25.040
Immobilienbotschaft zivil 2025
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Le président (Page Pierre-André, président): Nous mènerons une seul débat sur l'entrée en matière et la discussion par article.
Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion
Die Immobilienbotschaft des Bundesrates für das Jahr 2025 umfasst ein Gesamtvolumen von 511,8 Millionen Franken. Sie verfolgt das Ziel, die Werterhaltung und strategische Weiterentwicklung des Immobilienportfolios des Bundes sicherzustellen und dabei Nachhaltigkeit, Energieeffizienz sowie flexible Arbeitsformen umzusetzen. Der Bundesrat beantragt neun Verpflichtungskredite für Sanierungen, einen Neubau und die Verlängerung bestehender Mietverträge. Im Zentrum stehen sechs grosse Projekte: In Bern sollen das Verwaltungsgebäude Bollwerk und das Gebäude an der Taubenstrasse 16 umfassend saniert werden.
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Le président (Page Pierre-André, président): Mesdames et Messieurs, je vous prie de tenir vos discussions dans la salle des pas perdus, qui est prévue à cet effet. Patientons un petit moment jusqu'à ce que le calme soit revenu. Maintenant, Monsieur Andrey, vous pouvez continuer.
Andrey Gerhard · Mit-M · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion
Es wäre eigentlich aufregend, es ist immerhin die Immobilienbotschaft des Bundes. (Teilweise Heiterkeit) Gut, ich fahre einfach fort, den Beginn haben Sie wahrscheinlich nicht mitbekommen, das ist aber nicht weiter tragisch.
Die beiden erwähnten Sanierungsvorhaben sind Teil des Unterbringungskonzepts und ermöglichen eine deutliche Reduktion des Flächenverbrauchs sowie die Einführung moderner Arbeitsformen. Das Verwaltungsgebäude Bollwerk wird nach dem Auszug der bisherigen Mieterin für 240 Plätze umgebaut, während das Verwaltungsgebäude an der Taubenstrasse mit einem Investitionsvolumen von 92,7 Millionen Franken als Schlüsselprojekt gilt und künftig 860 Arbeitsplätze bietet. Ebenfalls in Bern wird das Rechenzentrum Primus für 45,7 Millionen Franken erneuert, um den Betrieb bis 2044 sicherzustellen und die Verfügbarkeit auf das sogenannte Tier-3-Niveau anzuheben.
In Giffers soll das Bundesasylzentrum für 19,8 Millionen Franken saniert werden, um die Nutzung für die nächsten zwanzig Jahre zu garantieren. Giffers ist in meinem Heimatkanton, in meinem Heimatbezirk; das ist eine Gemeinde, die vielleicht landesweit nicht so bekannt ist. In Posieux, ebenfalls im Kanton Freiburg, wird das Forschungs- und Verwaltungsgebäude von Agroscope für 27,9 Millionen Franken modernisiert, wobei ein innovatives Dachprojekt für die Algenforschung vorgesehen ist. Schliesslich ist in St. Margrethen der Neubau eines Interventionszentrums geplant, das als gemeinsamer Stützpunkt für das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit sowie die Kantonspolizei St. Gallen dient. Mit einem Kredit von 87,6 Millionen Franken soll ein moderner Funktionsbau entstehen, der Synergien schafft und die Kontrollinfrastruktur optimiert.
Die Finanzkommission des Nationalrates hat die Vorlage intensiv beraten und empfiehlt einstimmig, auf die Botschaft einzutreten und ihr zuzustimmen. In der Diskussion wurde das Interventionszentrum in St. Margrethen als wichtiges Element für die Sicherheitsarchitektur hervorgehoben. Mitglieder betonten die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Bund und Kanton und würdigten die Synergien, die durch die gemeinsame Nutzung entstehen. Einige Fragen gab es zur Sanierung des Bundesasylzentrums in Giffers. Einzelne Stimmen stellten die Notwendigkeit der Investition infrage, da eine spätere Nutzungsänderung nicht ausgeschlossen sei.
