Ziff. 2.22.2 Qualitätsanforderungen2.2.1 Anforderungen für Produktfunktionskategorien PFC2.2.1.1 Organische Dünger PFC 1(A)1 Der Schadstoffgehalt von organischen Düngern darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Anorganisches Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) 1 Chrom (Cr) 2000∗ Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 100** Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 30 Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 400*** ∗ gilt ausschliesslich für Erzeugnisse aus tierischen Nebenprodukten∗∗ ab einem Anteil von mehr als 50 % Exkrementen von Schweinen bezogen auf die Trockensubstanz 150 g/t TS∗∗∗ ab einem Anteil von mehr als 50 % Exkrementen von Schweinen bezogen auf die Trockensubstanz 600 g/t TS 2 Biuret (C2H5N3O2) darf in organischen Düngern nicht vorhanden sein.2.2.1.2 Organisch-mineralischer Dünger PFC 1(B)1 In einem organisch-mineralischen Dünger enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Grenzwert in Milligramm pro Kilogramm Phosphor (P) Anorganisches Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) in Düngern mit einem Phosphorgehalt (P) von 5 % oder weniger 1 Cadmium (Cd) in Düngern mit einem Phosphorgehalt (P) von über 5 % 50 Chrom (Cr) 2000∗ Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 100** Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 30 Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 400*** ∗ gilt ausschliesslich für Erzeugnisse aus tierischen Nebenprodukten∗∗ ab einem Anteil von mehr als 50 % Exkrementen von Schweinen bezogen auf die Trockensubstanz 150 g/t TS.∗∗∗ ab einem Anteil von mehr als 50 % Exkrementen von Schweinen bezogen auf die Trockensubstanz 600 g/t TSDie Grenzwerte für Kupfer (Cu) und Zink (Zn) gelten nicht, wenn dem organisch-mineralischen Dünger zur Behebung eines Spurennährstoffmangels im Boden diese Elemente absichtlich zugesetzt wurden und dies gemäss Anhang III deklariert wird. 2 Der Gehalt an Biuret (C2H5N3O2) in organisch-mineralischen Düngern darf 12g/kg Trockenmasse nicht überschreiten.2.2.1.3 Anorganischer Makronährstoff-Dünger PFC 1(C)(I)1 In einem anorganischen Makronährstoff-Dünger enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Phosphor (P) Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) in Düngern mit einem Phosphorgehalt (P) von 1 % oder weniger 3 Cadmium (Cd) in Düngern mit einem Phosphorgehalt (P) von über 1 % 50 Chrom (Cr) 2000 Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 600 Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 100 Blei (Pb) 120 Vanadium (V) 4000 Zink (Zn) 1500 Perchlorat (ClO4-) 50 Die Grenzwerte für Kupfer (Cu) und Zink (Zn) gelten nicht, wenn dem anorganischen Makronährstoff-Dünger zur Behebung eines Spurennährstoffmangels im Boden diese Elemente absichtlich zugesetzt wurden und dies gemäss den Kennzeichnungsvorschriften deklariert wird. 2 Der Gehalt an Biuret (C2H5N3O2) in anorganischen Makronährstoff-Düngern darf 12 g/kg Trockenmasse nicht überschreiten.3 In festen anorganischen Einnährstoff- oder Mehrnährstoff-Makronährstoff-Ammoniumnitrat-Düngern mit hohem Stickstoffgehalt (PFC 1(C)(I)(a)(i)(A) et PFC 1(C)(I)(a)(ii)(A)) darf der Gehalt an Kupfer (Cu) höchstens 10 mg/kg und der Gehalt an Chlor (Cl) höchstens 200 mg/kg betragen.2.2.1.4 Anorganischer Spurennährstoff-Dünger PFC 1(C)(II)In einem anorganischen Spurennährstoff-Dünger enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in mg, bezogen auf den Gesamtgehalt an Spurennährstoffen in kg.
