172.220.113
Verordnung des ETH-Rates
über das Personal im Bereich der Eidgenössischen
Technischen Hochschulen
(Personalverordnung ETH-Bereich, PVO-ETH)1
vom 15. März 2001 (Stand am 1. Oktober 2020)
Präambel
Der ETH-Rat,
gestützt auf Artikel 37 Absatz 3 des Bundespersonalgesetzes (BPG)
vom 24. März 20002
sowie Artikel 2 Absatz 2 der Rahmenverordnung vom 20. Dezember 20003
zum Bundespersonalgesetz (Rahmenverordnung BPG),
verordnet:
1. Kapitel Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Gegenstand und Geltungsbereich
(Art. 2 BPG)
Diese Verordnung regelt die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ETH-Bereichs.
Dieser Verordnung sind nicht unterstellt:
a. 4die Arbeitsverhältnisse nach Artikel 17 Absatz 1 des ETH-Gesetzes vom 4. Oktober 19915;
abis. 6die Arbeitsverhältnisse der ordentlichen und ausserordentlichen Professorinnen und Professoren sowie der Assistenzprofessorinnen und Assistenzprofessoren der beiden ETH, soweit in der Professorenverordnung ETH vom 18. September 20037 nicht auf die vorliegende Verordnung verwiesen wird;
b. die Lehrlinge, die dem Bundesgesetz vom 19. April 19788 über die Berufsbildung unterstehen.
Art. 2 Zuständigkeiten
(Art. 3 BPG)
Der ETH-Rat ist zuständig für die Begründung, Änderung und Beendigung der Arbeitsverhältnisse sowie für sämtliche mit den Arbeitsverhältnissen zusammenhängenden Entscheide betreffend:
9die Mitglieder der Anstaltsleitungen, ausgenommen die Schulpräsidenten und Schulpräsidentinnen sowie die Direktoren und Direktorinnen der Forschungsanstalten (übrige Mitglieder der Anstaltsleitungen);
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ETH-Rates;
10die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sekretariats der ETH-Beschwerdekommission; die Entscheide werden im Einvernehmen mit der Präsidentin oder dem Präsidenten der Kommission getroffen.
Er kann die Befugnis nach Absatz 1 Buchstaben b und c an seine Präsidentin beziehungsweise seinen Präsidenten oder an seine Generalsekretärin beziehungsweise seinen Generalsekretär abtreten.11
Die Schulleitungen der ETH und die Direktorinnen und Direktoren der Forschungsanstalten sind zuständig für die Begründung, Änderung und Beendigung der Arbeitsverhältnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für sämtliche mit diesen Arbeitsverhältnissen zusammenhängenden Entscheide.12
Der ETH-Rat ist zuständig für den Vollzug dieser Verordnung für seine eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
...13
Art. 3 Regelung von Einzelheiten
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten regeln soweit erforderlich die Einzelheiten für ihr Personal, wenn nicht eine andere Stelle mit deren Regelung beauftragt ist.
Sie geben diese Regelungen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in geeigneter Weise bekannt.
2. Kapitel Personalpolitik
1. Abschnitt Grundsatz
Art. 4
Der ETH-Rat, die beiden ETH und die Forschungsanstalten sorgen für:
eine fortschrittliche und soziale Personalpolitik;
attraktive Arbeitsbedingungen, die national und international konkurrenzfähig sind;
einen zweckmässigen sowie wirtschaftlich und sozial verantwortlichen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;
die Gewinnung und Förderung geeigneter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Personalpolitik berücksichtigt die Zielsetzungen von Lehre, Forschung und Dienstleistungen, wie sie in der ETH-Gesetzgebung definiert sind. Sie orientiert sich an der Personalpolitik des Bundesrates sowie an der Vereinbarung der Sozialpartner.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten sind für die Umsetzung der Personalpolitik verantwortlich. Sie treffen die erforderlichen organisatorischen und personellen Massnahmen in ihrem Bereich.
2. Abschnitt Personalentwicklung
Art. 5 Verantwortung
(Art. 4 Abs. 2 Bst. b BPG)
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten fördern die Entwicklung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie steigern damit die Qualität ihrer Leistungen, erweitern die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verbessern deren Arbeitsmarktfähigkeit.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, sich ihren Fähigkeiten und den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechend weiterzubilden und sich auf Veränderungen einzustellen.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten beteiligen sich angemessen an den Aufwendungen für die Weiterbildung. Die gegenseitigen Rechte und Pflichten können in Ausbildungsvereinbarungen festgehalten werden.
Art. 6 Förderung des akademischen Mittelbaus
(Art. 4 Abs. 2 Bst. b BPG)
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten erstellen Laufbahnkonzepte für die Assistentinnen und Assistenten, Oberassistentinnen und Oberassistenten sowie für die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Art. 7 Personal- und Fördergespräch14
Die Vorgesetzten führen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mindestens einmal jährlich ein Personalgespräch. Dieses dient der Standortbestimmung und Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Beurteilung ihrer Leistung und bietet Gelegenheit für Rückmeldungen zum Führungsverhalten der Vorgesetzten.
Gegenstand der Standortbestimmung und Förderung sind insbesondere:
die Vereinbarung von Zielen und deren Überprüfung;
die Arbeitssituation;
die Entwicklungsmöglichkeiten und -massnahmen;
15die Einleitung angemessener Massnahmen bezüglich der Funktion oder des Arbeitsverhältnisses.
Die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nach festgelegten Kriterien beurteilt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äussern sich zum Führungsverhalten der Vorgesetzten. Die Rückmeldungen dienen den Vorgesetzten für die Entwicklung der Organisationseinheit.
Mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nach Artikel 17b des ETH-Gesetzes vom 4. Oktober 199116 länger als fünf Jahre befristet angestellt sind, ist nach spätestens vier Jahren eine schriftliche Laufbahnplanung zu erstellen. Diese ist nach spätestens drei Jahren zu überarbeiten.17
Art. 8 Managemententwicklung
(Art. 4 Abs. 2 Bst. c BPG)
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten erstellen Programme für die Managemententwicklung. Diese haben zum Ziel, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Kaderfunktionen zu befähigen und die Führung auf allen Stufen, insbesondere in Lehre, Forschung und Dienstleistung, zu fördern.
Art. 9 Schutz der Persönlichkeit
(Art. 4 Abs. 2 Bst. g BPG)
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten sorgen für ein Klima des persönlichen Respekts und Vertrauens, das jede Diskriminierung ausschliesst.
Sie verhindern durch geeignete Massnahmen unzulässige Eingriffe in die Persönlichkeit der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unabhängig davon, von welchen Personen diese ausgehen, insbesondere:
die systematische Erfassung von individuellen Leistungsdaten ohne Kenntnis der Betroffenen;
das Ausüben oder Dulden von Angriffen oder Handlungen gegen die persönliche oder berufliche Würde.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten bestimmen eine Stelle, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich benachteiligt oder diskriminiert fühlen, berät und unterstützt. Diese Stelle ist bei ihrer Aufgabenerfüllung nicht an Weisungen gebunden.
Art. 10 Gleichstellung von Frau und Mann
(Art. 4 Abs. 2 Bst. d BPG)
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten treffen gezielt Massnahmen, um die Chancengleichheit und Gleichstellung von Frau und Mann zu verwirklichen.
Sie schützen die Würde von Frau und Mann am Arbeitsplatz und treffen Massnahmen, um das Diskriminierungsverbot durchzusetzen.
Art. 11 Weitere Massnahmen
(Art. 4 Abs. 2 Bst. e, f, h–k, 32 Bst. d BPG)
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten treffen für ihren Bereich geeignete Massnahmen:
zur Förderung der Mehrsprachigkeit, zur angemessenen Vertretung der Sprachgemeinschaften sowie zur Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften;
im Bereich der Chancengleichheit der Behinderten, insbesondere zu deren Beschäftigung und Eingliederung;
zur Förderung eines ökologischen, gesundheits- und sicherheitsbewussten Verhaltens ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz;
zur Schaffung von Lehrstellen und Ausbildungsplätzen;
zur Schaffung von Arbeitsbedingungen, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erlauben, ihre Verantwortung in Familie und Gesellschaft wahrzunehmen;
zu einer umfassenden und rechtzeitigen Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
3. Abschnitt Koordination und Berichterstattung
Art. 12
(Art. 5 BPG)
Der ETH-Rat koordiniert im Rahmen seiner in Artikel 4 formulierten Grundsätze die von den beiden ETH und den Forschungsanstalten entwickelte Personalpolitik.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten überprüfen periodisch, ob die Ziele des BPG und der Personalverordnung ETH-Bereich erreicht worden sind. Sie erstatten darüber dem ETH-Rat Bericht.
Die Berichterstattung umfasst insbesondere:
die personelle Zusammensetzung;
die Personalkosten;
die Arbeitszufriedenheit;
die Durchführung des Personalgesprächs;
18die Anwendung des Lohnsystems.
Der ETH-Rat wertet die Berichte aus und erstattet darüber dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung19 Bericht.
4. Abschnitt Mitwirkung und Sozialpartnerschaft
Art. 13
(Art. 33 BPG)
Der ETH-Rat, die beiden ETH und die Forschungsanstalten treffen alle erforderlichen Massnahmen zur Sicherung einer intakten Sozialpartnerschaft.
Der ETH-Rat, die beiden ETH und die Forschungsanstalten schliessen mit den Sozialpartnern periodisch eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit und die personalpolitischen Ziele ab.
Die Sozialpartner können gestützt auf die Vereinbarung eine Überprüfung dieser Verordnung verlangen.
An den beiden ETH und an den Forschungsanstalten können Personalkommissionen gebildet werden, wenn die Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dies wünscht.
3. Kapitel Arbeitsverhältnis
1. Abschnitt Entstehung, Änderung und Aufhebung
Art. 1420 Stellenausschreibung
(Art. 7 BPG)
Offene Stellen werden in geeigneten Medien ausgeschrieben.
Von einer öffentlichen Ausschreibung kann in den folgenden Fällen ausnahmsweise abgesehen werden:
bei bis zu einem Jahr befristeten Stellen;
bei Stellen, die in den Institutionen des ETH-Bereichs intern besetzt werden, insbesondere bei interner Förderung und bei Beförderungen, mit Ausnahme der obersten Kaderstellen;
bei Stellen für die interne Jobrotation;
bei Stellen, die im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung von erkrankten und verunfallten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Integration von Menschen mit Behinderungen besetzt werden.
Die Leitungen der beiden ETH und der Forschungsanstalten regeln für ihren Bereich die Einzelheiten und die Kompetenzordnung.
Offene Stellen in Berufsarten mit einer über dem Durchschnitt liegenden Arbeitslosigkeit im Sinne von Artikel 53a der Arbeitsvermittlungsverordnung vom 16. Januar 199121 sind der öffentlichen Arbeitsvermittlung zu melden.
Art. 15 Anstellungsvoraussetzungen
Die Anstellung wird von sachgerechten Anforderungen abhängig gemacht.