Dann wurde das Thema der Nachhaltigkeit und Steuerung des Immobilienportfolios behandelt. Es wurde anerkannt, dass der Bund eine Vorbildrolle einnimmt, indem er hohe ökologische Standards umsetzt und die Kreislaufwirtschaft fördert. Gleichzeitig wurde gefordert, die Kostenfolge solcher Strategien künftig transparenter darzustellen. Es wurde moniert, dass die Immobilienbotschaft zwar jährlich konsistent und nachvollziehbar präsentiert wird, aber eine übergeordnete Steuerungsmechanik fehlt. Angesichts eines Portfolios von rund 10 Milliarden Franken brauche es klare Kennzahlen und ein Cockpit, um die langfristige Entwicklung besser steuern zu können. Die zuständige Subkommission der Finanzkommission wird sich zusammen mit dem Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) dieses Themas annehmen, um die Auswirkungen der Nachhaltigkeitsstrategien künftig messbar und nachvollziehbar zu gestalten.
Die Kommission würdigte die Arbeit des BBL als transparent und professionell. Sie sieht die beantragten Projekte als notwendig und strategisch sinnvoll, auch wenn einzelne Projekte durchaus zu Diskussionen geführt haben. Insgesamt überwiegt die Einschätzung, dass die Investitionen nicht nur der Werterhaltung dienen, sondern auch die Effizienz der Bundesverwaltung steigern und die ökologische Verantwortung des Bundes unterstreichen.
Zusammengefasst unterstützt die Kommission die Immobilienbotschaft zivil 2025 vollumfänglich und empfiehlt dem Rat einstimmig, die beantragten Verpflichtungskredite zu bewilligen. Herzlichen Dank für die jetzt sehr schöne Aufmerksamkeit.
Farinelli Alex · Mit-M · Nationalrat · Tessin · FDP-Liberale Fraktion
La Commissione delle finanze vi propone oggi di entrare in materia e di approvare il decreto federale concernente gli immobili civili della Confederazione per il 2025. Il pacchetto in esame comprende nove crediti d'impegno per un totale di 511,8 milioni di franchi. Si tratta di sei progetti principali - cinque risanamenti e una nuova costruzione - a cui si aggiungono un credito per ulteriori progetti minori e due crediti per proroghe di locazioni.
In commissione abbiamo analizzato attentamente i singoli interventi. Abbiamo ascoltato le spiegazioni dettagliate dell'Ufficio federale delle costruzioni e della logistica. Alcuni progetti di risanamento come quelli degli edifici di Berna, Bollwerk e Taubenstrasse 16, si inseriscono nel più ampio processo di modernizzazione delle forme di lavoro nell'amministrazione federale. L'obiettivo è chiaro: razionalizzare gli spazi, ridurre i costi d'esercizio e allo stesso tempo promuovere la sostenibilità. Per esempio, il risanamento del Bollwerk permetterà di ridurre del 40 per cento la superficie necessaria, offrendo comunque 240 postazioni di lavoro moderne e flessibili.
Anche il progetto di risanamento del centro di calcolo Primus è stato discusso in modo approfondito. Qui la scelta è caduta su una prolungata utilizzazione dell'edificio esistente, ottimizzando gli impianti tecnici e portando la classificazione di disponibilità al livello "Tier III". È una soluzione più economica rispetto alla costruzione ex novo, che è coerente con gli obiettivi di efficienza e sicurezza nel lungo termine.
Vorrei anche citare brevemente il risanamento del centro federale d'asilo a Giffers, che ha sollevato alcune domande in commissione. Alcuni colleghi si sono infatti chiesti se fosse necessario un intervento così ampio a soli pochi anni dall'attivazione della struttura. Tuttavia, la maggioranza della commissione ha ritenuto che il risanamento sia giustificato per garantire un utilizzo conforme agli standard di sicurezza e comfort per almeno i prossimi venti anni.