[mg/kg Gesamtgehalt an Spurennährstoffen, das heisst Bor (B), Kobalt (Co), Kupfer (Cu), Eisen (Fe), Mangan (Mn), Molybdän (Mo) oder Zink (Zn)] Arsen (As) 1000 Cadmium (Cd) 200 Blei (Pb) 600 Quecksilber (Hg) 100 Nickel (Ni) 2000 2.2.1.5 Kalkdünger PFC 2In einem Kalkdünger enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) 2 Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 300 Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 90 Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 800 2.2.1.6 Organisches Bodenverbesserungsmittel PFC 3(A)In einem organischen Bodenverbesserungsmittel enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Anorganisches Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) 2 Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 300 Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 50 Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 800 2.2.1.7 Anorganisches Bodenverbesserungsmittel PFC 3(B)In einem anorganischen Bodenverbesserungsmittel enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Anorganisches Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) 1,5 Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 300 Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 100 Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 800 2.2.1.8 Kultursubstrat PFC 41 In einem Kultursubstrat enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Anorganisches Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) 1,5 Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 200 Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 50* Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 500 * Bei Kultursubstraten, die zu mehr als 70 % aus mineralischen Stoffen bestehen, gilt der Grenzwert für den bioverfügbaren Gehalt des Schadstoffs. 2 Für Kultursubstrate gelten die folgenden Richtwerte: Schadstoff Richtwert Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 4 Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz1 Dioxine (PCDD) und Furane (PCDF) 20 Nanogramme WHO2005-TEQ2 pro Kilogramm Trockensubstanz 1 Summe der folgenden 16 PAK-Leitverbindungen der EPA (Priority pollutants list): Naphthalin, Acenaphthylen, Acenaphthen, Fluoren, Phenanthren, Anthracen, Fluoranthen, Pyren, Benzo(a)anthracen, Chrysen, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(k)-fluoranthen, Benzo(a)pyren, Indeno(1,2,3-c,d)pyren, Dibenzo(a,h)anthracen und Benzo(g,h,i)perylen.2 Toxizitätsequivalente gemäss Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO nach einer Konsultation von Expertinnen und Experten im Jahr 2005. Referenz: Martin van den Berg et al. (2006) The 2005 World Health Organization Reevaluation of Human and Mammalian Toxic Equivalency Factors for Dioxins and Dioxin-Like Compounds. Toxicological science 93(2):223–241. https://doi.org/10.1093/toxsci/kfl055. 2.2.1.9 Pflanzen-Biostimulans PFC 6Der Schadstoffgehalt von Pflanzen-Biostimulanzien darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Anorganisches Arsen (As) 40 Cadmium (Cd) 1,5 Sechswertiges Chrom (Cr VI) 2 Kupfer (Cu) 600 Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 50 Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 1500 2.2.1.10 Hofdünger PFC 100 und Recyclingdünger PFC 1011 In einem Hof- und Recyclingdünger enthaltene Schadstoffe dürfen die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwerte in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Cadmium (Cd) 1 Kupfer (Cu) 100* Quecksilber (Hg) 1 Nickel (Ni) 30 Blei (Pb) 120 Zink (Zn) 400** ∗ ab einem Anteil von mehr als 50 % Exkrementen von Schweinen bezogen auf die Trockensubstanz 150 g/t TS.∗∗ ab einem Anteil von mehr als 50 % Exkrementen von Schweinen bezogen auf die Trockensubstanz 600 g/t TS 2 Für Kompost und Gärgut gelten zusätzlich folgende Anforderungen für inerte Fremdstoffe:a. Fremdstoffe (Metall, Glas, Altpapier, Karton usw.) dürfen höchstens 0,4 Prozent des Gewichts der Trockensubstanz betragen.b. Der Gehalt an Alufolie und Kunststoffen darf höchstens 0,1 Prozent des Gewichts der Trockensubstanz betragen.c. Der Gehalt an Steinen mit mehr als 5 mm Durchmesser soll möglichst niedrig sein, sodass die Qualität eines Düngers nicht beeinträchtigt wird.3 Für Kompost und Gärgut gelten die folgenden Richtwerte: Schadstoff Richtwert Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 4 Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz1 Dioxine (PCDD) und Furane (PCDF) 20 Nanogramme WHO2005-TEQ2 pro Kilogramm Trockensubstanz 1 Summe der folgenden 16 PAK-Leitverbindungen der EPA (Priority pollutants list): Naphthalin, Acenaphthylen, Acenaphthen, Fluoren, Phenanthren, Anthracen, Fluoranthen, Pyren, Benzo(a)anthracen, Chrysen, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(k)-fluoranthen, Benzo(a)pyren, Indeno(1,2,3-c,d)pyren, Dibenzo(a,h)anthracen und Benzo(g,h,i)perylen.2 Toxizitätsequivalente gemäss Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO nach einer Konsultation von Expertinnen und Experten im Jahr 2005. Referenz: Martin van den Berg et al. (2006) The 2005 World Health Organization Reevaluation of Human and Mammalian Toxic Equivalency Factors for Dioxins and Dioxin-Like Compounds. Toxicological science 93(2):223–241; https://doi.org/10.1093/toxsci/kfl055. 