Art. 16 Arbeitsvertrag
(Art. 8 BPG)
Das Arbeitsverhältnis entsteht mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages durch die zuständige Stelle und die anzustellende Person.
Im Arbeitsvertrag sind mindestens zu regeln:
Beginn und Dauer des Arbeitsverhältnisses;
der Arbeitsbereich;
die Probezeit;
der Beschäftigungsgrad;
der Lohn und die Form der Lohnzahlung;
die berufliche Vorsorge;
die Kündigungsfristen.
Zusätzlich zum Arbeitsvertrag erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Stellenbeschreibung.
Art. 17 Änderung des Arbeitsvertrages
(Art. 13 BPG)
Jede Vertragsänderung bedarf der schriftlichen Form.
Bei Vertragsänderungen werden grundsätzlich einvernehmliche Lösungen angestrebt. Lehnt die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die Vertragsänderung ab, so kann die Änderung nur auf dem Wege der Kündigung nach Artikel 20a vorgenommen werden.22
Art. 18 Probezeit
(Art. 8 Abs. 2 BPG)
Die Probezeit beträgt in der Regel drei Monate. Sie kann für wissenschaftliches Personal und Personal mit Spezialfunktionen im Supportbereich auf höchstens sechs Monate festgesetzt werden.23
Bei einem Stellenwechsel innerhalb des ETH-Bereiches sowie bei befristeten Arbeitsverhältnissen kann auf eine Probezeit verzichtet oder eine kürzere Probezeit vereinbart werden.
Art. 19 Befristete Arbeitsverhältnisse
(Art. 9 BPG)
Das Arbeitsverhältnis ist grundsätzlich unbefristet.
...24
Befristete Arbeitsverhältnisse dürfen nicht zur Umgehung des Kündigungsschutzes nach Artikel 10 BPG abgeschlossen werden.25
Art. 2026 Auflösung des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung
Im gegenseitigen Einvernehmen kann das Arbeitsverhältnis auf jeden Zeitpunkt beendet werden.
Das Arbeitsverhältnis endet ohne Kündigung:
bei befristeten Verträgen mit Ablauf der Vertragsdauer;
mit Erreichen der Altersgrenze nach Artikel 21 des Bundesgesetz vom 20. Dezember 194627 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG);
durch den Tod der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters.
Art. 20a28 Kündigungsfristen
Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis ordentlich gekündigt werden:
in den ersten zwei Monaten mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen;
ab dem dritten Monat mit einer Kündigungsfrist von einem Monat auf das Ende des der Kündigung folgenden Monats.
Nach Ablauf der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis auf Ende jedes Monats ordentlich gekündigt werden. Dabei gelten folgende Kündigungsfristen:
ein Monat im ersten Dienstjahr;
drei Monate ab dem zweiten Dienstjahr.
Im Einzelfall kann eine längere Kündigungsfrist vereinbart werden. Diese darf höchstens sechs Monate betragen.
Der Arbeitgeber kann den Angestellten im Einzelfall eine kürzere Kündigungsfrist zugestehen, wenn keine wesentlichen Interessen entgegenstehen.
Art. 20b29 Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall
Bei andauernder ganzer oder teilweiser Arbeitsunfähigkeit kann ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mittels ordentlicher Kündigung wegen mangelnder Eignung oder Tauglichkeit beendet werden. Die Kündigung erfolgt frühestens:
bei Arbeitsunfähigkeit in den ersten beiden Dienstjahren: auf das Ende einer mindestens 365 Tage dauernden Arbeitsunfähigkeit;
bei Arbeitsunfähigkeit ab dem dritten Dienstjahr: auf das Ende einer mindestens 730 Tage dauernden Arbeitsunfähigkeit.
In Abweichung von Absatz 1 kann das Arbeitsverhältnis aufgelöst werden:
wenn die Kündigung während der Probezeit erfolgt;
wenn die betroffene Person ihre Mitwirkungspflichten nach Artikel 36a wiederholt verletzt;
nach Ablauf der Sperrfristen nach Artikel 336c Absatz 1 Buchstabe b des Obligationenrechts30, sofern schon vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit ein Kündigungsgrund ausser jenem der gesundheitlich bedingten mangelnden Eignung oder Tauglichkeit bestand und die Kündigungsabsicht der angestellten Person vor der Arbeitsunfähigkeit bekanntgegeben wurde; oder
wenn durch die Invalidenversicherung eine dauernde Teilarbeitsunfähigkeit festgestellt wurde, sofern der betroffenen Person eine zumutbare Arbeit angeboten wird; in diesem Fall kann die Kündigung frühestens auf den Zeitpunkt des Beginns der Auszahlung der Invalidenrente erfolgen.
Die Kündigung erfolgt unter Einhaltung der Kündigungsfristen nach Artikel 20a.
2. Abschnitt Umstrukturierungen
Art. 21 Massnahmen bei Umstrukturierungen
(Art. 10, 19, 31 und 33 BPG) Fassung gemäss Ziff. I der V des ETH-Rates vom 6. März 2013, vom BR genehmigt am 14. Juni 2013 und in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2013 1777).
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten führen Umstrukturierungen sozialverträglich durch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen das Ihre zur erfolgreichen Verwirklichung von Umstrukturierungen bei, insbesondere durch aktive Mitarbeit an den Massnahmen und das Entwickeln von Eigeninitiative.
Gegenüber der Entlassung haben Vorrang:
31...
die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer andern zumutbaren Stelle im ETH-Bereich;
32die Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung oder bei der Suche nach einer zumutbaren Stelle ausserhalb des ETH-Bereichs;
33die Unterstützung bei der beruflichen Weiterbildung;
die vorzeitige Pensionierung.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten informieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Sozialpartner offen, umfassend und rechtzeitig.
Zuständig für die Ausarbeitung und die Unterzeichnung des Sozialplanes mit den Personalverbänden ist der ETH-Rat.
Art. 22 Leistungen bei vorzeitiger Pensionierung
(Art. 31 Abs. 5 BPG)
Im Rahmen von Umstrukturierungen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühestens mit vollendetem 58. Altersjahr vorzeitig pensioniert werden, sofern sie keine andere zumutbare Stelle abgelehnt haben.34
Für die vorzeitige Pensionierung muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
Die Stelle wird aufgehoben.
Das Aufgabengebiet der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters müsste in unzumutbarer Weise verändert werden.
Die Stelle wird im Rahmen einer Solidaritätsaktion zugunsten jüngerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgehoben.
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird eine Rente von PUBLICA und eine nicht rückzahlbare Überbrückungsrente nach Artikel 64 des Vorsorgereglements des Vorsorgewerks ETH-Bereich vom 3. Dezember 200735 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ETH-Bereichs (VR-ETH 1)36 ausgerichtet. Diese Altersrente wird wie eine Invalidenrente nach Artikel 57 VR-ETH 1 berechnet.37
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten bezahlen der Pensionskasse des Bundes die durch die vorzeitige Pensionierung entstandene Deckungslücke.
Art. 23 Zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers
(Art. 31 Abs. 3 und 5 BPG)
Zur Verhinderung von Härtefällen können die beiden ETH und die Forschungsanstalten weitere Leistungen erbringen.
4. Kapitel Leistungen
1. Abschnitt Lohn und Zulagen
Art. 2438 Personalkategorien
Die Zuordnung zu einer Funktionsstufe, die Entlöhnung und die Lohnentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt nach einem einheitlichen System gemäss den Bestimmungen in den Artikeln 25–34.
Ist eine Zuordnung zu einer Funktionsstufe nach Artikel 25 nicht möglich, so können die ETH und die Forschungsanstalten mit Zustimmung des ETH-Rates die Entlöhnung und die Lohnentwicklung für folgende Personalkategorien abweichend pauschal festlegen:
befristete Anstellungen, deren wesentlicher Zweck in der Ausbildung oder im Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn liegt nach Artikel 17b Absatz 2 Buchstaben b oder c des ETH-Gesetzes vom 4. Oktober 199139;
Anstellungen in befristeten Forschungsprojekten mit externen Mittelgebern nach Artikel 17b Absatz 2 Buchstabe c des ETH-Gesetzes, die an die Ausbildung anschliessen;
Anstellungen für befristete Infrastrukturaufgaben.
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Absatz 2 richtet sich die Höhe des Lohnes nach den Anforderungen der Tätigkeit, den Normen der Mittelgeber und dem Anteil der effektiv für die Institution aufzuwendenden Arbeitszeit. Die Minimallöhne nach Anhang 3 dürfen nicht unterschritten werden, und es ist eine Lohnentwicklung vorzusehen.
Bei unregelmässigem Einsatz können Tages- oder Stundenlöhne festgelegt werden.
Art. 2540 Funktionszuordnung
(Art. 15 BPG)
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 Absätze 1–3 ordnet die Stelle einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses oder bei einem Funktionswechsel einer Funktionsstufe im Funktionsraster nach Anhang 1 zu. Sie berücksichtigt dabei das Anforderungsprofil der Funktion. Vorbehalten bleibt Artikel 24 Absatz 2.41
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der Zuordnung nicht einverstanden sind, können die paritätische Überprüfungskommission für Funktionsbewertungen im ETH-Bereich anrufen.
Art. 2642 Anfangslohn
(Art. 15 BPG)
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 Absätze 1–3 setzt den Anfangslohn gemäss der Lohnskala nach Anhang 2 zwischen dem Minimal- und dem Maximalbetrag der Funktionsstufe fest.
Bei der Festsetzung des Anfangslohns werden die Erfahrung und der Arbeitsmarkt angemessen berücksichtigt.
Mit Zustimmung des ETH-Rates darf zur Gewinnung oder zur Erhaltung besonders qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Maximallohn der Funktionsstufe im Einzelfall um höchstens 10 Prozent überschritten werden.43
Von den Absätzen 1–3 ausgenommen sind Personalkategorien nach Artikel 24 Absatz 2. In diesem Fall wird der Anfangslohn nach Artikel 24 Absatz 3 festgelegt.44
Art. 2745 Lohnentwicklung
(Art. 4 Abs. 3 und Art. 15 BPG)
Die Lohnentwicklung beruht im Rahmen der verfügbaren Mittel auf einer jährlichen Beurteilung der Leistung und auf der Erfahrung.
Die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wie folgt beurteilt:
übertrifft die Anforderungen wesentlich;
übertrifft die Anforderungen;
erfüllt die Anforderungen;
erfüllt die Anforderungen mehrheitlich;
erfüllt die Anforderungen teilweise;
erfüllt die Anforderungen nicht.46
Liegt der individuelle Lohn tiefer als der Lohn, welcher der aktuellen Leistung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters entspricht, so wird er im Rahmen der verfügbaren Mittel angehoben. Liegt er höher als dieser Lohn, so bleibt er unverändert.