Particolare attenzione è stata data anche al progetto di Posieux, dove Agroscope sta realizzando un campus di ricerca agroalimentare. Il risanamento dell'edificio amministrativo esistente permetterà di centralizzare funzioni oggi sparse in più sedi, migliorando l'efficienza operativa.
Infine vorrei menzionare il nuovo centro d'intervento di St. Margrethen, che rappresenta il progetto singolo più importante in questo messaggio. L'edificio sarà condiviso tra l'Ufficio federale della dogana e della sicurezza dei confini e la Polizia cantonale di San Gallo, realizzando sinergie operative e logistiche. La sottocommissione ha avuto modo di visitare il sito quando si è trattato il messaggio a fine agosto e ha potuto costatare di persona la coerenza dell'intervento con gli obiettivi di sicurezza e controllo alla frontiera.
Il Consiglio degli Stati ha approvato questo decreto all'unanimità nella sua seduta del 10 settembre scorso. Anche la nostra commissione raccomanda, con 23 voti favorevoli e senza opposizione, di entrare in materia e approvare il disegno nella sua interezza.
Colgo l'occasione per ringraziare l'Ufficio federale delle costruzioni e della logistica per il lavoro svolto e per le interessanti spiegazioni fornite durante la trattazione del messaggio sugli immobili della Confederazione. Vi invito quindi, a nome della commissione, ad approvare il decreto e i crediti che vi sono collegati.
Nause Reto · Mit-M · Nationalrat · Bern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Die Mitte-Fraktion unterstützt die Immobilienbotschaft zu den zivilen Immobilien des Bundes. Die Projekte wurden aufgrund der finanziellen Lage des Bundes priorisiert. Sicherheitsmassnahmen, laufende Projekte, Projekte mit vertraglichen Verpflichtungen und Projekte, die eine wirtschaftliche Entlastung bringen, werden mit der Botschaft umgesetzt. Dabei nimmt der Bund seine Vorbildrolle im nachhaltigen Immobilienmanagement wahr. Insbesondere wird die Nutzung erneuerbarer Energien maximiert; alle geeigneten Flächen werden mit Fotovoltaik ausgerüstet. Ausserdem hilft die Immobilienbotschaft, neue flexible Arbeitsformen und Desksharing-Arbeitsplätze umzusetzen. Auf Wunsch der Finanzkommissionen werden neu die Honorarleistungen transparent ausgewiesen.
Insgesamt umfasst die Immobilienbotschaft Verpflichtungskredite in Höhe von 511 Millionen Franken. Mit 92,7 Millionen Franken ist die Sanierung des Verwaltungsgebäudes an der Taubenstrasse das grösste Einzelprojekt. Es ist ein Schlüsselprojekt für das neue Unterbringungskonzept des Bundes. Die Anzahl der Arbeitsplätze wird bei gleicher Fläche des Gebäudes um mehr als 230 bzw. um rund ein Drittel erhöht. Der Neubau des Interventionszentrums in St. Margrethen ist mit 87,6 Millionen Franken das zweitgrösste Projekt. Es ist für das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit ein Meilenstein. Der Neubau ermöglicht die Zusammenlegung verschiedener dezentraler Bauten. Zudem ist eine Nutzung gemeinsam mit der Kantonspolizei St. Gallen vorgesehen, was wichtige Synergien freisetzen wird.
Schliesslich möchte ich noch auf die Sanierung des Rechenzentrums Primus eingehen. Mit Investitionen von 45,7 Millionen Franken ist das Rechenzentrum eine wichtige Voraussetzung für künftige Digitalisierungsschritte. Die Sicherheit und die Verfügbarkeit der Systemräume werden markant gestärkt. Durch die Nutzung von Grundwasser wird die Energieeffizienz massiv verbessert, und mit der Ertüchtigung der Gebäudehülle erfüllt die Sanierung die Normen für Erdbebensicherheit. Etwas mehr zu reden gab die Zumiete am Quellenweg 6 in Wabern und an der Stauffacherstrasse 65 in Bern. Die Zumiete ist allerdings nicht neu, sondern betrifft langjährige Mietverhältnisse. Die Vermieter sind dabei die Ruag und Publica, die Mieteinnahmen bleiben damit also quasi im "Konzern Eidgenossenschaft".
