussions portant sur une autre question, qui n'est pas litigieuse aujourd'hui, qui est celle de savoir qui doit prendre la décision d'autoriser des exceptions à cette interdiction générale d'activités accessoires du Préposé fédéral à la protection des données et à la transparence. L'idée, c'est que cette question, qui n'a pas de rapport direct avec l'application de la directive européenne, puisse être réexaminée lorsque nous nous saisirons du deuxième paquet, donc de la révision totale de la loi sur la protection des données.
Pour l'heure, la commission vous propose à l'unanimité de vous rallier à la décision du Conseil des Etats.
Sommaruga Simonetta · BR-F · Bundesrat · Bern
Es geht hier noch um die Frage der Unabhängigkeit der Datenschutz-Aufsichtsbehörden. Der Ständerat hat für Absatz 1 von Artikel 26b eine etwas andere Formulierung gewählt. Aus Sicht des Bundesrates bringt diese Formulierung in der Tat Klarheit, indem sie sagt, dass dem Edöb die Ausübung einer Nebenbeschäftigung verboten ist, unabhängig davon, ob eine solche Tätigkeit vergütet wird oder nicht. Ich glaube, dann muss man eben das Wort "Nebenbeschäftigung" nicht interpretieren, sondern es ist klar: Unabhängig davon, ob sie vergütet wird oder nicht, ist eine solche Nebenbeschäftigung dem Edöb verboten. Der Bundesrat kann dem Edöb aber gestatten, eine Nebenbeschäftigung wahrzunehmen, wenn dadurch die Amtsausübung, die Unabhängigkeit und das Ansehen des Edöb nicht beeinträchtigt werden. Ich glaube, damit haben wir die Frage geklärt.
Ich bitte Sie in diesem Sinne, sich dem Ständerat anzuschliessen.
de Buman Dominique · P-M · Nationalrat · Freiburg · CVP-Fraktion
Angenommen - Adopté
Le président (de Buman Dominique, président): L'objet est prêt pour le vote final.