Erfüllt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter die Anforderungen nicht, so leitet die vorgesetzte Person angemessene Massnahmen bezüglich der Funktion oder des Arbeitsverhältnisses ein.47
Der ETH-Rat kann auf Antrag der zuständigen ETH oder Forschungsanstalt für ausgewählte Funktionsgruppen ein Bonussystem auf der Grundlage der Leistungsbeurteilung vorsehen. Der Maximalbetrag der jeweiligen Funktionsstufe darf nicht überschritten werden.48
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten bezeichnen eine interne Anlaufstelle, an die sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Meinungsverschiedenheiten über die Leistungsbeurteilung wenden können.49
Die Absätze 1–3 gelten nicht für Personalkategorien nach Artikel 24 Absatz 2. In diesem Fall richtet sich die Lohnentwicklung nach Artikel 24 Absatz 3.50
Art. 2851 Anpassung der Lohnskala
(Art. 16 BPG)
Der ETH-Rat prüft gemeinsam mit den Sozialpartnern jährlich die Beträge und die Abstufung der Lohnskala nach Anhang 2 und passt diese bei Bedarf im Rahmen der verfügbaren Mittel an.
Bei einer Anpassung der Lohnskala werden insbesondere der Arbeitsmarkt und die Teuerung berücksichtigt.
Art. 2952 Funktionszulagen
(Art. 15 BPG)
Bei vorübergehenden Einsätzen mit besonderen Anforderungen oder Beanspruchungen, die keine Abgeltung über eine dauerhafte Einreihung auf einer höheren Funktionsstufe rechtfertigen, können Funktionszulagen ausgerichtet werden.
Die Höhe der Zulage richtet sich nach der Funktionsstufe, die der besonderen Anforderung oder Beanspruchung entspricht.
Für die Ausübung der Aufgabe als übriges Mitglied einer Anstaltsleitung kann eine Funktionszulage ausgerichtet werden.53
Art. 3054 Sonderprämien
(Art. 15 BPG)
Für ausserordentliche Leistungen von einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder von Arbeitsgruppen können Sonderprämien ausgerichtet werden.
Die Sonderprämien werden in Form von Geld oder Naturalien ausgerichtet.
Ihr Wert darf 10 Prozent des Maximalbetrages der Funktionsstufe nach Anhang 2 nicht übersteigen.
Art. 3155 Befristete Arbeitsmarktzulage
Um besondere Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt zu berücksichtigen, kann der ETH-Rat für bestimmte Funktionen eine befristete Arbeitsmarktzulage von höchstens 10 Prozent des Maximalbetrages der Funktionsstufe festlegen.
Art. 3256
Art. 33 Vergütungen
(Art. 15 BPG)
Vergütungen können ausgerichtet werden für:
Sonntags- und Nachtarbeit;
Schicht- und Pikettdienst.
Art. 3457 Teilzeitbeschäftigung
(Art. 15 BPG)
Bei teilzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entsprechen der Lohn und die Zulagen unter Vorbehalt von Artikel 41a dem Beschäftigungsgrad.
Art. 3558
2. Abschnitt Sozialleistungen
Art. 3659 Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Unfall und Anrechnung von Leistungen der Sozialversicherungen
(Art. 29 und 30 BPG)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die infolge von Krankheit oder Unfall arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf Lohnfortzahlung nach den Bestimmungen in den Artikeln 36–36c.
Voraussetzung für die Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Unfall ist die Erfüllung der Mitwirkungspflichten nach Artikel 36a Absätze 2-4.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten können ihre Pflicht zur Lohnfortzahlung erfüllen, indem sie eine gleichwertige Versicherung zugunsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abschliessen.
Auf den Lohnanspruch bei Krankheit und Unfall werden Leistungen der Militärversicherung, der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) oder einer anderen obligatorischen Unfallversicherung angerechnet. Die Renten und die Taggelder der Invalidenversicherung werden so weit angerechnet, als diese zusammen mit dem Lohn, einschliesslich der angerechneten Leistungen der Militärversicherung, der SUVA oder einer anderen obligatorischen Unfallversicherung, den ungekürzten Lohn übersteigen.
Art. 36a60 Mitwirkungspflicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei krankheits- oder unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit
Bei Abwesenheiten, die länger als drei aufeinanderfolgende Absenztage dauern, reichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen Stelle unaufgefordert ein Arztzeugnis ein.
In begründeten Fällen kann die zuständige Stelle:
bereits ab dem ersten Absenztag ein Arztzeugnis verlangen oder die Fristen verlängern;
eine vertrauensärztliche Untersuchung zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anordnen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, an den Eingliederungsmassnahmen nach Artikel 47a mitzuwirken. Namentlich haben sie ärztliche Anordnungen zu befolgen, an angeordneten vertrauensärztlichen Untersuchungen teilzunehmen und auf Verlangen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte zur Auskunftserteilung gegenüber der Vertrauensärztin oder dem Vertrauensarzt zu ermächtigen.
Während einer Arbeitsunfähigkeit muss rechtzeitig vor der Abreise ins Ausland eine schriftliche Mitteilung unter Angabe des Aufenthaltsortes an die nach Artikel 3 bezeichnete Stelle erfolgen unter Beilage einer Bescheinigung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes.
Art. 36abis61 Dauer und Umfang der Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Unfall
Der Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall beginnt am ersten Tag der Krankheit bzw. des Unfalls. Er dauert bis zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit, längstens jedoch:
bis zum Ablauf der Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in der Probezeit gekündigt wird;
365 Tage in den ersten zwei Dienstjahren nach Ablauf der Probezeit;
730 Tage ab dem dritten Dienstjahr.
Tage, an denen eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter ganz oder teilweise arbeitsunfähig ist, werden gleichermassen an die Dauer des Lohnfortzahlungsanspruchs angerechnet.
Bei Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall wird der volle Bruttolohn einschliesslich der Zulagen ausgerichtet. Ab dem 366. Tag werden 90 Prozent des Bruttolohns bezahlt. Allfällige aufgabenbezogene Zulagen werden im gleichen Umfang gekürzt.
Bei befristeten Arbeitsverhältnissen endet der Lohnfortzahlungsanspruch mit dem Vertragsablauf, sofern dieser Zeitpunkt vor demjenigen nach Absatz 1 liegt.
Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stundenlohn richtet sich die Lohnfortzahlung nach dem Stundenlohn der vertraglich geregelten regelmässigen Arbeitszeiten, andernfalls nach dem durchschnittlichen Lohn der letzten zwölf Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit. War die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter vor der Arbeitsunfähigkeit weniger als zwölf Monate beschäftigt, so gilt als Basis der durchschnittliche Lohn während der bisherigen Beschäftigungsdauer.
Art. 36b62 Kürzung oder Wegfall der Leistungen
Kommt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter den Mitwirkungspflichten nach Artikel 36a Absätze 2–4 nicht oder nur teilweise nach, so können die Leistungen gekürzt oder in schweren Fällen eingestellt werden.
Die Leistungen können zudem gekürzt werden, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter eine Krankheit oder einen Unfall absichtlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat, sich bewusst einer aussergewöhnlichen Gefahr ausgesetzt hat oder ein Wagnis eingegangen ist.
Art. 36c63 Unterbruch und Neubeginn der Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Unfall
(Art. 29 BPG)
Arbeitet eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit zwischenzeitlich wieder entsprechend dem Beschäftigungsgrad, so verlängern sich die Fristen nach Artikel 36abis Absatz 1 um die Anzahl Tage, an denen die ganze tägliche Sollarbeitszeit geleistet und die Anforderungen gemäss Stellenbeschrieb erfüllt werden.
Nach Ablauf der Lohnfortzahlungsfristen nach Artikel 36abis Absatz 1 beginnen bei einer Arbeitsunfähigkeit infolge einer neuen Krankheit oder eines neuen Unfalls oder eines erneuten Auftretens einer Krankheit oder von Unfallfolgen diese Fristen neu zu laufen, wenn die angestellte Person zuvor während mindestens zwölf Monaten ununterbrochen entsprechend ihrem Beschäftigungsgrad arbeitsfähig war. Abwesenheiten wegen Krankheit oder Unfall von insgesamt weniger als 30 Kalendertagen werden nicht berücksichtigt.
Bei Arbeitsunfähigkeit infolge einer neuen Krankheit oder eines neuen Unfalls nach Ablauf der Lohnfortzahlungsfristen nach Artikel 36abis und bevor die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter während mindestens zwölf Monaten ununterbrochen entsprechend ihrem Beschäftigungsgrad arbeitsfähig war, besteht bis im fünftem Dienstjahr ein Anspruch auf Lohnfortzahlung im Umfang von 90 Prozent des Bruttolohnes während 90 Tagen und ab dem sechsten Dienstjahr während 180 Tagen.
Art. 37 Lohnfortzahlung bei Schwangerschaft, Mutterschaft und Adoption
(Art. 29 Abs. 1 BPG)
Mitarbeiterinnen haben bei Mutterschaft während vier Monaten Anspruch auf Arbeitsaussetzung bei voller Lohnfortzahlung.
Auf Wunsch kann die Mitarbeiterin die Arbeit frühestens einen Monat vor der errechneten Geburt aussetzen.
Die Hälfte des Mutterschaftsurlaubs kann nach Absprache mit der zuständigen Stelle in Form einer selbst gewählten Reduktion des vertraglich vereinbarten Beschäftigungsgrades bezogen werden. Arbeitet auch der Vater im ETH-Bereich, so können die Eltern diese Arbeitsaussetzung nach eigenem Ermessen aufteilen.
Zur Aufnahme von Kindern bis zum sechsten Altersjahr und von behinderten Kindern zur späteren Adoption besteht Anspruch auf Arbeitsaussetzung bei voller Lohnfortzahlung während zwei Monaten. Absatz 3 ist sinngemäss anwendbar.
Art. 38 Lohnfortzahlung bei Militär-, Zivilschutz- und zivilem Ersatzdienst
(Art. 29 Abs. 1 BPG)
Bei Arbeitsaussetzung wegen obligatorischen schweizerischen Militär- und Zivilschutzdienstes und während der Dauer des zivilen Ersatzdienstes haben die Dienstpflichtigen Anspruch auf Fortzahlung des vollen Lohns.
Bei freiwilliger Dienstleistung kann der Lohn während höchstens 10 Arbeitstagen pro Jahr fortgezahlt werden.
Die gesetzlichen Erwerbsausfallentschädigungen bei Dienstleistungen nach Absatz 1 und 2 gehen an die beiden ETH und die Forschungsanstalten.
Die Sozialzulagen werden ungekürzt ausgerichtet.
Art. 39 Leistungen bei Berufsunfall
(Art. 29 Abs. 1 BPG)
Bei Invalidität als Folge eines Berufsunfalls oder einer gleichzustellenden Berufskrankheit besteht ein Anspruch auf:64
65100 Prozent des massgebenden Lohnes bei gänzlicher Erwerbsunfähigkeit bis zum Erreichen der Altersgrenze nach Artikel 21 AHVG66;
bei teilweiser Erwerbsunfähigkeit der dem Invaliditätsgrad gemäss Bundesgesetz vom 20. März 198167 über die Unfallversicherung entsprechende Anteil.
