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Verordnung über die Präferenz-Zollansätze zugunsten der Entwicklungsländer

632.911 · Systematische Sammlung des Bundesrechts

Version of Jan 1, 2000

https://lexipedia.io/en/docs/ch/sr-rs-rs/632-911/de/verordnung-uber-die-praferenz-zollansatze-zugunsten-der-entwicklungslander

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  1. Documents
  2. Confederation
  3. Systematic Compilation of Federal Legislation
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This version has not been in force since Apr 1, 2001.

Repealed by: Verordnung über die Präferenz-Zollansätze zugunsten der Entwicklungsländer (AS 2007 875)

Enacted by: Verordnung über die Präferenz-Zollansätze zugunsten der Entwicklungsländer (AS 2007 875)

632.911

Verordnung über die Präferenz-Zollansätze zugunsten der Entwicklungsländer (Zollpräferenzenverordnung)

vom 29. Januar 1997 (Stand am 1. Februar 2000)

Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf den Zollpräferenzenbeschluss vom 9. Oktober 19811, verordnet:

Footnotes

  1. [1] SR 632.91

Art. 1 Gegenstand und Geltungsbereich

Für Ursprungserzeugnisse aus Entwicklungsländern nach Anhang 2 gelten die Präferenz-Zollansätze nach Anhang 1.

Art. 2 Ausschluss

Die in Anhang 2 Teil 3 aufgeführten Länder werden ab dem1. März 1998 von der Gewährung der Zollpräferenzen für Entwicklungsländer ausgeschlossen.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco)2 informiert diese Länder über den bevorstehenden Ausschluss.

Art. 3 Zollkontingente

Die Einfuhr der folgenden Ursprungserzeugnisse aus Entwicklungsländern ist im Rahmen der nachstehend aufgeführten Zollkontingente und Bedingungen zollfrei:

Zolltarifnummer3 Bezeichnung der Ware Mengen in Tonnen Einschränkung (Eigengewicht) pro Kalenderjahr 1701.1100 Roh-Rohrzucker 5000 nur zu Speisezwecken, nicht zur Raffination 1201,1202, Sojabohnen, 4000 nur aus den ärmsten Entwick- 1203,1206 Erdnüsse, Kopra, lungsländern (Anhang 2 Teil 2); Sonnenblumensamen nur zu Speisezwecken, roh oder nach Bearbeitung für den Detailverkauf bestimmt; bei Verarbeitung nur zur Herstellung von Öl zu Speisezwecken in Einzelverkaufspackungen bis 5 Liter AS 1997 466

Ausdruck gemäss Art. 21 Ziff. 6 der V vom 17. Nov. 1999, in Kraft seit1. Juli 1999 (AS 2000 187).

Zolltarifnummer Bezeichnung der Ware Mengen in Tonnen Einschränkung (Eigengewicht) pro Kalenderjahr ex 1507,1508, Sojaöl, Erdnussöl, 1000 nur aus den ärmsten Entwicklungs- 1512,1513 Sonnenblumenöl, Ko- ländern (Anhang 2 Teil 2); nur zu kosöl Speisezwecken in Einzelverkaufspackungen bis 5 Liter

Wenn die Marktverhältnisse es erfordern, kann das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement nach Anhören des Eidgenössischen Finanzdepartementes die Kontingente für Waren der Zolltarifnummern 1201, 1202, 1203 und 1206 bzw. ex 1507, ex 1508, ex 1512 und ex 1513 ändern; die Kontingente dürfen insgesamt 5000 Tonnen nicht überschreiten.

Footnotes

  1. [3] SR 632.10 Anhang

Art. 4 Zuteilung der Zollkontingentsanteile

Die Importeure müssen innerhalb einer vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement festgesetzten Frist bei der Oberzolldirektion ein Gesuch um Zuteilung eines Zollkontingentsanteils einreichen. Die Zuteilung erfolgt in Form einer Generaleinfuhrbewilligung. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement setzt im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement die Höchstmengen pro Importeur fest.

Übersteigen die von den Importeuren beantragten Mengen die Jahresmenge eines Kontingents, so werden die Gesuche anteilsmässig berücksichtigt.