4 Für Hofdünger, die für den eigenen Betrieb bestimmt sind und die von einem Betrieb mit Nutztierhaltung direkt an die Endverbraucherin oder den Endverbraucher abgegeben werden, gelten die Bestimmungen von Absatz 1 nicht. Vorbehalten bleiben auch die Bestimmungen nach Artikel 10 DüV.2.2.2 Anforderungen für Komponentenmaterialkategorien (CMC2.2.2.1 Kompost (CMC 3), frisches Gärgut von Pflanzen (CMC 4) und anderes Gärgut als frisches Gärgut von Pflanzen (CMC 5)Die in Ziffer 2.2.1.10 festgelegten Qualitätsanforderungen gelten auch für Kompost und Gärgut als Komponentenmaterialien in einem Dünger.2.2.2.2 Gefällte Phosphatsalze und deren Folgeprodukte (CMC 12) und durch thermische Oxidation gewonnene Materialien und deren Folgeprodukte (CMC 13)1 Der Schadstoffgehalt von gefällten Phosphatsalzen und deren Folgeprodukten sowie von durch thermische Oxidation gewonnenen Materialien und deren Folgeprodukten darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwert in Milligramm pro Kilogramm Phosphor (P) Arsen (As) 100 Cadmium (Cd) 25 Chrom (Cr) 1 000 Kupfer (Cu) 3 000 Quecksilber (Hg) 2 Nickel (Ni) 500 Blei (Pb) 500 Zink (Zn) 10 000 2 Der Gehalt an organischen Schadstoffen von gefällten Phosphatsalzen und deren Folgeprodukten sowie von durch thermische Oxidation gewonnenen Materialien und deren Folgeprodukten darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwert Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 25 Milligramm pro Kilogramm Phosphor (P)1 Polychlorierte Biphenyle (PCB) 0,5 Milligramm pro Kilogramm Phosphor (P)2 Dioxine (PCDD) und Furane (PCDF) 120 Nanogramm WHO2005-TEQ pro Kilogramm Phosphor (P)3
1 Summe der folgenden 16 PAK-Leitverbindungen der EPA (Priority pollutants list): Naphthalin, Acenaphthylen, Acenaphthen, Fluoren, Phenanthren, Anthracen, Fluoranthen, Pyren, Benzo(a)anthracen, Chrysen, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(k)-fluoranthen, Benzo(a)pyren, Indeno(1,2,3-c,d)pyren, Dibenzo(a,h)anthracen und Benzo(g,h,i)perylen2 Summe der 7 Kongeneren gemäss IRMM (Institute for Reference Materials and Measurements), IUPAC-Nr. 28, 52, 101, 118, 138, 153 und 1803 Toxizitätsequivalente gemäss Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO nach einer Konsultation von Expertinnen und Experten im Jahr 2005. Referenz: Martin van den Berg et al. (2006) The 2005 World Health Organization Reevaluation of Human and Mammalian Toxic Equivalency Factors for Dioxins and Dioxin-Like Compounds. Toxicological science93(2):223–241; https://doi.org/10.1093/toxsci/kfl055. 2.2.2.3 Durch Pyrolyse oder Vergasung gewonnene Materialien (CMC 14)1 Der Schadstoffgehalt von durch Pyrolyse oder Vergasung gewonnenen Materialien darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwert in Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz Arsen (As) 13 Cadmium (Cd) 0,7 Chrom (Cr) 70 Kupfer (Cu) 70 Quecksilber (Hg) 0.4 Nickel (Ni) 25 Blei (Pb) 45 Zink (Zn) 200 2 Der Gehalt an organischen Schadstoffen von durch Pyrolyse oder Vergasung gewonnenen Materialien darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten: Schadstoff Grenzwert Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 4 Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz1 Polychlorierte Biphenyle (PCB) 0,2 Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz2 Dioxine (PCDD) und Furane (PCDF) 20 Nanogramm WHO2005-TEQ pro Kilogramm Trockenmasse3
1 Summe der folgenden 16 PAK-Leitverbindungen der EPA (Priority pollutants list): Naphthalin, Acenaphthylen, Acenaphthen, Fluoren, Phenanthren, Anthracen, Fluoranthen, Pyren, Benzo(a)anthracen, Chrysen, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(k)-fluoranthen, Benzo(a)pyren, Indeno(1,2,3-c,d)pyren, Dibenzo(a,h)anthracen und Benzo(g,h,i)perylen. Bestimmung mittels zweistündiger Rückflussextraktion mit Toluol.2 Summe der 7 Kongeneren gemäss IRMM (Institute for Reference Materials and Measurements), IUPAC-Nr. 28, 52, 101, 118, 138, 153 und 180. Bestimmung mittels sechsstündiger Soxhletextraktion mit Toluol oder beschleunigter Lösemittelextraktion3 Toxizitätsequivalente gemäss Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO nach einer Konsultation von Expertinnen und Experten im Jahr 2005. Referenz: Martin van den Berg et al. (2006) The 2005 World Health Organization Reevaluation of Human and Mammalian Toxic Equivalency Factors for Dioxins and Dioxin-Like Compounds. Toxicological science 93(2):223–241; https://doi.org/10.1093/toxsci/kfl055. Bestimmung mittels 20-stündiger Soxhletextraktion mit Toluol oder beschleunigter Lösemittelextraktion