...68
Versicherungsleistungen werden angerechnet.
Art. 39a69 Berufsinvalidität
(Art. 32j Abs. 2 BPG)
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 beantragt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausrichtung einer Berufsinvalidenleistung nach dem VR-ETH 170, wenn:71
sie das 50. Altersjahr vollendet haben;
72die auf Antrag der zuständigen Stelle nach Artikel 2 durchgeführte vertrauensärztliche Abklärung ergibt, dass jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nur noch teilweise fähig ist, die bisherige oder eine andere zumutbare Beschäftigung auszuüben;
ein rechtskräftiger Entscheid der zuständigen IV-Stelle vorliegt, wonach kein Anspruch oder nur ein Teilanspruch auf eine Rente besteht; und
Eingliederungsmassnahmen nach Artikel 47a ohne ihr Verschulden erfolglos geblieben sind.
Die Einzelheiten der Berufsinvalidenleistung sowie deren Art und Höhe richten sich nach dem Vorsorgereglement VR-ETH 1.73
Art. 4074 Lohnfortzahlung im Todesfall
(Art. 29 Abs. 2 BPG)
Im Falle des Todes einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters erhalten die Hinterbliebenen einen Betrag in der Höhe von insgesamt einem Sechstel des Jahreslohnes zuzüglich allfälliger Zulagen nach den Artikeln 41–41b.
Als Hinterbliebene gelten die Ehegattin, der Ehegatte, die eingetragene Partnerin, der eingetragene Partner, minderjährige Kinder oder eine Person, mit der die verstorbene Person vor ihrem Tod eine Lebensgemeinschaft geführt hat. Fehlen diese Hinterbliebenen, so gelten als Hinterbliebene andere Personen, denen gegenüber die verstorbene Mitarbeiterin oder der verstorbene Mitarbeiter eine Unterstützungspflicht erfüllt hat.
Art. 4175 Anspruch auf Familienzulage
(Art. 31 Abs. 1–3 BPG)
Die Familienzulage wird bis zum Ende des Monats ausgerichtet, in dem das Kind das 16. Altersjahr vollendet hat.
Für in Ausbildung stehende Kinder wird sie längstens bis zum Ende des Monats ausgerichtet, in dem das 25. Altersjahr vollendet ist.
Für erwerbsunfähige Kinder (Art. 7 des BG vom 6. Okt. 200076 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts) wird sie längstens bis zum Ende des Monats ausgerichtet, in dem das 20. Altersjahr vollendet ist.
...77
Art. 41a78 Ergänzende Leistungen zur kantonalen Familienzulage
(Art. 31 Abs. 1–3 BPG) Fassung gemäss Ziff. I der V des ETH-Rates vom 5. März 2020, vom BR genehmigt am 19. Aug. 2020 und in Kraft seit 1. Okt. 2020 (AS 2020 3653).
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 richtet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergänzende Leistungen zur kantonalen Familienzulage aus, sofern diese tiefer ist als jährlich:79
4519 Franken für das erste zulagenberechtigte Kind;
2919 Franken für jedes weitere zulagenberechtigte Kind;
3298 Franken für jedes weitere zulagenberechtigte Kind, welches das 16. Altersjahr vollendet hat und in Ausbildung steht oder erwerbsunfähig ist.80
Die Höhe der ergänzenden Leistungen entspricht der Differenz zwischen dem massgebenden Betrag nach Absatz 1 und den im Familienzulagengesetz vom 24. März 200681 (FamZG) festgehaltenen Mindestansätzen. Dabei werden zur Familienzulage hinzugerechnet:
von anderen Personen für das selbe Kind geltend gemachte Familienzulagen nach dem FamZG;
von der Mitarbeiterin, dem Mitarbeiter oder anderen Personen für das selbe Kind bei anderen Arbeitgebern oder einer anderen zuständigen Stelle geltend gemachte Familien-, Kinder-, Ausbildungs- oder Betreuungszulagen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Beschäftigungsgrad von weniger als 50 Prozent oder welche den Mindestlohn für Kinderzulagen (Art. 13 Abs. 3 FamZG) nicht erreichen, erhalten keine ergänzenden Leistungen.
Die ergänzenden Leistungen zur Familienzulage werden an die Teuerung angepasst.
Art. 41b82 Zulage für Verwandtschaftsunterstützung
(Art. 31 Abs. 1–3 BPG)
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 kann den halben Betrag der Zulage nach Artikel 41a Absatz 1 Buchstabe a ausrichten an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Ehefrau, Ehemann, eingetragene Partnerin oder eingetragener Partner wegen schwerer Krankheit an der Ausübung einer Erwerbstätigkeit dauernd gehindert ist.
Die Zulage für Verwandtschaftsunterstützung wird an die Teuerung angepasst.
Art. 4283 Berufliche Vorsorge
(Art. 32g Abs. 5 BPG)
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ETH-Bereichs werden nach den Bestimmungen über die berufliche Vorsorge des BPG und des PUBLICA-Gesetzes vom 20. Dezember 200684 bei PUBLICA versichert.
Der Lohn und die Lohnbestandteile nach den Artikeln 24, 26, 27, 29 und 31 gelten als massgebender Lohn und werden bei PUBLICA im Rahmen der reglementarischen Bestimmungen versichert.85
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 kann sich am reglementarischen Einkauf beteiligen, sofern bei Neuanstellungen der Vorsorgeschutz gemessen an der Funktion und Qualifikation der anzustellenden Person als unangemessen gering erscheint.
Im Übrigen gelten die Bestimmungen des VR-ETH 186.
Art. 42a87 Überbrückungsrente
(Art. 32k Abs. 2 BPG)
Bezieht eine Person eine ganze oder halbe Überbrückungsrente nach dem VR‑ETH 188, so übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten zur Finanzierung der effektiv bezogenen Überbrückungsrente. Die Höhe der Arbeitgeberbeteiligung richtet sich nach Anhang 5.
Kein Anspruch auf die Arbeitgeberbeteiligung besteht, wenn das Arbeitsverhältnis unmittelbar vor dem Altersrücktritt weniger als fünf Jahre gedauert hat.
3. Abschnitt Weitere Leistungen
Art. 43 Ausrüstung
(Art. 18 Abs. 1 BPG)
Die zuständigen Stellen rüsten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lehrlinge, Praktikantinnen und Praktikanten mit den erforderlichen Materialien und Schutzkleidern aus.
Im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigene Geräte, Materialien und Schutzkleider verwenden. Es kann dafür eine Entschädigung vereinbart werden.
...89
Art. 44 Auslagen
(Art. 18 Abs. 2 BPG)
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Anspruch auf den Ersatz von Auslagen, welche ihnen aufgrund der beruflichen Tätigkeit entstehen.
Der ETH-Rat stellt die Grundsätze über die Vergütungen von Mahlzeiten, Übernachtungen, Transporten, Bewirtung von Gästen und weiteren Auslagen auf.
Die Auslagen werden nach den Kriterien Angemessenheit, Sparsamkeit, Zeitaufwand und Ökologie ersetzt.
Art. 45 Treueprämie
(Art. 32 Bst. b BPG)
Nach dem 10. und dem 15. Anstellungsjahr wird eine Treueprämie im Umfang eines halben Monats bezahlten Urlaubs oder eines halben Monatslohns ausgerichtet. Nach dem 20. Anstellungsjahr und nach je fünf weiteren Anstellungsjahren wird eine Treueprämie im Umfang eines Monats bezahlten Urlaubs oder eines Monatslohns ausgerichtet.
Bei unbefristeten Anstellungsverhältnissen wird nach dem 5. Anstellungsjahr eine Treueprämie im Umfang einer Woche bezahlten Urlaubs ausgerichtet.
Der bezahlte Urlaub ist innerhalb von fünf Jahren zu beziehen danach verfällt der Anspruch.90
Art. 46 Besondere Dienstleistungen
(Art. 32 Bst. e und g BPG)
Zur Erhaltung der Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt können die beiden ETH und die Forschungsanstalten besondere Dienstleistungen anbieten; dazu gehören:
Angebote im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung;
der Betrieb von Personalrestaurants, Erfrischungsräumen und anderen leistungserhaltenden Einrichtungen;
Vergünstigungen auf Leistungen und Produkten.
Art. 4791 Vertrauensärztliche Überprüfung
Der ETH-Rat, die beiden ETH und die Forschungsanstalten stellen für medizinische Abklärungen und arbeitsmedizinische Massnahmen eine vertrauensärztliche Überprüfung sicher.
Art. 47a92 Eingliederungsmassnahmen
(Art. 4 Abs. 2 Bst. g BPG)
Der ETH-Rat, die beiden ETH und die Forschungsanstalten unterstützen die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Bei krankheits- oder unfallbedingter Arbeitsverhinderung einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters schöpft die zuständige Stelle nach Artikel 2 alle sinnvollen und zumutbaren Möglichkeiten aus, um die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern (Eingliederungsmassnahmen). Sie bezieht geeignete Fachstellen in ihre Abklärungen mit ein.
Bei andauernder teilweiser Arbeitsunfähigkeit ist zu prüfen, ob das Arbeitsverhältnis mit einem reduzierten Beschäftigungsgrad oder an einer anderen Stelle, die der Restarbeitsfähigkeit einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters entspricht, weitergeführt werden kann.
Art. 48 Verfahrens- und Parteikosten
(Art. 18 Abs. 2 BPG)
Der ETH-Rat, die beiden ETH und die Forschungsanstalten vergüten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die infolge der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit in ein Zivil‑, Verwaltungs- oder Strafverfahren verwickelt werden oder ein solches berechtigterweise anstrengen, die Verfahrens- und Parteikosten, wenn:
ein Interesse des ETH-Bereichs an der Prozessführung besteht; oder
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Handlung nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich begangen haben.
Solange der Entscheid offen ist, werden nur Kostengutsprachen geleistet.
Art. 4993 Entschädigung
(Art. 19 Abs. 3 und 5 BPG)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis ohne eigenes Verschulden gekündigt wird, erhalten eine Entschädigung, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
Das Arbeitsverhältnis hat bei einem Arbeitgeber nach Artikel 3 BPG ununterbrochen mindestens 20 Jahre gedauert.
Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter hat das 50. Altersjahr vollendet.
Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter arbeitet in einem Beruf, nach dem keine oder nur eine schwache Nachfrage besteht.
Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen kann eine Entschädigung ausgerichtet werden.
Die Entschädigung beträgt mindestens einen Monats- und höchstens einen Jahreslohn.
Bei der Bemessung der Entschädigung sind insbesondere zu berücksichtigen:
die Gründe des Austritts;
das Alter;
die berufliche und persönliche Situation;
die Dauer der Anstellung.
Keine Entschädigung wird ausgerichtet, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter unmittelbar im Anschluss an das bisherige Anstellungsverhältnis von einem Arbeitgeber nach Artikel 3 BPG angestellt wird. Artikel 34c Absatz 2 BPG bleibt vorbehalten.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innerhalb von einem Jahr von einem Arbeitgeber nach Artikel 3 BPG angestellt werden, müssen die Entschädigung anteilmässig zurückzahlen.
