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Besserer Schutz des geistigen Eigentums vor KI-Missbrauch

69951 · Amtliches Bulletin

Dated Dec 11, 2025

https://lexipedia.io/en/docs/ch/ab-bo-bu/69951/de/besserer-schutz-des-geistigen-eigentums-vor-ki-missbrauch

Retrieved on Sep 5, 2026

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Source

Parliamentary business: Besserer Schutz des geistigen Eigentums vor KI-Missbrauch (24.4596)

24.4596

Besserer Schutz des geistigen Eigentums vor KI-Missbrauch

Engler Stefan · P-M · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Antrag der Kommission

Zustimmung zur Änderung

Proposition de la commission

Approuver la modification

Präsident (Engler Stefan, Präsident): Es liegt Ihnen ein schriftlicher Bericht der Kommission vor. Die Kommission beantragt, die Motion in der vom Nationalrat geänderten Fassung anzunehmen. Der Bundesrat lehnte die originäre Motion ab.

Chassot Isabelle · Mit-F · Ständerat · Freiburg · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Notre conseil a adopté le 20 mars dernier, sans opposition, la motion Gössi. Les avis exprimés dans le débat relevaient l'importance pour les titulaires de droits d'auteur et de droits voisins de connaître et d'autoriser l'utilisation de leurs oeuvres et prestations par l'intelligence artificielle, et d'être rémunérés en conséquence. Le point de départ de la motion était le constat de la pratique, devenue courante ces dernières années, d'utiliser de manière massive et systématique, opaque et parfois en recourant à des contournements techniques, des textes, des images, des fichiers audio et des vidéos, sans autorisation ni rémunération. C'est cette pratique, en contradiction fondamentale avec les principes de la loi sur le droit d'auteur, que l'autrice de la motion entendait résorber. Celle-ci formulait, en plus de la question de principe, des prescriptions concrètes quant à sa possible mise en oeuvre. Ce sont ces prescriptions concrètes qui ont fait l'objet d'un examen approfondi dans le second conseil.

Après avoir procédé à des auditions, la Commission de la science, de l'éducation et de la culture du Conseil national a en effet estimé que ces prescriptions concrètes qui constituaient les chiffres 1, 2 et 3 du texte initial de la motion allaient trop loin. La commission a dès lors proposé une modification de la motion en abandonnant ces trois chiffres pour limiter le texte de la motion au mandat de révision de la loi sur le droit d'auteur, afin de trouver un équilibre entre les droits d'auteur et l'innovation, et pour éviter toute discrimination à l'égard de l'intelligence artificielle suisse. Le Conseil fédéral s'est rallié à cette nouvelle proposition, et c'est à une large majorité que le Conseil national a approuvé, le 16 septembre dernier, la motion de notre collègue Gössi ainsi modifiée.

Notre commission vous propose à l'unanimité de nous rallier au Conseil national. La motion ainsi modifiée maintient en effet le mandat initial de réviser la loi sur le droit d'auteur pour protéger la propriété intellectuelle contre les abus liés à l'intelligence artificielle, tout en offrant au Conseil fédéral et à son administration une marge de manoeuvre supplémentaire pour sa mise en oeuvre. Pour votre commission, il est important que les travaux législatifs aient pour objectif d'adapter le droit d'auteur pour qu'il continue à jouer un rôle incitatif pour la création d'oeuvres sans nuire au pôle économique de recherche et d'innovation qu'est notre pays. Il convient en effet de prendre en compte les intérêts de la Suisse en tant que pôle de recherche et d'innovation, mais aussi en tant que pôle de créativité, d'édition et de production de biens culturels.

Les premières réflexions des experts en matière de licence montrent que des solutions appropriées et compatibles avec tous les intérêts pour résoudre le conflit entre l'intelligence artificielle générative et le droit d'auteur sont possibles. Les représentants de l'Institut de la propriété intellectuelle, que je remercie pour leur soutien compétent durant l'examen de la motion, ont expliqué que des processus numériques normalisés simplifiant les processus pourraient constituer une piste, par exemple un "opt-out" lisible par machine. Différentes possibilités d'"opt-out" sont ainsi envisageables, mais également une solution collective. L'octroi de cette marge de manoeuvre supplémentaire au Conseil fédéral et à son administration permettra en outre, de l'avis de la commission, de prendre en compte les modèles qui seront mis en place ou sont en train d'être mis en place dans les États voisins, ainsi que d'évaluer les évolutions législatives en cours afin d'éviter un "Swiss finish" qui pourrait se révéler préjudiciable pour notre économie créative.

C'est avec ces considérants que la commission vous propose, à l'unanimité, d'adopter la motion dans sa version modifiée.

Gössi Petra · Mit-F · Ständerat · Schwyz · FDP-Liberale Fraktion

Erlauben Sie mir, dass ich mich auch noch kurz zu Wort melde, vor allem auch zuhanden der Materialien, weil diese Motion, seit wir sie bei uns im Rat behandelt haben, teilweise sehr hohe Wellen geschlagen hat. In den Medien und in den Fachgremien sind wichtige Diskussionen entstanden, die ich sehr wertvoll finde. Diese Diskussionen haben mir vor allem auch gezeigt, dass der ursprüngliche Motionstext, je nach Interessenlage, unterschiedlich interpretiert wurde. Die Geister schieden sich besonders daran, wie man den Begriff der Zustimmung zu verstehen habe und ob dafür ein Opting-out genüge oder nicht. Dies hat im Übrigen immer meiner Überzeugung entsprochen; ich war nie der Auffassung, dass der Gesetzgeber aufgrund meiner Motion die Innovationskraft des Schweizer Forschungs- und Wirtschaftsplatzes einschränken soll, was auch ganz einfach nachvollziehbar ist, denn ich bin durch und durch liberal, auch mit Blick auf die KI. Ich setze mich aber auch für den Schutz des geistigen Eigentums ein, der eben auch eine Kernaufgabe eines liberalen Staatswesens ist.