Wir werden der Botschaft zustimmen.
Knutti Thomas · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Geschätzter Herr Nause, wenn ich richtig zugehört habe, haben Sie gesagt, dass sämtliche Gebäude mit Solaranlagen bestückt werden. Können Sie die Kosten sämtlicher Solaranlagen beziffern?
Nause Reto · Mit-M · Nationalrat · Bern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Dort, wo dies möglich und sinnvoll ist, verfolgt der Bund in seiner Immobilienstrategie tatsächlich die Förderung nachhaltiger Projekte. Die Kosten der Solaranlagen sind im Gesamtkredit von 511 Millionen Franken enthalten. Es macht allerdings keinen Sinn, auf nordseitig ausgerichteten Dächern Fotovoltaik zu installieren. Hier muss die Wirtschaftlichkeit dann schon gegeben sein.
Götte Michael · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Die SVP-Fraktion steht einer sinnvollen Erneuerung, dem Werterhalt und der Instandsetzung des bundeseigenen Immobilienbestands grundsätzlich positiv gegenüber. Der Bund hat Eigentum im Wert von mehreren Milliarden Franken, das zu verwalten und zu erhalten ist. Wenn Bauteile ihr Lebensende erreicht haben oder Sicherheitsanforderungen dies erzwingen, ist es richtig, dass der Bund handelt, aber immer mit Augenmass, klarer Priorisierung und strikter Kostenkontrolle.
Zunächst dies: Die SVP-Fraktion unterstützt Sanierungen, die dem Erhalt von Substanz, der Sicherheit und der Funktionalität dienen und langfristig wirtschaftlich begründet sind. Projekte wie die Erneuerung von Rechenzentren oder die Sicherstellung der Verfügbarkeit kritischer Infrastrukturen können notwendig sein, wobei wir deren Kosten-Nutzen-Verhältnis sorgfältig prüfen. Gleichzeitig mahnen wir an, dass sich das BBL an das Prinzip der Wirtschaftlichkeit halten muss. Jede Investition gehört auf den Prüfstand: Führt sie zu quantifizierbaren Einsparungen, reduziert sie langfristige Kosten, lassen sich damit Synergien realisieren?
Erlauben Sie mir, zwei Punkte aus der Botschaft besonders zu vertiefen, weil sie exemplarisch zeigen, was eine falsche Prioritätensetzung bzw. was eine strategisch richtige Investition sein kann.
1. Giffers: Die SVP-Fraktion beurteilt den Verpflichtungskredit von 19,8 Millionen Franken für das Bundesasylzentrum Giffers kritisch. Die Anlage wurde vor Jahren vom Bund für 19 Millionen Franken erworben. Umbauten und erste Instandsetzungen schlugen bereits mit rund 11 Millionen Franken zu Buche. Die laufenden Betriebskosten liegen bei rund 4,7 Millionen Franken jährlich. Vor dem Hintergrund, dass die Nutzung des Asylzentrums nach aktuellem Planungsstand ab 2030 eingestellt werden soll, mutet es befremdlich an, jetzt nochmals beinahe 20 Millionen in ein Objekt zu investieren, das kurz- bis mittelfristig seine heutige Zweckbestimmung verlieren könnte. Wir fragen: Warum sollen wir jetzt investieren, um einen Betrieb nur bis 2030 sicherzustellen, statt vernünftig zu planen und Mittel dort einzusetzen, wo dauerhafter Bedarf besteht?
Das ist keine Kritik an der Gebäudesanierung. Es ist eine Kritik an den kurzsichtigen Ausgaben, mit welchen laufende Asylkosten weiter verfestigt werden und die vom Steuerzahler bezahlt werden. Wer Ausgaben verantwortungsvoll steuern will, muss Kapazitäten und Bedarf realistisch abbilden und darf nicht in die Kostenfalle investieren, nur weil ein Gebäude vorhanden ist.