Für die übrigen Mitglieder der Anstaltsleitungen gilt bei unverschuldeter Auflösung des Arbeitsverhältnisses und bei Beendigung im gegenseitigen Einvernehmen Artikel 7 Absatz 4 der Verordnung ETH-Bereich vom 19. November 200394.
4. Abschnitt Ferien und Urlaub
Art. 50 Feiertage
Die ortsüblichen Feiertage sind arbeitsfrei.
Art. 51 Ferien
(Art. 17 BPG)
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Anspruch auf fünf Wochen Ferien pro Kalenderjahr.
Der Ferienanspruch erhöht sich im Jahr des vollendeten 50. Altersjahrs auf sechs Wochen.
Der Ferienanspruch beträgt für Jugendliche bis und mit dem Kalenderjahr, in dem sie das 20. Altersjahr vollenden, sechs Wochen.95
Die Vorgesetzten vereinbaren den Zeitpunkt der Ferien mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach Massgabe der betrieblichen Bedürfnisse.
Die Ferien sind grundsätzlich im Kalenderjahr zu beziehen, in dem der Ferienanspruch entsteht. Unter Berücksichtigung der Betriebsinteressen und mit dem Einverständnis der oder des Vorgesetzten kann eine Abweichung vereinbart werden.96
Nicht bezogene Ferien dürfen nur nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt werden.
Bei Absenzen wegen Militärdienst, Zivilschutzdienst, zivilem Einsatzdienst, Unfall oder Krankheit, die innert eines Kalenderjahres gesamthaft länger als drei Monate dauern, wird der jährliche Ferienanspruch für jeden weiteren vollen Absenzenmonat um je 1/12 gekürzt. Bei andauernder Absenz wegen Krankheit oder Unfall wird ab dem zweiten Kalenderjahr der Ferienanspruch für jeden vollen Absenzenmonat um je 1/12 gekürzt. Bei unbezahltem Urlaub wird der Ferienanspruch vom zweiten Monat an gekürzt.97
Bei Teilzeitbeschäftigten entspricht der Ferienanspruch dem Beschäftigungsgrad.
Art. 52 Urlaub
(Art. 17 und 17a Abs. 4 BPG) Fassung gemäss Ziff. I der V des ETH-Rates vom 6. März 2013, vom BR genehmigt am 14. Juni 2013 und in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2013 1777).
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann in besonderen Fällen auf begründetes Gesuch hin bezahlter, teilweise bezahlter oder unbezahlter Urlaub gewährt werden, sofern der betriebliche Ablauf nicht in unzumutbarer Weise beeinträchtigt wird. Die bezahlte Arbeitszeit richtet sich nach dem jeweiligen Beschäftigungsgrad.
Als Arbeitszeit werden angerechnet:
| 6 Tage |
| 1 Tag |
| 10 Tage |
| die erforderliche Zeit bis 3 Tage pro Ereignis |
| bis 5 Tage |
| 1 Tag |
| bis 5 Tage |
| die erforderliche Zeit gemäss Marschbefehl |
| die erforderliche Zeit |
| 5 Tage |
| 1–3 Tage nach Aufwand |
| die erforderliche Zeit, maximal ½ Tag |
| 6 Tage in |
| bis 30 Tage nach Absprache mit den Sozialpartnern |
| bis 15 Tage pro Kalenderjahr. |
Planbare Absenzen gelten nur als Arbeitszeit, wenn die Erledigung nicht in der arbeitsfreien Zeit oder im Rahmen der flexiblen Arbeitszeit erfolgen kann. Dazu gehören: Arztbesuch, Therapien, Vorladungen einer Behörde in einer nicht privaten Angelegenheit.
Für die Erledigung privater Angelegenheiten wird kein bezahlter Urlaub gewährt.
...106
Art. 52a107 Unbezahlter und teilweise bezahlter Urlaub
(Art. 17 und 31 Abs. 5 BPG)
Unbezahlter oder teilweise bezahlter Urlaub kann im Rahmen der betrieblichen und organisatorischen Möglichkeiten bewilligt werden. Er soll in der Regel ein Jahr nicht überschreiten.
Während eines unbezahlten oder teilweise bezahlten Urlaubs bleibt der Vorsorgeschutz während eines Monats unverändert.
Gewährt die zuständige Stelle nach Artikel 2 einen unbezahlten oder teilweise bezahlten Urlaub von mehr als einem Monat, so vereinbart sie mit der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter vor Urlaubsantritt, ob und wie die Versicherung und die Beitragspflicht ab dem zweiten Urlaubsmonat weiter bestehen sollen.
Übernimmt die zuständige Stelle nach Artikel 2 ab dem zweiten Urlaubsmonat die Arbeitgeberbeiträge oder die Risikoprämie nicht mehr, so meldet sie den Urlaub PUBLICA. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter kann den bisherigen Versicherungsschutz aufrechterhalten, indem sie oder er nebst den eigenen Sparbeiträgen auch die Sparbeiträge des Arbeitgebers und die Risikoprämie bezahlt, oder die Versicherung auf die Risiken Tod und Invalidität beschränken.
Die während des Urlaubs von der beurlaubten Mitarbeiterin oder dem beurlaubten Mitarbeiter geschuldeten Beiträge werden ihr oder ihm nach der Wiederaufnahme der Arbeit vom Lohn abgezogen.
5. Kapitel Pflichten
Art. 53 Aufgabenerfüllung
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, die im Arbeitsvertrag festgelegten Aufgaben kompetent und verantwortungsbewusst zu erfüllen, sich an die betrieblichen Weisungen und an die Anordnungen der Vorgesetzten zu halten und sich gegenüber den Kolleginnen und Kollegen kooperativ und loyal zu verhalten.
Art.
53a108 Wahrung der Interessen des Bundes, des ETH-Rates,
der beiden ETH und der Forschungsanstalten
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllen die Aufgaben unabhängig von persönlichen Interessen und vermeiden Konflikte zwischen ihren privaten Interessen und jenen des Bundes, des ETH-Rates, der beiden ETH und der Forschungsanstalten.
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 sorgt dafür, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die miteinander verheiratet sind, in einer Partnerschaft leben, eng verwandt oder verschwägert sind, so beschäftigt werden, dass sie nicht unmittelbar miteinander arbeiten oder in direktem Unterstellungsverhältnis stehen. Wer in einer solchen Beziehung steht, hat dies der oder dem Vorgesetzten zu melden.
Art. 53b109 Ausstand
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treten in den Ausstand, wenn sie aus einem persönlichen Interesse in einer Sache oder aus anderen Gründen befangen sein könnten. Der Anschein der Befangenheit genügt als Ausstandsgrund.
Als Befangenheitsgründe gelten namentlich:
die besondere Beziehungsnähe oder die persönliche Freund- oder Feindschaft zu einer natürlichen oder juristischen Person, die an einem Geschäft oder einem Entscheidprozess beteiligt oder davon betroffen ist;
eine finanzielle Beteiligung an einer juristischen Person, die an einem Geschäft oder einem Entscheidungsprozess beteiligt oder davon betroffen ist;
das Vorliegen eines Stellenangebotes einer natürlichen oder juristischen Person, die an einem Geschäft oder einem Entscheidungsprozess beteiligt oder davon betroffen ist.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen nicht vermeidbare Befangenheitsgründe der oder dem Vorgesetzten rechtzeitig offen. In Zweifelsfällen entscheidet diese oder dieser über den Ausstand.
Art. 54 Arbeitszeit
(Art. 17 BPG)
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit beträgt für vollzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 41 Stunden. Für teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entspricht sie dem vereinbarten Beschäftigungsgrad.
Die zuständigen Stellen können mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder mit deren Personalvertretungen eine spezifische Gestaltung der Arbeitszeit vereinbaren.
Im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle kann die Arbeitsleistung ausserhalb des Arbeitsplatzes erbracht werden.110
Reisezeiten bei Dienstreisen im Inland gelten als Arbeitszeit. Bei Auslanddienstreisen wird die vereinbarte Soll-Arbeitszeit angerechnet.111
Über Mittag muss die Arbeit für mindestens 30 Minuten unterbrochen werden. Als Arbeitszeit gelten hingegen eine Pause von je 15 Minuten am Vormittag und am Nachmittag.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten regeln den Schicht- und Pikettdienst in Absprache mit den Personalvertretungen.
Art. 54a112 Dokumentation der Arbeitszeit und der Abwesenheiten
(Art. 17a BPG)
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, ihre Abwesenheiten aufgrund von Ferien, Urlaub, Mutterschaft, Krankheit, Unfall, Militär-, Schutz- und Zivildienst sowie den Bezug von als bezahlten Urlaub gewährten Treueprämien zu dokumentieren.
Im Übrigen regeln der ETH-Rat, die beiden ETH und die Forschungsanstalten je für ihren Bereich nach Massgabe des geltenden Rechts die Dokumentation der Arbeitszeiten und der Abwesenheiten sowie die Einzelheiten zu Arbeitszeitmodellen, zum Schicht- und zum Pikettdienst und zum Übertrag, zur Kompensation und zur Auszahlung von Ferien, Urlaubs-, Überstunden- und Überzeitsaldi.
Art. 55 Überstunden und Überzeit
(Art. 17 BPG)
Bei ausserordentlicher Geschäftslast oder wegen dringender Arbeit kann die zuständige Stelle unter Wahrung einer angemessenen Frist Überstunden oder Überzeit anordnen oder bewilligen. Die zuständige Stelle plant mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Abbau angeordneter oder bewilligter Überstunden oder Überzeit.
Überstunden sind geleistete Arbeitsstunden, die über das wöchentlich festgesetzte Pensum bei Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigten hinausgehen, jedoch die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 45 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Überzeit liegt dann vor, wenn die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 45 Stunden pro Woche überschritten wird. Pro Jahr können höchstens 170 Stunden Überzeit geleistet werden.
Geleistete Überstunden sind durch Freizeit von gleicher Dauer zu kompensieren.113
Können Überstunden nicht kompensiert werden, so hat der Arbeitgeber dafür den Normallohn ohne Zuschlag zu entrichten.114
Für die Kompensation und die Auszahlung der Überzeit gelten die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes vom 13. März 1964115.116
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten sorgen dafür, dass pro Kalenderjahr höchstens 100 Überstunden ausbezahlt und auf das folgende Kalenderjahr höchstens 100 Stunden übertragen werden.117
Bei Angehörigen des Kaders kann die Auszahlung von Überstunden im Arbeitsvertrag wegbedungen werden.118
Art. 56119 Nebenbeschäftigungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter melden ihrer vorgesetzten Stelle sämtliche öffentlichen Ämter und gegen Entgelt ausgeübten Tätigkeiten, die sie ausserhalb ihres Arbeitsverhältnisses ausüben, insbesondere externe Lehrverpflichtungen, Beratungstätigkeiten, Verwaltungsratsmandate und andere Dienstleistungen.