Ziel der Motion war und ist es immer noch - das hat auch die Kommissionssprecherin gesagt -, das Urheberrecht so anzupassen, dass geistiges Eigentum auch bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz geschützt ist; die Kommissionssprecherin hat das betont, und dieses Ziel wird auch in der abgeänderten Fassung gewahrt.

Ich danke deshalb vor allem den Kommissionen beider Räte, dass sie wirklich sehr viel Arbeit in die Behandlung dieser Motion gesteckt haben. Ich konnte und durfte auch während des gesamten Prozesses mit diversen Kommissionsmitgliedern einen guten Austausch pflegen, was mich sehr gefreut hat. Ich danke aber auch der gesamten betroffenen Branche. Kurz vor der Sommerpause habe ich noch kurzfristig zu einem Round Table eingeladen, an dem dann auch alle betroffenen Kreise wie die KI-Branche, die EPFL, die Kreativbranche, die Medienbranche, aber auch die Rechteverwerter und weitere teilgenommen haben. Am Ende dieses Austausches war eben auch ersichtlich, dass in dieser Thematik ein gemeinsamer Nenner gefunden werden kann. Für diese Diskussionsbereitschaft und für Ihre Mitarbeit danke ich Ihnen wirklich sehr.

Michel Matthias · Mit-M · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion

Ich stimme der Motion in der abgeänderten Fassung auch zu. Ich möchte nur noch eine Brücke zum Leistungsschutzrecht schlagen; die Rapporteurin hat es kurz erwähnt. Ausschnitte, "snippets", aus journalistischen Inhalten sind urheberrechtlich eben nicht geschützt, aber Suchmaschinen und News-Aggregatoren erzielen damit viel Traffic und generieren hohe Werbeeinnahmen. Beim Leistungsschutzrecht geht es darum, den Medienverlagen und Medienschaffenden zu ermöglichen, eine faire Vergütung für ihre Inhalte zu erhalten; das ist der Inhalt dieses Rechts, in Europa wurde das mittlerweile umgesetzt.

Bekanntlich hat der Bundesrat uns die Vorlage 25.064 für ein Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen nach erfolgreicher Vernehmlassung übermittelt. Ende Oktober dieses Jahres ist die KVF-N auf die Vorlage eingetreten, hat sie aber an den Bundesrat zurückgewiesen, und zwar mit dem Auftrag, nicht nur die Verwendung journalistischer Leistungen durch die grossen Online-Dienste, sondern auch durch die Anbieter von künstlicher Intelligenz zu regeln, also umfassender auszugestalten. Entsprechend, jetzt kommt es, sollen die Anliegen der Vorlage für ein Leistungsschutzrecht in die Umsetzung der Motion Gössi, die wir jetzt behandeln, integriert werden. Die beiden Vorlagen sollen also miteinander verknüpft werden, so der Auftrag der KVF-N.

Diese Verbindung kann durchaus Sinn machen. Meine Sorge ist aber nun, deshalb melde ich mich, dass das Leistungsschutzrecht, zu dem wir schon eine Vernehmlassung hatten, zu dem schon ein ausgearbeiteter Entwurf vorliegt und eine Kommissionsberatung begonnen hat, dass diese Vorlage jetzt ausgebremst oder verzögert würde. Ich möchte den Bundesrat einfach bitten, wenn er im Sinne der KVF-N nun die Umsetzung der Motion Gössi mit dem Leistungsschutzrecht verknüpft, dass diese Verknüpfung dann doch zügig vorangeht und nicht auf die lange Bank geschoben wird. Wir haben beim Leistungsschutzrecht nämlich nicht nur einen inhaltlichen, sondern auch einen zeitlichen Handlungsbedarf.

Jans Beat · BR-M · Bundesrat · Basel-Stadt

Der Bundesrat hatte Ihnen gegenüber bereits die ursprüngliche Motion zur Annahme beantragt; der Herr Präsident hatte das falsch gesagt, hat sich aber bereits bei mir entschuldigt. Der Bundesrat unterstützte also bereits die ursprüngliche Motion. Mit der überarbeiteten und verbesserten Motion ist er sehr zufrieden. Er sieht darin durchaus die Möglichkeit, das Urheberrecht zu stärken, ohne die Innovation in unserem Land zu bremsen.

Den Hinweis von Herrn Michel nehme ich gerne mit. Ich sehe es wie Herr Michel. Ich habe mich ebenfalls dafür eingesetzt, dass die Vorlage zum Leistungsschutzrecht jetzt kommt und nicht zwingend mit dem künstlerischen Urheberrecht verheiratet werden muss, das wir hier anschauen. Der Nationalrat wird dann aufgrund der Debatte, die in der Kommission geführt wurde, entscheiden, ob er eintritt oder nicht. Letztlich hat es der Nationalrat in der Hand, ob die Vorlage zum Leistungsschutzrecht rechtzeitig kommt - respektive Sie, die Sie den Antrag dann auch entsprechend behandeln werden.

Es lohnt sich also, genau anzuschauen, ob es wirklich notwendig ist, diese beiden Anliegen zusammenzunehmen. Denn dies würde ganz klar zu einer Verzögerung im Bereich der Medienförderung führen, die wir über die Vorlage zum Leistungsschutzrecht gerne voranbringen würden.

Engler Stefan · P-M · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Präsident (Engler Stefan, Präsident): Der Bundesrat schliesst sich dem Antrag der Kommission an.

Angenommen - Adopté