2. St. Margrethen, das positive Beispiel: Hier spricht die SVP-Fraktion eine klare Unterstützung aus. Der Neubau für das Interventionszentrum entspricht einem klaren sicherheitspolitischen und organisatorischen Bedürfnis. Hier gibt es auch eine ideale Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen, der übrigens vor wenigen Wochen mit einem Volksmehr von 79,7 Prozent Ja zur Vorlage gesagt hat und somit die Miete auch langfristig dem Bund bezahlen möchte. Hier setzen wir ein klares Signal für die Sicherheit, ein klares Signal für die Regionalisierung und ein klares Signal für eine zukunftsgerichtete Baute.
Die SVP-Fraktion wird der Immobilienbotschaft zivil 2025 in der Summe mit Skepsis zustimmen. Wir tun dies, weil einzelne Projekte notwendig und sinnvoll sind, insbesondere dort, wo es um Sicherheit, Funktionalität und Substanzerhalt geht. Aber gerade im Asylbereich zeigt sich, dass man offenbar Strukturen sanieren, erweitern und finanzieren will, die das eigentliche Problem nicht lösen. Die Kosten für das Migrations- und Asylchaos entstehen, weil Europa seine Grenzen nicht schützt und der Bund immer neue Kapazitäten schafft, statt die Zuwanderung zu begrenzen. Dieses System ist falsch aufgestellt und belastet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, was sich auch in dieser Immobilienthematik niederschlägt. Die Kosten dieser Politik müssen dort verhindert werden, wo sie entstehen, also an der Grenze. Daher sind wir froh, dass das Interventionszentrum St. Margrethen eine hohe Priorität in der zivilen Immobilienbotschaft des Bundes geniesst.
Christ Katja · 1VP-F · Nationalrat · Basel-Stadt · Grünliberale Fraktion
Präsidentin (Christ Katja, erste Vizepräsidentin): Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Antrag der Kommission.
Keller-Sutter Karin · BPR-F · Bundesrat · St. Gallen
Mit der Immobilienbotschaft 2025 beantragt der Bundesrat neun Verpflichtungskredite in der Höhe von insgesamt 511,8 Millionen Franken. Sechs Verpflichtungskredite sind für Projekte über 10 Millionen notwendig. Dabei handelt es sich um fünf Sanierungen und einen Neubau. Ein Verpflichtungskredit wird für weitere Immobilienvorhaben unter 10 Millionen Franken beantragt. Schliesslich sind zwei Verpflichtungskredite für das Zumieten von Büroräumen notwendig.
Gerne gehe ich kurz auf die einzelnen Projekte ein.
1. Sanierung des Verwaltungsgebäudes Bollwerk: Dieses liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Bern und ist aktuell noch an die BLS vermietet. Die BLS wird Ende 2025 ausziehen. Danach soll das Gebäude für eine bundeseigene Nutzung mit 240 Büroarbeitsplätzen bereitgestellt werden. Dank dem Projekt lässt sich der Flächenverbrauch gegenüber heute um 40 Prozent senken. Damit reduzieren sich sowohl die Unterbringungskosten als auch die Auswirkungen auf die Umwelt. Wir beantragen hier einen Verpflichtungskredit von 17,1 Millionen Franken.
2. Verwaltungsgebäude Taubenstrasse 16 in Bern: Hier wird ein Verpflichtungskredit über 92,7 Millionen Franken für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes beantragt. Die drei Verwaltungsbauten sowie das Parkhaus sind seit rund fünfzig Jahren in Betrieb. Während der gesamten Nutzungsdauer wurden keine wesentlichen Sanierungen durchgeführt. Das Verwaltungsgebäude an der Taubenstrasse 16 ist das erste Gebäude, das saniert und in den nächsten Lebenszyklus überführt werden soll.