Unentgeltlich ausgeübte Tätigkeiten sind meldepflichtig, sofern Interessenkonflikte nicht ausgeschlossen werden können oder sie den Ruf des ETH-Rats, der beiden ETH oder der Forschungsanstalten beeinträchtigen könnten.
Die Ausübung der Ämter und der Tätigkeiten nach den Absätzen 1 und 2 bedarf der Bewilligung, wenn:
sie eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter in einem Umfang beanspruchen, der die Leistungsfähigkeit im Arbeitsverhältnis mit dem ETH-Rat, der beiden ETH oder der Forschungsanstalten vermindern kann, insbesondere wenn die gesamte zeitliche Beanspruchung durch die Haupt- und die Nebenbeschäftigung ein volles Arbeitspensum um mehr als 10 Prozent übersteigt;
aufgrund der Art der Tätigkeit die Gefahr eines Konfliktes mit den Interessen aus dem Arbeitsverhältnis oder mit den Interessen des ETH-Rats, der beiden ETH oder der Forschungsanstalten besteht;
die Infrastruktur des Arbeitsplatzes beansprucht werden soll.
Können im Einzelfall Interessenkonflikte nicht ausgeschlossen werden, so wird die Bewilligung mit geeigneten Auflagen oder Bedingungen verbunden oder verweigert. Interessenkonflikte können insbesondere bei folgenden Tätigkeiten bestehen:
Beratung oder Vertretung von Dritten in Angelegenheiten, die zu den Aufgaben im Rahmen des Arbeitsverhältnisses gehören;
Tätigkeiten im Zusammenhang mit Aufträgen, die für den ETH-Rat, die beiden ETH oder die Forschungsanstalten ausgeführt werden oder die von Letzteren in absehbarer Zeit zu vergeben sind.
Die Mitteilung oder das Bewilligungsgesuch ist rechtzeitig vor Beginn der Tätigkeit bei der vorgesetzten Stelle einzureichen. Die beiden Dokumente geben Auskunft über:
die Art und die Dauer der Nebenbeschäftigung;
die voraussichtliche zeitliche Belastung;
die Art und den Umfang der Beanspruchung der Infrastruktur;
mögliche Interessenkonflikte.
Art. 56a120 Nebenbeschäftigungen der übrigen Mitglieder der Anstaltsleitungen
Für die übrigen Mitglieder der Anstaltsleitungen gilt für die Ausübung von Nebenbeschäftigungen Artikel 7a der Verordnung ETH-Bereich vom 19. November 2003121.
Der ETH-Rat entscheidet auf Gesuch hin über den ganzen oder teilweisen Verzicht auf Ablieferung des Einkommens aus Nebenbeschäftigungen gemäss Artikel 11 Absatz 5 der Kaderlohnverordnung vom 19. Dezember 2003122.
Art. 56b123 Vorteilsannahme
(Art. 21 Abs. 3 BPG)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit weder für sich selbst noch für ihre Angehörigen von Dritten Geschenke annehmen oder sich andere Vorteile einräumen lassen, die geringfügige, sozial übliche Gesten übersteigen oder zu einer gewissen Abhängigkeit führen können. Als geringfügige Vorteile gelten Naturalgeschenke, deren Marktwert 200 Franken nicht übersteigt.124
In Zweifelsfällen entscheidet die vorgesetzte Stelle.125
Art. 57 Berufs-, Geschäfts- und Amtsgeheimnis
(Art. 22 BPG)
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit über berufliche und geschäftliche Angelegenheiten verpflichtet, die nach ihrer Natur oder gemäss besonderer Vorschrift geheimzuhalten sind.
Die Pflicht zur Verschwiegenheit bleibt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bestehen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen sich bei Einvernahmen und in Gerichtsverfahren als Partei, Zeuge oder Sachverständiger über Wahrnehmungen, die sie aufgrund ihrer Aufgabe oder in Ausübung ihrer Funktion gemacht haben und die sich auf ihre dienstlichen Aufgaben beziehen, nur äussern, wenn sie von der zuständigen Stelle dazu ermächtigt worden sind.
5a. Kapitel Verletzung arbeitsrechtlicher Pflichten126
Art. 58127 Administrativuntersuchung
(Art. 25 BPG)
Soll abgeklärt werden, ob ein Sachverhalt vorliegt, der im öffentlichen Interesse ein Einschreiten von Amtes wegen erfordert, so führt die zuständige Stelle nach Artikel 2 eine Administrativuntersuchung durch. Die Artikel 27a–27j der Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung vom 25. November 1998 sind sinngemäss anwendbar.
Art. 58a128 Disziplinaruntersuchung
(Art. 25 BPG)
Die zuständige Stelle nach Artikel 2 eröffnet die Disziplinaruntersuchung. Sie bezeichnet die Person, die sie mit der Untersuchung beauftragt. Sie kann Personen ausserhalb des ETH-Bereichs mit der Untersuchung beauftragen.
Eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses beendet auch die Disziplinaruntersuchung.
Sofern kein Kündigungsgrund nach Artikel 10 Absätze 3 und 4 BPG vorliegt, kann die zuständige Stelle nach Artikel 2 gestützt auf das Ergebnis des Verfahrens die folgenden Massnahmen verfügen:129
130bei fahrlässig begangenen Pflichtverletzungen: Verweis oder Änderung des Aufgabenkreises;
bei vorsätzlich oder grobfahrlässig begangenen Pflichtverletzungen: Massnahmen nach Buchstabe a und überdies eine Lohnkürzung bis zu 10 Prozent während längstens eines Jahres, eine Änderung der Arbeitszeit oder des Arbeitsortes.
Führt der gleiche Sachverhalt zu einer Disziplinaruntersuchung und zu einem Strafverfahren, so kann der Entscheid über Massnahmen bis zur Beendigung des Strafverfahrens aufgeschoben werden.
Nach Ablauf eines Jahres nach Entdeckung der Verletzung der arbeitsrechtlichen Pflichten, spätestens jedoch 3 Jahre nach der letzten Pflichtverletzung, können keine Massnahmen mehr angeordnet werden. Die Verjährung ruht, solange wegen des gleichen Sachverhalts ein Strafverfahren durchgeführt wird oder solange über Rechtsmittel noch nicht entschieden ist, die in der Disziplinaruntersuchung ergriffen wurden.
Art. 58b131 Überweisung der Akten an die Bundesanwaltschaft
(Art. 25 BPG)
Kommt bei einer Verletzung der arbeitsrechtlichen Pflichten zugleich der Tatbestand einer strafbaren Handlung nach eidgenössischem oder kantonalem Strafrecht in Betracht, so überweist die zuständige Stelle nach Artikel 2 die Akten mit den Einvernahmeprotokollen der Bundesanwaltschaft.
6. Kapitel Schlussbestimmungen
1. Abschnitt Schutz von Personen- und Gesundheitsdaten
(Art. 27, 28 Abs. 3 und 4 BPG)
Art. 59 Zuständigkeiten
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten sorgen für die Einhaltung der Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992132 über den Datenschutz (DSG) und der Verordnung vom 14. Juni 1993133 zum Bundesgesetz über den Datenschutz (VDSG).
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten bestimmen für ihren Bereich die zuständigen Stellen für die Bearbeitung:
der allgemeinen Personaldossiers;
von Persönlichkeitsprofilen (Art. 3 Bst. d DSG);
der Daten über Sozialmassnahmen;
der Daten über betreibungsrechtliche Massnahmen;
der Daten über strafrechtliche Massnahmen;
der Daten über administrative Massnahmen.
Die Angestellten oder die Personalverbände, die sie vertreten, werden vorgängig zur Einführung oder zu einer Änderung eines Systems oder einer Datensammlung angehört.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten melden sämtliche Datensammlungen vor deren Eröffnung selbständig beim Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten134 zur Registrierung an (Art. 11 DSG, Art. 3 VDSG).
Art. 60 Bearbeitungsgrundsätze
Daten nach Artikel 59 Absatz 2 Buchstaben c–f dürfen nur bearbeitet werden, soweit dafür eine betriebliche Notwendigkeit besteht.
Persönlichkeitsprofile dürfen nur bearbeitet werden, wenn sie für die Personalentwicklung notwendig sind und die betroffenen Personen schriftlich zugestimmt haben.
Über die Daten nach Artikel 59 Absatz 2 Buchstaben b bis f hinaus dürfen besonders schützenswerte Personendaten nur in Ausnahmefällen bearbeitet werden, wenn sie für die Personalentwicklung notwendig sind und die betroffenen Personen schriftlich zugestimmt haben.
Die Daten sind nur der zuständigen Stelle nach Artikel 59 Absatz 2 zugänglich. Datensammlungen in Papierform sind unter Verschluss zu halten.
Für die Aufbewahrung der Daten gelten folgende Fristen:
für die allgemeinen Personaldossiers: zehn Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses;
für die Dossiers von Aushilfspersonal: zwei Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses;
für Daten über Sozialmassnahmen, administrative, betreibungs- und strafrechtliche Massnahmen: fünf Jahre nach Umsetzung der Massnahme;
für Persönlichkeitsprofile: fünf Jahre nach Erhebung der Daten wenn die betroffene Person nicht einer längeren Aufbewahrung schriftlich zugestimmt hat.
Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ist nach den Artikeln 21 und 22 DSG135 zu verfahren. In begründeten Einzelfällen kann der ETH-Rat auf Antrag der zuständigen Stelle die Fristen nach Absatz 5 verlängern.
Die beiden ETH und die Forschungsanstalten regeln für ihr Personal die Einzelheiten. Sie legen die Sicherheitsmassnahmen für die elektronischen Datensammlungen fest. Dabei kann mit Ausnahme von besonders schützenswerten Personendaten im Sinne von Artikel 3 Buchstabe c DSG und von Persönlichkeitsprofilen nach Artikel 3 Buchstabe d DSG der Datenzugriff im Abrufverfahren vorgesehen werden für:
die Zentrale Ausgleichsstelle der Alters- und Hinterlassenenversicherung zwecks Aktualisierung der individuellen Konten;
136...
die Pensionskasse des Bundes zwecks Aktualisierung der individuellen Konten des Personals;
die Post zwecks Überweisung der Löhne des Personals.
Art. 61 Gesundheitsdaten
Die medizinischen Akten enthalten den Anstellungsfragebogen, die Arztberichte und -zeugnisse sowie die Beurteilungen des ärztlichen Dienstes, die für die Eignungsbeurteilung der Angestellten bei der Anstellung und während dem Arbeitsverhältnis notwendig sind. Die medizinischen Akten werden beim ärztlichen Dienst nach Artikel 47 aufbewahrt.
Die medizinischen Akten werden in Papierform gesammelt. Gewisse Daten, wie beispielsweise der Name der angestellten Person und die Diagnose, können zwecks Fakturierung oder im Hinblick auf die Erhebung statistischer Daten in automatisierter Form bearbeitet werden.