Ist eine Jahresmenge nicht vollständig beansprucht worden und weist ein Importeur nach, dass er seinen Kontingentsanteil ausgeschöpft hat, so kann er ein weiteres Gesuch einreichen. Die zugeteilten Mengen sind bis Jahresende einzuführen.

Restmengen sind nicht auf das folgende Jahr übertragbar.

Art. 5 Einfuhrabfertigung

Für die Einfuhrabfertigung gelten die Verfahrensbestimmungen der Zollgesetzgebung.

Art. 6 Ursprungsregeln, Amtshilfe und Verwaltungszusammenarbeit

Für die Ursprungsregeln, die Amtshilfe und die Verwaltungszusammenarbeit gilt die Ursprungsregelnverordnung vom 17. April 19964.

Footnotes

  1. [4] SR 946.39

Art. 7 Aufhebung und Änderung bisherigen Rechts

1. Die Verordnung vom 26. Mai 19825 über die Präferenz-Zollansätze zugunsten der Entwicklungsländer wird aufgehoben.

[AS 1982 1050, 1992 1594, 1993 18 Art. 5 Ziff. 2 1482 Art. 5 Ziff. 2 2272 Art. 5 Ziff. 2, 1995 2742 4932 Art. 3 Ziff. 11 5457] 2. Die Verordnung vom 18. Oktober 19956 über die Ausfuhrbeiträge für Erzeugnisse aus Landwirtschaftsprodukten wird wie folgt geändert:

Footnotes

  1. [6] SR 632.111.723. Die hiernach aufgeführte Änd. ist eingefügt in der genannten V.

Art. 1 Abs. 2

...

Art. 8 Inkrafttreten und Geltungsdauer

Diese Verordnung tritt am1. März 1997 in Kraft.

Anhang 2 Teil 3 gilt bis zum 28. Februar 1998.

7 Dieser in der AS publizierte Anhang und seine Änd. werden in der SR nicht mehr wie-

dergegeben. Die darin enthaltenen Zollansätze kommen auch im Schweizerischen Zolltarif vor, der bei der Eidgenössischen Zollverwaltung, 3003 Bern, bezogen werden kann (siehe AS 1997 469, 1998 1592 Art. 4, 1999 314 Art. 7 1514 Art. 4 3582 Art. 1).

Anhang 2 8

Teil 1: Liste der Entwicklungsländer und -gebiete, denen Zollpräferenzen gewährt werden Europa Albanien Kroatien Bosnien-Herzegowina Malta Gibraltar Mazedonien

GUS-Staaten Armenien Moldau Aserbaidschan Tadschikistan Georgien Turkmenistan Kasachstan Usbekistan Kirgisistan

Afrika Ägypten Guinea Äquatorialguinea Guinea-Bissau Äthiopien Kamerun Algerien Kap Verde Angola Kenia Antarktis Komoren Benin Kongo Botswana Lesotho Bouvet-Insel Liberia Brit. Geb. im Indischen Ozean Libyen Burkina Faso Madagaskar Burundi Malawi Dschibuti Mali Elfenbeinküste Mauretanien Eritrea Mauritius Franz. Geb. im südl. Eismeer Mosambik Gabun Namibia Gambia Niger Ghana Nigeria

8 Bereinigt gemäss Ziff. I der V vom 28. Sept. 1998 (AS 1998 2679), der V vom 14. Juni 1999 (AS 1999 1694) und der V vom 5. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Dez. 1999 (AS 1999 3584).

Rwanda Swasiland Sambia Tansania St. Helena Togo Sao Tomé und Principe Tschad Senegal Tunesien Seschellen Uganda Sierra Leone Westsahara Somalia Zaire Südafrika Zentralafrikanische Republik Sudan Simbabwe

Afghanistan Macaoc)9 Bahrain Malaysia Bangladesch Malediven Bhutan Mongolei Libanon Nepal Chinaa) Myanmar (Birma) Indien Oman Indonesien Osttimor Irak Pakistan Iran Philippinen Jemen Saudi-Arabien Jordanien Sri Lanka Kambodscha Syrien Korea (Nord)b) Thailand Laos Vietnam