3. Sanierung des Rechenzentrums (RZ) Primus: Dieses wurde vor knapp zwanzig Jahren von einem Lagergebäude in ein sekundäres Rechenzentrum umgebaut. Unterdessen wurde es in einen primären Standort der Region Bern im Rechenzentrumsverbund der zentralen Bundesverwaltung umgewandelt. Die Betriebsdauer ist derzeit bis rund 2030 ausgelegt. Ausserdem erreichen wesentliche Komponenten der Haustechnik das Ende ihres Lebenszyklus und müssen ersetzt werden. Nach einer umfassenden Analyse von Varianten weist die Verlängerung des Lebenszyklus des Gebäudes und der Haustechnik unter Betrieb um mindestens fünfzehn Jahre das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Entsprechend soll sie mit dem beantragten Verpflichtungskredit von 45,7 Millionen Franken umgesetzt werden.
4. Sanierung Bundesasylzentrum Giffers: 2016 hat der Bund das ehemalige Institut Guglera in Giffers erworben, um es als Bundesasylzentrum mit 300 Schlafplätzen zu nutzen. Der Gebäudekomplex besteht aus drei Gebäudeteilen. Die Anlage wurde zwischen 2017 und 2018 in ein Bundesasylzentrum umgebaut und minimal instand gesetzt. Der Betrieb konnte rechtzeitig mit der Inkraftsetzung des revidierten Asylgesetzes per 1. Januar 2019 aufgenommen werden. Die Sanierung - dies vielleicht noch als Antwort an Nationalrat Götte - soll den Betrieb und die Nutzung für die nächsten zwanzig Jahre sicherstellen. Das ist auch in der Botschaft so ausgewiesen. Hier wird ein Verpflichtungskredit von 19,8 Millionen Franken beantragt.
5. Sanierung des Forschungs- und Verwaltungsgebäudes Posieux: Hier wird für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes von Agroscope ein Verpflichtungskredit von 27,9 Millionen Franken beantragt. Nach dem Bau des neuen Labors sowie des Verpflegungs- und Konferenzgebäudes stellt diese Sanierung den zweiten Entwicklungsschritt des Campus Posieux dar.
6. Neubau Interventionszentrum St. Margrethen: Hier geht es um einen gemeinsamen Stützpunkt und ein regionales Zentrum für die Kontrolltätigkeiten des BAZG sowie der Kantonspolizei St. Gallen. Die enge örtliche Zusammenarbeit sowie die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur ermöglichen wertvolle Synergien bei den beiden Organisationseinheiten. Hier soll der Kanton St. Gallen jährlich eine Miete von 2,2 Millionen Franken bezahlen. Das St. Galler Volk hat dem zugestimmt. Es geht hier um einen Kredit von 87,6 Millionen Franken.
7. Für weitere Immobilienvorhaben, die nicht einzeln spezifiziert sind, werden 160 Millionen Franken beantragt.
8./9. Zumiete Büroräume an der Stauffacherstrasse 65 in Bern und am Quellenweg 6 in Wabern: Sie haben es gehört, wir beantragen einen Verpflichtungskredit von 33,7 Millionen Franken für die Miete an der Stauffacherstrasse 65 und von 27,3 Millionen Franken für die Miete am Quellenweg 6.
Ich bitte Sie, der Immobilienbotschaft 2025 zuzustimmen.
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Le président (Page Pierre-André, président): Les rapporteurs renoncent à prendre la parole.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesbeschluss über die zivilen Immobilien des Bundes für das Jahr 2025
Arrêté fédéral concernant l'immobilier civil de la Confédération pour 2025
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1-5
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1-5
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des États
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Art. 1
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 181 Stimmen
Dagegen ... 8 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 171 Stimmen
Dagegen ... 17 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Page Pierre-André · P-M · Nationalrat · Freiburg · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Le président (Page Pierre-André, président): Les deux conseils ayant pris des décisions concordantes, l'objet est ainsi définitivement adopté.