Das automatisierte Bearbeitungssystem medizinischer Daten muss ein geschlossenes System sein; es darf an kein anderes elektronisches Datenverarbeitungssystem angeschlossen sein.
Dem Personaldienst wird nur die Beurteilung des ärztlichen Dienstes weitergegeben. Der Inhalt der medizinischen Akten wird dem Personaldienst oder Dritten nur dann weitergegeben, wenn die Betroffenen ihre Einwilligung erteilt haben. Der ETH-Rat kann die Ermächtigung zur Weitergabe von Gesundheitsdaten erteilen, wenn keine Zustimmung der betroffenen Person vorliegt.
2. Abschnitt Beschwerden
Art. 62137 Interne Beschwerdeinstanz und Verfahren
(Art. 37 Abs. 3 ETH-Gesetz) Fassung gemäss Ziff. I der V des ETH-Rates vom 5. März 2020, vom BR genehmigt am 19. Aug. 2020 und in Kraft seit 1. Okt. 2020 (AS 2020 3653).
Interne Beschwerdeinstanz für erstinstanzliche Verfügungen der beiden ETH und der Forschungsanstalten ist die ETH-Beschwerdekommission.
Gegen Verfügungen des ETH-Rates und Entscheide der ETH-Beschwerdekommission kann Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht geführt werden.138
Art. 63 Verjährung
(Art. 34 BPG)
Die Verjährungsfristen für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis richten sich nach den Artikeln 127 und 128 des Obligationenrechts139.
3. Abschnitt Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts
Art. 64 Aufhebung bisherigen Rechts
Folgende Erlasse werden aufgehoben:
Verordnung vom 25. Februar 1987140 über besondere Dienstverhältnisse an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und ihren Annexanstalten
ETH-Assistenten-Verordnung vom 23. Januar 1991141
Reglement vom 14. November 1969142 über die Anstellung von Hilfsassistenten an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen
Verordnung vom 31. März 1993143 über die Wahl der Bediensteten des ETH-Bereiches
144Verordnung vom 19. September 2002145 über die Versicherung der Angestellten des ETH-Bereichs in der Pensionskasse des Bundes PUBLICA.
Art. 65 Änderung bisherigen Rechts
Die nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:
...146
Art. 65a147 Übergangsbestimmung zur Änderung vom 5. März 2020
Ansprüche auf Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Unfall, die vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 5. März 2020 entstanden sind, richten sich nach dem bisherigen Recht.
4. Abschnitt Inkrafttreten
Art. 66
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2002 in Kraft.
Funktionsraster ETH-Bereich
(Art. 25 Abs. 1)


Lohnskala ETH-Bereich 2020
(Art. 26 Abs. 1, 28 Abs. 1, 30 Abs. 3)
Beurteilungslinie «a.»
Anzahl Erfahrungsjahre | Funktionsstufe | ||||||||||||||
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | |
0 | 63 009 | 68 206 | 73 868 | 80 035 | 86 758 | 94 263 | 102 841 | 112 868 | 124 832 | 139 750 | 159 034 | 184 719 | 219 815 | 268 944 | Diese Löhne werden durch den |
1 | 64 269 | 69 570 | 75 345 | 81 636 | 88 493 | 96 149 | 104 897 | 115 126 | 127 328 | 142 545 | 162 215 | 188 413 | 224 212 | 274 323 | |
2 | 65 529 | 70 934 | 76 823 | 83 237 | 90 228 | 98 034 | 106 954 | 117 383 | 129 825 | 145 340 | 165 396 | 192 108 | 228 608 | 279 702 | |
3 | 66 789 | 72 298 | 78 300 | 84 837 | 91 963 | 99 919 | 109 011 | 119 641 | 132 321 | 148 135 | 168 576 | 195 802 | 233 004 | 285 081 | |
4 | 68 049 | 73 662 | 79 777 | 86 438 | 93 699 | 101 804 | 111 068 | 121 898 | 134 818 | 150 930 | 171 757 | 199 496 | 237 401 | 290 459 | |
5 | 69 310 | 75 026 | 81 255 | 88 039 | 95 434 | 103 690 | 113 125 | 124 155 | 137 315 | 153 725 | 174 938 | 203 191 | 241 797 | 295 838 | |
6 | 70 255 | 76 049 | 82 363 | 89 239 | 96 735 | 105 104 | 114 667 | 125 848 | 139 187 | 155 821 | 177 323 | 205 962 | 245 094 | 299 872 | |
7 | 71 200 | 77 072 | 83 471 | 90 440 | 98 037 | 106 517 | 116 210 | 127 541 | 141 060 | 157 917 | 179 709 | 208 732 | 248 391 | 303 907 | |
8 | 72 145 | 78 096 | 84 579 | 91 641 | 99 338 | 107 931 | 117 753 | 129 234 | 142 932 | 160 013 | 182 094 | 211 503 | 251 689 | 307 941 | |
9 | 73 090 | 79 119 | 85 687 | 92 841 | 100 639 | 109 345 | 119 295 | 130 927 | 144 805 | 162 109 | 184 480 | 214 274 | 254 986 | 311 975 | |
10 | 74 035 | 80 142 | 86 795 | 94 042 | 101 941 | 110 759 | 120 838 | 132 620 | 146 677 | 164 206 | 186 865 | 217 045 | 258 283 | 316 009 | |
11 | 74 665 | 80 824 | 87 534 | 94 842 | 102 808 | 111 702 | 121 866 | 133 749 | 147 925 | 165 603 | 188 456 | 218 892 | 260 481 | 318 699 | |
12 | 75 295 | 81 506 | 88 272 | 95 642 | 103 676 | 112 645 | 122 895 | 134 878 | 149 174 | 167 001 | 190 046 | 220 739 | 262 679 | 321 388 | |
13 | 75 926 | 82 188 | 89 011 | 96 443 | 104 543 | 113 587 | 123 923 | 136 006 | 150 422 | 168 398 | 191 636 | 222 586 | 264 877 | 324 077 | |
14 | 76 556 | 82 870 | 89 750 | 97 243 | 105 411 | 114 530 | 124 951 | 137 135 | 151 670 | 169 796 | 193 227 | 224 434 | 267 076 | 326 767 | |
15 | 77 186 | 83 552 | 90 488 | 98 043 | 106 279 | 115 472 | 125 980 | 138 264 | 152 919 | 171 193 | 194 817 | 226 281 | 269 274 | 329 456 |
Beurteilungslinie «b.»
Anzahl Erfahrungsjahre | Funktionsstufe | ||||||||||||||
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | |
0 | 58 899 | 63 758 | 69 051 | 74 816 | 81 100 | 88 116 | 96 134 | 105 507 | 116 690 | 130 635 | 148 662 | 172 672 | 205 480 | 251 404 | Diese Löhne werden durch den |
1 | 60 077 | 65 033 | 70 432 | 76 312 | 82 722 | 89 878 | 98 056 | 107 618 | 119 024 | 133 248 | 151 636 | 176 126 | 209 589 | 256 432 | |
2 | 61 255 | 66 308 | 71 813 | 77 808 | 84 344 | 91 640 | 99 979 | 109 728 | 121 358 | 135 861 | 154 609 | 179 579 | 213 699 | 261 460 | |
3 | 62 433 | 67 583 | 73 194 | 79 305 | 85 966 | 93 403 | 101 902 | 111 838 | 123 692 | 138 474 | 157 582 | 183 032 | 217 808 | 266 488 | |
4 | 63 611 | 68 858 | 74 575 | 80 801 | 87 588 | 95 165 | 103 824 | 113 948 | 126 026 | 141 086 | 160 555 | 186 486 | 221 918 | 271 516 | |
5 | 64 789 | 70 133 | 75 956 | 82 297 | 89 210 | 96 927 | 105 747 | 116 058 | 128 359 | 143 699 | 163 529 | 189 939 | 226 028 | 276 545 | |
6 | 65 673 | 71 090 | 76 991 | 83 419 | 90 426 | 98 249 | 107 189 | 117 641 | 130 110 | 145 659 | 165 759 | 192 529 | 229 110 | 280 316 | |
7 | 66 556 | 72 046 | 78 027 | 84 542 | 91 643 | 99 571 | 108 631 | 119 223 | 131 860 | 147 618 | 167 989 | 195 119 | 232 192 | 284 087 | |
8 | 67 440 | 73 002 | 79 063 | 85 664 | 92 859 | 100 892 | 110 073 | 120 806 | 133 611 | 149 578 | 170 219 | 197 710 | 235 274 | 287 858 | |
9 | 68 323 | 73 959 | 80 099 | 86 786 | 94 076 | 102 214 | 111 515 | 122 389 | 135 361 | 151 537 | 172 448 | 200 300 | 238 356 | 291 629 | |
10 | 69 207 | 74 915 | 81 134 | 87 908 | 95 292 | 103 536 | 112 957 | 123 971 | 137 111 | 153 497 | 174 678 | 202 890 | 241 438 | 295 400 | |
11 | 69 796 | 75 553 | 81 825 | 88 657 | 96 103 | 104 417 | 113 918 | 125 026 | 138 278 | 154 803 | 176 165 | 204 616 | 243 493 | 297 914 | |
12 | 70 385 | 76 190 | 82 515 | 89 405 | 96 914 | 105 298 | 114 880 | 126 081 | 139 445 | 156 109 | 177 652 | 206 343 | 245 548 | 300 428 | |
13 | 70 974 | 76 828 | 83 206 | 90 153 | 97 725 | 106 179 | 115 841 | 127 136 | 140 612 | 157 416 | 179 138 | 208 070 | 247 603 | 302 942 | |
14 | 71 563 | 77 465 | 83 896 | 90 901 | 98 536 | 107 060 | 116 802 | 128 192 | 141 779 | 158 722 | 180 625 | 209 797 | 249 658 | 305 456 | |
15 | 72 152 | 78 103 | 84 587 | 91 649 | 99 347 | 107 942 | 117 764 | 129 247 | 142 946 | 160 028 | 182 112 | 211 523 | 251 712 | 307 970 |
Beurteilungslinie «c.»