Anguilla El Salvador Antigua und Barbuda Grenada Antillen, Niederländische Guatemala Argentinien Guyana Aruba Haiti Barbados Honduras Belize Jamaika Bolivien Jungfern-Inseln, Amerikanische Brasiliend) Jungfern-Inseln, Britische Chile Kolumbien Costa Rica Kuba Dominica Montserrat Dominikanische Republik Nicaragua Ecuador Panama Paraguay

9 Fussnoten siehe am Schluss dieses Anhangs.

Peru Surinam St. Christopher und Nevis Trinidad und Tobago St. Lucia Turks- und Caicos-Inseln St. Pierre und Miquelon Uruguay St. Vincent und Grenadinen Venezuela Südgeorgien und Süd-Sandwich-Inseln

Australien und Ozeanien Cook-Inseln Ozeanien, Amerikanisch Fidschi Papua-Neuguinea Französisch-Polynesien Pitcairn-Inseln Kiribati Salomonen Marianen, Nördliche Samoa Marshall-Inseln Tokelau Mikronesien Tonga Nauru Tuvalu Neukaledonien Vanuatu Niue-Inseln Wallis und Futuna-Inseln

Teil 2: Liste der ärmsten Entwicklungsländer (PMA) Afrika Äquatorialguinea Mali Äthiopien Mauretanien Angola Mosambik Benin Niger Burkina Faso Rwanda Burundi Sambia Dschibuti São Tomé und Principe Eritrea Sierra Leone Gambia Somalia Guinea Sudan Guinea-Bissau Tansania Kap Verde Togo Komoren Tschad Lesotho Uganda Liberia Zaire Madagaskar Zentralafrikanische Republik Malawi

Afghanistan Laos Bangladesch Malediven Bhutan Myanmar Jemen Nepal Kambodscha

Haiti

Australien und Ozeanien Kiribati Tuvalu Salomonen Vanuatu Samoa

Teil 3: Länder, die ab 1. März 1998 keine Zollpräferenzen für Entwicklungsländer mehr erhalten Europa Zypern

Arabische Emirate Korea (Süd)c) Brunei Kuwait Hongkongc) Singapur Katar

Bahamas Kaiman-Inseln Bermudas Mexiko Falkland-Inseln

Fussnoten a) Die Präferenzansätze der Kapitel 50-64 des schweizerischen Zolltarifs10 (Spinnstoffe, Waren daraus und Schuhe) sowie der Nr. 9405.9912 (Lampenschirme) sind auf Waren mit Ursprung in diesem Land nicht anwendbar, ausgenommen: Waren der Nrn. 5001.0000, 5002.0000, ex 5007.2010 (Pongée-, Habutai-, Honan-, Shantung- oder Corahgewebe und ähnliche ostasiatische Gewebe, ganz aus Seide, nicht mit Schappeseide, Bourretteseide oder anderen Spinnstoffen gemischt. 5101.1100/1900, 5201.0090, 5307.2000, 5310.1000/9000, 5607.1010, ex 5608.9000 (Jute und Kokosprodukte), 5701.1000-5703.9000, 5705.0000, 5805.0000, 6305.1000, ex 6305.9000 (Kokosprodukte). b) Die Präferenzansätze der Kapitel 50-63 und der Nrn. 6401-6404 und 6405.9010 des schweizerischen Zolltarifs (Spinnstoffe, Waren daraus und Schuhe) sowie der Nr. 9405.9912 (Lampenschirme) sind auf Waren mit Ursprung in diesem Land nicht anwendbar. c) Die Präferenzansätze der Kapitel 50-64 des schweizerischen Zolltarifs (Spinnstoffe, Waren daraus und Schuhe) sowie der Nr. 9405.9912 (Lampenschirme) sind auf Waren mit Ursprung in diesem Land nicht anwendbar.

d) Die Präferenzansätze der Nrn. 0901.1200/2200 (Kaffee) des schweizerischen Zolltarifs sind auf Waren mit Ursprung in diesem Land bis auf weiteres nicht anwendbar. Der Präferenzansatz der Nr. 2101.1100/1210 (Auszüge, Essenzen und Konzentrate aus Kaffee und Zubereitungen auf der Grundlage dieser Auszüge, Essenzen oder Konzentrate) des schweizerischen Zolltarifs beträgt für Waren mit Ursprung in diesem Land FR. 144.50 je 100 kg brutto.

Footnotes

  1. [10] SR 632.10 Anhang