Anzahl Erfahrungsjahre | Funktionsstufe | ||||||||||||||
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | |
0 | 54 790 | 59 309 | 64 233 | 69 596 | 75 442 | 81 968 | 89 427 | 98 146 | 108 549 | 121 521 | 138 291 | 160 625 | 191 144 | 233 864 | Diese Löhne werden durch den |
1 | 55 886 | 60 495 | 65 518 | 70 988 | 76 951 | 83 607 | 91 215 | 100 109 | 110 720 | 123 952 | 141 056 | 163 838 | 194 967 | 238 542 | |
2 | 56 982 | 61 682 | 66 802 | 72 380 | 78 459 | 85 247 | 93 004 | 102 072 | 112 891 | 126 382 | 143 822 | 167 050 | 198 790 | 243 219 | |
3 | 58 078 | 62 868 | 68 087 | 73 772 | 79 968 | 86 886 | 94 792 | 104 035 | 115 062 | 128 813 | 146 588 | 170 263 | 202 612 | 247 896 | |
4 | 59 173 | 64 054 | 69 372 | 75 164 | 81 477 | 88 525 | 96 581 | 105 998 | 117 233 | 131 243 | 149 354 | 173 475 | 206 435 | 252 573 | |
5 | 60 269 | 65 240 | 70 656 | 76 556 | 82 986 | 90 165 | 98 369 | 107 961 | 119 404 | 133 673 | 152 120 | 176 688 | 210 258 | 257 251 | |
6 | 61 091 | 66 130 | 71 620 | 77 600 | 84 118 | 91 394 | 99 711 | 109 433 | 121 032 | 135 496 | 154 194 | 179 097 | 213 125 | 260 759 | |
7 | 61 913 | 67 020 | 72 583 | 78 643 | 85 249 | 92 624 | 101 052 | 110 905 | 122 661 | 137 319 | 156 268 | 181 506 | 215 992 | 264 267 | |
8 | 62 735 | 67 909 | 73 547 | 79 687 | 86 381 | 93 853 | 102 394 | 112 378 | 124 289 | 139 142 | 158 343 | 183 916 | 218 860 | 267 775 | |
9 | 63 557 | 68 799 | 74 510 | 80 731 | 87 512 | 95 083 | 103 735 | 113 850 | 125 917 | 140 965 | 160 417 | 186 325 | 221 727 | 271 283 | |
10 | 64 378 | 69 688 | 75 474 | 81 775 | 88 644 | 96 312 | 105 076 | 115 322 | 127 545 | 142 788 | 162 492 | 188 735 | 224 594 | 274 791 | |
11 | 64 926 | 70 282 | 76 116 | 82 471 | 89 398 | 97 132 | 105 971 | 116 304 | 128 631 | 144 003 | 163 874 | 190 341 | 226 505 | 277 129 | |
12 | 65 474 | 70 875 | 76 759 | 83 167 | 90 153 | 97 952 | 106 865 | 117 285 | 129 716 | 145 218 | 165 257 | 191 947 | 228 417 | 279 468 | |
13 | 66 022 | 71 468 | 77 401 | 83 863 | 90 907 | 98 771 | 107 759 | 118 266 | 130 802 | 146 433 | 166 640 | 193 553 | 230 328 | 281 806 | |
14 | 66 570 | 72 061 | 78 043 | 84 559 | 91 662 | 99 591 | 108 653 | 119 248 | 131 887 | 147 648 | 168 023 | 195 160 | 232 240 | 284 145 | |
15 | 67 118 | 72 654 | 78 686 | 85 255 | 92 416 | 100 411 | 109 548 | 120 229 | 132 973 | 148 864 | 169 406 | 196 766 | 234 151 | 286 484 |
Beurteilungslinie «d.»
Anzahl Erfahrungsjahre | Funktionsstufe | ||||||||||||||
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | |
0 | 50 681 | 54 861 | 59 416 | 64 376 | 69 784 | 75 820 | 82 720 | 90 785 | 100 408 | 112 407 | 127 919 | 148 578 | 176 808 | 216 324 | Diese Löhne werden durch den |
1 | 51 695 | 55 958 | 60 604 | 65 664 | 71 179 | 77 337 | 84 374 | 92 601 | 102 416 | 114 655 | 130 477 | 151 550 | 180 344 | 220 651 | |
2 | 52 708 | 57 056 | 61 792 | 66 951 | 72 575 | 78 853 | 86 028 | 94 417 | 104 424 | 116 904 | 133 036 | 154 521 | 183 880 | 224 977 | |
3 | 53 722 | 58 153 | 62 981 | 68 239 | 73 971 | 80 370 | 87 683 | 96 233 | 106 433 | 119 152 | 135 594 | 157 493 | 187 416 | 229 304 | |
4 | 54 735 | 59 250 | 64 169 | 69 526 | 75 366 | 81 886 | 89 337 | 98 048 | 108 441 | 121 400 | 138 152 | 160 465 | 190 953 | 233 630 | |
5 | 55 749 | 60 347 | 65 357 | 70 814 | 76 762 | 83 402 | 90 992 | 99 864 | 110 449 | 123 648 | 140 711 | 163 436 | 194 489 | 237 957 | |
6 | 56 509 | 61 170 | 66 248 | 71 780 | 77 809 | 84 540 | 92 232 | 101 226 | 111 955 | 125 334 | 142 630 | 165 665 | 197 141 | 241 202 | |
7 | 57 269 | 61 993 | 67 140 | 72 745 | 78 855 | 85 677 | 93 473 | 102 588 | 113 461 | 127 020 | 144 548 | 167 893 | 199 793 | 244 447 | |
8 | 58 030 | 62 816 | 68 031 | 73 711 | 79 902 | 86 814 | 94 714 | 103 949 | 114 967 | 128 706 | 146 467 | 170 122 | 202 445 | 247 692 | |
9 | 58 790 | 63 639 | 68 922 | 74 676 | 80 949 | 87 952 | 95 955 | 105 311 | 116 473 | 130 392 | 148 386 | 172 351 | 205 097 | 250 936 | |
10 | 59 550 | 64 462 | 69 813 | 75 642 | 81 996 | 89 089 | 97 196 | 106 673 | 117 979 | 132 079 | 150 305 | 174 580 | 207 749 | 254 181 | |
11 | 60 057 | 65 010 | 70 407 | 76 286 | 82 694 | 89 847 | 98 023 | 107 581 | 118 984 | 133 203 | 151 584 | 176 065 | 209 517 | 256 344 | |
12 | 60 564 | 65 559 | 71 002 | 76 930 | 83 391 | 90 605 | 98 850 | 108 489 | 119 988 | 134 327 | 152 863 | 177 551 | 211 286 | 258 508 | |
13 | 61 071 | 66 108 | 71 596 | 77 573 | 84 089 | 91 364 | 99 677 | 109 396 | 120 992 | 135 451 | 154 142 | 179 037 | 213 054 | 260 671 | |
14 | 61 577 | 66 656 | 72 190 | 78 217 | 84 787 | 92 122 | 100 504 | 110 304 | 121 996 | 136 575 | 155 421 | 180 523 | 214 822 | 262 834 | |
15 | 62 084 | 67 205 | 72 784 | 78 861 | 85 485 | 92 880 | 101 332 | 111 212 | 123 000 | 137 699 | 156 701 | 182 008 | 216 590 | 264 997 |
Beurteilungslinie «e.»
Anzahl Erfahrungsjahre | Funktionsstufe | ||||||||||||||
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | |
0 | 46 572 | 50 413 | 54 598 | 59 157 | 64 125 | 69 673 | 76 013 | 83 424 | 92 267 | 103 293 | 117 547 | 136 531 | 162 472 | 198 785 | Diese Löhne werden durch den |
1 | 47 503 | 51 421 | 55 690 | 60 340 | 65 408 | 71 066 | 77 533 | 85 093 | 94 112 | 105 359 | 119 898 | 139 262 | 165 722 | 202 760 | |
2 | 48 435 | 52 429 | 56 782 | 61 523 | 66 690 | 72 460 | 79 053 | 86 761 | 95 958 | 107 425 | 122 249 | 141 993 | 168 971 | 206 736 | |
3 | 49 366 | 53 438 | 57 874 | 62 706 | 67 973 | 73 853 | 80 573 | 88 430 | 97 803 | 109 491 | 124 600 | 144 723 | 172 221 | 210 712 | |
4 | 50 297 | 54 446 | 58 966 | 63 889 | 69 255 | 75 247 | 82 094 | 90 098 | 99 648 | 111 557 | 126 951 | 147 454 | 175 470 | 214 687 | |
5 | 51 229 | 55 454 | 60 058 | 65 072 | 70 538 | 76 640 | 83 614 | 91 767 | 101 494 | 113 622 | 129 302 | 150 185 | 178 719 | 218 663 | |
6 | 51 927 | 56 210 | 60 877 | 65 960 | 71 500 | 77 685 | 84 754 | 93 018 | 102 878 | 115 172 | 131 065 | 152 233 | 181 157 | 221 645 | |
7 | 52 626 | 56 967 | 61 696 | 66 847 | 72 462 | 78 730 | 85 894 | 94 270 | 104 262 | 116 721 | 132 828 | 154 281 | 183 594 | 224 627 | |
8 | 53 325 | 57 723 | 62 515 | 67 734 | 73 424 | 79 775 | 87 035 | 95 521 | 105 646 | 118 271 | 134 591 | 156 328 | 186 031 | 227 608 | |
9 | 54 023 | 58 479 | 63 334 | 68 622 | 74 386 | 80 820 | 88 175 | 96 772 | 107 030 | 119 820 | 136 355 | 158 376 | 188 468 | 230 590 | |
10 | 54 722 | 59 235 | 64 153 | 69 509 | 75 347 | 81 866 | 89 315 | 98 024 | 108 414 | 121 369 | 138 118 | 160 424 | 190 905 | 233 572 | |
11 | 55 187 | 59 739 | 64 699 | 70 101 | 75 989 | 82 562 | 90 075 | 98 858 | 109 336 | 122 402 | 139 293 | 161 790 | 192 530 | 235 560 | |
12 | 55 653 | 60 243 | 65 245 | 70 692 | 76 630 | 83 259 | 90 835 | 99 692 | 110 259 | 123 435 | 140 469 | 163 155 | 194 154 | 237 548 | |
13 | 56 119 | 60 748 | 65 791 | 71 284 | 77 271 | 83 956 | 91 595 | 100 526 | 111 182 | 124 468 | 141 644 | 164 520 | 195 779 | 239 535 | |
14 | 56 585 | 61 252 | 66 337 | 71 875 | 77 912 | 84 652 | 92 355 | 101 361 | 112 104 | 125 501 | 142 820 | 165 886 | 197 404 | 241 523 | |
15 | 57 050 | 61 756 | 66 883 | 72 467 | 78 554 | 85 349 | 93 116 | 102 195 | 113 027 | 126 534 | 143 995 | 167 251 | 199 028 | 243 511 |
Pauschallöhne ETH-Bereich
(Art. 24 Abs. 3)
(Minimallöhne für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Pauschallöhnen
nach Artikel 24 Absatz 3)
Es gelten folgende Jahresbruttolöhne als Minimallöhne:
| Fr. 47 040 |
| Fr. 80 000 |
|
|
Beteiligung des Arbeitgebers an der Finanzierung
der Überbrückungsrente
(Art. 42a)
Alter bei Rücktritt | Standardplan | Kaderplan 1 | Kaderplan 2 | ||
1 bis 3 | 4 bis 6 | 7 bis 9 | 10 bis 12 | 13 bis 15 | |
60 | 80 % | 55 % | 50 % | 50 % | 50 % |
61 | 85 % | 60 % | 50 % | 50 % | 50 % |
62 | 90 % | 70 % | 50 % | 50 % | 50 % |
63 | 95 % | 75 % | 55 % | 50 % | 50 % |
64 | 100 % | 80 % | 60 % | 50 % | 50 % |